Die Feste Grool

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 310)
A310 1.JPG
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustration
Zyklus: König von Atlantis
Titel: Die Feste Grool
Untertitel: Der Lenker des Stählernen greift ein
Autor: H. G. Francis
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Horst Hoffmann (1 x)
Erstmals erschienen: 1977
Hauptpersonen: Atlan, Razamon, Fenrir, Porquetor, Zbator, Caidon-Rov, Yunthaal
Handlungszeitraum: 1. September 2648 (Tag 45 bis 47 Pthor-Eigenzeit)
Handlungsort: Pthor (Feste Grool, Blutdschungel)
Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

Vor dem Tor der Feste Grool wird Razamon wiederum mit seinem seltsamen Verfolger konfrontiert, der diesmal als spätmittelalterlicher Henker auftritt, und wieder verschwindet die Gestalt, ohne dass Atlan eine Erklärung erhält. Doch das Tor bleibt verschlossen. Als sie versuchen, mit der Drohung, die Porquetor-Rüstung zu zerstören, Zugang zur Burg zu erhalten, werden sie vom Haushofmeister Caidon-Rov sogar ausgetrickst und verlieren mit der Rüstung ihren einzigen Trumpf. Als Atlan jedoch lauthals verkündet, dass sie von der Außenwelt stammen, schlägt ein Energiestrahl aus der Festung ein und betäubt sie.

Sie erwachen im Inneren der Burg, als Gefangene. Man untersucht ihre Behauptung und stellt fest, dass nur Atlan nicht von Pthor stammt. Doch das genügt, um sie als Verbündete interessant zu machen: Der Lenker des stählernen Porquetor will Pthor verlassen und sich auf Terra ein eigenes Reich erschaffen. Atlan sagt notgedrungen zu, ihn bei diesem Unterfangen zu unterstützen. Ab diesem Moment sind sie Gäste mit nahezu uneingeschränkter Bewegungsfreiheit innerhalb der Burg. Noch immer sehen sie den Herrscher der Burg jedoch nicht, sondern nur den reparierten Halbroboter, der für ihn Auge, Ohr und Hand zu sein scheint. Außerdem scheinen einige weitere Helfer dort zu leben, sowie mehrere Technos, die als Sklaven gehalten werden. Sie wenden sich an Atlan um Hilfe, doch er kann vorerst nicht viel mehr tun, als abzuwarten und Informationen zu sammeln. Zugleich scheinen auch nicht alle Parteien über die Anwesenheit der Fremden glücklich zu sein, denn es werden während ihres Aufenthaltes mehrere Anschläge auf ihr Leben verübt, denen sie jedoch unverletzt entgehen.

Porquetor will alles über die Erde, ihre Armeen und die militärisch wichtigen Anlagen wissen. Atlan und Razamon füttern den Halbroboter mit Halbwahrheiten über Terra, während sie darauf warten, ihren Plan umsetzen zu können. Es gibt nur ein Zwischenspiel, als ein aus dem Nichts erscheinender Degenkämpfer Porquetor angreift und ebenso mysteriös wieder verschwindet. Diesmal benennt Razamon den Fremden als »Marquis de Romain«, gibt aber keine weiteren Informationen über den Geheimnisvollen preis. Nach zwei Tagen gelingt es ihnen schließlich, Porquetor unauffällig für eine Weile außer Gefecht zu setzen, und Atlan klettert in das Innere des Robotwesens, in der Hoffnung, auf diese Weise zu dessen Lenker vordringen zu können. Doch statt in die oberen Ebenen der Festung zu gehen, verlässt die ferngesteuerte Rüstung diese und streicht durch das Land. Der Stählerne sucht ein weiteres Mal die Paarlen heim, da Troton unvorsichtigerweise das Tor offen gelassen hat, kämpft tiefer im Dschungel gegen einige Raubtiere, und schließlich gerät er auf seinem weiten Streifzug in einen Sumpf und beginnt zu versinken. Atlan ist inzwischen überzeugt, dass er seine Anwesenheit in Porquetors Innerem seinem Lenker verraten hat, als er versuchte, die Paarlen zu schützen.

Razamon wartet inzwischen vergeblich auf die Rückkehr des Stählernen und seines Freundes. Als der Techno Zbator ihn mit dem Vorwurf konfrontiert, keinerlei Versuche zur Hilfe zu machen, taucht wieder sein geheimnisvoller Verfolger in Gestalt eines Waldläufers auf, und erschießt den Techno mit einem Bogen. Nun wird Razamon von den Dienern verfolgt und kann sich nur mit Hilfe von Caidon-Rov retten. In der Hoffnung, einen Verbündeten zu gewinnen oder zumindest Atlan retten zu können, teilt er ihm den anscheinend fehlgeschlagenen Plan mit. Der Haushofmeister verspricht, zu helfen, falls er zum Herrscher der Festung gemacht wird, wenn Porquetor besiegt ist. Razamon sagt ihm das zu. Er fasst sogar so viel Vertrauen zu seinem neuen Verbündeten, dass er ihm erzählt, um wen es sich bei seinem geheimnisvollen Verfolger handelt: Es ist eine Projektion seiner selbst, die er unkontrolliert hervorruft und die die schlechten Seiten seines Charakters personifiziert. Er weiß kein Mittel, um das zu verhindern.

Kurz bevor Atlan in der Rüstung kläglich ertrinkt, wird der Sumpf mit einem Energiestrahl beschossen, und der Wasserspiegel sinkt nachhaltig. Der Stählerne kann sich befreien und kehrt nun zur Feste Grool zurück. Er wird von einigen Dalazaaren angegriffen, die nun endlich beginnen, sich gegen ihren tyrannischen Herrn aufzulehnen, doch er kann ihnen entkommen. Als Atlan die Festung erreicht, geschieht endlich das, worauf er die ganze Zeit gewartet hatte: Porquetor steigt bis zu der Kugel hinauf, die den oberen Teil der Festung bildet und in der die Wohnräume seines Lenkers liegen. Dort bleibt der ferngelenkte Roboter unter einem Energieschirm stehen, und Atlan muss die Nacht im Inneren des Stahlgebildes verbringen. Am Morgen begibt sich die Maschine zur Reinigung, und in den Dämpfen der ätzenden Reinigungsflüssigkeiten verrät sich Atlan endgültig durch Hustenanfälle. Der Lenker öffnet die Rüstung, und Atlan ist zu geschwächt, um irgend etwas gegen ihn zu unternehmen. Der Arkonide erfährt nun, dass der ursprüngliche Porquetor lange tot ist und sein blinder Diener Yunthaal dessen Platz eingenommen hat. Er will Atlan für seinen Verrat mit Hilfe von Porquetor töten, doch inzwischen greifen die Diener die Kugel an und brechen die Tür auf. Atlan gelingt es, dem Blinden das Gerät vom Kopf zu schlagen, mit dem er den Stählernen kontrolliert, und durch einen unglücklichen Zufall tötet der Halbrobot seinen Herrn. Der Grund für Yunthaals Aggressionsschübe, die er mit der Porquetor-Rüstung im Blutdschungel und anderen Gebieten abreagierte, war sein regelmäßiger Genuss der Yamantha-Früchte. Jene Früchte bewirken bei den Berserkern einen Anfall von Raserei; niemand sonst auf Pthor isst sie daher.

Nachdem Atlan und Razamon sich ein wenig von den Strapazen erholt haben, machen sie sich, ausgerüstet mit ihren Waffen und frischen Lebensmitteln, auf den Weg. Sie wollen zum Taamberg reisen, der Heimat von Razamons Familie. Dazu müssen sie zuerst zum Dämmersee, und dann über den Regenfluss weiter zum Bergmassiv. Caidon-Rov nimmt, wie mit Razamon vereinbart, seine Rolle als neuer Herrscher über die Feste Grool ein. Die Streifzüge Porquetors haben damit ihr Ende gefunden.

Anmerkungen

  • Yunthaal hielt sich zahlreiche Technos als Sklaven. Dies erreichte er, weil er ihnen ein Gift verabreicht hatte. Sie mussten täglich ein Gegengift einnehmen, sonst mussten sie sterben. Es bleibt ungeklärt, was mit den Technos passierte, nachdem Yunthaal getötet wurde. Eventuell hat Caidon-Rov das Gegengift entdeckt und an die Technos ausgegeben.
  • Die Erscheinung des Marquis de Romain bleibt rätselhaft. Es handelte sich dabei um offenbar von Razamons Unterbewusstsein erzeugte materielle Projektionskörper, die Gestalten wiedergaben, die Razamon während seiner langen Zeit auf der Erde angenommen hatte. Wodurch diese Projektionskörper ausgelöst wurden und warum dieses Phänomen nur in den wenigen Tagen auftrat, die Razamon in der Nähe der Feste verbrachte, wird nicht geklärt. Ebensowenig wie woher Razamon die Sicherheit nahm, dass nach dem Tod von Zbator mit diesem Phänomen Schluss sei.
  • Eine weitere Frage müsste man nach der Energieversorgung der Feste Grool stellen. Die Feste ist zwar in der Lage, mit Thermostrahlen über mehrere Kilometer hinweg zu schießen, braucht aber für den Normalverbrauch Stromgeneratoren, die von Windmühlen angetrieben werden. Warum der tobende Yunthaal nur die Porquetor-Rüstung ausschickte, um unter den Paarlen ein Blutbad anzurichten, und nicht ebenfalls auf sie geschossen hat, blieb sein Geheimnis.
  • In diesem Roman wird zum ersten Mal die Schwarze Galaxis erwähnt, jedoch weiß auch Yunthaal nicht Genaues darüber.

Innenillustration