Die Prinzessin und der Sonnenträger

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 191)
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© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt

 

Zyklus: Der Held von Arkon
Unterzyklus: Die Varganen (Band 18/47)
Titel: Die Prinzessin und der Sonnenträger
Untertitel: Sie flüchtet von Arkon – um der Liebe willen
Autor: Peter Terrid
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Erstmals erschienen: 1975
Hauptpersonen: Crysalgira da Quertamagin, Orbanaschol III., Chergost, Grothmyn, Textor, Alfert Torpeh, Bel Etir Baj
Handlungszeitraum: 3. bis 10. Prikur 10.498 da Ark (8023 v. Chr.)
Handlungsort: Arkon I, Krassig
Zusätzliche Formate: E-Book, enthalten in Blauband 26

Kurz­zusammen­fassung

Als Orbanaschol III. von dem Desaster bei Trantagossa erfährt, beauftragt er den jungen Offizier Chergost, der einen kometenhaften Aufstieg hinter sich hat, mit der Untersuchung der Nieder­lage. Dieser zögert, den Auftrag anzunehmen, da er die Prinzessin Crysalgira liebt. Als er sie heimlich aufsucht, um mit ihr über den Auftrag zu reden, wird er in dem für ihn verbotenen Bereich des Kristallpalastes erwischt. Orbanaschol lässt ihn bis zu seiner Abreise nach Trantagossa einsperren. Ohne Crysalgiras Wissen wird er, wie geplant, auf sein Flaggschiff gebracht, mit dem er nach Trantagossa abfliegt.

Prinzessin Crysalgira sucht mit ihrer Zofe Keratoma nach einer Möglichkeit, dem vermeintlich Eingekerkerten zu helfen. Dazu locken sie den intriganten Versorgungsmeister Grothmyn in eine Falle, so dass er genötigt ist, ihnen zu helfen. Er fordert Crysalgira auf, ihr 60-Meter-Schiff CERVAX startbereit zu machen, während er Chergost an Bord schmuggelt. Erst nach dem Start entdeckt Crysalgira, dass Grothmyn ihr anstelle ihres Geliebten den Verbrecher Textor untergeschoben hat. Textor zwingt die Besatzung der CERVAX, den Piraten-Asteroiden Krassig anzufliegen. Zusammen mit dem Piraten-Anführer Alfert Torpeh will er ein Lösegeld von den Quertamagins erpressen.

Der langjährige Gefangene Bel Etir Baj, der eine gewisse Narrenfreiheit genießt, nutzt die Anwesenheit der CERVAX für einen ernst gemeinten Ausbruchsversuch. Dazu verhilft er der Besatzung der CERVAX und anderen Gefangenen zu ihrer Freiheit. In dem entstehenden Chaos kommt es zu schweren Kämpfen zwischen den Piraten und ihren zum Teil exotischen Gefangenen. Am Schluss ist Bel Etir Baj alleine mit dem paralysierten Anführer Alfert Torpeh in der Zentrale und setzt sich neben ihn, um auf die Explosion der Bombe in seinem Körper zu warten. Textor wird getötet, ebenso alle Begleiter Crysalgiras, darunter auch ihre Zofe Keratoma.

Die Prinzessin entkommt mit der CERVAX, die schwer beschädigt worden ist. Ihr automatischer Notruf wird von Maahk-Schiffen empfangen, die die CERVAX abschleppen. Im Trantagossa-System erfährt Chergost, dass seine Geliebte spurlos von Arkon verschwunden ist.

Handlung

Imperator Orbanaschol III. ist gerade mit seinen über 500 Gästen beschäftigt, als ein Kurier die Nachricht vom Fall Trantagossas überbringt. Der Bote erzählt auch von einer neuen Waffe der Maahks, die Menschen immer kleiner werden lässt, bis sie schließlich verschwinden. Das würde auch erklären, warum Amarkavor Heng, der Kommandeur von Trantagossa, nicht mehr auffindbar ist. Orbanaschol ist ziemlich erbost über das Versagen des Geheimdienstes, der den Überraschungsangriff der Maahks nicht rechtzeitig angekündigt hat. Der Herrscher verlangt nach Chergost. Der Sonnenträger soll mit einer starken Flotte nach Trantagossa fliegen, den für die empfindliche Niederlage Schuldigen finden und einer Bestrafung zuführen. Im Verlauf des nun folgenden so genannten arkonidischen Rouletts würde Chergost mit weitreichenden Vollmachten ausgestattet werden, was ihm einen weiteren Aufstieg in der Hierarchie des Imperiums bescheren wird, notfalls über die Henker des Reiches.

Chergost wagt es, Orbanaschol um Bedenkzeit zu bitten. Der Imperator starrt den Sonnenträger minutenlang an und ist dann einverstanden. Sodann beauftragt Orbanaschol den Geheimdienst, herauszufinden, warum Chergost nicht nach Trantagossa will. Ein Geheimdienstmann nennt dem Imperator als Grund die Liaison zwischen dem Sonnenträger und Prinzessin Crysalgira.

Chergost wird von Keratoma in die Gemächer der Prinzessin Crysalgira geführt, für den Sonnenträger ein beinahe selbstmörderisches Unternehmen, da er kein Mitglied des arkonidischen Hochadels ist und deshalb diesen Teil des Hügels der Weisen ohne spezielle Erlaubnis nicht betreten darf. Der Offizier erzählt der Prinzessin von seinem Auftrag und ist sich darüber im Klaren, dass er seine Angebetete für längere Zeit verlassen muss. Crysalgira ist fest entschlossen, Chergost heimlich zu begleiten. Noch bevor die beiden Liebenden dies ausdiskutieren können, werden die Türen aufgerissen, und eine Abordnung aus vier Naats, geführt von einem Geheimdienstmann, stürmt in das Gemach. Chergost wird festgenommen. Selbst eine Quertamagin kann im Moment nichts unternehmen, will sie ihr eigenes Leben nicht gefährden.

Chergost wird tief in den Hügel der Weisen gebracht. In seiner Zelle erhält er Besuch von Imperator Orbanaschol III. Beim Gespräch stellt sich heraus, dass auch der Herrscher der Prinzessin nachstellt. Orbanaschol bietet dem Sonnenträger die Chance, sein Leben zu behalten, indem er den Auftrag nach Trantagossa zu fliegen, annimmt. Chergost ist klug genug, die Chance beim Schopf zu ergreifen. Soldaten einer Raumlandedivision bringen ihn nach Arkon III an Bord seines Schlachtschiffes. Nach Abschluss der Startvorbereitungen heben die Einheiten des Geschwaders ab und bereiten sich auf die erste Transition vor.

Unterdessen sind Crysalgira und Keratoma damit beschäftigt, einen Plan zur Befreiung Chergosts auszuarbeiten. Eine wichtige Rolle soll dabei der Versorgungsmeister Grothmyn spielen. Die Prinzessin versucht, den Frauenhelden zu betören. Sie bittet ihn, Chergost aus dem Kerker zu holen und an Bord ihres Raumschiffes CERVAX zu bringen. Dann wollen die beiden Arkon I verlassen und auf einer der geheimen Planeten der Quertamagins Zuflucht suchen. Grothmyn verspricht, am nächsten Abend Chergost, in einer Kiste versteckt, in der CERVAX abzuliefern.

Bevor Grothmyn zudringlich werden kann, erhält Crysalgira einen Interkomanruf des Imperators. Orbanaschol ist nicht gerade erfreut darüber, den Versorgungsmeister bei der Prinzessin vorzufinden. Crysalgira teilt dem Herrscher mit, dass Grothmyn ihr behilflich sei. Orbanaschol gibt dem Arkoniden den Befehl, jeden von der Prinzessin geäußerten Wunsch zu erfüllen. Damit hat die von den beiden Frauen gestellte Falle zugeschlagen. Crysalgira hat den Versorgungsmeister nun in der Hand. Er muss jede Anordnung der Prinzessin erfüllen. Damit ist die Chance auf ein Liebesabenteuer mit der Quertamagin dahin.

Crysalgira lässt die CERVAX mit notwendigen Ausrüstungsgütern startbereit machen. Dabei verzichtet sie auf kostbare Kleidung, Luxusgütern und sogar auf die Mitnahme eines Parfümerierobots. Anstelle dieser Maschine wurden Gartenbauroboter an Bord genommen. Am späten Abend taucht Grothmyn mit zwei Robotern und einer großen Kiste auf, in die das Familienwappen der Quertamagin eingebrannt ist. Die Roboter verladen die Kiste und Grothmyn zieht sich aus der CERVAX zurück, mit einem Beutel Bargeld. Endlich kann die CERVAX starten. Das Schiff tangiert in beträchtlicher Entfernung den riesigen Torbogen aus Wasser, das Wahrzeichen der Familie Zoltral. Das Schiff strebt dem errechneten Transitionspunkt zu. Crysalgira begibt sich in den Frachtraum, ist gezwungen die Kiste von Ausrüstungsgegenständen zu befreien, und legt ihre Hand auf das Schloss des Behälters. Die Kiste öffnet sich, und ein Mann klettert heraus.

Der Mann bedroht die Prinzessen mit einem Blaster. In seinen Augen ist zu lesen, dass er die Waffe beim geringsten Widerstand benutzen würde. Textor, ein gesuchter Doppelmörder, übernimmt das Kommando über die CERVAX. Er programmiert mit mitgebrachten Transitionsdaten einen Kurs zum Asteroiden Krassig. Der Flug dorthin dauert drei Tage. Während dieser Zeit hält sich Textor andauernd in der Zentrale auf und kontrolliert die Besatzung.

Die CERVAX wird von Traktorstrahlen in einen Hangar im Innern des Asteroiden gezogen. Im Hangar stehen zwei Schiffe der Piraten, die den gleichen Durchmesser wie die CERVAX aufweisen, allerdings repariert werden. Angesichts der beiden Frauen gerät die männliche Besatzung von Krassig in helle Begeisterung. Einer der Verbrecher versucht, sich an Keratoma heranzumachen, wird aber von Parat Tenhor niedergeschlagen. Sofort ergibt sich eine wüste Schlägerei, aus der sich Textor heraushält und die beiden Mädchen in ihre Unterkünfte bringt.

Keratoma wird vor ihrem Quartier von zwei Wachen bedrängt. Bel Etir Baj, ein Gefangener der Verbrecher, der sich im Innern von Krassig frei bewegen kann, kommt ihr zu Hilfe. Einen der Piraten schickt er mit einem Handkantenschlag ins Genick zu Boden, dem anderen bricht er den Unterarm. Etir Baj schickt das Mädchen in ihre Kabine. Beim auftauchenden Textor beschwert er sich über die beiden Wachen.

Bel Etir Baj versorgt Crysalgira und Keratoma mit Waffen. Dann wird die Besatzung der CERVAX befreit. Er weist der Prinzessin und ihren Begleitern den Weg in den Hangar. Er selbst wird erst, wenn überhaupt, später an Bord kommen. Sollte sich sein Eintreffen verzögern, so trägt er der Prinzessin auf ohne ihn zu starten.

Um für Chaos zu sorgen, werden die übrigen Gefangenen der Piraten frei gelassen. Unter diesen befinden sich ein in Blutrausch verfallendes Echsenwesen, ein Olpher und ein wahnsinnig gewordener Naat, der unter den Piraten und auch der Besatzung der CERVAX wütet.

Bel Etir Baj rüstet sich im bestens sortierten Waffendepot des Asteroiden aus und begibt sich auf den Weg tief ins Innere Krassigs. Dabei platziert er einige Haftladungen an wichtigen Stellen. In der Zentrale für die Energieversorgung überwältigt er die drei Wachen. Etir Baj schaltet den Strom ab. In der Dunkelheit entbrennt ein heftiger Kampf zwischen den Piraten und deren ehemaligen Gefangenen, erschwert durch die nun herrschende Schwerelosigkeit, denn auch die Schwerkrafterzeuger sind ohne Energie.

Alfert Torpeh, der Stützpunktkommandant, reagiert auf den Energieausfall. Er vermutet, dass Bel Etir Baj dahinter steckt, und macht sich mit einigen Begleitern auf den Weg zur Schaltzentrale. Außerdem erteilt er den Piraten den Befehl, alle Gefangenen zu töten, auch die beiden Mädchen.

Auch Crysalgira und ihre Getreuen bleiben von den Kämpfen nicht verschont. Der tobende Naat taucht überraschend auf und schlägt blindwütig um sich. Dabei trifft er Keratoma und tötet die Arkonidin mit einem Schlag ins Genick. Als die Prinzessin den Hangar erreicht, ist ihre Schar neben ihr selbst auf drei Männer zusammengeschrumpft.

In der Zentrale der CERVAX hält sich Textor auf, der mit entsichertem Strahler auf die Prinzessin und ihre Männer wartet. Der Verbrecher aktiviert den Interkom, der mit dem Nachrichtensystem des Asteroiden verbunden ist, und beobachtet den Kampf der Piraten gegen die entflohenen Gefangenen. Auf einem der Bildschirme erkennt er Bel Etir Baj, dem es gelungen ist, Alfert Torpeh in Schach zu halten. Textor droht, Crysalgira ein Bein abzuschießen, sollte sich Etir Baj nicht ergeben. Bel Etir Baj legt seine Waffe ab. Diesen Moment nutzt Torpeh und feuert einen Schuss auf den Arkoniden ab. Er trifft die für Etir Baj unersetzliche Batterie. Auch Crysalgira nutzt die Gunst der Stunde und schlägt Textor mit einem wuchtig geführten Schlag gegen den Hals zu Boden. Parat Tenhor aktiviert den Schutzschirm um die CERVAX, aktiviert die Triebwerke und feuert mit den Bordkanonen auf die Hangardecke. Crysalgira beschleunigt, und mit nur leichten Beschädigungen am Ringwulst stürmt die CERVAX in den freien Raum um Krassig. Eines der beiden im Hangar befindlichen Schiffe der Piraten nimmt die Verfolgung auf. Auch ein Geschütz des Asteroiden feuert auf die CERVAX. Die Polkuppel der CERVAX wird getroffen und zerstört.

Inzwischen gelingt es Bel Etir Baj, die Haftladungen zu zünden, die er überall im Asteroiden angebracht hat. Schwerste Zerstörungen sind die Folge. Etir Baj geht zu den am Boden liegenden Alfert Torpeh und setzt sich neben den Kommandanten des Stützpunkts. Schnell verrinnen die letzten Minuten, ehe die Thermitladung im Körper des Arkoniden durch das Fehlen der Batterie explodieren wird.

An Bord der CERVAX sind nur mehr Crysalgira und der tödlich verwundete Parat Tenhor am Leben. Einige Strahlschüsse der Piraten haben das Schiff beinahe in ein Wrack verwandelt. Eine Nottransition hat die CERVAX aus der Gefahrenzone gerissen. Mit seinen letzten Kräften gelingt es Tenhor, den Hyperkom zu reparieren. Er schaltet den Sender ein und sinkt tot zu Boden. Crysalgira strahlt ein einfaches Notsignal ab. Dann bleibt ihr nur noch, auf Hilfe zu warten. Schwelbrände und akute Explosionsgefahr verbessern ihre Situation keineswegs. Endlich meldet der Strukturtaster eine Erschütterung des Raum-Zeit-Kontinuums. Ein Schiff ist in unmittelbarer Nähe der CERVAX aufgetaucht – allerdings kein arkonidisches, sondern ein Walzenschiff der Maahks.

Mit punktgenauen Schüssen versuchen die Methanatmer, die Funkanlagen der CERVAX zum Schweigen zu bringen. In der Zwischenzeit sind acht weitere Maahk-Raumer aufgetaucht. Die CERVAX wird mit Traktorstrahlen in Schlepp genommen. Die kleine Flotte springt in einer Transition mit unbekanntem Ziel durch den Hyperraum.

Im Flottenstützpunkt Trantagossa versucht Chergost inzwischen, dem herrschenden Chaos Herr zu werden. Ein Kurier von Arkon überbringt ihm die Nachricht, dass Prinzessin Crysalgira verschwunden sei. Chergost stürzt sich in seine Arbeit und hofft, seine Liebe bald wiederzusehen.