Die Spur der Daila

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 714)
A714 1.JPG
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustration
Zyklus: Im Auftrag der Kosmokraten
Titel: Die Spur der Daila
Untertitel: Sie leben unter Feinden
Autor: Harvey Patton
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Robert Straumann (1 x)
Erstmals erschienen: 1985
Hauptpersonen: Atlan, Chipol, Norgis, Raegul, Mallosh, Ganno, Trom, Pfarnybol, Saylimandar
Handlungszeitraum: April 3819 = 232 NGZ
Handlungsort: Manam-Turu, Nolien
Atlans Extrasinn:

Verbannte Daila

Risszeichnung: Leserrisszeichnung "Ausflugsraumer der Bithra" von Hubert Stache aus Wuppertal
Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

Atlan, Chipol, drei naldrynnische Familien als Geiseln und die fünfköpfige Crew, bestehend aus Norgis, Raegul, Mallosh, Ganno und Trom, sind mit der GHYLTIROON von Aklard geflüchtet, um die parabegabten, verbannten Daila zu suchen und um Hilfe im Kampf gegen das Neue Konzil zu bitten. Allerdings weiß niemand, wo diese Verbannten zu suchen sind, und daher irren die Sucher schon seit acht Tagen in Manam-Turu herum. Nun nähern sie sich einem weiteren Erfolg versprechenden System. Als sie sich dem erdähnlichen Planeten nähern, tauchen aus dem Ortungsschatten eines Mondes vier torpedoförmige Raumschiffe auf und nehmen die GHYLTIROON unter Beschuss. Da das Schiff nur leicht bewaffnet ist und auch keine besonders leistungsfähigen Schutzschirme besitzt, kapituliert Atlan. Das trifft aber nicht bei allen fünf Crewmitgliedern auf Gegenliebe, es kommt zu einer kleinen Revolte, bei der die Argumente Atlans aber die anderen überzeugen können – bis auf Raegul, der währenddessen mit den Unbekannten Funkkontakt aufnimmt. Er berichtet dem Gegner, dass sich Naldrynnen an Bord befinden und eine Vernichtung des Schiffes sicher schwere Konsequenzen nach sich ziehen würde.

Die Fremden lenken ein und schicken zwei Roboter an Bord – es sind Stahlmänner! Also müssen die Gegner, die bisher anonym geblieben sind, wohl Hyptons sein. Während die Naldrynnen auf einen der Hyptonraumer wechseln und Raegul sie begleiten muss, werden die Stahlmänner ausgeschaltet. Nach Raeguls Rückkehr ist der ohnehin schon labile Pilot ganz auf der Seite der Hyptons. Der Bluff, auch ein paar gefangene Hyptons an Bord zu haben, ermöglicht einen Ausbruchsversuch. Die Hyptonraumer sind zwar überlegen und schneller, das Forschungsschiff der Daila kann aber mit knapper Not in den Linearraum entkommen. Nach einiger Zeit mit unbekanntem Kurs fällt der Linearantrieb aus. Es gelingt eine Notlandung auf einem erdähnlichen Planeten.

Während die fünf Daila ihr Schiff reparieren, macht sich Atlan zusammen mit Chipol in einem Gleiter auf, die Umgebung zu erkunden. Chipol entdeckt humanoide Wesen, sie landen den Gleiter am Ende eines engen Tales und betreten es zu Fuß. Sie finden tatsächlich Daila, und diese sind noch dazu Mutanten! Ihr Anführer Pfarnybol berichtet, dass der Planet Nolien heißt und mehrere kleine dailanische Siedlungen in den unwirtlichen Gebirgsgegenden liegen. Es gibt auf diesem Planeten auch eine Hochkultur, die Nolier sind – abgesehen von ihrer tiefblauen Hautfarbe – zwar äußerlich Dailas zum Verwechseln ähnlich, aber ausgesprochen rassistisch. Daila, die sich in ihre Städte begeben haben, wurden entweder verprügelt und hinaus geworfen oder gar getötet. Bis man ein Mittel gefunden hat, die Haut der Daila mit Hilfe eines aus dem Blauwurz gewonnenen Extrakts für längere Zeit blau zu färben. Einige begabte Mutanten leben in der nächsten Großstadt Karmenfunkel und treten dort als gefeierte Psi-Stars in Shows auf. Sie stehen zwar unter der strengen Kandare ihres Managers, können aber immer wieder dringend benötigte Güter und Nahrungsmittel heimlich in die Siedlungen schaffen, hauptsächlich durch Saylimandar, der auch Teleporter ist, was aber kein Nolier weiß.

Sie verlassen die Siedlung wieder und versprechen Hilfe von der GHYLTIROON. Dort angekommen, schildern sie ihre Entdeckung und erfahren im Gegenzug, dass der Unterlichtantrieb wieder repariert ist, aber für den Linearantrieb benötigen sie acht Kilo Iridium. Atlan bereitet einen Lastengleiter mit Hilfsgütern vor, den er am nächsten Tag liefern will. In der Nacht wird er wegen eines heftigen Albtraums und seines stark pulsierenden Zellaktivators munter. Ein Giftgasanschlag mit Kohlendioxid – dahinter kann nur Raegul stecken, der noch immer unter dem Einfluss der Hyptons steht. Mit letzter Kraft gelingt es Atlan, die Luftumwälzung zu aktivieren und den anderen das Leben zu retten. Eine Kontrolle ergibt, dass Raegul geflohen ist. Er hat den normalen Gleiter genommen, bei dem aber Chipol als Vorsichtsmaßnahme alle Energiezellen bis auf eine entfernt hat; er wird also nicht weit kommen und kennt die Position der Siedlung nicht. Dann bringen sie die Hilfsgüter zu den Daila. Saylimandar trifft ein und erweckt die Hoffnung, dass das benötigte Iridium in Karmenfunkel beschafft werden könne, allerdings nicht von ihm. Atlan müsse sich wohl oder übel selbst dorthin begeben, denn Saylimandar werde viel zu sehr beobachtet. Atlan willigt ein und trinkt am Abend das Blauwurzextrakt, dessen Wirkung nach circa sechs Stunden einsetzen soll und seine Haut für ein halbes Jahr blau färbt. Dazwischen verbringt er noch einen One-night-stand mit Pfarnybols Tochter Mendya, und am nächsten Morgen will er sich auf den Weg nach Karmenfunkel machen. Chipol soll im Lager bleiben, aber der Junge hat heimlich ebenfalls vom Extrakt getrunken und will Atlan unbedingt begleiten. Nach einem großen Umweg erreichen sie eine Straße, die nach Karmenfunkel führt. Als sie sich der Stadt nähern, entdeckt Chipol in einem Gebüsch Fumsel, die Tigerkatze, die sie auf Cairon ins Tal der Götter begleitet hatte; sie nehmen sie mit.

Anmerkungen

  • Fumsel wurde bei der Flucht aus dem Tal der Götter zurückgelassen und sollte sich eigentlich auf Cairon befinden. Atlan denkt zwar kurz darüber nach, ob es wirklich dieselbe Tigerkatze sein kann, verschwendet aber kaum einen Gedanken darauf, wie es ihr gelungen sein kann, die vielen Lichtjahre bis Nolien zu überbrücken. Andernfalls wäre er vielleicht zu einer anderen Einschätzung ihrer momentanen Situation gekommen.
  • Es bleibt rätselhaft, warum der Zellaktivator nicht die Blaufärbung Atlans Haut verhindert hat.

Innenillustration