Der erste Stützpunkt

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 754)
A754 1.JPG
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustration
Zyklus: Im Auftrag der Kosmokraten
Titel: Der erste Stützpunkt
Untertitel: Ein Volk wird hörig
Autor: Falk-Ingo Klee
Titelbildzeichner: Hans-Günter Hauptmann
Innenillustrator: Robert Straumann (1 x)
Erstmals erschienen: 1986
Hauptpersonen: Traykon, Perlmutt, Tranoque, Maronx, Evodix, Evroom, Everyhan, Linque, Restjue
Handlungszeitraum: 3819 / 20 = 232 NGZ / 233 NGZ
Handlungsort: Aytab
Atlans Extrasinn:

Fragwürdigkeiten

Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

Auf dem Planeten Aytab, der Heimatwelt der liebenswerten Kaytaber, ist nach dem Abzug des Weißen Unheimlichen wieder Ruhe eingekehrt. Traykon blickt mit Stolz drei Monate nach dem Abflug der STERNSCHNUPPE auf die von ihm angestoßene Weiterentwicklung dieses Volkes. Die Holprigs sind fahrbarer geworden und die Alchimistenküche von Linque und Restjue ist zu einem Labor geworden, in dem sie mit Unterstützung des Roboters schon einige Alltagsprobleme lösen konnten.

Traykon hält sich mit Perlmutt auf der Plattform eines der Türme auf, die auf Anweisung des Roboters errichtet worden sind, und geben sich dem Müßiggang hin. Plötzlich bemerken sie drei Kaytaber, die sich auf einer schlecht ausgebauten Straße der Stadt Yutlamal nähern, die eigentlich nur von landwirtschaftlichen Fahrzeugen befahren wird. Dieses Verhalten und die Tatsache, dass sie über keinerlei Ausrüstung verfügen, sind befremdlich. Ihre Ankunft ist auch nicht über Funk angemeldet worden. Auch diesen Umstand sieht Traykon als äußerst merkwürdig an, da die Kaytaber wirklich Alles über ihre Funkgeräte weitergeben, die sie ständig bei sich tragen.

Maronx und Tranoque heißen die Ankömmlinge willkommen. Evodix, Evroom und Everyhan geben sich für die eigentlich redseligen Kaytaber als ziemlich wortkarg und lassen auch an Höflichkeit vermissen. Sie rufen noch größeres Erstaunen hervor, als sie behaupten keine Drillinge zu sein. Das Misstrauen Traykons ist geweckt. Er folgt in der Dämmerung den drei seltsamen Gestalten zur öffentlichen Herberge. Dort trifft er auf Valabog, der ihm bestätigt, dass sie sich in ihrem Zimmer aufhalten. Doch ein Funkspruch von Perlmutt informiert Traykon, dass die Drillinge soeben Linque und Restjue einen Besuch im Labor abgestattet haben. Blitzschnell untersucht der Roboter das Zimmer der Kaytaber. Hinter einem Schrank entdeckt er einen Gang, der in den Keller des Nachbarhauses führt. Auf diese Weise sind die Drillinge unbemerkt entkommen. Traykon erfährt, dass sie Kontakte zu wichtigen Persönlichkeiten Yutlamals geschlossen und Erkundigungen auch über Traykon eingezogen haben.

Tags darauf kommt Maronx in das Labor. Er wird von einem starken Juckreiz geplagt. Der Oberste Flurhüter berichtet von einem deutlich spürbaren Stich, der dem Jucken vorausgegangen ist. Traykon kann jedoch nichts Ungewöhnliches feststellen. Kurz darauf erscheint auch Tranoque, der die gleichen Symptome aufweist. Der Roboter kann auch durch ein Gerät für Makroaufnahmen, dessen Einzelteile er aus dem abgestürzten Wrack eines Raumschiffes des Erleuchteten geborgen hat, keinen Pilzbefall oder Mikroorganismen finden. Traykon beauftragt die Flurhüter mit dem Sammeln von Kräutern, aus denen Linque und Restjue eine Salbe herstellen, die den Juckreiz lindern soll.

Traykon hat auch die Mannanna-Körner in Verdacht. Er lässt sich von Perlmutt eine Probe bringen. Doch auch diese Untersuchung bringt kein Ergebnis. Die Symptome beginnen sich auch in anderen Dörfern auszubreiten. Immer mehr Kaytaber suchen bei Traykon Heilung. Dieser untersucht sogar das Wasser aus verschiedenen Brunnen und Quellen, um alle Möglichkeiten zu erfassen.

Doch bald zeigt sich, dass die Salbe wirkungslos bleibt. Traykon wird zu Maronx gerufen. Eine glasige Pustel hat sich gebildet. An dieser Stelle sind dem Obersten Flurhüter die Fellhaare ausgegangen. Noch während Traykon Blutproben untersucht, vergrößern und vermehren sich die Pusteln. Er ist gezwungen, vor Hunderten von befallenen Kaytabern zuzugeben, dass er nichts mehr für sie tun kann.

In einer Operation entfernt Traykon das befallene Gewebe am Rücken von Maronx, sowie an der rechten Ohrmuschel Tranoques. Allerdings wird bald klar, dass auch diese Maßnahme nicht von Erfolg gekrönt ist. Es bilden sich neue Pusteln, die wieder zu wachsen beginnen.

Die Befallenen müssen sich von den Gesunden absondern. Sie dürfen mit ihren Kollegen nicht mehr zusammenarbeiten und sind zu einer Art Unberührbare geworden.

Perlmutt überbringt die gute Nachricht, dass die drei Fremden ihre Hilfe anbieten. All jene Kaytaber, die bisher nicht infiziert worden sind, wollen sie immunisieren. Traykon bezeichnet die Fremden als Scharlatane, was den Unmut seiner Freundin hervorruft. Der Roboter versucht, Perlmutt zurückzuhalten, die unbedingt die sich bietende Gelegenheit nutzen will, um der Krankheit zu entfliehen. Erst mit einer Injektion kann er die Kaytaberin ruhig stellen.

Traykon begibt sich nun zu den Fremden, die den versammelten gesunden Kaytabern einfach erklären, dass sie nun immun seien. Mit neuer Hoffnung machen sich die Planetarier auf den Weg nach Hause. Stunden später zeigen die gutgläubigen Kaytaber reihenweise die bekannten Symptome. Perlmutt entschuldigt sich bei ihrem Gefährten für ihr Verhalten. Traykon sucht die Fremden erneut auf, muss aber erkennen, dass sie ihre Unterkunft verlassen haben und verschwunden sind. Er sieht nur noch einen Ausweg: Atlan muss mit der STERNSCHNUPPE nach Aytab zurückkehren. Traykon sucht die alte Hütte auf, in der er den Hyperfunksender versteckt hat. Dort findet er Evodix, Evroom und Everyhan vor, die mit ihren Strahlwaffen das wertvolle Gerät zerstören. Sie eröffnen auch auf Traykon das Feuer. Der Schutzschirm des Roboters wird bis zur Leistungsgrenze belastet. Es gelingt ihm, die Hütte zu verlassen. Die drei Fremden setzen ihr Zerstörungswerk trotz der großen Hitze fort. Traykon beobachtet, wie sie sich zu verflüssigen beginnen und im Boden versickern.

Während dieser Ereignisse haben sich die Pusteln auf den Körpern der Kaytaber weiter vergrößert. Die befallenen Körperteile beginnen durchsichtig zu werden. Perlmutt klagt über einen Stich oberhalb des linken Hinterbeines. Schnell injiziert ihr Traykon ein Narkosemittel und entfernt, assistiert von Linque und Restjue, ein Stück Gewebe. Unter dem Mikroskop entdeckt Traykon eine einzelne Zelle, die ihn an das Wirken des Pre-Lo erinnert. Nun wird ihm klar, dass EVOLO hinter den Ereignissen auf Aytab steckt.

Als Perlmutt aus der Narkose erwacht und über Juckreiz klagt, findet Traykon unter dem Wundverband eine glasige Pustel. Verzweifelt sucht der Roboter nach einer Lösung, um seine Freundin zu retten.

Maronx und Tranoque geben eine Kundgebung, an der Infizierte und Gesunde teilnehmen. Ihnen sind alle Haare ausgefallen. Die beiden Kaytaber sprechen von einer neu anbrechenden Zeit des Glücks. Sie bezeichnen die Gesunden als die wirklich Kranken. Valabog betritt das Podest und warnt vor den Einflüsterungen. Plötzlich wird der Poet von der Plattform gestoßen und von der Menge verprügelt. Traykon greift ein und wird ebenfalls attackiert. Der Roboter nimmt Valabog auf und muss zu seiner Überraschung feststellen, dass der Dichter plötzlich drastisch an Gewicht zugenommen hat. Ihm wird schnell klar, dass die Befallenen Mutantenfähigkeiten entwickeln. Die Prügelei hat sich inzwischen ausgeweitet. Valabog wird in das Labor gebracht. Dort bietet ihm Perlmutt Mannanna-Körner zum Essen an. Doch der Dichter sowie Linque und Restjue lehnen dankend ab. Sie ernähren sich ausschließlich von Toberutz. Aus den Eigenschaften des Getreides leitet Traykon ab, dass EVOLOS Mikrozellen nur psi-begabte Wesen befallen und umwandeln können. Im Verzehr von Toberutz sieht Traykon eine Möglichkeit, Perlmutts körpereigenes Psi-Reservoir zu reduzieren. Der Roboter schart ein kleines Häufchen Gesunde um sich und bringt sie im Umkreis seines Labors in Quartieren unter. Traykon selbst verlässt heimlich Yutlamal, um Toberutz zu sammeln. Dabei trifft er auf Maronx und Tranoque, die sich mit Evodix, Evroom und Everyhan über die Beseitigung Traykons unterhalten. Die wiederauferstandenen Fremden beweisen dem Roboter eindeutig, dass er es mit Kunstgeschöpfen EVOLOS zu tun hat. Traykon versucht, Maronx und Tranoque zu veranlassen, sich von den drei Fremden abzuwenden. Doch die beiden Bürgermeister Yutlamals greifen Traykon mit starken telekinetischen Kräften an. Er kann sich aus dem Griff befreien und flieht zurück in die Stadt.

Die Immunen, die Traykon um sich geschart hat, errichten Barrikaden und rüsten sich mit einfachen Waffen aus. Im Labor taucht ein Teleporter auf. Traykon reißt ihn zu Boden. Der Kaytaber entmaterialisiert und nimmt den Roboter mit. Die Wiederverstofflichung verläuft nicht ganz nach Plan. Der Teleporter stürzt auf eine hölzerne Absperrung, wird von einem der spitzen Pfähle durchbohrt und stirbt. Traykon verbrennt den Leichnam.

Perlmutt geht es immer schlechter. Sie verschwindet aus dem Labor. Valabog entwickelt den Plan, in das Lager der Infizierten einzudringen und dort herauszufinden, wann diese zuschlagen wollen. Traykon präpariert den Dichter und versieht ihn mit einer echt wirkenden Pustel. Über Funk berichtet Valabog, dass eine Gruppe aufgestellt worden ist, die Traykon ausschalten soll. Diese Gruppe wird von Perlmutt angeführt. Er warnt auch vor der Brutalität und Rücksichtslosigkeit der Glasigen. Plötzlich sind ein paar dumpfe Laute, gefolgt von einem Rauschen zu hören. Valabog meldet sich nicht mehr. Wahrscheinlich ist er getötet worden.

Bald entbrennt der Kampf zwischen den Infizierten und den Immunen. Die Glasigen überrennen bald die errichteten Sperren. Perlmutt trifft auf Traykon, der sie um Einhalt bittet. Die Kaytaberin lehnt jedoch ab. Aytab wird die erste Kolonie EVOLOS werden. Traykon wird von telekinetischen Kräften gepackt. Zunächst werden ihm das rechte Bein und der linke Arm ausgerissen. Das linke Bein wird zerquetscht und abgerissen, der rechte Arm zusammengerollt und in die Körperhülle gerammt. Der Kopf zerplatzt, der Rumpf reißt auf. Die Programme des Roboters werden nicht gelöscht, aber in einer Speicherzelle komprimiert. Durch diesen Akt des Mitleids rettet Perlmutt ihrem ehemaligen Gefährten das positronische Leben. Das verbleibende Fragment Traykons wird in die Atmosphäre geschleudert, überwindet die Atmosphäre des Planeten und rast durch den Weltraum. Perlmutt wird wegen ihres Verrats von den Drillingen getötet. EVOLOS Sieg auf Aytab ist vollkommen.

Innenillustration