Der Zielstern

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Perry Rhodan-Heftromane
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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit dem Heftroman. Für weitere Bedeutungen, siehe: Der Zielstern (Begriffsklärung).

Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 100)
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© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Zyklus: Die Posbis
Titel: Der Zielstern
Untertitel: Eine neue Epoche der Weltraumfahrt bricht an – und Forschungskreuzer FANTASY geht auf große Fahrt …
Autor: K. H. Scheer
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Johnny Bruck
Erstmals erschienen: Freitag, 2. August 1963
Hauptpersonen: Perry Rhodan, Leutnant Brazo Alkher, Dr. Arno Kalup, Oberst Jefe Claudrin, Reginald Bull, Gucky, Auris von Las-Toór
Handlungszeitraum: 2102
Handlungsort: Luna, FANTASY, Blaues System
Zusätzliche Formate: E-Book, Perry Rhodan-Gold-Edition,
enthalten in Silberband 13,
enthalten in Leihbuch 37

Handlung

Auf der Erde schreibt man das Jahr 2102, der Beginn einer neuen Epoche in der terranischen Raumfahrt.

Alfo Zartus ist auf dem irdischen Mond unterwegs, der in den letzten 57 Jahren zu einem gigantischen Produktionskomplex geworden ist. Die Terraner haben hier Möglichkeiten geschaffen, sogar Großraumer in Serie vom Fließband laufen zu lassen. Zartus ist ein Spion, der Aufnahmen von der geheimen Einrichtung gemacht hat und nun vor einer unsichtbaren Stimme flüchtet. Würden diese Aufnahmen entdeckt, hätte er eine lange Gefängnisstrafe zu verbüßen. Also flüchtet er, genau hinein in eine automatische Spritzanlage für Thermoplast.

Brazo Alkher wird zum unzähligsten Mal kontrolliert, seine Gehirnwellenmuster werden geprüft, er wird nach allen möglichen Dingen befragt. Die Prozedur scheint unendlich lange zu dauern. Nach dreizehn Stunden ist der junge Waffenoffizier endlich am Ziel, einer hochgeheimen Halle in den Tiefen des Erdmondes. Als die Sicherheitsautomatik zu klingeln anfängt, verliert Alkher die Nerven und sprintet unsicher los, nur um auf der Nase zu landen, direkt vor einem ölverschmierten Techniker. Dieser nimmt ihm die Koffer ab und trägt sie für den Leutnant zu dem in der Halle stehenden Schiff, einem nagelneuen Schweren Kreuzer der TERRA-Klasse. Seltsamerweise grüßen alle Personen, die ihnen begegnen, sehr stramm – zu stramm, wie Brazo Alkher findet. Doch er fühlt sich geehrt – bis der Techniker seine Mütze abnimmt und der junge Leutnant den Ersten Administrator selbst hinter dem ölverschmierten Gesicht erkennt. Das lässt Brazo zuerst einmal die Knie weich werden. Er sinkt genau in die Arme des cholerischen Hyperphysikers Arno Kalup, der ebenfalls an Bord ist.

Wie Alkher später erfährt, handelt es sich bei dem Schiff um die FANTASY, einem Forschungsraumer auf dem die Elitesoldaten der Solaren Flotte zusammengezogen sind. Ebenso die wichtigsten Mitglieder des Mutantenkorps und natürlich Perry Rhodan und Reginald Bull. Kommandant des Schiffes ist der Epsaler Jefe Claudrin. Die FANTASY ist das erste terranische Schiff mit dem neuartigen Lineartriebwerk. Der Antrieb basiert auf den von den Druuf erbeuteten Unterlagen, es dauerte 57 Jahre bis die Technik von den terranischen Technikern und Wissenschaftlern umgesetzt werden konnte. Rhodan und vor allem Arno Kalup sehen unglaubliche strategische Vorteile in dem neuen Antrieb, der es erlaubt auch bei Überlichtgeschwindigkeit auf Sicht zu fliegen. Es kommt zu keinem vollständigen Eintritt in den Hyperraum, anders als es bei einem Transitionstriebwerk üblich ist. Der Kalupsche Kompensationskonverter umgibt das Schiff mit einem Kompensationsfeld, das die vier- und fünfdimensionalen Einflüsse abschirmt. Je höher der Energiegehalt des Feldes desto höher die Geschwindigkeit des Raumschiffes. Die Maximalgeschwindigkeit ist dabei theoretisch beliebig hoch, die Energieaufnahme steigt allerdings exponentiell an.

Perry Rhodan gibt bekannt, dass mit Leutnant Alkher nun auch der Chef der Waffenabteilung eingetroffen sei und dass der wichtigste Test für das Triebwerk und das Forschungsschiff bevorstehe. Es ist geplant einen 41.000 Lichtjahre entfernten Zielstern auf Sicht anzufliegen. Mit einem Transitionstriebwerk würde der Flug circa eine Woche dauern, mit der FANTASY soll diese Distanz in nur 14,5 Stunden überbrückt werden und das Schiff damit sehr nahe an das galaktische Zentrum herangebracht werden.

Die FANTASY erreicht einen Überlichtfaktor von 25 Millionen. Mehr Energie können die Kraftwerke nicht liefern, doch der »Kalup«, wie der Kompensationskonverter kurz genannt wird, könnte noch mehr Energie aufnehmen. Plötzlich kommt es allerdings zu einem Problem, das Schiff fliegt direkt in eine Sonne hinein. Dabei fällt sie aus dem Linearraum und reißt Einiges an Sonnenmaterie mit sich. Diese Protomaterie beginnt zu erkalten und die FANTASY einzuschließen. Die Terraner beschließen, sich den Weg frei zu schießen. Doch dieser Versuch schlägt fehl. Das Problem wird gelöst, indem die FANTASY wieder in den Linearraum gebracht wird. Dabei kommt es auf Millisekunden an, denn bei eingeschaltetem Schutzschirm kann das Schiff nicht in den Linearraum gehen.

Nur kurze Zeit später kommt es erneut zu einem unerwarteten Zwischenfall. Der Überlichtflug wird wieder unterbrochen. Das Schiff scheint in einen Wattebausch einzudringen, dabei bricht das Kompensatorfeld zusammen und der Forschungsraumer taucht in einem unbekannten Sonnensystem auf. Das System ist von einem gigantischen blauen Schirmfeld umschlossen, weshalb die Terraner den Begriff Blaues System prägen. Augenblicklich schlagen die Strukturtaster der FANTASY an, es werden sehr starke Strukturerschütterungen angemessen, allerdings keine Raumschiffe geortet. Man beschließt tiefer in dieses System vorzudringen, da niemand auf Funkanrufe reagiert. Die Erschütterungen kommen aus der Nähe des fünften Planeten. Die Welt, die Sphinx getauft wird, hat zwei Monde, einen kleinen unbedeutenden und einen etwa von der Größe Merkurs. Von dort stammen die stärksten Strukturerschütterungen. Perry Rhodan geht davon aus, dass das Volk die Transmittertechnik vervollkommnet hat und daher auf Raumschiffe weitgehend verzichten kann.

Als die FANTASY auf dem Mond landet, wird sie einfach ignoriert. Die Bewohner stören sich überhaupt nicht an dem Schweren Kreuzer, auch der Einsatz der Telepathen John Marshall und Gucky bringt keinen Erfolg. Die Bewohner, Bully prägt den Begriff »Vorarkoniden«, können einen Gedankenschirm aufbauen und sind so für Telepathen nicht zu erreichen.

Bei einem Gesprächsversuch mit einem der Bewohner kommt heraus, dass die sehr arroganten Bewohner wirklich »Vorarkoniden« sind. Im Blauen System leben die Akonen, wie sie sich selbst nennen, von hier zogen einst die arkonidischen Kolonisten aus um viel später einmal die Macht in M 13 zu übernehmen. Die Terraner sind von dieser Tatsache überrascht.

Auris von Las-Toór, eine junge Akonin, wurde vom Regierenden Rat angewiesen, die vermeintlichen Nachkommen von akonischen Siedlern nett, aber konkret zu bitten, das Blaue System wieder zu verlassen. Der erste Kontaktversuch scheitert, da sich die Terraner schnell zurückziehen und den Mond verlassen und zur Hauptwelt fliegen. Auris kann nur einen kurzen Blick auf Perry Rhodan erhaschen und ist direkt fasziniert. Nachdem der Erkundungstrupp in die FANTASY zurückgekehrt ist, lässt Perry Rhodan das Schiff mit einem Gewaltmanöver direkt zum fünften Planeten fliegen und dort auf einem Raumhafen landen.

Plötzlich taucht Auris von Las-Toór über einen portablen Transmitter in unmittelbarer Nähe des Schweren Kreuzers auf. Den Akonen gelingt es, mit einem Schaltbildtaster die Positronik der FANTASY unbemerkt auszuspionieren. Perry Rhodan verlässt zusammen mit Jefe Claudrin, Bully und John Marshall das Schiff und tritt der Akonin entgegen. Diese bringt das Gespräch auf den Kolonialkrieg und teilt Rhodan mit, dass die FANTASY aus dem System verschwinden soll.

Mitten im Gespräch bekommt Auris von der Spionageabteilung mitgeteilt, dass die Terraner gar keine ehemaligen Kolonisten sind, was aus den entwendeten Daten ermittelt wurde. Auris, die völlig von Perry Rhodan fasziniert ist, schafft es zwar noch, die Terraner zu warnen, doch der Angriff kommt zu schnell. Der terranische Kreuzer wird mit einer Art Lähmstrahl beschossen. Die Besatzung erstarrt körperlich, doch der Verstand wird nicht ausgeschaltet. Rhodan gelingt es, durch die Hilfe von John Marshall, mit Gucky, der in der Zentrale weilt, telepathischen Kontakt aufzunehmen. Mit einer Teleportation gelingt es Gucky, zum Notstartschalter zu springen und den Hebel im Fallen umzulegen. Der Autopilot der FANTASY startet das Schiff, bevor akonische Robotkommandos den Kreuzer entern können. Der Lähmeffekt lässt mit der Zeit nach und der Forschungsraumer verlässt im Linearflug das Blaue System. Doch den Akonen ist nun der Standort der Erde bekannt.