Kristallprinz in Not

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Moewig Fantastic

Kristallprinz in Not | 

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chronologisch 48a. Atlan-Zeitabenteuer

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Überblick
Serie: Moewig Fantastic (Band 1)
(nur die Bände 1, 4 und 7 der Reihe handeln im Perryversum)

© Pabel‑Moewig Verlag GmbH, Rastatt
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E-Book Neuausgabe
© Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt

Titel: Kristallprinz in Not
Autor: Hans Kneifel
Titelbildzeichner: David Martin
Arndt Drechsler (E-Book)
Erstmals erschienen: 2000
Zusätzl. Formate: E-Book (in Reihe ATLAN-X) März 2017

Handlung

Die Handlungszeit des Romans liegt zwischen den Taschenbüchern PR-TB 305 »Die Balladen des Todes« und PR-TB 308 »Die unsichtbaren Pforten«. Im Wesentlichen handelt es sich um die Jahre 1648 bis 1652.

Der Roboter Rico wird 1648, während Atlan da Gonozal in der Tiefseekuppel schläft, auf seltsame Vorfälle aufmerksam. Gaspard de Rochemont, ein französischer Soldat und einst Kampfgefährte Atlans, hat in Spanien in der Extremedura die Familie eines alten Kameraden besucht. Er hat ein Amulett dabei, das er in Beauvallon bzw. dem Schloss Le Sagittaire mitgenommen hatte. Dieses Amulett enthält Aufnahmen von Atlan sowie einen Peilsender. Rico erlebt mit, wie Gaspard, der eine Liebesbeziehung mit der dreiundzwanzigjährigen, sehr attraktiven Graciana de Yuste y Carvajal y Lopez begonnen hat, qualvoll an einer unbekannten Krankheit stirbt. Er verblutet regelrecht. Zuvor realisiert Gaspard anhand von Erzählungen, dass es sich um einen Erreger handeln muss, der sich in Gracianas Blut befindet.

Gracianas Großmutter hieß Mdanbai. Sie wurde als Sklavin aus Afrika nach Neuspanien gebracht, dort unter dem Namen Albadolores von Rodriguez de Yuste, einem älteren Hidalgo, gekauft und zur Mutter von dessen Kindern. Die Tochter Ysabel kehrte mit ihrem Vater nach Spanien zurück, wo sie den Grundbesitzer Andres de Carvajal y Lopez heiratete. Sowohl Mitglieder der Familie der Großmutter als auch der Vater starben an der seltsamen Blutkrankheit. Das gleiche Schicksal traf Gracianas ersten Liebhaber, den Schmied Enrique, wie auch dessen Lebensgefährtin Pilar de Baeza und diverse weitere Personen. Auch starben Menschen, nachdem sich Gracianas Mutter Ysabel geschnitten hatte und heftig blutete.

Guillermo Saras, ein weiterer Liebhaber Gracianas, starb 1645. Gaspard erzählte Graciana viel von seinen Erlebnissen mit Atlan und Ciron de Beauvallon, dessen Milchbruder. Eigentlich hatte Graciana geplant, zusammen mit Gaspard die gefährliche Reise nach Beauvallon zu unternehmen.

Rico ist besorgt, denn die Seuche, die Graciana trägt, könnte eine Epidemie zur Folge haben, die beispielsweise Beauvallon auslöscht, wenn nicht schlimmeres. Er beobachtet weiter. 1649 bricht Graciana, verkleidet als Hidalgo Garcia, auf. Nach einigen Kämpfen und Abenteuern erreicht sie mit einem Händlerzug die französische Grenze und die Stadt Bayonne. Gringeure, Vertrauensmann der Händler, der sie an Gaspard erinnert, erkennt sie als Frau. Beide kommen sich näher, doch Graciana warnt ihn vor der Gefahr, die in ihrem Blut schlummert.

ES meldet sich mit einer Botschaft und fordert Rico auf, aktiv zu werden. Dieser aktiviert Synonymus Eins und richtet in Südfrankreich einen Stützpunkt mit einem verborgenen Transmitter ein. Auf der Reise nach Toulouse werden Graciana und Gringeure doch intim, und zunächst scheint alles gut zu gehen. Eines Nachts aber ist Gringeure verschwunden. Er hinterlässt nur eine kurze Abschiedsbotschaft.

Dann begegnet Graciana zu ihrer großen Überraschung auf der Straße Ciron de Beauvallon alias Rico. Die beiden reden, und Ciron lädt Graciana ein, in einer Einsiedelei zu übernachten. Der Einsiedler ist Synonymus Eins. Die beiden Roboter betäuben Graciana, während sie schläft, und bringen sie per Transmitter nach Le Sagittaire. Eine Blutanalyse bestätigt die Existenz eines gefährlichen, unbekannten Virus, gegen das auch die arkonidische Medizin machtlos ist. Atlan wurde inzwischen, man schreibt 1650, geweckt, und erhält Bericht. Versuche zeigen, dass sogar der Zellaktivator das Virus nicht bezwingen, sondern seine Wirkung nur verlangsamen kann. Also ist Graciana ungeheuer gefährlich. Sie muss isoliert bleiben. In Gesprächen mit Atlan und Rico versteht sie die Notwendigkeit.

Atlan interessiert sich außerdem für die Geschehnisse in England unter Cromwell. Er muss schon einmal dort gewesen sein, denn ein Bild, das Cromwell besitzt, stellt Atlan dar. Rico und Atlan bauen den Stützpunkt Carundel Mill auf und aus. Synonymus Eins arbeitet irregulär und muss zunächst stillgelegt werden. Dann zeigen Bilder einer Spionsonde, wie Gringeure qualvoll in einem Hospiz stirbt. Graciana ist geschockt.

Atlan und Graciana reisen nach England, wo Atlan zufällig Cromwell bei einem Angriff das Leben rettet. Beide werden Freunde und treffen sich in Carundel Mill. Dort lernt Atlan auch Lady Virginia Hanley, eine attraktive verwitwete Adlige, kennen. Anschließend begeben er und Graciana sich per Transmitter nach Paris, wo Atlan ein Stadthaus besitzt.

Leider wird Graciana nach einigen schönen Wochen auf offener Straße entführt. Atlan ist machtlos, es geht zu schnell. Zum Glück trägt Graciana einen Ring mit einem verborgenen Peilsender. Atlan ruft Rico zu Hilfe, denn es besteht ungeheure Epidemiengefahr für das dicht besiedelte Paris.

Es gelingt, die Kutsche zu finden, mit der Graciana entführt wurde. Atlan zwingt den Kutscher Pierre Orny unter Folterdrohung zur Aussage, und dieser gesteht, für eine Gruppe von Adligen zu arbeiten, die Schwarze Messen feiert und dazu junge Frauen entführt. Einer der Anführer soll Graf Agénorville sein. Die nächste Messe ist für den 13. Juli in der Ruine von Sankt Benedikt geplant. Außerdem sollen die Gefangenen sich in einem Haus in der Rue d'Or befinden.

In einer Fechtschule, in der Graf Agénorville als einer der besten Kämpfer gilt, trainiert auch Atlans Freund D'Artagnan. Der Arkonide fordert den Grafen heraus, besiegt ihn relativ mühelos und provoziert ein scharfes Duell. D'Artagnan wird sekundieren. Dann dringen Rico und Atlan mit Hilfe arkonidischer Technologie in das Haus in der Rue d'Or ein. Sie befreien viele Gefangene, darunter auch Graciana, die zum Glück bisher nicht missbraucht worden ist. Sie hat jedoch Tränke eingeflößt bekommen, die sie willenlos machen sollen. Atlan tut gegenüber den anwesenden Satansanbetern so, als sei er selbst der Teufel, und versetzt sie so in Schrecken.

Am nächsten Tag findet das Duell statt. Atlan tötet den Grafen nicht, sondern macht ihn nur lächerlich. Dann, am Abend des 13. Juli, sprengt er zusammen mit Rico die Satansmesse. Unter anderem hat er Graciana gegen die Schwester des Grafen ausgetauscht. Ein wildes Chaos bricht aus, und Atlan hofft, diesen Zirkel zerschlagen zu haben, zumal er dem Präfekten einen Tipp zugespielt hat, und dieser hoffentlich Polizisten geschickt hat.

Graciana, Atlan und Rico verlassen Frankreich. Sie gehen nach Carundel Mill, wo Graciana gesundgepflegt wird. Virginia Hanley und Atlan werden ein Paar, und auch mit Cromwell trifft er sich noch mehrmals.

Graciana zieht sich schließlich mit Hilfe Atlans und Ricos in ein Kloster in der Extremedura zurück, wo sie ab 1652 beginnt, ihre Erlebnisse aufzuschreiben. Atlan kehrt in die Tiefseekuppel zurück.

Anmerkung

  • Das Buch enthält schwerwiegende historische Fehler, denn es wird behauptet, 1650 habe Ludwig XIV. bereits das Schloss von Versailles errichtet. Im gleichen Abschnitt ist die Rede davon, Ludwig XIV. sei gestorben und sein unmündiger Sohn lebe. Im Übrigen geraten dem Autor mehrere Male Jahreszahlen bzw. Lebensaltersangaben der Protagonistin durcheinander.