Rückkehr in die Mikrowelt

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 193)
A193 1.JPG
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustration
Zyklus: Der Held von Arkon
Unterzyklus: Die Varganen (Band 20/47)
Titel: Rückkehr in die Mikrowelt
Untertitel: Er erwacht im Eis – und beginnt den Kampf ums Überleben
Autor: Hans Kneifel
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Erstmals erschienen: 1975
Hauptpersonen: Atlan, Dophor, Gjeima, Kardhyn
Handlungszeitraum: 26. bis 29. Coroma 10.498 da Ark (8023 v. Chr.)
Handlungsort: Mikrokosmos
Zusätzliche Formate: E-Book, enthalten in Blauband 27

Kurz­zusammen­fassung

Atlan findet sich nackt in einer Eiswüste wieder. Zu seinem Glück entdeckt er in einer Höhle die Reste eines Lagerfeuers und ein Fell, aus dem er sich not­dürftig Kleidung machen kann. Als er die Höhle verlässt, entdeckt er einen Büffel mit Geschirr. Der Arkonide vertraut sich dem Büffel an. Dieser wird von Humanoiden erlegt, die auf Laufvögeln reiten. Atlan kommt in Gewahrsam der Reiter.

Der Kristallprinz kommt bei dem befestigten Hof Krothenbeet unter, der einem Mann namens Dophor gehört. Die Krothenbeeter sind humanoid, nur für menschliche Augen hässlich. Daher ist es für Atlan ein Problem, sich der Annäherungsversuche der Töchter Dophors, allen voran Gjeima, zu erwehren.

Er erfährt, dass die Krothenbeeter im Konflikt mit den Krethors stehen. Diese benutzen Büffel als Reittiere, während die Krothenbeeter sich auf ihre Laufvögel, die Tackmacks, verlassen. Dophor bittet Atlan außerdem, eine Maschine namens Bruzack zu untersuchen, die er gekauft hat.

Bei einem Ritt Richtung Süden entdecken Atlan und Dophor, dass die Krethors einen Großangriff vorbereiten. Nachdem die Krethors das Überraschungsmoment verloren haben, greifen sie Hof für Hof an. Dophors Hof fällt trotz Atlans Hilfe. Außer Atlan und Gjeima werden die Krothenbeeter getötet oder können entkommen. Während die Sieger feiern, gelangen Atlan und Gjeima zum Bruzack. Dieser erweist sich als schwer steuerbarer Gleiter, mit dem die Flucht vom Hof gelingt.

Handlung

Kristallprinz Atlan findet sich nackt im Mikrokosmos wieder. Es ist eisig kalt. Verzweifelt versucht er, einen Unterschlupf in einer Felsenhöhle zu erreichen. Dabei stößt er auf tiefe Fußspuren, die von riesigen Vögeln stammen müssen. Auch der pechschwarze Kot dieser Tiere liegt im Schnee. Der Wind transportiert scharfkantige Eiskristalle, die Atlans Haut arg in Mitleidenschaft ziehen. Mit letzter Kraft und dem Erfrieren nahe, stolpert der Arkonide in die Höhle, in der ein Lagerfeuer, genährt von getrocknetem Kot, glimmt. Atlan entfacht die Flammen mit neuen Dungbrocken, die er von Stapeln an den Wänden der Höhle nimmt. Den stechenden Schmerz der wiedererwachenden Glieder versucht er, durch Einreiben mit Schnee zu mildern. In einer Ecke der Höhle findet Atlan ein metallenes Messer mit einer Doppelschneide und Felle, aus denen er sich passende Stücke herausschneidet und zu primitiven Fellschuhen, einem Poncho und einem Gürtel verarbeitet. Er findet auch eine einfach gefertigte Tasche, die er am Gürtel befestigt. Mit einem eiförmigen Behälter holt er Schnee, den er zu Wasser zerschmelzen lässt, um seinen Durst zu stillen. Nun kann er sich endlich zum Schlafen hinlegen.

Der Kristallprinz, der durch die Strahlung des maahkschen Molekularverdichters in diesen Mikrokosmos geraten ist, im Gegensatz zum ihm bereits bekannten Mikrokosmos der Dnofftries, sein ursprüngliches Körpergewicht aber nicht beibehalten hat, wird von einem Schrei geweckt. Vor der Höhle steht ein riesiger Büffel mit gewaltigen schwarzen nach vorne gekrümmten Hörnern. Auf seinem Rücken ist ein Korb befestigt. Atlan nähert sich dem zweieinhalb Meter hohen und fünf Meter langen Riesenbüffel, der auf den Arkoniden losstürmt. Mit einem gewagten Sprung gelangt Atlan über die hölzernen Sprossen des Sattelgurts in den Korb. Er reißt heftig an den Zügeln und der Büffel reagiert auf die Lenkbewegungen. Der Kristallprinz schnallt sich mit Gurten an einem breiten Sitz an und gibt die Zügel wieder frei. Ein Höllenritt durch die verschneite Landschaft beginnt. Auch das berstende Eis eines zugefrorenen Sees kann den rasenden Lauf des Tieres nicht stoppen.

Wieder auf festem Boden erblickt Atlan in einiger Entfernung etwa zwanzig riesige Vögel, Tackmacks genannt, mit pelzverhüllten Reitern. An einem entfernt liegenden Punkt werden die Vögel auf den Büffel treffen. Die fremden Reiter beginnen, den Riesenbüffel einzukreisen und mit ihren langen Speeren und Lanzen zu malträtieren. Der Büffel wehrt sich verzweifelt. Endlich gelingt es den Reitern, dem Tier den Todesstoß zu versetzen. Doch zu diesem Zeitpunkt hat sich Atlan bereits aus dem Tragekorb geschnellt und läuft auf eine Baumgruppe zu. Die Reiter verfolgen ihn auf ihren Vögeln und holen den Arkoniden bald ein. Atlan wird niedergeschlagen und mit Seilen, Decken und Lanzen zwischen zwei Vögeln hängend mitgenommen.

So gelangt er in die Siedlung der Vogelreiter. Nur mit Mühe gelingt ihm eine Verständigung mit Dophor. Er erhält Essen und schafft es, dem Krothenbeeter zu verdeutlichen, dass er unbedingt ein Bad braucht, um sich den Schmutz vom Körper abzuwaschen. Der Kristallprinz erhält auch neue Kleider.

Dophors Tochter Gjeima versucht, sich an Atlan heranzumachen. Der Arkonide weist sie sanft aber entschieden zurück, ohne dabei ihre Gefühle zu verletzen. Mit Dophors Einwilligung widmet sich Atlan der Untersuchung des Bruzack, eines technischen Geräts mit unbekannter Funktion. Der Kristallprinz tastet penibel die Oberfläche des Bruzack ab, um vielleicht auf einen Schalter zu stoßen, der das Gerät in Funktion setzen kann. Durch den Besuch der acht Töchter Dophors und des Herrn der Farm selbst, eignet sich Atlan immer mehr Worte der Sprache der Krothenbeeter an. So kann Atlan sich bei Dophor auch nach dem Verbleib Crysalgiras und des Maahks Grek 3 erkundigen. Doch Dophor hat die beiden für ihn fremdartigen Wesen nicht gesehen. Er will aber am nächsten Morgen mit Atlan mit Tackmacks nach Krothenbeet Darga aufbrechen und dort weitere Erkundigungen anstellen.

In einer Gaststätte kommt Atlan mit Kardhyn, dem Führer der Gilde der Patrouillen, zusammen. Er erkundigt sich beim Gildenmeister nach Crysalgira und dem Maahk. Doch Kardhyn weiß nichts. Feindliche Stimmung beginnt, sich langsam auszubreiten. Kardhyn ist sich nicht sicher, ob Atlan nicht vielleicht doch ein Spion der Krethors ist, zumal er befürchtet, dass ein Angriff der Krethors bevorsteht.

Dophor verlässt mit Atlan Krothenbeet Darga und wendet sich nach Süden. In einem weiten Tal entdecken die beiden Männer zahlreiche Büffel mit Kriegssätteln. Die Krethors sitzen um Lagerfeuer über denen riesige Kessel hängen. Dophor und Atlan kehren um und rasen auf ihren Tackmacks nach Krothenbeet Darga. Kardhyn und die Bewohner der Stadt müssen vor der gewaltigen Streitmacht gewarnt werden. Der Patrouillenführer schickt die beiden Männer zurück zur Farm, um hinter das Geheimnis des Bruzack zu kommen. Er hegt die Hoffnung, dass das Gerät den Krothenbeetern im bevorstehenden Kampf helfen könnte. Die Farm wird in eine Festung verwandelt. Atlan ist gezwungen, sich der immer zudringlicher werdenden Gjeima zu erwehren.

Mitten in der Nacht wird Atlan vom röhrenden Schrei eines der riesigen Büffel der Krethors geweckt. Ein wendiger und schneller Rennbüffel wird von einer Horde Krothenbeeter auf ihren Tackmacks verfolgt. Der Spion der Krethors versucht, sein Leben zu retten. Er steuert das Tier auf ein offenstehendes Tor der Farm Dophors zu, den einzig verbliebenen Weg. Der Büffel stürmt durch das Tor. Mit Seilen wird der Spion aus dem Sattel geholt und in eine Scheune geschleppt. Mit gesenktem Kopf steuert der Büffel auf Atlan zu, der ihn mit gezücktem Schwert erwartet. Der Arkonide entgeht den mit Eisenspitzen bewehrten Hörnern und fügt dem Tier einen tiefen Schnitt in den Hals zu. Nun greift auch Dophor in den Kampf ein. Mit einer Lanze stürmt er auf den Büffel zu. Die Verteidiger der Farm schießen Pfeile auf das wütende Tier ab. Atlan stößt ihm das Schwert tief in den Nacken. Der Büffel bricht zusammen und verendet. Die Krothenbeeter haben jetzt Fleisch für ihre Vorratskammern.

Der Spion, es handelt sich um eine Frau, wird zum Verhör gebracht. Fasziniert betrachtet die Frau die mit Perlen bestickte Tasche, die Atlan in der Höhle gefunden hat und die seitdem an seinem Gürtel hängt. Es ist die Tasche der Spionin. Dophor setzt der Frau das Messer an die Nasenwurzel und drückt langsam zu. Blut beginnt zu fließen. Endlich berichtet die Frau vom geplanten Überfall am übernächsten Morgen. Auf Befehl Dophors wird die Spionin weggebracht. Ihr ist der Tod durch Enthauptung gewiss. Dophor schickt einen Boten zu Kardhyn. Machtlos muss Atlan den Tod der Frau mit ansehen.

Während sich die Krethors mit ihren Büffeln formieren und Stellung vor Krothenbeet beziehen, untersucht Atlan unentwegt den Bruzack. Bei Tagesanbruch machen sich Dophor und seine Männer bereit, der Übermacht der Krethors entgegenzutreten und eine aussichtslose Schlacht zu schlagen. Endlich wird Atlans Suche belohnt. Seine Finger drücken auf eine nachgiebige Stelle im Mittelstück des Bruzacks. Die Maschine beginnt zu summen und hebt sich eine Handbreit vom Boden. Drei kuppelförmige Auswüchse klappen zurück und geben ein Instrumentenpult frei. Zwei sitzähnliche Konstruktionen vor dem fremdartigen Armaturenbrett bekräftigen Atlans Ansicht, dass der Bruzack eine Art Gleiter ist.

Die Schlacht zwischen Krethors und Krothenbeetern beginnt. Die erste Angriffswelle wird zurückgeworfen. Eine Gruppe Kampfbüffel mit einem Rammbock in ihrer Mitte rast auf das Tor von Krothenbeet zu. Die Holzplanken halten dem Aufprall aber stand. Kardhyns Entlastungsangriffe verpuffen beinahe wirkungslos. Beim nächsten Angriff mit dem Rammbock öffnen die Krothenbeeter auf Atlans Rat hin das Tor. Die Büffel stürmen mit ihren Reitern in den Hof der Farm, wo sie von Vogelreitern erwartet werden. Schnell wird das Tor hinter den Tieren geschlossen. Aber während die in die Farm eingedrungenen Krethors mit ihren Büffeln sterben, branden neue Angriffswellen gegen die Mauern Krothenbeets. Die Reihen der Verteidiger lichten sich zusehends. Ein kurzzeitiger Ausfall der Vogelreiter verschafft Dophors Männern etwas Luft. Die Tackmacks kehren in das Gehöft zurück. Jeder Reiter reißt in vollem Lauf einen der Verteidiger zu sich in den Sattel des Vogels und stürmt wieder in die Ebene vor der Farm hinaus. Doch nicht allen gelingt die Flucht.

Atlan gerät in die Gefangenschaft der Krethors. Er erwacht an der Seite Gjeimas in der Scheune neben dem Bruzack aus der Bewusstlosigkeit, in die ihn ein heftiger Schlag auf den Hinterkopf befördert hat. Alle anderen Krothenbeeter konnten entkommen. Atlan belauscht die Gespräche der ihren Sieg feiernden Krethors und erfährt, dass auch Darga gefallen ist. Auch Einzelheiten über sein eigenes Schicksal werden Atlan deutlich vor Augen geführt. Er soll verhört und dann enthauptet werden. Das spornt den Arkoniden natürlich ungemein an, seine Fesseln los zu werden. Mit einem scharfkantigen Stein durchtrennt er mühevoll die Fesseln Gjeimas. Dann ist Atlan an der Reihe.

Der Kristallprinz und das Mädchen klettern in den Bruzack. Ziemlich ratlos drückt Atlan einige Tasten am Armaturenbrett der Maschine. Zunächst leuchten nur einige Skalen und Anzeigen auf. Als er einen großen Schalter drückt, röhren die Aggregate der Maschine auf, die sich im Kreis zu drehen beginnt. Das Drücken eines langen Hebels aktiviert die Triebwerke. Lange Flammenzungen brechen aus großen Öffnungen im Heck hervor und katapultieren den Bruzack aus der Scheune. Selbst die dicken Torflügel der Farm stellen für das Fahrzeug kein Hindernis dar und zersplittern beim Anprall. Mit wachsender Geschwindigkeit rast die Maschine nach Süden. Atlan ist nicht imstande, das Fahrzeug zu kontrollieren. Eine rasende Fahrt durch die Landschaft des Mikrokosmos hat begonnen.

Innenillustration