Krieg der Magier

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 358)
A358 1.JPG
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustration
Zyklus: König von Atlantis
Titel: Krieg der Magier
Untertitel: Die Zukunft beginnt in der Barriere von Oth
Autor: Marianne Sydow
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Tais Teng (1 x)
Erstmals erschienen: 1978
Hauptpersonen: Thalia, Heimdall, Balduur, Sigurd, Jarsynthia, Tonkuhn, Razamon, Kolphyr, Copasallior
Handlungszeitraum: 2649
Handlungsort: Pthor
Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

Die als Odin verkleidete Thalia tut sich schwer, Balduur, Heimdall und Sigurd zu würdigen Herrschern über Pthor zu machen; zu verfahren sind ihre Einstellungen, zu wenig flexibel ihre Mentalität. Nur indem sie den belehrenden Göttervater herauskehrt, kann sie ihre Brüder langsam auf andere Denkgleise führen. Als eine Delegation der Kelotten aus Aghmonth fragt, wie es mit der Dello-Produktion weitergehen soll, wollen die Odinssöhne die Produktion wieder anfahren lassen, doch der vermeintliche Odin widerruft diese Anordnung. Derzeit ist die Infrastruktur stark geschädigt, viel wichtiger ist es, dass die Kelotten nach Möglichkeiten forschen, wie die Nahrungsproduktion angekurbelt werden könnte. Denn die Überschwemmungsschäden, die durch das Abtauen der Eisküste im Xamyhr-Tal, dem Hauptanbaugebiet Pthors, sowie die pthorweiten Zerstörungen plus anschließender Flutkatastrophe, verursacht durch den Zusammenstoß des Weltenfragments mit der ARMOSTUZ, entstanden sind, haben die Versorgungslage akut gefährdet. Dem könnte leicht Abhilfe geschaffen werden, denn die Eisküste ist jetzt wieder eisfrei, und da die Horden der Nacht soweit dezimiert sind, dass es kaum noch Monster gibt, könnte auch die Ebene Kalmlech landwirtschaftlich genutzt werden. Auch eine Delegation der Guurpel aus Panyxan kommt mit Problemen in die FESTUNG. Ihr Volk braucht täglich einen Aufenthalt im Wasser, aber Pthor liegt derzeit auf der Oberfläche von Loorsat und damit auf dem Trockenen – auch hier weiß Thalia Rat, wenngleich sie sich damit beinahe verät. Die Odinssöhne werden misstrauisch.

In der Großen Barriere von Oth hat sich der Wassermagier Tonkuhn, ein unterdurchschnittlich begabter Schwarzmagier aus den Dunklen Tälern, an den westlichen Rand der Barriere begeben, wo einige Sterbliche leben. Sie sind meist Nachkommen von Magiern, und unter ihnen ist es am wahrscheinlichsten, dass sich neue Magier finden lassen. In den letzten Monaten sind vier Magier gestorben, und die Zahl von 450 Magiern ist seit Urzeiten auf längere Sicht immer konstant geblieben. Vermutlich findet sich unter den Sterblichen bereits ein Talent, das nur entdeckt werden muss. Und das gedenkt Tonkuhn sogleich für die Schwarzmagier zu gewinnen. Als er einen seiner wenig beeindruckenden Tricks vorführt, wird er einen Fluss hinunter befördert und findet sich danach außerhalb des magischen Knotens wieder, durch den seit den Tagen von Ragnarök die Barriere unter einen undurchdringbaren Schutzschirm versteckt wurde. Der Wassermagier findet die Stelle, wo er hindurchschlüpfen kann, und erstattet sofort Jarsynthia Bericht. Seine Hoffnung geht auf, er bekommt von der Liebesmagierin einen Auftrag, durch den er sein Ansehen deutlich steigern kann. Er soll eine Kiste mit unbekanntem Inhalt an den Herrn Leondagan übergeben. Sogleich macht er sich zu Fuß auf den Weg nach Wolterhaven, wo ihm der würdige Arbeiter Liwo die Kiste gegen seinen Willen abnimmt, was unangenehme Folgen für den Robotdiener hat. Herr Leondagan hat das Ereignis mitverfolgt und nimmt die Kiste in Empfang – Tonkuhn bekommt dafür einen Zugor, mit dem er über Umwege in die FESTUNG fliegt, um Thalias Tarnung auffliegen zu lassen.

Inzwischen entdeckt Razamon in der Hauptpyramide der FESTUNG einen bisher verborgenen Eingang und entdeckt eine auf einer Säule ruhende Kugel, von der eine Bedrohung auszugehen scheint. VONTHARA lautet der Schriftzug auf der Säule, was soviel wie »Wächter« bedeutet. Doch der Berserker kann selbst mit Kolphyrs Unterstützung nichts über dessen Bedeutung herausfinden. Und auch Kolviss wird fündig, er entdeckt in Islar eine heranwachsende Magierin und kann sie überreden, als Spionin bei Jarsynthia »in die Lehre zu gehen«.

Auch Jarsynthia entdeckt eine Lücke im magischen Knoten und begibt sich durch ihn schnurstracks nach Orxeya zu Tynär Stump. Sie verpflichtet den in ihrer Schuld stehenden Seelenerschaffer, ihr gegen einen angemessenen Preis Waren zu besorgen, mit denen die Liebesmagierin ein großes Fest in der Barriere feiern lassen möchte. Dieser Ausflug wird von Glyndiszorn bemerkt, und außerdem noch etwas wesentlich Beunruhigenderes: Der Knoten scheint instabil zu werden – es entstehen immer mehr kleine Lücken, durch die man in die Außenwelt kommen kann – und auch in die Barriere. Es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, wann er endgültig kollabiert. Diese dramatische Erkenntnis berichtet er umgehend dem Weltenmagier Copasallior, der ebenfalls davon betroffen ist. Jedes Mal, wenn er einen seiner an Teleportation erinnernden Ortsveränderungen durchführt hat er das Gefühl, dass irgendetwas nach ihm tastet und ihn »drüben« behalten möchte. Sein Sprung zu Koratzo geht beinahe schief, und danach verzichtet Copasallior zur Gänze auf diese Fähigkeit. In der Tronx-Kette kann ihm aber Opkul helfen, dem es nach einiger Zeit gelingt, Tonkuhn aufzuspüren – der Weltenmagier begibt sich mit Glyndiszorns Hilfe in die FESTUNG. Dort ist Tonkuhn gerade dabei, Thalias Tarnung auffliegen zu lassen, aber er stellt sich dabei wenig geschickt an, der falsche Odin bleibt souverän. Durch Copasallors Auftauchen wird dem Spektakel rasch ein Ende gesetzt, und Odins Ansehen ist wieder hergestellt. Der Weltenmagier befördert Tonkuhn in die Nähe des Wachen Auges, nimmt ihm dann seine magischen Fähigkeiten und lässt ihn dort zurück.

Indem sie Thalias Maske durch Tonkuhn hatte auffliegen lassen wollen, hat Jarsynthia nach den Gesetzen der Magier Verrat begangen, denn auch sie wurde um Zustimmung zu diesem Vorhaben gefragt und hatte keine Einwände. Daher schließen sich die traditionellen Magier und die Rebellen aus der Tronx-Kette zusammen und nehmen am Tal der Nebel Aufstellung. In der Morgendämmerung greifen sie an, denn das Fest Jarsynthias, zu dem vor allem ihre Sympathisanten gekommen waren, hat fast die ganze Nacht gedauert, und die Magier können jetzt leicht überrumpelt werden. Die meisten ergreifen nach kurzem Abwehrkampf die Flucht, Wortz wird von den Rebellen unschädlich gemacht und Jarsynthia von Glyndiszorn und Copasallior höchstpersönlich. Doch das Oberhaupt der Magier verschont ihr Leben, da er schwere Zeiten herannahen sieht, bei denen die Kräfte aller Magier benötigt werden könnten.

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