Die Planetenschleuse

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 410)
A410 1.JPG
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustration
Zyklus: König von Atlantis
Titel: Die Planetenschleuse
Untertitel: Im Dienst der Schwarzen Galaxis
Autor: Marianne Sydow
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Josef Dienst (1 x)
Erstmals erschienen: 1979
Hauptpersonen: Nomazar, Caehrux, Elkort, Yääl, Peleff
Handlungszeitraum: 2650
Handlungsort: Rghul-Revier (Guhrno, Ptäk)
Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

Nomazar reist an Bord des Organschiffes RYGERKALL nach Guhrno, bevor er zur Hauptwelt des Rghul-Reviers, Cagendar, gebracht werden soll. Als er in der ihm zugewiesenen Lagerhalle sitzt (er ist ja offiziell als »Kunstgegenstand« deklariert), hört er ein merkwürdiges Geräusch und entdeckt Caehrux, einen flunderförmigen blinden Passagier vom Volke der Rux. Er versorgt ihn mit Nahrung, und im Gegenzug stellt Caehrux Informationen bereit. Guhrno, das Ziel der Reise, ist der vierte Planet des Nurschug-Systems, und das ganze System wird als die Planetenschleuse bezeichnet. Überdies weiß Caehrux von einem Gerücht, wonach ein Spion aus dem Marantroner-Revier erwartet wird. Er mutmaßt, dass man Nomazar als diesen Spion ansehen wird.

Nomazar wird von Hothn, einem der an Riesenraupen erinnernden Besatzungsmitglieder, in einen Untersuchungsraum gebracht. Dieser ist mit Heymfloz, dem Computersystem der Planetenschleuse, verbunden. Er verliert sofort das Bewusstsein. Als er nach der Untersuchung zu sich kommt, scheint alles normal, und er wird in seine Kammer zurückgeführt. Caehrux erwartet ihn und hat eine Warnung: Angeblich wisse Heymfloz nichts mit dem Fremden anzufangen und könne nicht über dessen Schicksal entscheiden. Deshalb habe er an die nächste Instanz verwiesen: Elkort, den Leiter der Planetenschleuse. Obendrein werde Peleff erwartet, vor dem angeblich alle zitterten. Nomazar müsse fliehen. Caehrux hilft ihm bei der Flucht, und in eine Kiste gezwängt verlässt er unbemerkt die RYGERKALL.

Auf Guhrno steht nicht alles zum Besten. Elkort, der Leiter der Planetenschleuse, vernachlässigt seine Arbeit, weil ihn die Eskapaden seiner Favoritin Yääl belasten. So wird Elkort andauernd mit Intrigen davon abgehalten, sich um seine Amtsgeschäfte zu kümmern. Heymfloz meldet nach der Untersuchung des Fremden, dass dieser nicht nach Cagendar gelangen dürfe, weil er nicht einzuschätzen sei. Ekort gibt jedoch die Anweisung, dass er in den Palast gebracht werden soll. Das geht aber nicht, da jetzt Nomazars Verschwinden entdeckt wird.

Kurz darauf landet Peleff mit seiner PELEFFS ATEM. Als er in der Residenz eintrifft fordert er, dass der Gefangene vorgeführt werde. Da wird offiziell, dass Nomazar nicht mehr an Bord der RYGERKALL ist. Der letzte der Valvken legt natürlich sofort einen Finger in diese Wunde und stellt Peleff als unfähig hin.

Nomazar wird wach, als seine Kiste ihr Ziel erreicht hat. Es ist der Planet Ptäk, und jenseits des Landefelds ist eine planetare Wildnis, in die Nomazar sodann aufbricht. Es wird eine unruhige Nacht. Am Morgen danach untersucht er die Umgebung, und findet in einer einladenden Höhle eine riesige, runde Platte, offenbar den Deckel einer Falltür, und eingeklemmt darin eine Pfote. Nomazar sucht weiter und nach kurzer Zeit steht ein Dädnar, ein großes, wolfsähnliches Wesen vor ihm. Sie freunden sich an und Nomazar begleitet den grauen Dädnar zu dessen 20-köpfiger Familie. Er verspürt eine Affinität zu den Riesenwölfen; irgendwann in seiner ihm unbekannten Vergangenheit scheinen große graue Wölfe eine besondere Rolle gespielt zu haben. Mehr Erinnerungsstücke tauchen aber nicht aus seinem Unterbewusstsein auf. Nomazar lebt einen Tag mit den Dädnars und ist dabei voll in das Rudel integriert. Doch schon bald wird das Rudel von drei Gleitern gestellt, und um unnötige Opfer unter den Tieren zu verhindern, ergibt sich Nomazar den Häschern.

Unterdessen geht auf Guhrno das Intrigenspiel Yääls munter weiter. Da sie schon davor Sydelär, die vom Neffen persönlich dem Transfusionsgebundenen Elkort zugeteilten Kunin, nicht mit dem Tandryll töten konnte, greift sie zu einer perfideren List. Sie verleitet den Kommandanten der Palastwache Rhegul dazu, an einem Scherz teilzunehmen; er soll sich nackt neben der ebenfalls entkleideten Sydelär legen, und sich von Elkort dabei überraschen lassen. Elkort liebt Sydelär nicht, ist aber von dieser Situation völlig überfordert. Er geht mit einem Messer auf beide los, und kann nur vom Diener Tassel abgehalten werden, sie zu ermorden. Schließlich erkennt auch der verblendete Elkort, dass Sydelär nicht zurechnungsfähig ist, und lässt den Kammdeuter Lasork holen. Der Arzt stellt schnell eine Vergiftung mit der Droge Marandram fest; seine ihm zugeteilte Frau ist seit einigen Stunden wahrnehmungs- und bewegungsunfähig. Dass dies von Yääl inszeniert worden ist, weigert sich sein Verstand aber trotzdem zu akzeptieren.

Yääl wollte dieses Schauspiel über heimlich angebrachte Kameras genießen, aber sie wird von Peleff dabei überrascht und gehindert. Der Valvke versteht das Intrigenspiel mindestens genauso gut wie sie und verdirbt ihr den Spaß. Das steigert ihren Zorn soweit, dass sie ein Attentat auf Peleff verübt, als diesem Nomazar vorgeführt wird. Yääl hinterlässt dabei Spuren, die auf Sydelär als Täterin deuten, aber die kann wegen ihres Drogenrausches dafür nicht in Frage kommen. Nomazar erkennt, wer die Fäden hier spinnt, und erpresst Yääl, damit sie ihm die Flucht von Guhrno ermöglicht. Aber die attraktive Kunin führt ihn in eine tödliche Falle, aus der ihn schließlich Peleff in letzter Minute rettet.

Elkort wird mit den Taten seiner gefesselten Geliebten konfrontiert und verliert die Nerven, als Peleff ihm mitteilt, seine Verfehlungen an Duuhl Larx zu melden. Als Beweis wird er alle diesbezügliche Daten von Heymfloz mitnehmen. Elkort geht auf, dass er dadurch trotz seines Status als Transfusionsgebundener seine Stellung verlieren wird, und versucht in Panik zu vernichten, war ihm schaden könnte. Er will in Heymfloz eindringen, um alle verfänglichen Daten zu löschen. Dabei wird er vom Handsiegel des Neffen, einem Sicherungsmechanismus, getötet. Peleff ist zufrieden, denn nun kann er einen ihm genehmen Nachfolger installieren. Im Eilverfahren betreten Peleff und ein nun gefesselter Nomazar die PELEFFS ATEM und verlassen mit Höchstgeschwindigkeit das Nurschug-System.

Anmerkung

  • Die Handlung um Nomazar-Razamon wird in Atlan 418 fortgesetzt.

Innenillustration