Emotio-Schock (Roman)

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit dem Heftroman. Für das Taschenheft, siehe: Emotio-Schock (Taschenheft).
Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 523)
A523 1.JPG
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustrationen
Zyklus: Die Abenteuer der SOL
Unterzyklus: Die Solaner (Band 24/50)
Titel: Emotio-Schock
Untertitel: Die SOL außer Kurs
Autor: Peter Terrid
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Dirk Geiling
Erstmals erschienen: 1981
Hauptpersonen: Atlan, Joscan Hellmut, Julia, Bershter Figan, Panagya Astipp, Beskon Azzipp, Hocla Seyid, Gylver Ißlaran, Barlou Parlaty
Handlungszeitraum: 3791
Handlungsort: SOL (Raumschiff)
Zusätzliche Formate: E-Book, Taschenheft 11

Handlung

An Bord der SOL sind Teams, wie jenes gebildet aus Bershter Figan, Panagya Astipp und Beskon Azzipp, unterwegs, um seit Jahrzehnten stillstehende Anlagen wieder zu neuem Leben zu erwecken. Unter fachkundiger Anleitung Atlans ist es ihnen gelungen, beispielsweise eine Schuhfabrik, ein Klärwerk und eine Anlage zur Erzeugung von Kleidungsstücken zu aktivieren. Auch eine Maschine, die Verpackungen für Seife herstellt, sowie eine Fabrik zur Erzeugung von Syntho-Fleisch, zählen zu ihren Erfolgen.

Atlan, der inzwischen offiziell zu einem Magniden befördert wurde, und Joscan Hellmut haben Probleme, die SOL nach Chail zu bringen. Das Raumschiff fällt ständig nach kurzen Linearmanövern in den Normalraum zurück.

Die Einsatzkommandos im Inneren des Schiffes schreiten bei der Aktivierung der Anlagen weiter voran. Allerdings wissen die Techniker nicht so recht, was sie eigentlich in Gang setzen. So kommt es, dass massenweise überflüssiger Schnickschnack produziert wird. Die Aktivierung von Algenfarmen ist jedoch als Erfolg zu verbuchen. Der Ausstoß dieser Farmen wird immer größer und es ist abzusehen, dass die Besatzung der SOL bald nicht mehr unter Hunger leiden muss. Es sind auch Reinigungs- und Reparaturtrupps unterwegs, um das Chaos an Bord zu beseitigen.

Eines der Hauptprobleme stellt SENECA dar, zu dem noch immer keine Verbindung aufgenommen werden kann. Joscan Hellmut will nun versuchen, über Julia Kontakt herzustellen. Ein Versuch mit Romeo hat ja vor einiger Zeit nicht den gewünschten Erfolg gebracht.

Nach Stunden hat Atlan herausgefunden, wo sich Julia aufhält. Der Arkonide stellt einen Trupp aus zwei Dutzend Ferraten zusammen. Sie müssen einen Bereich der SOL durchqueren, über den seit vielen Jahren keine Informationen mehr vorliegen. Zudem sind in diesem Bereich schon einige Solaner spurlos verschwunden. Plötzlich werden sie von einem Schwerkrafteinbruch von über vier Gravos überrascht und zu Boden gezwungen. Atlan gelingt es, aus dem betroffenen Bereich zu robben. Er entdeckt den Auslöser dieses Angriffs. Das Gravotier greift ihn nun direkt an. Atlan kann seine Waffe abfeuern, ehe er das Bewusstsein verliert. Als er wieder zu sich kommt, liegt das Gravotier nur einige Schritte von ihm entfernt tot auf dem Boden.

Nach einer kurzen Erholungspause setzen Atlan, Hellmut und die Ferraten ihren Weg fort. Gasht, der einen Raum gefunden hat, in dem ein Block aus beschädigtem Glas steht, führt die Gruppe dorthin. Trotzdem, dass der Glassitblock nicht mehr durchsichtig ist, erkennt Joscan Hellmut seine Julia. Die Ferraten beginnen damit, den Block abzutragen. Atlan ordnet an, dass der Kybernetiker Julia lahmlegt, sobald dies möglich ist. Er verlangt, dass der Roboter keine Bewegung machen kann, ohne dass ihm dies befohlen wird. Hellmut reagiert mit Unverständnis und weigert sich, den Befehl auszuführen. Doch Atlan lässt ihm keine Wahl. Zähneknirschend und äußerst wütend erledigt Hellmut die Anweisung. Die Ferraten legen Julia Stück um Stück frei. Auf wiederholte Kontaktversuche Joscan Hellmuts reagiert der Roboter nicht. Als auch das letzte Stück Glassit entfernt ist, brüllt Julia plötzlich, dass sie sofort zu Romeo geführt werden will. Für Hellmut bricht eine Welt zusammen. Julia setzt sich in Bewegung. Lautstark verlangt sie nochmals, zu Romeo gebracht zu werden. Atlan zerrt Hellmut von dem Roboter weg, die ihnen langsam folgt. Alles was Julia ihm Weg steht, wird niedergewalzt. Dabei setzt sie auch ihre Waffen ein. Hellmut schlägt Atlan die Waffe aus der Hand, als dieser versucht, auf Julias Beingelenke zu schießen. Im Schutz der lodernden Glut einer Thermohandgranate gelingt es Julia, zu verschwinden. Sie lässt eine Spur der Verwüstung auf ihrem Weg hinter sich, da sie auf alles schießt, was an Geräten zu funktionieren scheint. Sie wirft auch mit Thermobomben um sich, was zu schweren Zerstörungen führt.

Joscan Hellmut will trotz dieses Amoklaufs Julia mit Romeo zusammenkommen lassen. Er hofft, dass sich dadurch die Fehlfunktionen der beiden Roboter aufheben. Mit erhobener Waffe hindert er Atlan an der weiteren Verfolgung Julias. Der Arkonide springt den Kybernetiker an. Ein Schuss löst sich und geht über den Rücken Atlans hinweg in eine Wand. Ein Dagor-Griff schaltet Hellmut aus.

In der Zwischenzeit sind Bershter Figan, Panagya Astipp und Beskon Azzipp von den Ahlnaten aufgrund ihrer bisherigen Erfolge beauftragt worden, in einem abgelegenen Sektor der SOL eine Roboterfabrik wieder in Betrieb zu nehmen. Das Trio findet tatsächlich die Anlage. Zwei Reinigungsroboter werden aktiviert, um die große Halle zu säubern. Panagya findet schnell heraus, dass diese Fabrik für die Herstellung von mehr als 60 verschiedenen Robotermodellen eingerichtet ist. Es ist auch möglich, Androiden herzustellen. Die Solanerin schaltet die Energieversorgung ein. Sie hat ein Robotermodell ausgesucht, das ihr besonders gut gefallen hat. Als die ersten Roboter vom Band laufen, stellt sich heraus, dass es sich um kleine Spielzeugroboter handelt, die nun über den Boden wimmeln. Durch den Sturz vom Band ist deren Positronik beschädigt worden. Eine Gruppe der Roboter ist ziemlich angriffslustig und schlägt mit Trümmerstücken auf ihre Kollegen ein. Dabei versuchen sie das Hauptsteuerpult der Anlage zu erreichen. Inzwischen bevölkern bereits Tausende der unterarmgroßen Maschinen die Halle. Die drei Solaner ergreifen die Flucht. Die kleinen Blechmänner drängen aus der Halle. Mit dröhnenden Schritten nähert sich das Muster, nach dem die Kleinrobots gefertigt worden sind.

Atlan und die Ferraten sehen sich einer Schar von Spielzeugrobotern vom Typ Julia gegenüber. Vier der Rostjäger tragen den noch immer bewusstlosen Joscan Hellmut. Die Gruppe ist gezwungen, angesichts der Massen an Mini-Julias von ihren Waffen Gebrauch zu machen. Sie treffen auf Panagya Astipp und ihre beiden Begleiter. Julia ist in der Spielzeugfabrik und schießt dort um sich. Als Atlan und die Ferraten in die Halle eindringen, dreht sich der Roboter um und erstarrt. Einer der Ferraten meldet die Ankunft von einigen großen Robotern. Die Maschinen hüllen Julia erneut in einen Glassitblock. Sie teilen Atlan mit, dass eine Vereinigung von Romeo und Julia das Ende der SOL bedeuten würde. Diese Botschaft stammt wahrscheinlich von SENECA.

Zurück in der Zentrale der SOL beobachtet Atlan die Arbeit der Magniden. Dabei fällt ihm auf, dass sie sich bei der Steuerung des Raumschiffes nicht der SERT-Hauben bedienen. Er sucht Chart Deccon auf, um den Grund zu erfahren, warum es keine Emotionauten mehr gibt. Der High Sideryt gibt ihm das Logbuch der SOL. Atlan liest die von einem gewissen Laraan stammende Eintragung aus dem Jahr 64 der SOL:

Aufgrund der eher kleinen Bevölkerungsbasis müssen auch nicht optimal geeignete Personen zu Emotionauten ausgebildet werden. Im Jahre 3650 greift der Emotio-Schock um sich. Emotionauten drehen unter der SERT-Haube durch und versuchen, das Schiff zu vernichten. Danach leiden sie unter einem schweren Schock und können nie wieder als Emotionauten arbeiten.
Unter anderem begeht einer der zwei letzten Trainer mit zwei Schülern Selbstmord. Nun gab es nur noch Barlou Parlaty und drei Emotionauten-Schüler.
Die SOL war auf einem Planeten gelandet, auf dem Meuterer ausgesetzt wurden. Der Emotionaut Gelidon Buhron startete die SOL und flog sie in den Raum. Ein Dimetransmanöver wurde vorbereitet.
Anmerkung: Gemeint ist wohl der entsprechende Antrieb der SOL, also Dimesextatriebwerk.
Der Emotionaut begann in seinem Sitz unkontrolliert zu zappeln. Gylver Ißlaran und Hocla Seyid beobachteten das Geschehen und glaubten zu wissen, dass Gelidon Buhron einen Emotio-Schock erlitten hatte. Doch die Anzeichen häuften sich, dass es nicht Buhron war, der die SOL steuerte. Die Zuckungen seines Körpers intensivierten sich. Die Automatikgurte fesselten ihn an seinen Sitz. Barlou Parlaty nahm auf dem Sitz des Zweiten Emotionauten Platz und stülpte sich die SERT-Haube über seinen Kopf. Die beiden restlichen Emotionauten griffen nicht ein. Hocla Seyid spürte, dass es SENECA war, der das Dimetransmanöver eingeleitet hatte.
Gelidon Buhron beruhigte sich zusehends. Die SOL raste mit aberwitziger Geschwindigkeit auf unbekanntem Kurs durch den Raum. Gelidon rührte sich nicht mehr. Die beiden Emotionauten holten ihn aus dem Sitz und legten ihn in der Mitte der Zentrale ab.
Buhron fühlte sich hervorragend. Plötzlich entriss er seinem Nachbarn die Waffe aus dem Gürtel. Hocla trat ihm mit dem Fuß die Waffe aus der Hand. Hasserfüllt stürzte sich Buhron auf die Solanerin. Gylver Ißlaran feuerte seinen Paralysator auf den Emotionauten ab, der bewusstlos zusammenbrach.
Nun begann auch Barlou Parlaty am ganzen Körper zu zittern. Hocla Seyid versuchte, die SERT-Haube von seinem Kopf zu zerren. Dabei erhielt sie eine Art elektrischen Schlag. Sie fühlte das schreckliche Grauen, das der Trainer empfand. Es gelang der Frau, die SERT-Haube abzunehmen. Das Gesicht Parlatys war weiß, die Augen weit aufgerissen. Ein herbeigerufener Medo-Roboter injizierte ihm ein Beruhigungsmittel.
Die SOL befand sich noch immer im Dimetransflug. Cleton Weisel meldete sich und erklärte, dass er Romeo und Julia ersuchen würde, die Führung des Schiffes zu übernehmen. Die Idee dazu kam von SENECA. Somit stellte sich die Frage, wer oder was für den Irrsinnsflug verantwortlich war.
Parlaty überlebte diese Geschehnisse noch lange Zeit. Die beiden verbliebenen Emotionauten begingen Selbstmord. Mit ihrem Tod fand die Emotio-Krise ein Ende. Ein Neuaufbau des Programms ist nie gelungen. Es gab für lange Zeit keinen Emotionauten mehr an Bord der SOL.
Romeo und Julia war es tatsächlich gelungen, die SOL zu stoppen. Wie sie das angestellt hatten, wurde nicht überliefert. Sicher ist, dass sie die Zentralen der beiden SOL-Zellen benutzten. Von dort aus machten sie sich auf den Weg, um sich im Mittelteil zu treffen. Die Roboter kamen dort allerdings nie an.
Nach dieser Episode hatten die beiden letzten Emotionauten-Schüler Selbstmord begangen. Die SOL hat die Orientierung verloren und damit die Möglichkeit, bekannte Planeten noch einmal aufzusuchen.

Chart Deccon fordert von Atlan das Logbuch zurück. Mehr als diese Geschichte braucht der Arkonide nicht zu wissen. Zurück in der Zentrale stellen die beiden Männer fest, dass die SOL sich im Linearflug befindet. Mit der nächsten Etappe wird das Schiff Chail erreichen.

Innenillustrationen