Das Imperium der Gauner

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 74)
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© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt

 

Zyklus: Im Auftrag der Menschheit
Unterzyklus: Tekeners Doppelgänger (Band 2/6)
Titel: Das Imperium der Gauner
Untertitel: Ein Betrüger in der Rolle Tekeners – Gangster suchen den Weg zur Macht
Autor: Kurt Mahr
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Johnny Bruck (nur 1. Auflage)
Erstmals erschienen: 1973
Hauptpersonen: Ronald Tekener, Matur Penetschky, Phoras von Chatron, Minart Kadebku, Marcor Tulaire, Harpy Sonnef, Karrel Mottang
Handlungszeitraum: Mitte Oktober 2841
Handlungsort: Satisfy
Zusätzliche Formate: E-Book

Kurz­zusammen­fassung

Nachdem die Gauner von der USO-Zugehörigkeit Ronald Tekeners wissen, lassen sie den Plan des Diebstahls fallen. Statt­dessen hoffen sie, über Tekener die Kontrolle über ein kleines Sternenreich zu erlangen. Minart Kadebku und Phoras von Chatron sind sich über das genaue Vorgehen uneinig, bis Tekener von Chatron bei einem Fluchtversuch tötet. Kadebku übernimmt von da an die Leitung der BAGAF.

Während Sinclair Marout Kennon nach Ferrol fliegt, um eine Rebellion gegen den Thort zu beenden, trifft der USO-Captain Marcor Tulaire auf Satisfy ein. Da er ein alter Freund Tekeners ist, durchschaut er das Double. Bei dem Versuch, das Problem auf eigene Faust zu lösen, kommt er jedoch ums Leben.

Handlung

Die KAPO-III bittet am 4. November 2841 um Landeerlaubnis auf Satisfy. Mit dem Schiff reist Marcor Tulaire, ein guter Freund Ronald Tekeners. Mit an Bord ist auch Harpy Sonnef, eine etwas zwielichtige Gestalt, die hier nach Arbeit suchen will.

Tulaire hat erst im Anflug auf Satisfy von den Geschehnissen um Tekener und die BAGAF erfahren. Dabei stellen sich ihm einige Fragen, die ihm Kopfzerbrechen bereiten. So ist es ihm nicht verständlich, warum Tekener dem Lordadmiral noch immer nicht persönlich Bericht über die Ereignisse erstattet hat, auch wenn er durch den Biss der Paytra-Spinne gesundheitlich noch nicht auf der Höhe ist. Warum ist Phoras von Chatron, der tief in die Angelegenheit verstrickt ist, noch immer auf freiem Fuß? Was ist mit Baer Tahoon und seinen beiden Kollegen geschehen?

Nach Erledigung der Einreiseformalitäten und dem Bezug der Räumlichkeiten im Hotel Interstellar, begibt sich Tulaire in die Sonde.

Matur Penetschky, der von Phoras von Chatron und Minart Kadebku eingesetzte Doppelgänger Ronald Tekeners, verlässt nach seiner Entdeckung beinahe fluchtartig, aber trotzdem unbemerkt, die Arbeitsräume im Verwaltungsgebäude der UHB. Er sucht ein öffentliches Bildsprechzentrum auf und stellt eine Verbindung mit seinem akonischen Auftraggeber her. Phoras staunt nicht schlecht, als ihm Penetschky eröffnet, dass Tekener eine der dem Lordadmiral nahestehendsten Personen ist und zudem den Rang eines Obersten der USO bekleidet. Penetschky bedrängt den Akonen, den geplanten Raubzug auf die Konten der UHB zu unterlassen, da die USO doch einige Nummern zu groß für sie sei. Nach der Zusicherung, das vereinbarte Honorar auch ohne Transferierung der UHB-Gelder zu erhalten, kehrt Penetschky ins Verwaltungsgebäude zurück.

Harpy Sonnef begibt sich zur BAGAF. Es gelingt ihm, bis zu Phoras von Chatron vorzudringen. Sonnef versucht, den Akonen zu einer Anstellung zu bewegen. Als das nicht gelingt, zieht er einen vermeintlichen Trumpf aus dem Ärmel. Er konfrontiert den Akonen mit einem ungeklärten dunklen Vorfall in der Vergangenheit, über den er, so glaubt Sonnef, Bescheid weiß. Doch Phoras hat die Affäre um Salisak Throon schon auf seine Weise geklärt und wirft den kleinen Erpresser kurzerhand im wahrsten Sinne des Wortes hinaus. Sonnef trifft mit Karrel Mottang, einem Angestellten der BAGAF, zusammen. Dieser erzählt ihm von seltsamen Geschehnissen, die ihm aufgefallen sind, als Ronald Tekener nach dem Biss der Paytra-Spinne ins Krankenhaus transportiert wurde.

Sinclair M. Kennon sucht seinen vermeintlichen Partner in dessen Amtsräumen auf, um den bevorstehenden Einsatz auf Ferrol noch einmal zu besprechen. Penetschky gerät beinahe in Panik, da er über keinerlei Informationen verfügt. Ein Videoanruf von Marcor Tulaire rettet ihn aus der schon ausweglosen Situation. Kennon lässt Penetschky allein.

Marcor Tulaire nimmt Kontakt mit seinem Freund Ronald Tekener auf. Er freut sich schon auf das bevorstehende Begrüßungsritual. Doch diesmal ist alles anders. Der vermeintliche Tekener beendet das Gespräch bereits nach wenigen Worten und bietet an, den Captain anzurufen, sobald es seine Zeit zulässt. Verwirrt meldet sich Tulaire bei Kennon, der ihn auf eine Veränderung des Gehirnwellenmusters Tekeners aufmerksam macht. Tulaire übermittelt Kennon den Auftrag, bei nächster Gelegenheit nach Ferrol zu fliegen und Tekener auf Satisfy zurückzulassen. Tulaire kehrt ins Interstellar zurück, wo er einen Rückruf von Harpy Sonnef vorfindet.

Phoras von Chatron beginnt, nach Überwindung des ersten Schocks, neue Pläne zu schmieden. Durch den Austausch Tekeners glaubt er, in der Lage zu sein, auf einer x-beliebigen Welt eine Revolte anzuzetteln, die von der USO niedergeschlagen werden würde. Dann würde eine neue Regierung installiert werden, deren Chef Ronald Tekener heißen würde. Sollte das Double des Terraners, Matur Penetschky, nicht mehr ihren Vorstellungen entsprechen, so könne man sich ja seiner entledigen und die Herrschaft über diese Welt selbst in vollem Umfang übernehmen. Der Akone spinnt diesen Gedanken sogar noch weiter. Warum sollen sie sich mit einem Planeten begnügen, wenn sie ein kleines Sternenreich mit unerschöpflichen Reichtümern haben können, sozusagen ein Imperium der Gauner!

Sonnef trifft sich mit Tulaire im Caf Aynrcch. Dort gibt er seine von Mottang erhaltenen Informationen preis. Dem Detektiv ist aufgefallen, dass der von einem Schocker getroffene Tekener beim Abtransport ins Krankenhaus die Augen offen hatte, obwohl alle von dieser Waffe geschockten Personen die Augen durch eine Muskelverkrampfung geschlossen haben.

Beim Ersatz einer zerstörten Datenendstelle in den Kellergewölben der BAGAF, hervorgerufen durch einen angeblichen Kurzschluss, der aber derart schwerwiegende Zerstörungen niemals hervorrufen könne, ist ihm der Geruch eines biochemischen Lösungsmittels aufgefallen, das organisches Material aufzulösen imstande ist.

Tulaire denkt sofort an den spurlos verschwundenen Baer Tahoon und dessen beiden Kollegen. Er vereinbart ein Treffen mit Mottang.

Zwischen Phoras von Chatron und Minart Kadebku kommt es zu immer größer werdenden Spannungen. Kadebku will sich der Hilfe einer größeren Untergrundbewegung bedienen, während Phoras das Unternehmen alleine durchziehen will. Penetschky begibt sich in Begleitung von fünf Beamten der Intern-Polizei zum Verwaltungsturm der BAGAF. Die Polizisten müssen vor dem Gebäude auf ihn warten. Die drei Verbrecher suchen den echten Tekener in seinem Tresorgefängnis in den Kellergewölben der BAGAF auf. Tekener erhält seinen Zellaktivator von Matur Penetschky zurück. Der Chef der UHB ergreift seinen Doppelgänger und entwendet ihm die Waffe. Tekeners Schuss trifft den Akonen und tötet ihn auf der Stelle. Mit Kadebku und Penetschky als Geisel begibt er sich in die Privatgemächer des Akonen im 64. Stock des BAGAF-Turms. Durch den Tod des Akonen glaubt Tekener, das gefährlichste Mitglied des Verbrechertrios ausgeschaltet zu haben. Doch er soll sich gewaltig täuschen.

Marcor Tulaire ist immer mehr der Überzeugung, dass Tahoon dem Akonen Phoras von Chatron und dem Terraner Minart Kadebku auf die Schliche gekommen ist, und fühlt sich bemüßigt, den drohenden Raubzug auf die UHB-Konten zu verhindern. Doch bevor er Maßnahmen gegen den Akonen einleitet, will er erneut Kontakt zu Tekener aufnehmen. Er erfährt, dass sich der UHB-Chef ohne nennenswerte Sicherheitsvorkehrungen in den BAGAF-Turm begeben hat.

Tekener unterschätzt Minart Kadebku gewaltig, und so ist es nicht verwunderlich, dass ihn der Positronikspezialist überlistet. Obwohl er von Tekener mit einer Waffe bedroht wird, fühlt er sich dem UHB-Chef überlegen. Er informiert Tekener kaltblütig über die Ermordung Baer Tahoons. Drei bewaffnete Angestellte der BAGAF tauchen in Tekeners Rücken auf. Kadebku aktiviert einen Individualschutzschirm, der ihn vollständig einhüllt. Auch Tekeners Drohung, Penetschky zu töten, stößt ins Leere. Kadebku ist an dem Double nicht sonderlich interessiert. Nun gibt sich Tekener geschlagen. Er geht auf Kadebkus Forderung nach Informationen über die UHB und den Aufbau des Stützpunktes der USO auf Satisfy ein. Er verrät auch die Zugangscodes zur Sonde.

Tulaire stellt auf eigene Faust Ermittlungen an und kann dabei nicht auf die Hilfe der USO oder der Behörden auf Satisfy zählen. Er plant, Phoras von Chatron zu entführen, um ihn selbst verhören zu können. Seine Operationsbasis soll Sonnefs Quartier im Chateau Excelsior sein. Der USO-Spezialist hält an seinem Vorhaben, persönlich mit Tekener zu sprechen, fest und tritt an Hatkor Moromat mit der Bitte heran, die fünf Polizisten, die noch immer am Haupteingang des BAGAF-Turms warten, in die Bank zu beordern und Tekener unter einem Vorwand in die Sonde zu locken.

Unterdessen beantwortet Tekener die zahlreichen Fragen Kadebkus aufrichtig. Als ihm der Verbrecher Fragen über den auf Satisfy angekommenen Marcor Tulaire stellt, sieht Tekener seine Chance gekommen. Er weiß, dass der Captain ihn sehr genau kennt, und verschweigt Kadebku das seltsame Begrüßungsritual, das von beiden Männern bei jedem Zusammentreffen praktiziert wird. So hofft er, dass Tulaire misstrauisch werden und Nachforschungen anstellen wird. Da treffen die von Moromat ausgeschickten Polizisten in den Privatgemächern ein. Kadebku steckt Penetschky eine Ersatzbatterie für den IV-Ladungstäuscher zu, während der echte Tekener in einen kleinen Tresorraum gesperrt wird. Penetschky begleitet die Polizisten aus dem BAGAF-Turm und sucht die Sonde auf. Problemlos passiert er die IV-Kontrollen und betritt das Büro, in dem sich Tulaire aufhält. Der misstrauisch gewordene Captain beginnt das Begrüßungsritual, auf das Penetschky mit keiner Silbe reagiert. Dann stellt ihm Tulaire drei Fragen, die Penetschky nur unzureichend bis falsch beantworten kann. Damit ist für Tulaire klar, dass nicht Ronald Tekener vor ihm steht. Um alle Zweifel zu beseitigen, verhält sich Tulaire absichtlich ungeschickt und lässt Folien vom Tisch rutschen. Blitzschnell bückt er sich danach und rammt dabei den Ellbogen in die Brust Penetschkys. Tulaire fühlt keinen Zellaktivator. Noch ein Beweis für seinen Verdacht. Nach ein paar belanglosen Floskeln verlässt Penetschky die Sonde mit einem mulmigen Gefühl. Nach seiner Rückkehr in seine Amtsräume informiert er Kadebku über seinen Verdacht, dass Tulaire ihm auf die Schliche gekommen sei.

Tulaire bedient sich aus dem USO-Notfonds und besorgt sich so 800.000 Solar. Mit einem Teil des Geldes kauft er einen Kleinsttransmitter modernster Bauart. Er lässt das Gerät von Harpy Sonnef abholen. Das Gegengerät installiert Karrel Mottang in den Kellergewölben des BAGAF-Turms. Dorthin soll Phoras von Chatron gelockt und in den Transmitter gestoßen werden. Er würde in Sonnefs Unterkunft rematerialisieren und paralysiert an Bord der ARPYGIA gebracht werden, die bald darauf von Satisfy starten wird. So sieht zumindest Tulaires Plan aus.

Penetschky erhält auf seinen Bildschirm eine Alarmmeldung, dass vom USO-Notfonds ein hoher Betrag angefordert wurde. Hatkor Moromat erhält den Auftrag, herauszufinden, wer das Geld angefordert hat und wozu es benötigt wird. Moromat stößt auf Tulaires Spur, der unter dem Namen »Ferdinand Marco« einen Transmitter erworben hat.

Plangemäß begibt sich Karrel Mottang in die Privatgemächer Phoras von Chatrons, um ihn unter einem Vorwand in die Kellergewölbe der Bank zu locken. Überrascht findet er aber nicht den Akonen vor, sondern Minart Kadebku. Der neue Chef der BAGAF folgt Mottang in die Tresoranlagen, in denen der Transmitter installiert ist. Noch bevor Mottang den Verbrecher in den Transmitter stoßen kann, wird er von Kadebku erschossen. Kadebku wirft den Leichnam ins Abstrahlfeld und geht einige Sekunden danach selbst durch den Transmitter. Als er in der Gegenstation rematerialisiert, findet er einen völlig fassungslosen Harpy Sonnef vor, der ihn entgeistert anstarrt, zu keiner Reaktion fähig. Sonnef entgeht dem sofortigen Tod, wird aber aufgefordert, Satisfy sofort zu verlassen. Als er zur Tür hinausgehen will, schießt ihm Kadebku in den Rücken. Das »Wiesel« ist tot.

Kadebku nimmt Kontakt mit Matur Penetschky auf und fordert den Doppelgänger auf, Marcor Tulaire zum Geächteten erklären zu lassen. Der USO-Spezialist wird nach einer Verfolgungsjagd auf dem Raumhafen von Beamten der Intern-Polizei gestellt. Als er sich als USO-Spezialist zu erkennen und ergeben will, wird er von einem Impulsstrahl tödlich getroffen. Damit ist die Chance des echten Ronald Tekener, bald gefunden und befreit zu werden, dahin.