Die Stelen von Torquan

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 769)
A769 1.JPG
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustration
Zyklus: Im Auftrag der Kosmokraten
Titel: Die Stelen von Torquan
Untertitel: Die Psi-Sonne wird gezündet
Autor: Arndt Ellmer
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Robert Straumann (1 x)
Erstmals erschienen: 1986
Hauptpersonen: Atlan, Mrothyr, Chipol, Dschadda-Moi, Yopta, Lixter, Pjusto, Don Quotte, Ladynborg, Dschamo
Handlungszeitraum: 3820
Handlungsort: Torquan
Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

Die STERNSCHNUPPE ist zwischen den Sternen der Galaxie Manam-Turu unterwegs. Das Ziel von Atlan, Mrothyr, Chipol, Dschadda-Moi und deren Zofen Yopta, Lixter und Pjusto ist der Planet Cirgro. Die Krelquottinnen verhalten sich aggressiv und tollpatschig. Die im einem robotischen Körper, der einem weißpelzigen Krelquotten nachempfunden ist, befindliche Positronik Don Quotte hat sich in der Zwischenzeit vollends auf die Seite Atlans geschlagen. Die STERNSCHNUPPE fängt einen verstümmelten Funkspruch auf, der eigentlich nur von Fartuloon stammen kann. Atlan lässt eine Antwort mit hoher Sendeleistung abstrahlen, doch niemand antwortet darauf.

Als das Diskusschiff den Linearraum verlässt und die Sonne Muruth auf den Bildschirmen erscheint, beginnen die drei Zofen durchzudrehen. Die schlagen auf die Konsolen der Kommandozentrale ein. Eine der Krelquottinnen beginnt Atlan zu würgen. Don Quotte greift ein und hält die Zofen in Schach. Cirgro scheint verschwunden zu sein.

Die STERNSCHNUPPE schwenkt in einen hypothetischen  Wikipedia-logo.pngOrbit um den vierten Planeten ein. Atlan ordnet an, Cirgro anzufliegen. In einer Entfernung von etwa zehn Kilometern zur Oberfläche fallen die Triebwerke und die Steueranlagen aus. Auch die Antigravaggregate, die Waffenleitsysteme und die Hyperraumzapfer funktionieren nicht mehr. Ein Planet taucht wie aus dem Nichts auf. Technische Großanlagen sind zu erkennen. Diese Welt kann auf keinen Fall mit Cirgro identisch sein. Die STERNSCHNUPPE schlägt auf die Oberfläche eines Sees auf und wird wie ein Kieselstein emporgeschleudert. Im dritten der hintereinander liegenden Gewässer wird das Raumschiff stark abgebremst. In einer Gerölllandschaft prallt es gegen einen Felsen und bleibt liegen. Atlan, der wie Mrothyr und Chipol einen Schutzanzug angelegt hat, verlässt die STERNSCHNUPPE durch einen Notschacht. Er kann feststellen, dass das Schiff äußerlich keine Schäden aufweist. Der für ihn unzugängliche Maschinensektor scheint jedoch arg in Mitleidenschaft gezogen worden zu sein. Zurück an Bord erteilt er dem Schiff den Befehl sofort wieder zu starten. Doch die STERNSCHNUPPE antwortet nicht. Die Krelquotten sind in tiefe Bewusstlosigkeit gefallen. Don Quotte stellt fest, dass das Schiff in etwa zehn Kilometern Höhe einen Sextadimschild durchstoßen hat, was bei den Krelquotten einen Sextadimschock ausgelöst hat.

Der Zyrpher und der Daila begleiten Atlan bei der Erkundung der Umgebung. Don Quotte, der sich nun als »Großwesir« ansprechen lässt, bleibt mit den bewusstlosen Krelquotten an Bord. Die drei Gefährten bemerken eine Stele, die in hohem Tempo auf sie zuschwebt. Eine sanfte mentale Stimme stellt sich als der ANFANG vor und berichtet von dem Volk von Torquan. ANFANG erzählt von der Entwicklung der Psionik, der Kontaktaufnahme mit den Bathrern und der Herstellung von Enerpsimens. Eine Fortsetzung der Geschichte wird AUFBRUCH den drei Gefährten zur Kenntnis bringen.

Doch noch ehe AUFBRUCH die Gruppe erreichen kann, steigt ein Schwarm Gleiter von Urschadd auf und nähert sich schnell. Bewaffnete Keloten entsteigen den Flugmaschinen. Den vier Torquanturs sind Daila und Zyrpher bekannt. Als sich Don Quotte zu seinen Kameraden gesellt, werfen sich die Torquanturs zu Boden. Sie betrachten den Roboter als Inkarnation aller Freundlichen Propheten der Vergangenheit und der Zukunft. Die Fremden werden als Gäste nach Urschadd eingeladen.

Vor Atlan hält AUFBRUCH an. Ein weiterer Abschnitt der Geschichte der Torquanturs wird dem Arkoniden zur Kenntnis gebracht. AUFBRUCH berichtet von der Entwicklung der Enerpsimens und deren Nachfolger, den Kompaktwesen. Diese Wesen bereiteten große Schwierigkeiten und bekämpften sogar die Bewohner der Welt, auf der sie stationiert waren. So vernichtete auf Angrios das dortige Kompaktwesen die durch die Kriege überlebenden Angrioten. Der letzte Überlebende wurde von den Fratoskopen nach Torquan gebracht.

Bevor HOHEZEIT, eine weitere Stele, die Fortsetzung der Geschichte kund tun kann, verlässt Dschadda-Moi die STERNSCHNUPPE. Sie stellt sich als Brasela Taffly vor, eine Krelquottin auf dem Weg in ihre Heimat. Ladynborg berichtet von der Angst der Torquanturs vor den Quiden der Fratoskopen. Die Psioniker haben Torquan verlassen, die Torquanturs rüsten ganze Heere von Keloten aus. Doch die künstlichen Geschöpfe wenden sich gegen ihre Herren. Sie gehen gegen die Torquanturs mit Waffengewalt und ungewohnt großer Härte vor.

HOHEZEIT kann aber bald ihren Bericht über einen weiteren Abschnitt der Vergangenheit abgeben:

Die Torquanturs knüpften enge Beziehungen zu den Fratoskopen. Mithilfe dieses Volkes erreichten die Torquanturs den Planeten Aklard. Als die Daila dahinter kamen, dass die fremden Besucher über gewaltige Psikräfte verfügten, die sie nicht immer beherrschten und die sich in einer Art von Krämpfen entluden, brachen sie den Kontakt ab. Ein Psionischer Rat, der bei einem der Besuche teilnahm, überließ den Daila alte Raumschiffe, da deren Steueranlagen noch auf mechanischer Basis arbeiteten, während die neuen Schiffe der Torquanturs von Telepathen mittels Gedankenbefehle gesteuert wurden.

Wissenschaftler der Torquanturs entdeckten eine rote Sonne. Das Projekt Psisonne wurde eingeleitet. Von diesem Moment an widmeten sich die Torquanturs nur mehr diesem Projekt. Der Wohlstand auf Torquan wuchs ebenso wie die Freundschaft zu den Fratoskopen, die auch durch die Entdeckung der Enerpsimens nicht getrübt werden konnte. Die Stationierung eines Kompaktwesens auf Frato schlug fehl. Das Wesen starb ohne ersichtlichen Grund.

Nach dem Tod Alderlan-Mannchens war die Position des Freundlichen Propheten unbesetzt. Die Psionischen Räte fanden keinen Nachfolger. Auch die Vermittler konnten nicht helfen. Seltsam war jedoch, dass das Modell des Heiligen Berges Urschadd regelmäßig gegossen wurde, ohne dass jemand bei dieser Tätigkeit beobachtet werden konnte.

Der Einflussbereich der Torquanturs in Krelquan wuchs beständig. Auf den bekannten Planeten wurden Handelsstützpunkte und Psi-Schulen eingerichtet sowie Berater stationiert, um den Kontakt zu den einheimischen Bevölkerungen aufrechtzuerhalten. Die Torquanturs errangen immer mehr Einfluss, den ihnen ihre wachsenden Fähigkeiten verschafften. Die Kompaktwesen wurden weiterentwickelt. Die Torquanturs sendeten Kommandos aus, die Relaisstationen für die Reflexion der Strahlung der Psisonne errichteten. Die Fratoskopen schützten die Kommandos und auch die Stationen mit ihren Wachschiffen. Auch um die Psisonne wurden starke Verbände zusammengezogen. Die Torquanturs konnten sich der Erforschung und Gestaltung der Sonne widmen.

Eine Abordnung der Daila kam nach Torquan um zu warnen. Der bisher unsichtbare Freundliche Prophet ließ seine Tarnung fallen. Er war eine Frau mit einem weißen Pelzfleck auf dem linken Handrücken. Sie lobte ausdrücklich das Verhalten der Daila, die sich auch weiterhin um die Belange jener Welten kümmern sollten, die mit den Plänen Torquans nicht einverstanden waren. Dazu gehörten im Grunde genommen auch die Fratoskopen, die negativ gegen die Psionik eingestellt wareb. Mit einigen alten Enerpsimens kehrten die Daila nach Aklard zurück. Der alten Frau folgte Tderog-Vay als Freundlicher Prophet nach.

Während des Berichts von HOHEZEIT verlässt Dschamo seine Unterkunft und begibt sich trotz der Kämpfe zwischen den Keloten und den Torquanturs zum Berg Urschadd. Er kommt mit der Nachricht zurück, dass es auf dem Berg keine Überlebenden gibt. Der Freundliche Prophet trägt ein Buch mit sich, in dem alle Prophezeiungen enthalten sind, seit es den ersten Propheten gegeben hat. Die Keloten haben Dschamo unangetastet gelassen. Der Prophet will Atlan, dessen Gefährten und auch Ladynborg in das Modell des Berges bringen, wo sie in Sicherheit sein werden. Doch vor Erreichen des Zieles wird der Gleiter abgeschossen. Die Torquanturs haben einen Schutzschirm errichtet. Besonders Atlan fällt es schwer, das gesicherte Gebiet zu erreichen. Sein Körper wird unendlich schwer. Der Schirm zerbricht. Rotgelbe Lichtzungen wie von verglühenden Meteoren zucken über den Himmel. Die Psionischen Räte haben die Psisonne gezündet. Den Keloten machen die psionischen Energien nichts aus. Sie rücken vor. Die Torquanturs brechen zusammen. Für Dschamo bringt die Psisonne den Untergang. Die Torquanturs bringen Unheil und Leid über alle Völker der Galaxie Krelquan. Atlan weist den Freundlichen Propheten auf Dschadda-Moi und die Eherne Tafel hin. Dschamo ist überrascht, woher der Fremde den Namen seines Nachfolgers weiß, den er bisher streng geheim gehalten hat.

Don Quotte informiert seine Gefährten über ein Ende der Kämpfe, da Canaray gekommen ist. Der Ritter fordert den Anführer der Keloten zum Zweikampf heraus. Die Auseinandersetzung geht zugunsten Canarays aus. Die Keloten verpflichten sich, die Waffen niederzulegen, bringen die Torquanturs mit Gleitern in deren Häuser zurück und bestatten die Toten. Eine kleine Gruppe Keloten wird von Dschamo ausersehen, für Ordnung zu sorgen, während sich der Freundliche Prophet mit Atlan und dessen Gefährten im Modell aufhält.

Die Stele KRISE schließt mit ihrem Bericht an HOHEZEIT an. Die Arbeiten an der Psisonne gingen zügig voran. Die Fratoskopen schirmten die Sonne mit ihren Flottenverbänden ab. Als Ausgleich überließen ihnen die Torquanturs das Handelsmonopol auf technischen Gebieten. Um Frato richteten die Fratoskopen eine Sperrzone ein. Gerüchte besagten, dass die Daila mit Raumschiffen der siebten Baureihe in der Nähe von Frato gesichtet worden waren. Die Torquanturs wurden von einem wahren Missionsfieber gepackt und verließen die acht Planeten der Sonne Muruth, um in Krelquan von den Wundertaten des Psi zu berichten. Die Keloten mussten Hunderttausende kleiner Raumschiffe bauen. Darüber hinaus wurden sie in die Systeme von Enerpsimen und Ergopsi eingeweiht. Die Erinnerung daran wurde in späterer Zeit gelöscht. Für die Aktivierung der Psisonne wareb Millionen von Torquanturs notwendig. In riesigen Raumstationen, die bis zu 100.000 Torquanturs beherbergten, bereiteten sie sich auf ihren Einsatz vor.

Die Psisonne erwachte und begann sich zu verwandeln. Gleichzeitig kam es in Krelquan zu Aufständen. Auf einem Planeten der Semians wurde ein Stützpunkt zerstört und die dort stationierten beiden Kompaktwesen getötet. Die Fratoskopen hatten sich überall zurückgezogen und den Schutz der Basen der Torquanturs aufgegeben. Frato war nicht erreichbar, einer Delegation der Torquanturs wurde die Landung verwehrt. Die Fratoskopen selbst flogen nach Torquan und stellten dort ein Ultimatum. Die Arbeiten an der Psisonne waren sofort einzustellen, andernfalls drohte die Vernichtung Torquans.

Die Torquanturs zogen sich ratlos in ihre Behausungen zurück und fühlten sich von ihren Psionikern im Stich gelassen. Auf den Welten Muruths wurde alles den Keloten überlassen. Diese bedienten sich an der psionisch hergestellten Nahrung der Torquanturs, legten Anlagen still und ließen Pflanzungen verrotten und weite Teile des Planeten verkommen. Die Fratoskopen sammelten ihre Flotte um die Psisonne. Es kam zum Kampf. Die psionisch starken Torquanturs schlugen die Fratoskopen, die sich auf ihre Heimatwelt zurückzogen, aber damit drohten, eines Tages wiederzukommen.

Dschamo liefert Atlan einige Erklärungen, mit denen Zusammenhänge gelöst werden können. So wird beispielsweise klar, dass Torquan mit Cirgro identisch ist, Krelquan in der Zukunft Manam-Turu heißen wird. Die Zündung der Psisonne wird weitreichende Auswirkungen haben. Cairon wird langsam austrocknen, die Plattformen der Bathrer abstürzen, bis auf Cirgro alle Planeten des Muruth-Systems unbewohnbar werden. Die Krelquotten, die Nachfahren der Torquanturs, werden an einem Trauma leiden und sich immer an ihre furchtbare Vergangenheit erinnern. Weitere Aufschlüsse soll der Berg Cirgrum liefern.

Atlan ist sich sicher, dass es die Aufgabe Dschadda-Mois ist, die Krelquotten davon zu überzeugen, dass sie die Chance haben, Manam-Turu zu retten. Die Abkapselung ist erfolgt, weil sie Angst haben, sie könnten wieder denselben Fehler begehen wie in der Vergangenheit. Ihre Furcht, jemand könnte ihnen die Existenz EVOLOS zur Last legen, ist groß.

Im Berg Cirgrum wird Dschadda-Moi von der Ehernen Tafel aufgelöst und ihr Name in die Tafel eingeritzt. Die Eherne Tafel hat sich die Ausstrahlung der Krelquottin eingeprägt und wird sie einst wiedererkennen. Die Gefährten verlassen das Modell. Die Gießkanne, ein Topf mit einem Sieb, erscheint. Dschamo gießt die Landschaft unter dem Glasdach und den Berg. Die Kanne verschwindet wieder in der Luft. Dschadda-Moi ist klar, dass die Anlagen im Berg Cirgrum auch in der Jetztzeit des Jahres 3820 noch existieren und auf ihre Annäherung an Cirgro reagiert haben. Ein Sextadimschild ist aufgebaut worden, der die STERNSCHNUPPE in die Vergangenheit transportiert hat. Cirgro ist aus dem Universum herausgelöst worden, um den Übergang zu ermöglichen. Ein neunter Planet wurde in das System Muruth gesetzt, um die Gravitationsveränderungen auszugleichen. Die Krelquottin weiß auch, dass sie sich 16.900 Jahre in der Vergangenheit befindet.

Noch während Atlan und seine Freunde das Modell des Berges betrachten, reitet Canaray mit seinem Einhorn heran. Er lädt den Arkoniden in sein Schloss »Llokyr« ein. Noch bevor Atlan antworten kann, löst sich Canaray mitsamt seinem Reittier auf.

Ein Gleiter bringt Atlan zum Berg Urschadd zurück. Die STERNSCHNUPPE hat sich in der Zwischenzeit selbst repariert und ist völlig einsatzbereit. Das Schiff startet sofort, nachdem sich die Besatzung an Bord befindet. Problemlos durchstößt die STERNSCHNUPPE den Sextadim-Schild. Unter dem Schiff wird der Planet Cirgro sichtbar. Das Muruth-System besitzt jetzt auch nur noch acht Planeten. Das Schiff landet auf der Oberfläche Cirgros in einem abgelegenen Gebiet. Die Chadda und ihre Zofen verlassen die STERNSCHNUPPE, die wieder startet.

Im Inneren des Berges Cirgrum halten sich 16.900 Stelen auf, die auf jemand warten, der ihre Geschichten hören will.

Innenillustration