Licht des Vergessens

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 190)
A190 1.JPG
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt

 

Zyklus: Der Held von Arkon
Unterzyklus: Die Varganen (Band 17/47)
Titel: Licht des Vergessens
Untertitel: Rückkehr aus dem Mikrokosmos – auf eine Welt im Würgegriff fremder Gewalten
Autor: Harvey Patton
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Erstmals erschienen: 1975
Hauptpersonen: Atlan, Letschyboa, Magantilliken, Seracia, Ischtar, Ra
Handlungszeitraum: 22. und 23. Coromar 10.498 da Ark (8023 v. Chr.)
Handlungsort: Cherkaton
Zusätzliche Formate: E-Book, enthalten in Blauband 26

Handlung

Auf dem arkonidischen Kolonialplaneten Cherkaton befinden sich Letschyboa und Derischban Oblor auf der Jagd nach Colbis. Oblor will seiner Frau Scotara eines der wertvollen Felle nach Hause bringen. Doch durch eine Unachtsamkeit Oblors werden die Colbis auf­geschreckt und flüchten. Die beiden Männer müssen ohne Beute umkehren. Während des Marsches zurück zu ihrem Gleiter taucht ein Raumschiff am Himmel Cherkatons auf. Einen Feuerschweif hinter sich herziehend, rast das Schiff auf die Oberfläche des Planeten zu. Eine Explosion sprengt große Teile des Raumschiffes ab. Derischban Oblor wird von den Trümmern erschlagen. Letschyboa überlebt unverletzt. Das Raumschiff stürzt weit entfernt ab und schlägt auf.

Kristallprinz Atlan erwacht im Vorratsraum an Bord des SKORGON. Er ist durch eine Einbruchsstelle aus dem Mikrokosmos der Dnofftries in das Normaluniversum zurückgekehrt. Dabei hat er seine ursprüngliche Körpergröße wieder zurückerhalten. Atlan stellt fest, dass das SKORGON auf einem Planeten gelandet ist. Die Schleuse steht offen. Magantilliken, der Henker der Varganen, hat das Schiff verlassen. Atlan will die Gelegenheit nutzen und mit dem Schiff fliehen. Er schließt die Schleuse, aktiviert die Triebwerke und drückt den Startknopf. Doch das SKORGON bewegt sich nicht. Der Vargane hat anscheinend dafür gesorgt, dass das Schiff während seiner Abwesenheit nicht starten kann.

Da der Antrieb blockiert ist, rüstet Atlan sich mit frischer Kleidung, Nahrungsmitteln und Waffen neu aus und verlässt das Schiff (wobei er den lieblos verscharrten Amarkavor Heng entdeckt; die Leiche steckt nur unter einer dünnen Erdscholle).

In einer Entfernung von etwa zwei Stunden Fußmarsch entdeckt Atlan ein hohes Gebäude. Beim Näherkommen sieht er, dass es sich nicht nur um ein einzelnes Bauwerk, sondern um eine kleine Stadt handelt. Er ist erleichtert, dass deren Bewohner Arkoniden sind, was er an dem typischen Trichterbau im Zentrum der Siedlung erkennt. Allerdings kommt ihm seltsam vor, dass niemand auf den Feldern arbeitet. Auch landwirtschaftliche Maschinen sind nirgends zu sehen.

Als Atlan endlich auf die ersten Siedler trifft – es handelt sich eindeutig um Arkoniden -, stellt er fest, dass die Männer und Frauen dabei sind, ein Feld mit bloßen Händen umzugraben. Der Kristallprinz versucht, mit einem der Männer ins Gespräch zu kommen. Alles, was er hört, ist die Bitte nach Wasser. Der Blick der Augen des Kolonisten ist stumpf und leer. Auch mit Tscherwan kommt keine Verständigung zustande. Erst als Seracia vortritt, erfährt Atlan, dass er sich in der Stadt Cherkan auf dem Planeten Cherkaton befindet. Ihrer stockenden Erzählung nach sind der Prophet der Unwissenheit, der den Kolonisten Befehle erteilt, und das Licht in den Bergen, das immer wieder kommt und den Kolonisten die Intelligenz nimmt, für das Verhalten der Arkoniden verantwortlich. Atlan fühlt sich zu Seracia hingezogen.

Atlan und Seracia erreichen das Verwaltungszentrum der Stadt Cherkan. Das Hyperfunkgerät ist zerstört. In einem Nebenraum findet Atlan unversehrte Tonspulen. Als er sie abhört, erfährt er einiges über die letzten freien Tage der Kolonisten, ehe sie vom Propheten der Unwissenheit geistig versklavt wurden. Vor einem halben Jahr ist ein fremdes Schiff in den Bergen notgelandet. Kurz darauf sind immer mehr Leute beeinflusst worden, wobei die ersten den Hyperfunksender der Kolonie zerstört haben. Seitdem folgen die Kolonisten den Hypnobefehlen des Propheten der Unwissenheit.

Es beginnt bereits zu dämmern, und Atlan zieht mit Seracia weiter in die Straße des Imperators. Dort findet er in einem Depot einen einsatzfähigen schwergepanzerten und mit einem leichten Strahlgeschütz ausgerüsteten Polizeigleiter. Der Kristallprinz steuert das Fahrzeug aus dem Depot. Auf der Straße bewegen sich hunderte Kolonisten, die schwere Lasten schleppen. Es handelt sich um Feldfrüchte, die an die Bevölkerung der Stadt verteilt werden, um den größten Hunger zu stillen.

Am Himmel erscheint das Licht in den Bergen. Die Kolonisten werden dadurch hypnotisch beeinflusst und so auf die Befehle des Propheten vorbereitet. Auch Seracia droht, dem Suggestiveinfluss wieder zu erliegen. Der Prophet hat einen Fremden gefangen genommen. Um einen derartigen Vorfall in Zukunft zu vermeiden, ordnet er an, jeden Fremden zu töten, der auf Cherkaton auftaucht. Atlan befindet sich nun in höchster Gefahr. Der Kristallprinz startet den Gleiter. Die Kolonisten beginnen, mit einem Strahler auf das Fahrzeug zu schießen. Atlan aktiviert den Schutzschirm des Gleiters. Er nimmt Kurs auf die Berge. In einer tiefen, von Wald umgebenen Mulde landet Atlan, um sich um Seracia zu kümmern, die schluchzend neben ihm sitzt. Das Mädchen, das wieder größtenteils über ihren freien Willen verfügt, schmiegt sich an den Kristallprinzen. Atlan lässt seinen Gefühlen und Hormonen in der langen Nacht auf Cherkaton freien Lauf.

Ischtar, die Goldene Göttin, und Ra befinden sich an Bord des Doppelpyramidenschiffes auf der Suche nach Atlan, dessen Spur sie auf Zercascholpek verloren haben. Plötzlich trifft ein Funkspruch ein. Es handelt sich um ein varganisches Notsignal. Automatisch wird der Ausgangspunkt angepeilt. Der Kurs dorthin wird errechnet. Das Doppelpyramidenschiff nimmt Fahrt auf.

Atlan erwacht nach einer heißen Liebesnacht. Doch seine Probleme, allen voran der Prophet der Unwissenheit, sind geblieben. Nach einem erfrischenden Bad in einem kleinen Teich geht der Flug in die Berge weiter.

In einem langgezogenen, muldenartig geformten Tal entdecken Atlan und Seracia das Wrack des notgelandeten Raumschiffes. Der Kristallprinz untersucht die Trümmer mit den Energieortungsgeräten und misst einige laufende Atomreaktoren und ein Fesselfeld an. Während Atlan den Gleiter verlässt, bleibt die sich inzwischen vollends vom Einfluss des Suggestors befreite Seracia als Rückendeckung zurück.

Vor einem großen Trümmerstück, in das ein Korridor hineinführt, steht ein kleiner arkonidischer Gleiter. Atlan dringt in den Korridor ein und findet Magantilliken, der einen kleinen Raum nicht verlassen kann. Der Vargane ist erstaunt, dem Arkoniden gegenüber zu stehen. Er bittet Atlan um Hilfe. Der Prophet beginnt, psychischen Druck auf die beiden Männer auszuüben. Atlan bemerkt ebenso wie der Vargane eine Verlangsamung der Denkvorgänge in ihren Köpfen. Magantilliken nennt den Suggestor Letschyboa.

Als Atlan in den Gleiter zurückkehrt, flammt das Licht in den Bergen auf. Seracia ist im Sitz zusammengesunken und völlig teilnahmslos. Der Druck auf Atlans Willen nimmt zu. Der Arkonide läuft auf zwei große Schiffsfragmente zu. In seinem Kopf vernimmt er die Stimme des Propheten der Unwissenheit. Nach etwa fünf Minuten erlangt Atlan die Kontrolle über sich wieder zurück. Vierarmige und vierbeinige zylindrische Roboter nehmen ihn gefangen und schieben ihn auf eines der beiden Trümmerstücke zu. Zwei Roboter durchschreiten mit Atlan einen Energievorhang und bleiben in einer hell erleuchteten Halle stehen. Letschyboa sitzt vor einem Schaltpult und ist über Kontakte mit einer als Verstärker für Psi-Impulse arbeitenden Metallhaube verbunden. Letschyboa nimmt die Haube vom Kopf. Atlan stellt sich, wie auch schon gegenüber Seracia, als »Mascaren« vor. Der Extrasinn weist den Kristallprinzen darauf hin, dass er als Ersatz für den entkräfteten Letschyboa dienen soll. Atlan überlegt, die Anlagen und damit auch sich selbst durch Zündung einer Mikrobombe, die er in einer Tasche mit sich trägt, zu zerstören.

Atlan zieht sich aus dem Schiffsfragment zurück. Draußen sieht er Roboter, die einen länglichen Metallbehälter wegtragen. Plötzlich branden starke Suggestivimpulse über ihn hinweg und lähmen seinen Körper. Eine Antigravscheibe gerät in Atlans Blickfeld. Darauf stehen Ischtar und Ra, die das Feuer auf die Roboter eröffnen. Letschyboa hat das Wrack inzwischen auch verlassen und schießt auf die Goldene Göttin. Ein sekundenlanges Wehklagen ertönt in Atlans Kopf und die lähmende Starre fällt von ihm ab. Er hebt seinen Paralysator und trifft mit den Lähmstrahlen Letschyboa. Die Roboter verharren nach dem Tod des unbekannten Wesens im teilweise zerstörten Transportbehälter reglos an Ort und Stelle. Die Antigravscheibe landet, und Ischtar sinkt in Atlans Arme. Ras Miene verdunkelt sich. Atlan berichtet Ischtar von Magantillikens Aufenthaltsort. Die Antigravscheibe startet. Bald kehren Ischtar und Ra zurück. Der Körper des Henkers der Varganen ist zerstört, sein Bewusstsein in die Eisige Sphäre zurückgekehrt. Letschyboa, der wieder zu sich kommt, wird versorgt. Atlan erfährt, dass der Prophet dem den Varganen wohl bekannten Volk der Blorbonen angehörte.

Seracia landet mit dem Polizeigleiter und richtet das Impulsgeschütz auf Ischtar, Ra und Atlan aus. Ra zieht seine Strahlwaffe. Seracia aktiviert den Schutzschirm des Gleiters. Atlan gelingt es schließlich, das Mädchen zu beruhigen und für eine Entspannung der zu eskalieren drohenden Situation zu sorgen. Atlan verabschiedet sich von Seracia und Letschyboa. Das SKORGON lässt er auf Cherkaton zurück. Als Gegenleistung bittet er die beiden Kolonisten, falls nötig die Nachricht zu verbreiten, dass ein gewisser Amarkavor Heng die Kolonie vom Einfluss des Propheten befreit hat. Einen »Mascaren« hat es auf dieser Welt nie gegeben.

Letschyboa und Seracia sind einverstanden und fliegen mit dem Gleiter nach Cherkan. Die Antigravscheibe bringt Ischtar, Atlan und Ra zum Doppelpyramidenschiff. Nach dem Abflug erzählt Atlan Ra und Ischtar von seiner Odyssee. Die Varganin besteht darauf, Fartuloon auf Kraumon nur über Funk über Atlans Überleben zu informieren und sofort einen maahkschen Forschungsstützpunkt anzufliegen, um dort den Zwergenmacher zu erbeuten.