Planet der Silberherren

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Atlan-Taschenbücher
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Überblick
Serie: Atlan-Taschenbuchserien (Band 11)
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Grünband 10
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Zyklus: Monolith
Titel: Planet der Silberherren
Autor: Uwe Anton
Titelbildzeichner: Arndt Drechsler
Erstmals erschienen: Oktober 2008
Hauptpersonen: Atlan, Santjun, Naileth Simmers
Handlungszeitraum: 6. - 15. April 3112
Handlungsort: Thanaton, IMASO
Seiten: 347
ISBN: ISBN 978-3-89064-178-2
Zusätzliche Formate: E-Book, Grünband (Edition Perry Rhodan)

Handlung

Erster Teil – Der Aufstieg

Prolog

Atlan befindet sich auf der IMASO und hat vor, den Kreuzer in die Luft zu sprengen, wird aber von der Kommandantin Naileth Simmers im Maschinenraum gestellt und vor die Wahl gestellt, sich zu ergeben oder zu sterben. Atlan greift zu seiner versteckten Waffe und wird von den Kampfrobotern erschossen ...

1. Ebene

Er erwacht übergangslos, kann sich aber an rein gar nichts erinnern. Wo ist er? Wie kommt er hierher? Wer ist er überhaupt und wie sah seine Vergangenheit aus? Alles ist weg. Er erforscht seine Gedanken und erwartet fast, dass eine Art innere Stimme ihm Ratschläge erteilt. Nachdem er sich von einer Art Liege erhoben hat, verschwindet diese, als ob sie nie vorhanden gewesen wäre. Er befindet sich allein in der technischen Abteilung eines kleinen Raumschiffes und kann sich dort frei bewegen. Bei seiner Suche nach Erklärungen stößt er auf eine Art Spektralanalysegerät, in dem sich ein silberner Armreif befindet. Die Analysedaten sind noch abrufbar, und so erfährt der Mann, dass extrem kleine kristalline Einschlüsse in diesem Material sich in ständiger Bewegung befinden und so quasi-lebendig sind.

Ein schmatzendes Geräusch lässt ihn herumfahren und unbewusst in eine Dagor-Übung gehen. Übergangslos strömt Wissen über die Dagor-Kampfkunst auf ihn ein, und so stellt er fest, dass er wohl über ein fotografisches Gedächtnis verfügt. Das schmatzende Geräusch kommt näher, es scheint so, als ob dieses Plasmawesen sich mit ihm vereinigen will. Es bildet einen humanoiden Kopf aus – der Mann erkennt, dass es sein eigenes Gesicht ist – und spricht ihn mit Atlan an.

In diesem Moment erscheint eine Person, die ihn auch mit Atlan anspricht und ihn davor warnt, auf dieses Plasmawesen zu hören. Das amorphe Wesen zieht sich plötzlich unter Qualen zurück. Die Person stellt sich als Naileth Simmers, Kommandantin der IMASO, vor. Sie versucht, Atlan zu erklären, was mit ihm geschehen ist, allerdings antwortet sie ihm auf seine Fragen nur ausweichend und sehr mysteriös. Atlan stellt fest, dass auch der silberne Armreif unter dem Analysegerät verschwunden ist. In einem unbedachten Moment kommt das Plasmawesen aus einer verborgenen Ecke praktisch auf Atlan zugeschossen, dringt in seinen Körper ein und meldet sich als innere Stimme mit einem unglaublichen Gefühl der Erleichterung: »Endlich sind wir wieder vereint!«

2. Ebene

Das amorphe Wesen, das in Atlan eingedrungen ist, erklärt ihm, dass es sein Extrasinn ist, der von ihm getrennt worden sei. Atlan hält Zwiesprache mit dem wieder vereinigten Extrasinn und kommt zu dem Schluss, dass sie nur erfahren, was geschehen ist, wenn er aktiv auf eine Erklärung hinarbeitet. Also öffnet er die Augen ... und findet sich übergangslos in einer völlig unwirklichen Situation wieder. Er steht wieder (oder immer noch?) in der technischen Abteilung der IMASO, weiß nicht, wer er ist, und wird von einer Frau, die sich als Oberleutnant Christina Gabrielle vorstellt, mit dem Titel Lordadmiral angesprochen und gefragt, wie sie ihm denn helfen kann. Der Extrasinn ist ihm in diesem Moment auch keine Hilfe, da er anscheinend noch mit sich selbst beschäftigt ist.

Nachdem Atlan herausgefunden hat, dass der Armreif, der verschwunden ist, nie mit dem Spektralanalysegerät untersucht worden ist, lässt er sich zur Kommandantin der IMASO bringen. Auf den Weg dorthin erhält er von einem Kampfroboter mysteriöse Warnungen, er solle niemandem vertrauen, und dass er in den nächsten Minuten getötet werden solle. In der Decke des Ganges erscheint plötzlich ein pelziges Gesicht mit einem Nagezahn, das ihm auch Warnungen zuflüstert. Im nächsten Moment sagt der Kampfroboter, dass er in Wirklichkeit der Mausbiber sei. Atlan weiß aber nichts mit dem Begriff Mausbiber anzufangen und will sich in seiner Kabine frisch machen. Dort erscheint ihm dieser Mausbiber erneut und erklärt ihm, dass es den anderen nicht gelingen darf, ihn zu töten. Er solle bei allem, was passiert, eins nie vergessen: Er ist Atlan, auch wenn er meint, es nicht zu sein. Wenn er das vergisst, stirbt er wirklich. Das Pelzwesen sagt ihm noch, dass er sterben wird, aber es sei wichtig, auf die richtige Weise zu sterben, um die nächste Ebene zu erreichen, sonst sei alles verloren. Christina Gabrielle, die vor seiner Kabinentür gewartet hat, begleitet ihn zum nächsten Antigrav. Atlan tritt in Gedanken hinein ... und stürzt in die Tiefe, ohne dass die Sicherheitsautomatiken greifen. Der Sturz dauert ewig, will kein Ende nehmen und ...

3. Ebene

... plötzlich ist die Schwerkraft wieder da und der Korporal fordert Gefechtsbereitschaft zur Erstürmung der Feuerleitzentrale des EX-2714. Der Kommandotrupp der Solaren Flotte knackt ein Schott und findet dahinter ein wahres Massaker. Es scheint so, als ob Roboter die 18-köpfige Besatzung des Explorers bestialisch niedergemetzelt haben. Der Korporal ist seltsam unschlüssig und gibt unklare Befehle, so das R-Gelb teilweise das Kommando übernimmt. R-Gelb findet einen Überlebenden, der ihm die Worte »Santjun, Santjun« zuflüstert. In der Feuerleitzentrale angekommen, wird der Trupp von Robotern überrascht, die aber vernichtet werden können. Unmittelbar darauf erscheint ein hochgewachsener Mann mit USO-Ausrüstung, den alle Anwesenden als Lordadmiral Atlan erkennen. Der Korporal protestiert gegen seine Einmischung, aber Atlan bringt ihn zum Schweigen und sagt, dass er wegen R-Gelb hier sei. Er fordert R-Gelb auf, den Helm abzunehmen. R-Gelb ist fassungslos, als er erkennt, dass sein Gesicht das des Lordadmirals ist, der ihm doch gegenübersteht. In diesem Moment erscheint wieder dieses Pelzwesen, diesmal in seiner ganzen Größe, und R-Gelb gehen wieder dessen Worte durch den Kopf, dass er auf die richtige Weise sterben muss, um die nächste Ebene zu erreichen. Atlan zieht einen Kombistrahler, legt auf R-Gelb an und sagt, dass es ihm leid tue, aber es sei ja klar, dass es nur einen geben kann, und drückt ab ...

4. Ebene

Captain Alexander stellt Cockney Faucet zur Rede und hält ihm eine Standpauke. Er sei eine Schande für die EX-2714 und sollte ihm doch mal erklären, was mit ihm los sei. Die anderen Crewmitglieder beschweren sich über seine Unzuverlässigkeit und seine völlige Gleichgültigkeit. Faucet ist völlig antriebslos und lässt die Standpauke über sich ergehen, diese zeigt aber keine Wirkung. Er selbst kann sich auch nicht erklären, wieso er sich so lethargisch verhält, während seine Besatzungskollegen in letzter Zeit eine Aggressivität an den Tag legen, dass es schon zu vereinzelten Prügeleien gekommen ist. Anstatt, wie befohlen, bei einer Reparatur zu helfen, begibt er sich in seine Kabine, um sich auszuruhen, und denkt dabei an Safira Pandolus, eine der beiden Frauen des Schiffes, in die er heimlich verliebt ist. Seine Gedankengänge zeigen pubertäre Züge, fast so, als würden sie von einem Jugendlichen stammen. In der Kabine angelangt, traut er seinen Augen nicht, denn auf seinem Bett sitzt Safira in aufreizender Kleidung und macht ihm eindeutige Angebote, die ihn jedoch abstoßen, da dies nicht seine zurückhaltende Safira ist, wie er sie kennt und sich in seinen Vorstellungen ausgemalt hat. Safira erzählt ihm, dass er der Unberührte sei und sie ihn vor dem Zugriff der Hmenuikigli schützen müsse. Sie sagt, das die Hmenuikigli glauben, er sei für alles, was geschieht, verantwortlich, weil er noch nicht von ihnen berührt worden sei. Alle Besatzungsmitglieder würden sterben, dies sei aber völlig unwichtig, wichtig sei nur, dass er, Cockney Faucet, überlebt. Winer Melher, der Koch des Schiffes, stellt Faucet zur Rede und will ihn ermorden, wird aber von Herward, dem Kabinengenossen Faucets, erschossen. Herward stellt sich als letzte Inkarnation von Atlans Extrasinn vor und pflichtet Safira bei, dass Faucet mit allen Mitteln vor den Verrätern geschützt werden muss, da auch sie sonst sterben würden, wenn die Hmenuikigli Faucet zu sich holen und ihre Hassmasken aufsetzen. All das versteht Faucet nicht im Geringsten, und es geht ihm der Satz durch den Kopf, dass es wichtig ist, wie er stirbt. Während der Flucht vor den Verrätern gehen Faucet viele Fragen durch den Kopf: Wer sind die Hmenuikigli? Wie konnten sie die Crew berühren? Wieso war er der Unberührte? Wieso bringen sich alle gegenseitig um, während er immer apathischer wird? Auf dem Weg in die Feuerleitzentrale, wo sie sich verschanzen wollen, gehen Faucet immer wieder erotische Gedanken durch den Kopf, die sich mit Safira befassen, obwohl sie sich mehrmals in Lebensgefahr befinden. Herward wird von Captain Alexander in der Feuerleitzentrale erschossen, als dieser die Hmenuikigli willkommen heißt. Safira fordert Faucet auf, sich in einen Regenerationstank zu legen, dann ziehen sie und der Captain ihre Waffen und richten sie gegeneinander, sagen "Die Hmenuikigli heißen uns willkommen" und erschießen sich gegenseitig. Zurück bleibt ein Cockney Faucet, der nicht mehr das Geringste empfindet und dessen Geist völlig leer ist. Er muss unbefleckt vor die Hmenuikigli treten, denn dann können sie sich bis in alle Ewigkeit schützen...

5. Ebene

Er wurde viel zu schnell aus seinem Regenerationstank geholt, ohne dass sich sein Organismus an die Umstellung gewöhnen konnte. In Gedanken ist er noch bei Safira, als er feststellt, dass er gar nicht mehr auf der EX-2714 ist, sondern in einem Raumanzug steckt und sich allein in einer Art Turmverlies befindet. Doch nicht ganz allein, denn die, die ihn in das Turmverlies geholt hatten, waren in seinen Gedanken. Er befindet sich auf einem Tisch, der in einer Art Arena steht, die Sitzreihen sind von Schleim überzogen, und an einer Stelle befinden sich gummiartige Masken, die wie Abziehbilder von Arkoniden aussehen. Das Verlies füllt sich mit schleimigen, tentakelbehafteten und kugelförmigen Geschöpfen, den Hmenuikigli, und Atlan spürt, dass etwas Großes bevorsteht und er dies wahrscheinlich nicht überleben wird; zwei der Hmenuikigli schlüpfen in die arkonidischen Gummimasken. Die Masken verändern sich, zeigen jetzt ein Spiegelbild Atlans, und die beiden Geschöpfe - Perr-A-Pank, der Lehrmeister, und Lerr-A-Duc, der Schüler - dringen in Atlans Geist ein. Lerr-A-Duc ist Atlan und Atlan ist Lerr-A-Duc, sie werden eins, verschmelzen. Lerr-A-Duc versucht, in Atlans Geist einen Imprint zu verankern, was aber zuerst fehlschlägt, da Atlan sich im entscheidenden Moment an Safira erinnert und sich an dieses Bild klammert. Die Hmenuikigli starten einen zweiten Versuch, den Geist Atlans zu brechen, indem sie ihm weismachen, er sei einer von ihnen und müsse eine Prüfung ablegen, die darin besteht, totem Psychoplasma den Funken des Lebens einzuhauchen. Er weiß nicht mehr, wer er ist und wo er ist. Er ist zugleich Atlan aber auch Lerr-A-Duc, Arkonide aber auch Hmenuikigli. War er auf der Erde, der EX-2714, in dem Verlies oder bei einer Prüfung, die er ablegen muss? Er formt aus dem Psychoplasma eine zweite Safira, will ihr Leben einhauchen, was aber misslingt. Safira, die davon erfährt, ist stinkwütend, und Lerr-A-Duc/Atlan begreift, dass es gar nicht darum geht, dem Psychoplasma Leben einzuhauchen, sondern sich seiner eigenen Vergänglichkeit bewusst zu werden. Als das geschieht, bricht sein Widerstand zusammen, und er erkennt, dass er wieder in dem Verlies inmitten von Tentakeln liegt. Sein Geist ist leer, und er merkt, was mit ihm geschehen ist und wechselt über ...

6. Ebene

Atlan erwacht auf einer Medo-Liege, über die sich gerade ein Ara beugt, der ihm sagt, dass es endlich vorbei sei und er soeben den psionischen Imprint überwunden habe. Der Ara, welcher sich als Geriok Atair vorstellt, erzählt ihm, was passiert ist: Er befindet sich an Bord der IMASO und ist von dieser vor ein paar Tagen einige Lichttage von der EX-2714 entfernt in einer Rettungskapsel gefunden worden. Der Explorer galt als verschollen, wurde aber von einem USO-Schiff entdeckt, und Atlan wollte sich dieser Sache persönlich annehmen. Als keine Rückmeldung erfolgte, schickte Quinto-Center einige Raumer, darunter die IMASO, auf die Suche nach dem Lordadmiral. Die EX-2714 hatte einen Planeten mit extrem xenophoben und parapsychisch begabten Lebewesen entdeckt; die Besatzungsmitglieder wurden von den Hmenuikigli, die keinen Kontakt zu anderen Welten wünschten, getötet. Allerdings wurden sie überrascht, als der USO-Kreuzer den Explorer entdeckte und Atlan mit einem Enterkommando an Bord ging. Es kam zum Kampf, das Enterkommando wurde bis auf Atlan aufgerieben, und die Hmenuikigli verankerten in ihm einen psionischen Imprint, welcher... In diesem Moment wird Atlan klar, dass die Besatzung der IMASO von seinem Auftrag weiß, und er schlägt den medizinischen Offizier KO. Danach ergreift Atlan die Flucht, besorgt sich eine Waffe und gelangt in den Maschinenraum, um den Kreuzer in die Luft zu sprengen. Dort erwarten ihn aber schon einige Kampfroboter und Major Naileth Simmers, die ihn vor die Wahl stellen, aufzugeben oder zu sterben. Als er zur Waffe greift, schießen die Roboter auf ihn...

Atlan öffnet die Augen und schaut in ein pelziges Gesicht, mit rotbraunem Fell und spitzem Nagezahn. Es ist das sprechende Tier, welches ihm mehrfach in seinen "Träumen" begegnete. Jetzt kann er sich auch wieder an seinen Namen erinnern. Es ist Gucky, der Mausbiber, der ihn mit folgenden Worten begrüßt: Willkommen in der Wirklichkeit.

Auch die Kommandantin ist anwesend und erklärt ihm, was vorgefallen ist. Demnach entspricht die Geschichte, welche der Ara Atlan erzählt, der Wahrheit, allerdings konnte dieser nicht alles erzählen, denn Atlan war immer noch im Gedankenlabyrinth der Hmenuikigli gefangen und wollte deren Auftrag erfüllen. Dieser Auftrag, verankert durch einen psionischen Imprint, besagte, dass er das Schiff, welches ihn findet, zerstören soll und somit auch die Bedrohung, welche sich die Hmenuikigli durch eine Entdeckung ausgesetzt fühlten, vernichten soll. Dies wurde durch die Kampfroboter vereitelt. Atlan musste glauben, dass er stirbt, um den psionischen Imprint abzuschütteln. Gucky, der von dem Ara hinzugezogen wurde, als klar wurde, dass es dem Mediziner allein nicht gelingen konnte, Atlan aus seinem Gedankenlabyrinth zu befreien, erklärt stolz, dass es seine Idee war, ihn mit Schocksituationen zu konfrontieren, damit er einen Teil des psionischen Imprints los wird. Gucky hatte immer wieder versucht, Atlan zu erreichen und Botschaften zukommen zu lassen. Atlans Extrasinn hat ihm praktisch das Leben gerettet, da sich dieser von ihm abgespalten hat und es Gucky so möglich war, rudimentären Kontakt zu dem Logiksektor aufzunehmen. Alle Situationen, die Atlan erlebt hat, fanden in seinem Geist statt. Gucky kann sich allerdings auch nicht erklären, wieso Atlan sich im Geist eines Raumsoldaten widerfand, der die EX-2714 geentert hat.

Atlan glaubt ihnen diese Geschichte nicht, denn es sind zu viele Fragen offen, unter anderem die, wie es die Hmenuikigli geschafft haben sollen, ihm trotz seiner Mentalstabilisierung einen psionischen Imprint aufzudrücken. Außerdem kann sich Atlan nicht erklären, was ihn dazu gebracht haben soll, sich persönlich um einen verschollenen Explorer des Solaren Imperiums zu kümmern. Weiterhin ist nicht geklärt, was es mit dem silbernen Armreif auf sich hat, den Atlan in der 1. Ebene in den Forschungslaboratorien des IMASO gesehen hat.

Als Atlan auf dem Weg in die Zentrale ist, empfängt die IMASO einen Funkspruch der BUTTERFLY, des Flaggschiffes der Piratin Tipa Riordan, welche um ein Treffen mit dem Lordadmiral bittet, da sie etwas für ihn habe. Atlan möchte sie auf der IMASO empfangen, fragt sich aber, was die alte Hexe, wie er sie nennt, ihm zu sagen hat. In der Zentrale angekommen, lässt sich Atlan eine Besatzungsliste der EX-2714 vorlegen und stolpert dabei über den Schiffskoch Winer Mehler. Ein Schiffskoch für eine Besatzung von gerade einmal 18 Personen? Der Lordadmiral ist noch nicht wieder ganz in der Wirklichkeit angekommen, aber der Extrasinn unterstützt Atlan bei der Aufarbeitung seiner geistigen Verwirrung und fügt die Puzzleteile nach und nach zusammen. Es scheinen versteckte Botschaften in den einzelnen Ebenen vorhanden zu sein. Über eine Verbindung nach Quinto-Center überprüft Atlan die letzten Eintragungen seines Tagebuchs und stößt dabei auf einen Eintrag "Hinweis auf ES?", der erläutert, das mehrere USO-Agenten auf verschiedenen Planeten, unter anderem Lepso, Olymp und Ranjokhan silberne Schmuckstücke mit gesundheitsfördernden, lebensverlängernden Eigenschaften entdeckt hatten. Vielleicht verleihen diese Schmuckstücke unter gewissen Umständen auch Unsterblichkeit? Dabei fühlt sich Atlan an den Armreif erinnert, welcher in einer seiner Visionen im Labor der IMASO untersucht worden war, in einer weiteren aber nie in der IMASO auftauchte. Er will es genau wissen und ordnet an, dass das Spektralanalysegerät genauestens auf evtl. Spuren des silbernen Armreifes untersucht wird. Viele Besatzungsmitglieder zweifeln an Atlans Verstand und befürchten, dass er immer noch nicht ganz wiederhergestellt ist. In diesem Moment erfährt Atlan eine weitere kurze Vision, in der ihm ein Junge mitteilt, dass er ihn töten will, es aber nicht kann, da er keine Kraft mehr dafür habe.

Tipa Riordan, die inzwischen auf der IMASO eingetroffen ist und Atlan genauso wenig leiden kann, wie er sie, eröffnet ihm in einen Vier-Augen-Gespräch, dass sie im Besitz eines silbernen Ringes mit ungewöhnlichen Eigenschaften ist. Als Atlan den Ring sieht, glaubt er nicht an einen Zufall. Tipa eröffnet ihm, dass nach ihren Quellen ein USO-Agent solche Schmuckstücke zu horrenden Preisen auf diversen Planeten verkauft und der Ring mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Planeten Thanaton stammt. Außerdem hat ihre BUTTERFLY einen Risiko-Agenten der USO aus einer Rettungskapsel geborgen; dieser ist geistig zerrüttet, spricht von einer abgebrochenen Geheimdienstmission auf Ranjokhan und hat versucht, die BUTTERFLY in die Luft zu jagen. Sein Name ist Santjun...

Bei diesem Namen klingelt es bei Atlan, denn in der Vision auf der dritten Ebene hatte ihm ein vermeintlich toter Raumsoldat des Enterkommandos der EX-2714 genau diesen Namen zugeflüstert. Selbst der Extrasinn ist in diesem Moment überfordert und kann bisher keinen Sinn in die Sache bringen, obwohl klar ist, dass alles irgendwie zusammenhängen muss. Das Verhalten Santjuns zeigt Ähnlichkeiten mit dem Atlans, als er noch unter dem Einfluss des psionischen Imprints stand. Tipa verlangt für die Herausgabe des silbernen Ringes und Santjuns eine leistungsstarke Positronik, wie sie nur die USO hat. Atlan willigt notgedrungen in den Handel ein, auch wenn er die Vorgehensweise Riordans bei ihren Raubzügen nicht unbedingt toleriert.

In einem Konferenzraum werden die vorhandenen Daten des Planeten Thanaton von Atlan, Major Simmers und dem mittlerweile einigermaßen wiederhergestellten Santjun gesichtet und ausgewertet. Hinzu kommen die Informationen und Dossiers der beiden dort stationierten USO-Agenten Terry Ulcarach und Rion Parth. Demnach handelt es sich um eine Welt mit vorindustriellem Charakter auf dem Stand des 19. Jahrhunderts der Erde. Thanaton war allem Anschein nach eine wichtige Welt der Lemurer vor 50.000 Jahren und wurde während des lemurisch-halutischen Krieges stark in Mitleidenschaft gezogen. Die jetzigen Lemurerabkömmlinge werden seit Jahrhunderten von einer elitären Adelsschicht der Silberherren regiert. Es gibt Hinweise darauf, dass die Silberherren seit circa 100 Jahren von Agenten verschiedener galaktischer Mächte unterwandert werden. Laut der USO-Agenten gibt es keinerlei besondere Vorkommnisse, und alles verläuft in normalen, ruhigen Bahnen. Atlan konfrontiert Santjun mit den Erkenntnissen, dass es einen Verräter in den Reihen der USO gibt, der für den Verkauf des Silberschmucks verantwortlich ist. Atlan, der glaubt, dass Santjun immer noch unter dem Einfluss des psionischen Imprints steht, da auch der USO-Agent unter partiellem Gedächtnisverlust leidet, provoziert ihn und vermutet ihn als diesen Verräter. Kurzerhand legt er mit einem Strahler auf Santjun an und schießt auf ihn... Allerdings hatte er vorher den Strahler auf Paralyse geschaltet, da er den Agenten nur in eine Schocksituation bringen wollte, damit sich ein eventuelle noch vorhandener psionischer Imprint auflöst, ähnlich wie Gucky es bei ihm selbst gemacht hatte.

Atlan nimmt über Hyperfunk Kontakt mit Ulcarach auf, der sehr verstört und überrascht wirkt. Nach kurzer Zeit wird die Verbindung unterbrochen, und alle Versuche, sie wiederherzustellen, scheitern. Atlan merkt, dass es ein Fehler war, die USO-Agenten auf dem Planeten per Hyperfunk zu kontaktieren, denn jetzt sind sie gewarnt und können Vorbereitungen zur Flucht treffen. Die IMASO wird erst in einigen Tagen auf dem Planeten eintreffen. Atlan vermutet, dass sein Fehler daher rührt, dass er und sein Extrasinn durch den psionischen Imprint doch mehr in Mitleidenschaft gezogen wurden, als bisher angenommen.

In der Medozentrale erwacht Santjun und ist nicht gut auf Atlan zu sprechen. Dieser überredet den Agenten aber trotzdem, an einem gewagten Einsatz auf Thanaton teilzunehmen. Dazu muss Atlan allerdings einige seiner in der Funktion als Lordadmiral selbst aufgestellte Regeln umgehen bzw. brechen. Er gibt Major Simmers den Auftrag, entgegen der üblichen Vorgehensweise das Logbuch der IMASO zu fälschen und dort eine andere Mission zu dokumentieren.

Zweiter Teil - Der Abstieg

Am 6. April 3112 landen Atlan und Antjun mit Raumanzügen nicht weit von Tar'Haar, einer großen Hafenstadt, wo sich auch das Quartier der USO-Agenten befindet. Sie werden von einem fahrenden Händler mitgenommen und erhalten so Kontakt zu Atog'Mar, der ihnen auf dem Weg in die Hafenstadt mehrere silberne Schmuckstücke verkauft. Dieser erzählt ihnen auch, dass seit einigen Jahren der Silberschmuck immer knapper wird und die Silberherren das vorhandene Material in den Bergen für andere Dinge benötigen. In Tar'Haar angelangt, suchen sie den geheimen USO-Stützpunkt auf, der allerdings in Schutt und Asche liegt. Im Schutz der Dunkelheit untersuchen sie die Trümmer und finden dabei die kopflose Leiche von Rion Parth. Sie wurde anscheinend von seinem Partner in einer Wand eingemauert. Atlan entdeckt im Körper des Toten einen kleinen Kristall, der Informationen darüber enthält, wie es soweit kommen konnte:

Rion Parth hatte sich in eine einheimische Frau verliebt und dieses Verhältnis schließlich offiziell gemacht. Allerdings enthüllte Rion seiner Frau Coal'ha auch seine wahre Identität und erzählte ihr von den vielen Welten und anderen Lebensformen, die sie nun auch kennenlernen wollte. Das konnte Rion aber nicht erlauben und so machte sich Coal'ha an seinen Partner Terry Ulcarach heran, der sich das gefallen ließ. Es kam zu Meinungsverschiedenheiten, Rion warf Terry Größenwahn vor und schließlich brachte Terry Ulcarach seinen Partner um.

Da Atlan und Santjun in Tar'Haar nichts mehr in Erfahrung bringen können, buchen sie eine Passage auf einem Dampfer, der sie flussaufwärts zum Binnenhafen Makra'Khor in die Nähe des Gebirges bringen wird. Dort wird das Silbermetall abgebaut, und dort sollen sich auch die Silberherren aufhalten. Auf der Flussfahrt bietet sich Atlan die Gelegenheit, Zellproben unterschiedlicher Bevölkerungsschichten der Thanatoner zu analysieren; dabei stellt sich heraus, dass die Händler, Metall-Arbeiter und Städter wesentlich langlebiger sind als die Landbevölkerung. Atlan führt das darauf zurück, dass die Bauern kein Geld haben, um sich den teuren Silberschmuck zu leisten, der eine lebensverlängernde Wirkung hat.

Atlan erhält einen gerafften Funkspruch der IMASO, der besagt, dass ein kleiner Tramp-Kreuzer auf Thanaton niedergegangen ist. Ursprung noch unbekannt. Er erzählt Santjun seine Geschichte, wie er in den sechs Ebenen des psionischen Imprint gefangen war, und gemeinsam kommen sie zu dem Schluss, dass die Hmenuikigli gar nicht existieren und es eine andere, bisher unbekannte Macht geben muss, die mit Hilfe des psionischen Imprints nur Zeit gewinnen wollte. Atlans Extrasinn hat mittlerweile die verschiedenen Ebenen analysiert und kommt zu dem Schluss, dass die ersten beiden Ebenen den Kampf von Atlans Bewusstsein gegen den Extrasinn darstellen und die Erinnerungen der dritten Ebene zwar echt, aber nicht Atlans sind. In der vierten und fünften Ebene verschmelzen archetypische Vorstellungen eines unreifen Geistes mit paranoiden Scheinwelten, welche der Extrasinn für erfundene Welten hält, die der gestörten Phantasien eines Jugendlichen entspringen. Atlan konfrontiert Santjun damit, dass die Erinnerungen, die er in der dritten Ebene durchlebte, in Wahrheit die seinen, Santjuns, seien. Santjun will das nicht glauben, allerdings drängt Atlan ihn in die Defensive, und dann bricht es aus Santjun heraus... Er durchlebt die Geschichte, wie er die Eroberung der EX-2714 erlebte. Dabei stellt sich heraus, dass dort keine Roboter waren, sondern ein Junge, den er niemals bewusst gesehen hat. Dies deckt sich mit den Erlebnissen Atlans, und nun kommen bei diesem die Erinnerungen wieder an die Oberfläche, welche dazu geführt haben, dass er auf Ranjokhan in die Fänge dieses Jungen, der seine Erinnerungen manipuliert hatte, geriet und er dann in eine Rettungskapsel gesteckt wurde, die dann von der IMASO gefunden wurde.

Atlan und Santjun verlassen den Dampfer, der sie flussaufwärts in die Nähe des Gebirges gebracht hat, am 11. April 3112 und nehmen die letzten Kilometer zu ihrem Ziel, die Quelle des silbernen Metalls, zu Fuß in Angriff. Diese entpuppt sich als kilometerlanges Gebilde, das an eine Bergflanke angelehnt und schon eine sehr lange Zeit dort liegen musste. In seiner unmittelbaren Nähe wuchs und gedieh eine üppige Pflanzenwelt, die so gar nicht zu der sonst kargen Gebirgslandschaft passen wollte. Das Silbermetall schien seine Wirkung auch auf die Pflanzenwelt zu haben, denn selbst auf den Monolithen, wie Santjun dieses Objekt nennt, wachsen Bäume. In einer Ansiedlung am Fuße des Monolithen entdecken sie Atog'Mar, den Händler, der ihnen den Silberschmuck verkaufte, wieder und zwingen diesen, sie zu den Silberherren zu führen. Bei der weiteren Annäherung geraten sie unter Beschuss einer Patrouille, der Atog'Mar zum Opfer fällt, und sie müssen sich allein durchschlagen.

In der Zwischenzeit hat der USO-Agent Terry Ulcharach das Lager der Silberherren erreicht und erstattet Malcher, dem Oberhaupt der Silberherren, Bericht. Ulcharach hat Angst, dass Malcher erfährt, dass er es war, der den Silberschmuck auf anderen Welten in Umlauf gebracht hat und so letztendlich dafür verantwortlich ist, dass jetzt die USO auf Thanalon gelandet ist. Bei der Unterredung ist auch ein ausgemergelter, hochgewachsener Jugendlicher anwesend, der über und über mit Silberschmuck behangen und von Geschwüren übersät ist. Er blickt immer wieder zu Ulcharach hinüber und murmelt, dass er ihn töten kann, wenn er es nur wollte. Malcher, ein Terraner, der vor über 150 Jahren durch Zufall die lebensverlängernde Wirkung des Silbermetalls entdeckt hat, hatte schon damit gerechnet, dass ihm irgendwann eine Organisation auf die Schliche kommt. Daher hat er vorgesorgt und trifft Fluchtvorbereitungen. Den Jungen schickt er weg, da es mit ihm zu Ende geht und er seine Schuldigkeit getan hat, indem er dafür gesorgt hat, dass Atlan und Santjun so lange in ihrem Gedankenlabyrinth gefangen waren, wie Malcher benötigt hat, seine Flucht vorzubereiten. Außerdem gibt er den Auftrag, Terry Ulcharach zu töten, da dieser evtl. noch gefährlich werden könnte.

Atlan und Santjun merken, dass der Monolith evakuiert wird und beeilen sich, in diesen einzudringen. Dies gelingt auch problemlos, auf den Weg durchs Innere des Monolithen stellen sie fest, dass dieser anscheinend jede Menge lemurischer Anlagen unbekannter Funktion enthält. Sie gelangen ins Zentrum des Monolithen, wo Atlan - wahrscheinlich durch seinen Zellaktivator - unbeabsichtigt einen Prozess in Gang setzt, der dafür sorgt, dass der Monolith sehr starke Hyperenergie freisetzt. Santjun, der in seiner unmittelbaren Nähe steht, wird dadurch so geschwächt, dass er dem Tode nahe ist. Gemeinsam versuchen sie zu flüchten, werden aber von dem todgeweihten Jungen, der mit Silberschmuck behangen ist, gestellt, der Atlan angrinst und ihm zuflüstert, dass er jetzt soweit ist, um ihn zu töten. Daraufhin ist Atlan zusammen mit Santjun wieder in einer Scheinwelt gefangen, und sie durchleben ein weiteres Mal die Eroberung der EX-2714, vermischt mit Empfindungen des Jungen. Atlan bekommt in einem lichten Moment mit, wie der Junge sich aufbäumt, das Silbermetall ihm die letzte Kraft raubt und er tot zusammenbricht. Trotzdem ist er immer noch teilweise in der Scheinrealität gefangen. Der Logiksektor vermutet, dass dies alles wohl darauf zurückzuführen ist, dass der Monolith extrem starke Hyperenergie ausstrahlt, die dafür sorgt, dass im Umfeld des Monolithen die Raumzeit instabil wird. Nicht ohne Ironie stellt er fest, dass er selbst wohl dafür verantworllich ist, da durch ihn der Monolith erst erwacht ist. Dabei ist völlig unklar, was überhaupt Sinn und Zweck des Monolithen ist.

Die IMASO, die sich seit dem 6. April im Ortungsschatten des Asteroidengürtels aufgehalten hatte, registriert einen von Thanaton startenden Raumer und kurz darauf im gesamten System starke hyperenergetische Phänomene, die ihren Ursprung auf Thanaton zu haben scheinen. Als dann auch noch ein Notruf Atlans hereinkommt, gibt Major Simmers den Befehl, mit einer Linearetappe direkt zum Planeten zu springen. Als sie ankommen, sind zwei weitere Schiffe gestartet, die entkommen können. Der TRAMP-Raumer wird abgeschossen. Die Hyperphänomene werden immer heftiger, und die Kommandantin entschließt sich, das Zentrum der Phänomene, den Monolithen, zu zerstören. Dies gelingt auch problemlos, worauf die energetischen Phänomene abklingen. Die IMASO landet in der Nähe des zerstörten Monolithen und nimmt Atlan und einen mehr tot als lebendigen Santjun an Bord. Atlan ist froh, dass der Spuk ein Ende hat, bedauert aber auf der anderen Seite, dass der Monolith zerstört wurde, denn nun können sie nicht herausfinden, ob dieser vielleicht in Zusammenhang mit ES steht. Da die lemurischen Anlagen des Monolithen direkt auf Atlans Zellaktivator reagiert haben, könnte das aber auch ein Hinweis auf eine Beteiligung der Meister der Insel sein. Dies wird sich aber leider nicht mehr feststellen lassen, da der Monolith zerstört wurde und Atlan ihn als singuläres Phänomen betrachtet. Was aber klar zu sein scheint, ist, dass der Monolith ersten Schätzungen zufolge circa 1 bis 1,5 Millionen Jahre alt sein muss.

Am 15. April ortet die IMASO eine weitere hyperenergetische Schockwelle, die mit der des Monolithen von Thanaton identisch ist. Atlan lässt sofort Kurs auf den Ursprungsort der Signale setzen. Es geht in das System des Planeten Zartiryt.