Das neue Atlantis

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 300)
A300 1.JPG
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustrationen
Zyklus: König von Atlantis
Titel: Das neue Atlantis
Untertitel: Ein uralter Mythos wird Wirklichkeit
Autor: William Voltz
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Horst Hoffmann
Erstmals erschienen: 1977
Hauptpersonen: Carmel Sphinx, Purflinth, Tervor Aretosa bzw Razamon, Atlan, Perry Rhodan
Handlungszeitraum: 28. Juli bis 1. September 2648
Handlungsort: Terra
Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

2648: Das Solare Imperium lebt in Frieden und Wohlstand, und die einzigen Probleme, die den Großadministrator Perry Rhodan plagen, sind die Unabhängigkeits­bestrebungen einer wachsenden Anzahl von terranischen Kolonien. Das einzige, was dieser Tage die Aufmerksamkeit der Agenten auf sich zieht, ist eine wachsende Anzahl von Verrückten, die sich mit der Wiederkehr von Atlantis beschäftigen. Diese Sache erhält jedoch eine neue Dimension, als Lordadmiral Atlans Gefährtin Irsthya bei einem Anschlag ums Leben kommt, der eigentlich ihm gegolten hat. Die Legion Atlantis bekennt sich durch einen anonymen Anruf beim ASTRA dazu; nun richtet sich das Augenmerk aller auf diese neuen Bewegungen.

Eine Person sticht im Zusammenhang mit den Atlantis-Gerüchten besonders hervor: Tervor Aretosa, ein Mann, über den weder der Solaren Abwehr noch der USO Daten vorliegen, hat mehrere Wetten auf Ereignisse abgeschlossen, die unmittelbar mit der sich steigernden Atlantis-Hysterie zusammenhingen. Es scheint, als sei er eine treibende Kraft hinter dem Ursprung der Entwicklung oder zumindest ein Mitwisser. Man kann ihm jedoch nichts konkret Unrechtmäßiges vorwerfen, und nachdem er bemerkt, dass die USO ihn ins Auge gefasst hat, taucht er unter. Zuvor hat er jedoch noch im Wettbüro von Klement gewettet, dass am 30. August Atlantis wieder auftauchen wird. Der USO-Agent Carmel Sphinx, der in Aretosas Wohnung eingedrungen ist, ist überzeugt, dass er kein Mensch ist. Der rätselhafte Mann scheint an Anfällen von Zerstörungswut zu leiden, und in einem Spiegel sieht man anstelle seiner Augen nur schwarze, unergründlich wirkende Höhlen.

Die Entwicklung tritt in ein neues Stadium, als bei den Ewigen Atlantern ein metallenes Artefakt auftaucht, das angeblich extraterrestrisch und unglaublich alt ist. Auch dies ist ein Ereignis, das Aretosa angekündigt hatte. Proben beweisen, dass das Artefakt neuen Ursprungs ist, doch Abwehrchef Allan D. Mercant vermutet, dass es die Kopie eines uralten Originals ist. Er lässt Fotografien der Hieroglyphen darauf von NATHAN untersuchen, und das Ergebnis ist überraschend. Die Bildzeichen sind mitnichten sinnlos, sondern tragen alle Anzeichen einer alten Schrift, die NATHAN entschlüsseln kann.

Im Verlauf von Jahrmillionen wurde dieser dritte Planet einer durchschnittlich großen gelben Sonne von mehreren globalen Katastrophen heimgesucht. Jede Sintflut wurde durch das Auftauchen oder den Untergang von Pthor verursacht, und oft gingen dabei menschliche Hochkulturen unter. Auftauchen und Verschwinden von Pthor geschehen azyklisch und stehen in einem Zusammenhang mit der Entwicklung der jeweils auf der Erde vorherrschenden Zivilisation. Wir können...

Dieses Pthor ist im Kontext der aktuellen Ereignisse wohl mit Atlantis gleichzusetzen. Während die meisten diese Information als Fälschung betrachten und Mercant Vorbereitungen für einen Angriff von außen dahinter vermutet, hat Atlan Zweifel. Er kann nicht sicher sein, ob aufgrund der Zeitfronten auf »seinem« Atlantis nicht Dinge vorgingen, von denen niemand etwas sehen oder hören konnte. Zudem ist die Tatsache nicht von der Hand zu weisen, dass in dieser Region in letzter Zeit einige Schiffe wie die BENOR Opfer eines rätselhaften Strudels geworden sind. Er rät Perry Rhodan, die Anzahl der Feldprojektionssatelliten in der Erdumlaufbahn zu verdoppeln und dafür zu sorgen, dass das Gebiet im Atlantik, in dem einst Atlantis lag, unter einem gestaffelten - und Paratronschirm abgeschottet werden kann. Diese Kuppel soll am 29. August aktiviert werden, kurz vor dem von Tervor Aretosa angegebenen Zeitpunkt. Obwohl er selbst nicht an das Wiederauftauchen der Insel glaubt, gibt Rhodan der Bitte seines Freundes nach.

Tervor Aretosa, dessen wirklicher Name Razamon ist, hat indessen unter dem Pseudonym Kurgo Feltran im schäbigen Hotel ZOOL nicht weit von Terrania Quartier bezogen. In seinem langen Leben auf Terra, seit er vor zehntausend Jahren aus seiner Heimat Pthor verstoßen wurde, hat er viel Geld angesammelt, mit dessen Hilfe er nun seine Spuren verwischen konnte. Er hatte sich gegen die Oberherren seiner Heimat aufgelehnt, weil er nicht länger ein Zerstörer von Kulturen sein wollte, und wurde damals von diesen verbannt und mit einem Zeitklumpen versehen, der ihn am Leben hielt. In seiner Zeit auf der Erde ist er immer menschenähnlicher geworden, doch noch immer hat der Berserker nicht völlig die Kontrolle über die rasende Zerstörungswut gewonnen, die Teil seines pthorischen Erbes ist. Sein Keller, in dem er sich für diese Zeiten einen eigenen Raum eingerichtet hatte, ist aber fern. Als er sein »böses Ich« aufsteigen fühlt, flieht er hinaus in die Nacht. Am nächsten Morgen findet er sich in einem einsamen Park in Trantor, einer Vorstadt Terranias, wieder. Es scheint, als habe er in seinem Zerstörungsdrang niemanden verletzt, doch dies war reines Glück. Er fragt sich, wie er weiter vorgehen soll, und kommt zu dem Ergebnis, dass es Zeit wird, sich zu stellen und die Wahrheit zu offenbaren. Noch vor wenigen Wochen hätte man ihn als Spinner verlacht, doch nun hofft er, genug Hinweise ausgestreut zu haben, um die richtigen Ohren zu erreichen.

Im ZOOL haben Carmel Sphinx und sein Assistent Purflinth inzwischen das Original des Metallartefaktes gefunden, dessen Kopie in Umlauf gebracht worden war; Razamon bezeichnet es als Parraxynt. Es stammt von Pthor und ist 50 Mio. Jahre alt. Als der Fremde sich kurz darauf stellt, wird er von Mercant persönlich abgeholt und zu Atlan gebracht, der ihn unter vier Augen sprechen will. Der Pthorer eröffnet dem Arkoniden seine Vergangenheit, soweit er sie kennt, denn bei seiner Verbannung wurden auch all seine Erinnerungen an Pthor gelöscht. Vieles verbindet die beiden Männer, und Atlan fasst Vertrauen zu Razamon, nachdem Fellmer Lloyd bestätigt hat, dass dessen Erzählungen der Wahrheit entsprechen müssten. Auf seine Aussagen hin wird alles in Alarmbereitschaft versetzt. Razamon stellt mit Erleichterung fest, dass Atlan mit dem Energieschirm bereits die wichtigste Verteidigung vorbereitet hat. In dem Moment, wo das Erscheinen von Pthor offizielle Regierungssache wird, verschwinden auch die Sekten urplötzlich wieder von der Bildfläche, denn aus einer spirituellen Offenbarung ist nun plötzlich etwas Handgreifliches geworden. In solchen Dingen hat man aber noch immer mehr Vertrauen in Perry Rhodan und seine Mitarbeiter als in irgendwelche obskuren Sektenführer.

Am 30. August schließlich geschieht unter den Augen der Patrouillen und der am Monitor beobachtenden Verantwortlichen das Unglaubliche: Mitten im Atlantik, dort, wo vor zehntausend Jahren der östliche Teil von Atlantis lag, materialisiert unter dem Paratronschirm der Projektoren aus dem scheinbaren Nichts ein Landstück. Es ist von einem eigenen Schutzschirm umgeben, der es unmöglich macht, das Innere genauer zu untersuchen. Die Auswirkungen auf die Erde werden durch den Paratronschirm größtenteils kompensiert. Die von Razamon befürchteten Flutwellen und Beben bleiben aus. Razamon ist jedoch sicher, dass die Herrscher von Pthor andere Mittel suchen und finden werden, um den Schirm der Terraner zu durchdringen und die Erde mit ihren Horden zu überrennen. Er will daher in seine Heimat zurückkehren und dies verhindern. Nachdem er eine Hypnoschulung in Pthora erhalten hat beschließt Atlan, ihn zu begleiten, und lässt sich auch von Perry Rhodan und Reginald Bull nicht davon abbringen. Schließlich machen sich die beiden Männer in einem Shift auf den Weg zum Paratronschirm. Auf einem kleinen Boot durchqueren sie den Schirm durch eine kurzzeitig geöffnete Strukturlücke. Kurz darauf kentert das Boot, und sie müssen die Insel schwimmend erreichen. Ihre Ausrüstung ist verloren; selbst ihre Kleidungsstücke lösen sich auf, während sie sich der Insel nähern. Während Atlan durch diese Entwicklung erschreckt wird, scheint Razamon etwas in dieser Art erwartet zu haben. Aus unbekannten Gründen schlüpft Atlans Zellaktivator unter seine Haut in eine Körperhöhlung unter der Brustknochenplatte. Langsam verlieren die beiden Männer durch die lange Schwimmpartie ihre Kräfte. Als sie endlich das flache Wasser des Ufers erreichen, werden sie vor Erschöpfung bewusstlos.

Niemand außerhalb des Paratronschirms weiß etwas von diesen Ereignissen oder wie lange Razamon und Atlan gebraucht haben, um die Insel zu erreichen. Auf Terra weiß man nur, dass das rätselhafte Fragment zwei Tage nach seinem Auftauchen wieder verschwunden ist und man in dieser Zeit weder Atlan und Razamon wiedergesehen noch eine Nachricht von ihnen gefunden hat.

Anmerkungen

  • Durch einen rätselhaften Vorgang schlüpfte Atlans Zellaktivator unter dessen Haut in eine Höhlung unter der Brustplatte. Warum und wodurch dieser Vorgang ausgelöst wurde bleibt unbekannt, ebenso, was mit der Kette geschah, an welcher der Zellaktivator hing.
  • Die Wetten, die Tervor Aretosa alias Razamon auf Atlantis abschloss – und allesamt gewann –, können nur den einen Zweck gehabt haben, Atlan und andere Verantwortungsträger für das Wiederauftauchen zu sensibilisieren. Razamon hat davor circa 10.650 Jahre auf der Erde gelebt und genug Möglichkeiten gehabt, an Reichtum zu gelangen, den er sich ohnehin nicht nach Pthor mitnehmen konnte.
  • Die Inschrift auf dem Parraxynt gibt Rätsel auf. Es wird berichtet, dass seit Jahrmillionen immer wieder Zivilisationen auf der Erde zerstört werden. Das Artefakt ist selbst 50 Jahrmillionen alt. Also wurde es angefertigt, nachdem Terra bereits seit Jahrmillionen heimgesucht wurde. Wann das begann, bleibt unbekannt; diese Hinweise sind später wichtig, um die Chronologie um die Entstehung des Dunklen Oheims nachvollziehen zu können.
  • Eine Erklärung, warum Atlan, der den Untergang von Atlantis miterlebt hat, nichts vom Auftauchen Pthors mitbekommen hat – obwohl das annähernd zur gleichen Zeit stattgefunden haben müsste –, ist folgende: Pthor hat aus dem Korridor der Dimensionen heraus bereits einen starken Druck auf Atlantis ausgeübt, was den Kontinent – gemeinsam mit den Überlappungsfronten aus dem Roten Universum – zum Versinken gebracht haben könnte. Nach der Katastrophe hat sich Atlan bald in seine Tiefseekuppel zurückgezogen und in Tiefschlaf begeben. So konnte er Pthors Ankunft nicht mehr miterleben.
  • An zwei Stellen im Roman wird die INTERSOLAR erwähnt, die explizit als das Flaggschiff der Solaren Flotte bezeichnet wird. Das ist erstaunlich, da es auch 800 Jahre später noch immer das Flaggschiff darstellte. Falls dies kein Autorenfehler ist, könnte es sich bei den INTERSOLARS der Jahre 2648 bzw. 3429 um zwei verschiedene Schiffe gleichen Namens gehandelt haben.

Anmerkungen zum Titelbild

Atlan 300 .jpg
Atlan auf Pthor
© Werner Fleischer und Günter Ruch

Wie auf der LKS dieses Romans zu lesen ist, sollte das Titelbild eigentlich ein umlaufendes Doppeltitelbild sein. Und tatsächlich lässt sich das Titelbild mit einer Farbbeilage aus Atlan 299 zu einem Doppelbild zusammenfügen.

Der Grund, warum es zu der Verstümmelung kam, liegt auf der Hand. Mit Band 300 bekam die Serie ein völlig neues Layout. Von nun an bis zur Einstellung der Serie prangte im oberen Bereich des Heftes der überdimensionale ATLAN-Schriftzug, darüber ein Bogenausschnitt mit dem Zyklusnamen, darunter der Hinweis »Ein Roman aus der Perry-Rhodan Redaktion«. Das veränderte Layout wurde offenbar beschlossen, nachdem Johnny Bruck den Auftrag zur Zeichnung bekommen hatte bzw. sogar schon fertig war. Mit dem alten Layout, wo sich oben links ein kleines blaues Kästchen befunden hatte, hätte das TiBi wunderbar als Doppeltitelbild gestaltet werden können. Mit dem neuen aber wäre Atlans Oberkörper völlig im Schriftzug verschwunden – also entschloss sich der Verlag wohl zu einer Notlösung.

Das von Werner Fleischer und Günter Ruch rekonstruierte Cover wird vermutlich so ausgesehen haben:


Innenillustrationen


Weltkarte mit Atlantis und Pthor

Planet Terra.gif
© 

Die vorliegende Weltkarte zeigt uns Terra im Perry Rhodan Universum. Die Umrisse von Atlantis und Pthor stammen aus der ersten Landkarte in Atlan 300, die er ebenso wie die Karte von Pthor nach Vorgaben von William Voltz gestaltete. Die Umrisse von Lemuria sind nach Angaben von Rainer Castor gestaltet worden.

Stefan Koch gestalte für den Perry Rhodan Sternenatlas diese Karte.