Die Körperlose und der Molg

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 433)
A433 1.JPG
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustrationen
Zyklus: König von Atlantis
Titel: Die Körperlose und der Molg
Untertitel: Leenias Mission im Universum der Körperlichen
Autor: Horst Hoffmann
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Tais Teng (2 x)
Erstmals erschienen: 1980
Hauptpersonen: Leenia, Der Molg, Kirso Bal Taur, Minko Bal Poohl, Zenbronker
Handlungszeitraum: 2650
Handlungsort: Marantroner-Revier (Cändero-Spell, Bordinfeel, Olmerstolm)
Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

Cändero-Spell

Vor mehreren Jahrhunderten wurden drei Organschiffe zum Gasriesen Cändero-Spell geschickt, und man hörte nie wieder von ihnen. Daraufhin schickte man die NAUSIEN mit 21 Noots an Bord los, um das Schicksal der verschollenen Schiffe zu klären. Beim Landeanflug wurde auch dieses Organschiff zerstört; es musste notlanden und verfiel aufgrund der aggressiv zusammengesetzten Atmosphäre bald. Als letztes starb Kommandant Cesterton-Kyrl, der in seinen letzten Lebensminuten herausfand, dass die Organmasse der zerstörten Organschiffe sowie der verstorbenen Besatzungsmitglieder zum Nährboden einer neuen Lebensform wurde. Ein Teil seines Bewusstseins ging beim Tod in diese neue Lebensform über. Im Laufe der Jahrhunderte entstanden aus dieser Grundsubstanz mehrere Lebensformen, darunter die weder pflanzlichen noch tierischen Molgs.

Genau so einen Molg benötigt nun Leenia, ein Mitglied aus dem Kollektiv der Höheren Welten, um Atlans Extrasinn darin gefahrlos aufzubewahren. Die Beschaffung dieses Molgs ist in der ungewohnten Umgebung alles andere als einfach, aber es gelingt ihr dann doch noch.

Bordinfeel

Sie kehrt auf den Planeten Bordinfeel zurück, wo sie – den Tod unmittelbar vor Augen – vor einigen Wochen fliehen musste. Dabei konnte der in ihrem Körper gefangene Extrasinn entkommen und in dem Grallen Kirso Bal Taur eine neue Heimat finden. Aber damit ist er ganz und gar nicht zufrieden; er will zurück zu Atlan. Da er Taur auf normale Art nicht verlassen kann, beeinflusst er den jungen Grallen nach seinen Vorstellungen. Ziel ist es, Taur sterben zu lassen, damit er entkommen kann.

Kirso Bal Taur bekommt von dieser Beeinflussung zunächst nichts mit. Eine innere Stimme gibt ihm lediglich Tipps, wie er seine ohnehin schon bewundernswerten Bannisteros noch schöner machen kann. Bald verstößt er damit gegen alle Vorschriften und guten Sitten. War er bisher dafür bekannt, perfekt gerade Kanäle durch die Landschaft zu bauen, erschafft er nun geschwungene Bannisteros. Als er damit den Bannistero seines Nachbarn Balo Bal Nook durchkreuzt, kommt es zu den ersten Handgreiflichkeiten. Schließlich muss er sich vor Minko Bal Poohl, dem Meister der Geradlinigkeit, verantworten.

Taur stellt »die Frage«, nämlich ob die geltenden Vorschriften noch immer zeitgemäß wären, und bekommt dafür eine bestimmte Zeitspanne, in der er seine Ansichten beweisen soll. Das nutzt der Extrasinn aus und gibt dem jungen Bautalent weiter sinnlose neue Ideen ein. Aber bei so manch jungem Grallen fruchten die neuen Ansichten, und bald kommt es zu einer kleinen Revolution der Anhänger Taurs gegen die traditionellen Baumeister. Der Extrasinn ergreift die Gelegenheit und lässt Taur zugeben, dass er von einem Dämon befallen ist. Das können die Grallen natürlich nicht dulden und foltern Taur so lange, bis er beinahe stirbt. Gerade noch rechtzeitig taucht Leenia mit dem Molg auf, und zwingt den Extrasinn in dieses seltsame Lebewesen. Sie stellt Taurs guten Ruf wieder her und verlässt mit dem Molg Bordinfeel.

Olmerstolm

Sie findet sich auf dem Organschiff FRAULPIEN wieder und hat keine Ahnung, wie sie hierher gekommen ist und was sie hier sucht. Kommandant Bilnerstung lässt sie gefangen nehmen und übergibt sie Zenbronker, dem Kommandanten der Basiswelt Olmerstolm, auf der Organschiffe repariert werden. Die FRAULPIEN wird durchsucht, aber diese Suche endet mit einem Zwischenfall. Brexanark wird als verschollen gemeldet, sein Begleiter Jaksbärler ist nur noch ein stammelndes Wrack. Er berichtet von einem blauen Nebel, aber selbst durch starke Folter ist aus ihm nicht mehr herauszubekommen.

Schon bald geht das Gerücht auf Olmerstolm um, dass ein blauer Nebel Lebewesen auffrisst, und dass man unbedingt nach ihm suchen und ihn vernichten muss. Nach und nach kehren Leenias Erinnerungen zurück; der blaue Nebel hatte auch sie erfasst, denn er wurde vom Molg in dem Moment ausgeschüttet, als sie mit ihm zu den Höheren Welten teleportieren wollte. Die Verschmelzung des Extrasinns mit dem Molg hat anscheinend eine unerwartete Entwicklung eingeleitet. Leenia kann entkommen und sucht verzweifelt nach dem Molg. Sie springt nacheinander jene Organschiffe an, die Olmerstolm als letztes verlassen haben. Während sie auf der JAGUSIENG und der BARIEL nicht fündig wird, läuft sie auf der NYNGENT in eine Falle und wird paralysiert. Man bringt sie umgehend zurück nach Olmerstolm, wo sie mit letzter Kraft entkommen kann.

Hier gibt es gerade einen Machtkampf zwischen Zenbronker und seinem Stellvertreter Kerrengorm, in dem auch Bilnerstung mitmischt. Niemand glaubt Zenbronkers Version mit dem blauen Nebel, vor allem weil gerade der verschollene Brexanark wohlbehalten gefunden wurde. Bilnerstung verliert sein Leben und kann damit nicht mehr sehen, wie tatsächlich ein mindestens 100 m durchmessender blauer Nebel über dem Raumhafen erscheint, in dessen Zentrum sich eine Gestalt mit den Umrissen Leenias befindet.

Dies war Leenias Versuch, einen Abgang für immer zu machen, bei dem keine brauchbaren Aussagen mehr über ihre Rolle zustande kommen. Und tatsächlich spinnt sich in den nächsten Stunden und Tagen so viel Raumfahrergarn zusammen, dass keiner mehr die wahren Gegebenheiten richtig rekonstruieren kann. Aber das ist nur ein Teilerfolg der Körperlosen, denn den Molg hat sie noch immer nicht gefunden.

Anmerkungen

  • Es ist unbekannt, zu welchem Zweck die Grallen Bannisteros und Zisternen durch die Ebenen ihres Planeten ziehen.
  • Auf Cändero-Spell opfert sich Wommser, der mit Leenia eine Symbiose bildet, um ihr Überleben zu sichern. Seither haben sich ihre Fähigkeiten vervielfacht.
  • Es ist unbekannt, ob die an eine Wasserstoff-Methan-Atmosphäre gewöhnten Molgs Schaden nehmen, wenn sie einer Sauerstoffatmosphäre ausgesetzt sind.

Innenillustrationen