Im Zeichen des Kristallmondes

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Atlan-Miniserien
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Überblick
Serie: Atlan-Miniserien (Band 5)
(Fortlaufende Nummerierung erst ab Obsidian-Minizyklus)
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© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt
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© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Zyklus: Obsidian
Titel: Im Zeichen des Kristallmondes
Autor: Bernhard Kempen
Titelbildzeichner: Hank Wolf
Innenillustrator: Dietmar Krüger
Erstmals erschienen: Freitag, 2. Juli 2004
Hauptpersonen: Atlan, Tamiljon, Lethem da Vokoban, Kythara
Handlungszeitraum: 15. / 16. April 1225 NGZ
Handlungsort: Omega Centauri, Obsidian-Kluft
Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

Atlan und Tamiljon

Bevor Atlan und Tamiljon durch das Obsidian-Tor entkommen können, werden sie von ihren Verfolgern eingeholt. Als die Perlenträger durch eine unsichtbare Kraft aufgehalten werden, ist für Atlan klar, dass Tamiljon ein Telekinet sein muss – Tamiljon verrät aber weiterhin nichts. Das Tor transportiert die beiden auf die Spiegelwelt Vinara III, in die Stadt Aroc, wo Tamiljon sich auskennt und Freunde vom Litrak-Orden hat. Atlan fühlt sich in eine Stadt wie London oder Paris des späten 19. Jahrhunderts versetzt. Die Architektur gleicht verblüffend jener des viktorianischen Zeitalters, es gibt Soldaten mit Pickelhauben und Hinterladern, dampfbetriebene Automobile rollen durch die vom Gaslicht erhellten Straßen, Smog verpestet die Luft. Die Parallelen sind so extrem, dass es sich nicht um Zufall handeln kann. Atlan und Tamiljon quartieren sich in einem Hotel ein, wo der Arkonide sich beinahe auf ein romantisches Abenteuer mit einer Frau einlässt, die eine frappierende Ähnlichkeit mit Li da Zoltral hat. Es dauert einige Tage, während denen Atlan sich vor den Perlenschleifern verbergen muss, bis Tamiljon ein Verkehrsmittel aufgetrieben hat, das ihn und Atlan zu Litraks Eisgruft bringen soll: Ein großes Luftschiff von der Bauart altterranischer Zeppeline.

Der Aufbruch erfolgt überhastet, da die Perlenträger das Versteck entdecken. Als Atlan sich das Luftschiff genauer ansieht, kommt er einem grundlegenden Geheimnis der Spiegelwelten auf die Spur. Der Zeppelin ist nämlich der exakte Nachbau der 1937 in Lakehurst verbrannten LZ 129 "Hindenburg". Es gibt sogar einen Funkraum und einen Rauchersalon – obwohl man auf ganz Vinara weder Funkgeräte benutzt noch dem Laster des Rauchens frönt! Es handelt sich um ein Spiegelphänomen, basierend auf der Theorie der Morphogenetischen Felder, durch die man erklären kann, warum manchmal wissenschaftliche Entdeckungen gleichzeitig, aber unabhängig voneinander gemacht werden. Diese Ideen stammen dann aus einer Art universellem Informationspool, und zu bestimmten Zeiten liegen sie sozusagen einfach »in der Luft«. Die entscheidende Frage ist, warum es in der Obsidian-Kluft zu einem derart massierten Auftreten gleichzeitiger Entwicklungen und Erfindungen kommt. Atlan hat nicht allzu viel Zeit, über diese Spiegelphänomene nachzudenken, denn er droht zum Opfer eines solchen zu werden: Als das Luftschiff bei der Stadt Malenke, dem Tempelzentrum des Litrak-Ordens, ankommt, fängt der Zeppelin Feuer – genau wie die Hindenburg in Lakehurst!

Lethem da Vokoban und Kythara

Lethem da Vokoban und seine Begleiter springen derweil wieder einmal dem Tod von der Schippe. Der auf ihren Zug zurasende Meteorit zerplatzt und zerstört nur den Schienenstrang. Aus einem der Meteoritenkrater materialisieren nebelhafte humanoide Gestalten, die sich kristallartig verfestigen, bald aber wieder zu Staub zerfallen. Nach diesem Intermezzo wird die Bahnlinie provisorisch repariert, so dass die Fahrt nach Helmdor weitergehen kann. Die Stadt befindet sich fest in der Hand der Perlenträger, diese haben hier auch ihr Hauptquartier, die Schwarze Perle: Ein kugelförmiges Bauwerk mit 100 Metern Durchmesser, das auf einem quaderförmigen Sockel steht. Lethems Gruppe wird umgehend von einigen Perlenträgern observiert. Lethem und seine Leute ahnen zwar nicht, dass die Perlenträger sie in Sardaengars Auftrag verfolgen, machen sich diesen Umstand aber zunutze, indem sie die Perlenschleifer in einen Hinterhalt locken und sich ihre typischen Kutten aneignen. So verkleidet wollen sie in die Schwarze Perle eindringen, um dort evtl. Hinweise auf Sardaengar zu erhalten. Allerdings müssen sie auch noch die Torwächter ausschalten, wodurch wohl Alarm ausgelöst wird, denn kaum sind die Gefährten im Inneren des Gebäudes (wo übrigens Kytharas telepathische Fähigkeiten durch einen unbekannten Einfluss gestört werden), da werden sie auch schon von einem Perlenschleifertrupp angegriffen.

Li da Zoltral und Sardaengar

Li da Zoltral, die sich von der Vergessenen Positronik auf den Kristallmond hatte transmittieren lassen wollen, findet sich zunächst einmal als halbmaterielle Existenz in einem undefinierbaren Kontinuum wieder, wo sie On- und Noon-Quanten wahrzunehmen und ein kobaltblaues Kosmokraten-Walzenschiff zu sehen glaubt. Dann rematerialisiert sie auf Vinara, ganz in Sardaengars Nähe. Sardaengar registriert ihre Anwesenheit und bereitet sich auf eine Konfrontation mit ihr vor.