Der Zellaktivator

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 423)
A423 1.JPG
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustration
Zyklus: König von Atlantis
Titel: Der Zellaktivator
Untertitel: Aufruhr auf der Kunstwelt
Autor: Hans Kneifel
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Tais Teng (1 x)
Erstmals erschienen: 1979
Hauptpersonen: Atlan, Verkonder, Korlin, Aträss, Faebler, Wassleng
Handlungszeitraum: 2650
Handlungsort: Marantroner-Revier (Cyrsic)
Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

Nur langsam kommt Atlan über den sinnlosen Tod Thalias hinweg, während er vom Organschiff KIERMELL zum Planeten Cyrsic gebracht wird. Diese Sauerstoffwelt wurde so lange umgestaltet, bis sie den Vorstellungen der dort arbeitenden Wissenschaftler entsprach. Aus allen Teilen des Marantroner-Reviers wurden Pflanzen und Tiere hierher gebracht, die sich an die geänderten Umweltbedingungen mit Mutation anpassten und nun ein eigenes, ganz eigenwilliges Ökosystem bilden.

Nach einigen Tagen landet die KIERMELL im Land Irgittzheim am Raumhafen Gittzo-Carsh und Atlan wird umgehend mit einem Gleiter ins Untersuchungszentrum Gul-Goar gebracht. Hier beginnen die vorwiegend scuddamorischen Wissenschaftler mit zahlreichen Untersuchungen. Im Gegensatz zu ihren Kollegen auf Dykoor sind sie aber sehr rücksichtsvoll zum König von Atlantis. Tausende Messergebnisse werden schließlich ausgewertet und man errichtet eine vorerst noch sehr große Anlage, mit der die Schwingungen von Atlans Zellaktivator nachgebildet werden. Ein erstes Experiment damit erzielt aber keine positiven Wirkungen.

Der Havare Verkonder, der durch seine Paragabe als Wahrheitsspürer viele Informationen von Atlans Extrasinn bekommen hat, verrät Atlans einzige Lebensversicherung an das herrschende Triumvirat. Aträss, Faebler und Korlin erfahren so, dass der in Atlans Brust vorhandene Aktivator bei seiner Entfernung nicht explodieren wird, und ordnen daher eine entsprechende Operative an.

Währenddessen läuft die Apparatur weiter, die die Aktivatorstrahlung nachahmen soll. Als Atlan einige Stunden später aus der Narkose erwacht, bemerkt er nicht nur das Fehlen seines von ES erhaltenen Geschenks. Das gesamte Wissenschaftszentrum ist stark beschädigt, er findet nur noch Leichen der Wissenschaftler und anderen Bediensteten. Einzige Ausnahme ist Verkonder, der unter einer teilweise eingestürzten Decke begraben liegt, aber nur leichte Verletzungen aufweist. Sie untersuchen das gesamte Gebäude, können den Aktivator aber nirgends finden. Jemand muss ihn also gestohlen haben.

Im Freien angekommen, sehen die Schäden noch viel größer aus. Sie haben den Eindruck, dass jedes Lebewesen des Planeten gegen alle anderen gekämpft hat, inklusive der Pflanzen. Schuld daran scheint die Aktivatornachahmung zu haben, dessen starken Strahlenemissionen die Umwelt in Aufruhr gebracht haben muss. Zum Glück sind die Apparate nun durchgebrannt oder haben sich von selbst deaktiviert. Auch die Pflanzen und Tiere scheinen wieder auf dem Wege der Normalisierung zu sein. Die beiden ungleichen Gefährten werden nur einmal von kleinen Flugechsen angegriffen, können sich aber zu einem Gebäude retten.

Als sie dort eintreffen, landet ein riesiges Organschiff. Es ist die KYR, mit Kommandant Wassleng – einem der höchsten militärischen Befehlshaber im Marantroner-Revier. Denn durch den Zwischenfall sind die regelmäßigen Berichte nach Säggallo ausgefallen und Chirmor Flog hat umgehend das dem Planeten Cyrsic am nächsten befindliche Schiff umdirigiert.

Verkonder und Atlan berichten über die Vorfälle und ein Suchtrupp schweift aus, um nach möglichen Überlebenden zu suchen. Rasch werden etwa 90% der ursprünglichen Bewohner Gul-Goars gefunden. Aber sie sind entweder tot oder dem Wahnsinn verfallen. Unter ihnen auch ein schrecklich deformierter Noot namens Tarfon-Sherl, der später zum Scuddamoren Korlin metamorphiert war. Er kann nur noch berichten, dass er den Aktivator an sich genommen hat und davongerannt ist, um sich in der Dunkelheit zu verstecken. Alles andere hat er vergessen.

Atlan, der durch sein fotografisches Gedächtnis alle schon in der Milchstraße gewonnenen Details über Zellaktivatoren kennt, kann mit den Mitteln der KYR einen kleinen Peilsender konstruieren, der den Aktivator aufspüren kann. Gemeinsam mit Verkonder schlägt er sich in den Dschungel, um das kostbare Gerät zu suchen. Obwohl sich die Tiere wieder beruhigt haben, ist es nachts im Urwald sehr gefährlich und sie kommen in mehrere bedrohliche Situationen. Am darauf folgenden Tag kann der Zellaktivator geortet werden. Er befindet sich auf einer Lichtung, auf der etwa 50 Dedramixxis ruhen. Diese großen Raubtiere scheinen sich in der Strahlung des Zellaktivators sehr wohl zu fühlen und reagieren auf die Eindringlinge gereizt. Atlan muss seinen einzigen Trumpf ausspielen: die Große Plejade. Mit dem ihr innewohnenden Widerschein der Freiheit kann er die Bestien besänftigen und den Aktivator an sich nehmen. Als Ersatz muss er aber widerwillig die Große Plejade auf der Lichtung zurücklassen.

Als sich Atlan den Zellaktivator umhängt, wandert dieser samt Kette unbemerkt wieder unter seine Haut in jene Mulde vor der Knochenplatte, wo er seit dem Betreten Pthors geruht hatte. Wassleng kann überzeugt werden, dass der Arkonide alles tun wird, um damit den Neffen Chirmor Flog zu heilen. Man bringt Atlan in eine Kabine auf die KYR und startet.

Anmerkungen

  • Es ist nicht nachvollziehbar, warum Atlan nicht die Scuddamoren um Hilfe gebeten hat, als er die Lichtung mit dem Zellaktivator gefunden hat. Es wäre leicht gewesen, die Dedramixxis von einem Gleiter aus zu paralysieren und den Aktivator danach einfach einzusammeln. Vermutlich sollte die Große Plejade in diesem Roman aus der Serie geschrieben werden.
  • Nach wie vor bleibt es rätselhaft, warum Atlan in seiner Gefangenschaft nie das Goldene Vlies abgenommen wird. Offenbar werden seine hervorragenden Eigenschaften nicht erkannt.

Innenillustration