Planet im Feuersturm

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 203)
A203 1.JPG
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt

 

Zyklus: Der Held von Arkon
Unterzyklus: Die Varganen (Band 30/47)
Titel: Planet im Feuersturm
Untertitel: Atlan und Crysalgira unter Wüstenräubern – und im Bombenhagel feindlicher Raumschiffe
Autor: H. G. Ewers
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Erstmals erschienen: 1975
Hauptpersonen: Atlan, Crysalgira, Karsihl-HP, Marsugg-TT, Germyr-HP, Hevla-Toorn
Handlungszeitraum: 10.498 da Ark
Handlungsort: Wartzong (Mikrokosmos)
Zusätzliche Formate: E-Book, enthalten in Blauband 28

Kurz­zusammen­fassung

Atlan und Crysalgira werden als Gäste des HP-Stammes auf Wartzong aufgenommen. Der Kristallprinz schlägt vor, eine Gefühlsbasis anzugreifen, was Streit unter den Stammesführern verursacht. Besonders Marsugg-TT befürchtet Vergeltungsmaßnahmen und lässt die beiden Arkoniden daher entführen. Sie werden in die Stadt Kalayshtan gebracht, die dem TT-Stamm gehört.

Der HP-Stamm lässt die beiden befreien und in seine Botschaft bringen. Der Diplomat Germyr-HP soll die beiden nach Wartzonga zurückbringen. Um die Wüste zwischen Kalayshtan und der Hauptstadt Wartzonga zu durchqueren, besorgt er von seinem Geschäftspartner Vuudohr-JL einen Ghyran, ein gepanzertes Wüstenfahrzeug.

Damit macht man sich zu dritt auf den Weg. Verfolger des TT-Stammes werden abgehängt und Sphavn, gefährliche Würmer, bekämpft. Eine Fahrt über einen Salzsee wird ebenfalls überstanden. Als der Ghyran direkt in ein Lager der Parias fährt, täuscht das Trio vor, beitreten zu wollen. Der Anführer Hevla-Toorn verlangt, dass sie bei dem Überfall auf Schmuggler helfen. Germyr-HP warnt jedoch die Schmuggler, mit denen er befreundet ist, und stellt so den Parias eine Falle.

Danach erreicht man ohne weitere Zwischenfälle Wartzonga. Zu diesem Zeitpunkt wird der Planet von Tejonthern angegriffen. Die Stadt wird größtenteils zerstört, bevor die Abwehr gelingt. Wegen des Angriffes befürworten alle Stammesführer nun einen Angriff auf eine Gefühlsbasis. Mit 36 Schiffen, die verblieben sind, soll die Mission starten.

Handlung

Die Flotte der Lopsegger erreicht den Planeten Wartzong. Karsihl-HP besucht Kristallprinz Atlan und Prinzessin Crysalgira in ihrer Kabine an Bord des Raumschiffes. Atlan unterbreitet dem Stammesoberhaupt der Harpen-Pincat den Vorschlag, die Taktik in der Auseinandersetzung mit den Tejonthern zu ändern. Die bisherige Vorgehensweise, »Planwelten« für eine spätere Kolonisierung unbrauchbar zu machen, ist sehr zeitaufwändig. Die Eroberung einer Gefühlsbasis würde sofortige Wirkung zeigen. Karsihl-HP will Atlans Plan bei der Zusammenkunft der Stammesführer in Wartzonga unterstützen. Der Lopsegger nimmt Atlan und Crysalgira mit.

Die Führer der einzelnen Stämme stehen den beiden Arkoniden ablehnend gegenüber. Erst als sich Karsihl-HP für Atlan und die Prinzessin ausspricht und sie zu Gästen des Stammes HP erklärt, legt sich die Feindseligkeit. Atlan und Crysalgira werden im Guhrsilom-Sektor untergebracht.

Bald kommen Karsihl-HP und Penfar-HP in das Quartier, um bei einem Essen die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Mit Argumenten versorgt, dass eine Eroberung der Gefühlsbasis den Kreuzzug nach Yarden empfindlich stören, verzögern und damit zur Verwirrung unter den Tejonthern führen würde, verlassen die beiden Lopsegger die Arkoniden, um auch die Stämme JL und TT von der Durchführbarkeit des Vorhabens zu überzeugen.

Mitten in der Nacht wird Atlan geweckt und mit Gas betäubt. Als er wieder erwacht, findet er sich in einem anderen Zimmer wieder. Die Prinzessin schläft zwischen einem Berg weicher Kissen. Bald erhalten sie Besuch von drei Lopseggern, von denen zwei ihre Waffen auf die Arkoniden richten. Atlan erfährt, dass er und Crysalgira von Gegnern des Angriffes auf eine Gefühlsbasis aus Wartzonga nach Kalayshtan entführt worden sind. Wenn sich die Aufregung gelegt hat und der in den Augen der Entführer wahnwitzige Plan verworfen worden ist, werden die Arkoniden freigelassen.

In einem Weinkrug findet Atlan einen Handlaser und eine Nachricht mit einer Zeichnung, aus der ein Fluchtweg herauszulesen ist. Der Kristallprinz erkennt einen Treffpunkt an einer korkenzieherartig geformten Treppe.

In der Nacht fliehen Atlan und Crysalgira aus ihrem Gefängnis. Ihr Weg führt sie über ein schmales Sims in schwindelerregende Höhen. Einsetzender Regen und starker Wind behindern die beiden Gefährten beim Passieren einer Wendeltreppe. In der Gitterkonstruktion einer Brücke, die sich zwischen zwei Treppensäulen spannt, suchen sie Zuflucht vor sich nähernden Verfolgern. Ihre Flucht ist in der Zwischenzeit entdeckt worden. Nachdem die Lopsegger sich entfernt haben, klettert Atlan auf die Brücke. Er wird von einem mit einem Translator ausgerüsteten Lopsegger erwartet. Sie werden in eine luxuriöse und mit Kommunikationsanlagen ausgestattete Wohnung geführt. Die Arkoniden werden von Germyr-HP erwartet. Der Diplomat eröffnet ihnen, dass sie im Auftrag von Marsugg-TT entführt worden waren. Der Führer des Stammes TT hat Germyr-HP versichert, den Diplomatenstatus zu beachten und die Exterritorialität der Botschaft zu respektieren. Gerade diese Beteuerungen verursachen bei Atlan ein ungutes Gefühl. Er fürchtet die Ermordung von Germyr-HP. Der Diplomat lässt sich davon überzeugen, schnellstens aus Kalayshtan zu verschwinden. Der Fußmarsch nach Wartzonga wird durch die Wüste Thar führen. Beim Händler Vuudohr-JL rüstet sich Germyr-HP mit einem Ghyran aus.

Die drei Gefährten fahren über die Trans-Thar durch die Wüste. Zwischen dem Buulberg und dem Arakaun werden sie von Panzerfahrzeugen angegriffen. Doch nicht Parias sind hinter ihnen her, sondern Soldaten aus Kalayshtan in geländegängigen Radpanzern, die mit ihren schwachen Strahlgeschützen auf den Ghyran feuern. Die drei Gefährten schaffen den Durchbruch und rasen weiter in die Wüste hinein. Um die Verfolger abzuhängen, ändern sie die Richtung und schlagen den Weg zum Pjuk-Salzsee ein. Ein Sandsturm verwischt ihre Spuren. Allerdings wird der Ghyran unter Sand begraben. Mit kurzen Feuerstößen aus dem Strahlgeschütz unterstützt Atlan die Arbeit des Gleiskettenantriebs. Als das Fahrzeug frei kommt, setzen die beiden Arkoniden und der Lopsegger ihren Weg fort.

Kurz darauf begegnen sie einigen Sphavn, denen sie nur knapp entkommen. Der Ghyran weist nach der Säureattacke starke Beschädigungen auf, zum Glück jedoch nicht an wichtigen Teilen. Die drei Gefährten treffen in einer Mulde auf zahlreiche Würmer, die sich über Fahrzeuge ihrer Verfolger hermachen und diese in eine unförmige Masse verwandelt haben. Einige Sphavn bemerken den Ghyran und machen sich an die Verfolgung. Atlan, der inzwischen das Steuer übernommen hat, kann den Würmern mit scharfen Manövern entkommen. Plötzlich schlägt eine Rakete auf das Fahrzeug auf. Sie wurde aus dem Utgald abgefeuert. Zum Glück war der atomare Gefechtskopf nicht aktiviert.

Die Verschnaufpause am Ufer des Pjuk-Salzsees ist nur kurz. Parias, ausgestoßene Gesetzesbrecher aus dem Volk der Lopsegger, machen Jagd auf sie. Atlan und Crysalgira, die sich außerhalb des Ghyran befinden, müssen mit ansehen, wie Germyr-HP mit dem Fahrzeug die Flucht ergreift und auf den Weiten des Salzsees verschwindet. So bleibt den Arkoniden nur der lange und entbehrungsreiche Fußweg durch die Salzwüste. Am Ende ihrer Kräfte gerät die Prinzessin in ein Sumpfloch und droht zu versinken. Atlan gelingt es nicht, die Arkonidin herauszuziehen. Doch Germyr-HP kommt zurück und wirft eine Schlinge über Crysalgiras Oberkörper. Die Prinzessin ist gerettet. Der Lopsegger versorgt die beiden Arkoniden mit lebensrettendem Wasser. Um den Parias nicht zu begegnen, wird eine Route gewählt, die die Ausläufer des Sheitar-Gebirges nur streift. Doch in einem langgestreckten Tal stoßen sie auf ein Zeltlager eben dieser Parias vom Stamm der Hevla. Der Ghyran nähert sich langsam dem Lager, um die Parias nicht zu einem Angriff zu verleiten. Hevla-Toorn lässt sich von der aufgetischten Geschichte überzeugen, dass die drei Ausgestoßene sind, die sich eines todeswürdigen Frevels schuldig gemacht haben. Atlan hat nämlich gegen das Tabu verstoßen und den Lopseggern in Kalayshtan vorgeschlagen, die Wüste Thar zu bewässern und so für fruchtbares Acker- und Weideland zu sorgen. Damit wären auch die Versorgungsprobleme der Parias gelöst, und sie könnten wieder in die Gesellschaft integriert werden. Doch dieser massive Eingriff in die planetare Ökologie ist für die Lopsegger unvorstellbar. In ihrer Vergangenheit haben sie bereits einmal versucht, die Natur eines ihrer Kolonialplaneten umzuformen. Dabei ist diese Welt zerstört worden. Seitdem gilt jede Beeinflussung der Natur auf ihren Planeten als Frevel.

Atlan, Crysalgira und Germyr-HP werden freundlich aufgenommen und auf Wunsch des Anführers in den Stamm Hevla integriert. Bald sollen sie an einem Überfall auf eine Karawane von Gewürzhändlern teilnehmen. Die Karawane transportiert keine Gewürze im eigentlichen Sinn, sondern Kräuter, die zu Drogen verarbeitet werden. Da das »Würzen« bei den Lopseggern eigentlich verpönt ist, müssen die Kräuter geschmuggelt werden. Die Verwendung der Drogen ist jedoch weit verbreitet, und so ist es kein Wunder, dass die Schmuggler geduldet werden und große Gewinne erzielen. Atlan erfährt, dass die Schmuggler getötet werden sollen, und ist von der Teilnahme am Überfall nicht gerade begeistert. Er will die Schmuggler vor dem drohenden Überfall warnen.

In der Nacht machen sich drei Gruppen auf, um die geplanten Stellungen einzunehmen, von denen aus der Angriff auf die Karawane erfolgen soll. Im Nachtlager wird Atlan von der Eröffnung Germyr-HPs überrascht, dass der Lopsegger die Schmuggler warnen will. Er hat als Diplomat und vor allem als Lopsegger größere Chancen, dass diese ihm glauben werden. Atlan ist einverstanden. Germyr-HP soll aber auf jeden Fall vor Tagesanbruch im Lager zurück sein.

Als die Gruppe aufbricht, ist Germyr-HP noch immer nicht zurück. Der Gruppenführer bemerkt, dass der Lopsegger fehlt. Germyr-HP ist mit den Schmugglern zum Lager zurückgekehrt. Als die Parias um Atlan und Crysalgira versammelt sind, gibt der Diplomat das Zeichen zum Angriff. Keiner der Parias überlebt. Es stellt sich heraus, dass Germyr-HP den Anführer der Karawane ziemlich gut kennt und beim Handel mit den Gewürzen seine Hand im Spiel hat. Mit den Wüstenwagen der Parias und dem Ghyran geht es nun zum Lager der Karawane. Dort ist inzwischen auch eine weitere Gruppe Schmuggler mit den erbeuteten Wüstenwagen der zweiten Gruppe Parias erschienen.

Die Schmuggler ziehen nun mit ihrer Karawane, verfolgt von den Wagen der Parias, in schnellem Tempo direkt auf die dritte Angriffsgruppe der Parias unter Hevla-Toorn zu. Zumindest soll es für den Anführer des Stammes Hevla so aussehen. Hevla-Toorn durchschaut den Plan der Schmuggler nicht und vollführt mit seinen Leuten einen Frontalangriff auf die Karawane. Verdutzt müssen die Ausgestoßenen zur Kenntnis nehmen, dass sie in eine Falle der Schmuggler geraten sind. Die Fahrzeuge der Parias werden in Brand geschossen. Bis auf zwei Wüstenwagen mit Parias entkommt niemand.

Im Schutz der Gewürzkarawane erreichen Atlan, Crysalgira und Germyr-HP die Stadt Wartzonga. Germyr-HP will die beiden Arkoniden zu Karsihl-HP bringen. Doch noch während sie zahllose Treppen hinauf und hinunter steigen, ertönen Alarmsirenen. Wartzong wird aus dem Raum angegriffen. Ein brennendes Schiff der lopseggischen Wachflotte schlägt in der Stadt auf. Die Bodenforts beginnen, mit ihren Strahlenkanonen zu feuern. Ein durchgebrochenes Raumschiff der Tejonther beschießt Wartzonga. Schließlich gelingt es den Forts, das Schiff zu zerstören. Glühende Trümmerteile schlagen um die drei Gefährten ein. Vom Raum aus abgefeuerte Raketen, bestückt mit Glühstaubbomben, bringen Wartzonga den Untergang. Atlan und Crysalgira retten Germyr-HP das Leben. Sie ziehen den Lopsegger, der an einer Treppenstufe über einem Abgrund hängt, auf sicheren Boden. Die Tejonther setzen ihren Angriff unterdessen mit Raumjägern und dem Abwurf von Mikroatombomben fort. Als endlich Stille einkehrt, ist Wartzonga nur mehr ein Trümmerhaufen. Drei Fluggleiter landen neben Germyr-HP und den beiden Arkoniden. Die drei Gefährten gehen an Bord und lassen sich zum Hauptquartier der Lopsegger bringen, das in einem Tiefbunker neben dem Raumhafen untergebracht ist.

In der Tiefe des Planeten treffen die beiden Arkoniden auf Karsihl-HP, der sie des Verrats an die Tejonther beschuldigt und mit gezogener Waffe auf sie zukommt. Germyr-HP kann den Stammesführer von einem Mord abhalten. Karsihl-HP und auch Marsugg-TT entschuldigen sich bei Atlan für ihr Verhalten. Der Kristallprinz erfährt, dass die Tejonther von Schiffen der Lopsegger vertrieben worden sind. Doch die Ruhe ist trügerisch. Jederzeit können die Tejonther zurückkehren und ihr Zerstörungswerk fortsetzen. Die Lopsegger sind nun bereit, die ihnen verbliebenen 36 Raumschiffe auszurüsten und die Eroberung der nächsten Gefühlsbasis vorzubereiten.

Anmerkung