Dawaggor, Welt der Geister

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 712)
A712 1.JPG
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustration
Zyklus: Im Auftrag der Kosmokraten
Titel: Dawaggor, Welt der Geister
Untertitel: Der Konzilsfeind wird gejagt
Autor: Peter Terrid
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Robert Straumann
Erstmals erschienen: 1985
Hauptpersonen: Atlan, Chipol, Halphar, Khodar, Sspordon
Handlungszeitraum: März 3819 = 232 NGZ
Handlungsort: Manam-Turu, Dawaggor
Risszeichnung: BASTION-V von André Höller
(Abbildung)
Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

Halphar erreicht mit seinem Flaggschiff, einer der stärksten Schiffseinheiten, über die die ligridische Flotte verfügt, Dawaggor. Die Händler (oder Piraten, je nach Sicht des Betrachters) können am Anfang keine wirkungsvollen Treffer landen. Aber plötzlich gerät das Schiff der Ligriden in Gefahr; aus unbekannten Gründen fallen die Schutzschirme plötzlich auf 20% Leistung ab. Halphar befiehlt, den V-Antrieb zu starten; das ist ein Raum-Zeit-Antrieb, der das Schiff um einige Sekundenbruchteile in die Zukunft versetzt. Aber der V-Antrieb ist ausgefallen, und die Händler schießen das Schiff unbarmherzig zusammen. Immer mehr Schiffssektoren gehen verloren, und als nur noch die Zentrale unversehrt ist, erscheint den beiden einzigen Überlebenden, Halphar und dem Ortungstechniker Khodar, eine Gestalt, die sie zu sich lockt. Als sie sie berühren, verlassen sie damit ihr dem Untergang geweihtes Raumschiff und finden sich später – getrennt – in einer unbekannten Umgebung wieder.

Das Raumschiff, mit dem die Händler ihre gefangenen Mitkämpfer sowie Atlan und Chipol aus BASTION-V befreit haben, erreicht endlich Dawaggor, nachdem es dem ligridischen Flaggschiff Halphars mit Mühe entkommen war. Dawaggor hat einen höchst zweifelhaften Ruf; der Planet gilt als verflucht, »Gespenster« hausen auf ihm. Das ist tatsächlich der Fall, denn kurz nachdem sie das Raumschiff verlassen haben, sieht Atlan zwei kämpfende, humanoide Gestalten, durch die die anderen Händler einfach hindurch gehen. Sspordon erklärt, dass es diese Erscheinungen zu tausenden gibt und dass man sie getrost ignorieren kann. Man darf aber keinesfalls den Fehler begehen, mit ihnen zu gehen. Das haben bereits einige Händler gemacht und sind nie mehr zurückgekommen.

Im Stützpunkt der Händler muss sich Atlan vor deren Rat verantworten. Die Händler hoffen, im Erleuchteten, den Atlan verfolgt, einen potenziellen Verbündeten gegen das Neue Konzil zu haben, und wollen mit ihm in Kontakt treten. Atlan verschließt sich aber diesem Wunsch. Während dieses Gespräches stiehlt sich Chipol unbemerkt davon. Der Daila wurde erst kurz vor der gerade erst erfolgten Flucht von BASTION-V von Hyptons verhört und steht schon zum Teil unter ihrem mentalen Einfluss. Vermutlich ist er zu einer weit entfernten Ruinenstadt unterwegs, wo es ein Hyperfunkgerät geben soll. Atlan macht sich mit einem Gleiter auf die Suche. Er kann das Ziel schneller erreichen als Chipol, denn der Daila muss, um nicht entdeckt zu werden, mit seinem Gleiter durch den Wald fliegen, während der Arkonide über den Kronen der Baumriesen fliegen kann.

Inzwischen kommt Halphar in einer unbekannten Umgebung zu sich. Ihm gegenüber sitzt ein Ligride, der sich als Ureinwohner von Dawaggor zu erkennen gibt. Während des Gespräches erkennt der scharfsinnige Halphar, dass er sich in einer virtuellen Welt befindet und Bestandteil eines Spiels zu sein scheint. Er ist Bestandteil eines Computerprogramms, und jemand, der dieses Programm kontrolliert, könnte leicht seine Existenz für immer beenden.

Chipol hat einen Unfall mit seinem Gleiter und stürzt auf den Waldboden ab. Er bleibt unverletzt, aber es bildet sich dichter Nebel, der ihn verschlingt.

Atlan erreicht die Ruinenstadt und stellt fest, dass die aus Stein errichteten Gebäude eigentlich durch und durch aus Computerchips bestehen. Auch hier bildet sich spontan Nebel, und etwas versucht, nach seinem Bewusstsein zu greifen. Durch die Mentalstabilisierung kann er das aber verhindern, worauf sich der Nebel verflüchtigt und stattdessen ein fast exaktes Ebenbild von ihm vor ihm auftaucht. Dieses Ebenbild bedrängt den Arkoniden, ihm zu folgen, da das Schicksal dessen Volkes auf dem Spiel steht. Obwohl Atlan davor gewarnt wurde, willigt er ein, denn er kann nicht widerstehen, wenn es um das Schicksal eines ganzen Volkes geht. Dann wird er vor eine Versammlung geführt, in dem die von Echsen abstammenden humanoiden Qalbyten ihre Geschichte berichten.

Einst war Dawaggor das Datenverarbeitungszentrum eines gewaltigen Sternenreiches, des Imperiums der Kurguten. Dazu wurde die gesamte Planetenoberfläche bis in mehrere Kilometer Tiefe in einen riesigen Computer umgewandelt. Als jedoch ein Feind von außen eindrang und das Imperium zu vernichten drohte, wollte man das enorme Wissen, das in Dawaggor gespeichert war, vor dem Feind verbergen. Die Koordinaten von Dawaggor wurden aus allen Unterlagen gelöscht, und die Qalbyten gaben ihre reale Existenz auf. Sie existierten fortan nur noch als exakte Bewusstseinskopien im Innern ihres Computers. Sie können sich auf die Oberfläche projizieren, was von den Händlern als Gespenstererscheinungen bezeichnet wird. Ihr Problem ist, dass die Daten nach wie vor im Computer gespeichert sind. Zwar gut geschützt, aber da das Passwort, das die geheimsten Strukturen schützt, vom System selbst vergeben wird, kann es einem Eindringling gelingen, es zu knacken, da dieser dann selbst Bestandteil des Systems ist. Würde man den Computer abschalten, verlören die Qalbyten ihre Existenz. Atlan aber könne ein neues Passwort vergeben, das niemand kennt, da niemand in sein Bewusstsein eindringen kann.

Allerdings ist den Qalbyten in Halphar ein Gegner erwachsen, denn der Ligride hat längst gelernt, seine neue Existenz zu seinem Vorteil zu nutzen. Er will die Daten stehlen und den Ligriden zugänglich machen. Dazu präpariert er ein Schiff der Händler, denn auf das kann er von hier aus Einfluss nehmen. Und er speichert seine eigene Körperidentität in der Nähe dieses Schiffes ab, was es ihm ermöglichen wird, binnen Mikrosekunden zu seinem gespeicherten Körper zurückzukehren und mit dem Händlerschiff Dawaggor zu verlassen. Dann versucht er, sich in das Archiv einzuhacken.

Atlan vermutet genau dies und begibt sich in diese streng geschützte Sektion, wo es zu einem lange dauernden, virtuellen Duell zwischen den beiden Kontrahenten kommt. Als es Halphar schließlich doch gelingt, den Arkoniden zu überrumpeln, und er ihn erwürgen möchte, taucht plötzlich Chipol am Kampfort auf und will den Ligriden mit einem Fausthieb ausschalten. Halphar kann dem Schlag ausweichen, der Daila schleudert ihm nur den Helm vom Kopf. Das ist aber das schlimmste, was einem Ligriden passieren kann. Vor Schock wie gelähmt, bleibt er über Atlan gebeugt stehen, bis ihn dieser mit einem Dagorgriff ausschalten kann. Dann vergibt Atlan endlich das neue Passwort. Als sie zurückkommen, ist Halphar verschwunden; beide werden wieder an die Oberfläche zurückgeschickt.

Halphar findet trotz des neuen Passworts einen Weg, in das Archiv einzudringen. Die Qalbyten erkennen, dass ihre Geheimnisse nur auf eine Art geschützt werden können: indem sie den Computer abschalten und ihre Existenz damit beenden. Da alle im System befindlichen Bewusstseinsinhalte einverstanden sind – inklusive Khodar – setzen sie ihr Vorhaben in die Tat um. Kurz bevor alle Systeme erlöschen, kann Halphar (ohne die Daten) an die Oberfläche zurückkehren und mit dem vorbereiteten Schiff fliehen.

Die Händler räumen sofort ihren Stützpunkt, da er den Ligriden jetzt bekannt ist. Atlan und Chipol bekommen ein kleines Beiboot, das einen Aktionsradius von nur 100 Lichtjahren hat. Damit können sie Aklard, die Heimat der Daila, erreichen, die nur 80 Lichtjahre weit entfernt liegt.

Innenillustration