Die Grauen Lords

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 1209)
PR1209.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Zyklus: Chronofossilien
Titel: Die Grauen Lords
Untertitel: Ein Projekt der Kosmokraten schlägt fehl – die Geschichte der Tiefe
Autor: Kurt Mahr
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: N. N. (2 x)
Erstmals erschienen: 1984
Hauptpersonen: Atlan, Jen Salik, Chulch, Wöleböl, Kerzl oder Krrrzssl, Oliph-Schakt, Lotur-Lot
Handlungszeitraum: 427 NGZ
Handlungsort: Starsen
Lexikon: Bettler des Universums, Brennendes Heer
Zusätzliche Formate: E-Book, enthalten in Silberband 144

Handlung

Atlan, Jen Salik und ihre beiden Freunde aus Starsen, Wöleböl und Chulch, sind vor den Herrschern der gigantischen Stadt in die Kavernen geflüchtet und bekommen vom Vitalenergiespeicher Zwei und Kerzl, dem letzten der Chrass, die Geschichte des Tiefenlands erzählt.

*

Ein Raumschiff der Alai ist auf dem Weg in die Galaxie Cor, genauer gesagt zur Sonne Cortrans. Dort werden sie erwartet. Das Volk der Alai hat einen informationsgesättigten Impuls von den Raum-Zeit-Ingenieuren (RZI) empfangen, es ist nicht das erste Mal, dass die Alai für die RZI tätig werden. Sie sind erfreut und stolz darauf, diesem Volk helfen zu dürfen und zu können. Die genaue Aufgabe wurde ihnen nicht mitgeteilt, nur dass viele Spezialisten benötigt werden: Städtebauer und -planer, Architekten und sogar Esoteriker. Oliph-Schakt ist ein Spezialist, wie jeder an Bord des Formenergieraumers der Alai. Sein Spezialgebiet ist das eines Koordinators.

Bei einem letzten Orientierungsstopp, circa 10.000 Lichtjahre von Cor entfernt, orten die Geräte der Alai einen braunen Zwerg als Zielstern. Doch als das Schiff den Stern erreicht, leuchtet er grün, obwohl er nur eine Oberflächentemperatur von 1200 °C besitzt. Durch eine Art Traktorstrahl wird das Schiff in das Innere der Sonne gezogen, dort ist eine Raumstation „versteckt“. Es handelt sich um einen Tiefenbahnhof, sogar die Hauptstation. Die Alai werden von Narl Narlenhort, dem ersten Tiefenzöllner, empfangen. Auch er gibt keine weiteren Auskünfte über die genaue Aufgabe, die die Alai erwartet, er verrät nur, woran die RZI arbeiten, nämlich an der Reparatur des Moralischen Kodes des Universums. Vom Tiefenbahnhof geht es weiter zur Grube und von dort mit dem Tiefenfahrstuhl hinunter in das Tiefenland.

Als die Alai das Tiefenland erreichen, wirkt es noch völlig öde, das einzig markante Gebilde ist eine gigantische Mauer aus Formenergie, die zukünftige Starsenmauer. Sie ist ein zusätzlicher Schutz gegen Eindringlinge, die aus dem Hochland versuchen könnten, ins Tiefenland einzudringen. Die Starsenmauer umschließt ein Gebiet von circa 7,7 Millionen Quadratkilometern, und genau auf diesem riesigen Areal sollen die Alai die Stadt »Starsen«, das Wort für »Hoffnung« in der Sprache der RZI, erbauen. Hier sollen die Heerscharen von Hilfsvölkern für ihre Tätigkeiten ausgebildet werden, bevor sie dann in das Tiefenland versetzt werden. Dazu sind vier Transmitter in die Starsenmauer eingelassen, die den Kontakt mit dem restlichen Tiefenland sicherstellen. Von einem Androiden, der den Alai von den RZI zugeteilt worden ist, erfährt Oliph-Schakt, dass mit der Tiefe etwas nicht stimmt, deshalb haben die RZI auch Esoteriker angefordert. Was das Problem der Tiefe ist, sollen die Alai allerdings selbst herausfinden.

Die Arbeiten an der Gigantstadt schreiten voran, bis es zu einem Unglücksfall kommt. Zwei Alai werden zu Stein verwandelt, diese beiden sind die ersten von vielen Opfern. Der Androide erklärt Oliph-Schakt, dass die Versteinerten dem geheimnisvollen Graueinfluss zum Opfer gefallen sind und die RZI die Alai mit der Aufgabe betrauen, das Problem des Graueinflusses zu lösen. Die Alai forschen auf dem Gebiet der PSI-Technik, doch es stellen sich keine Erfolge ein, bis ein Esoteriker dem Graueinfluss auf die Spur kommt. Der Graueinfluss ist keine Kraft, sondern das Fehlen einer anderen Kraft, der Vitalenergie. In der Tiefe, der extrauniversellen Grenzschicht, fehlt die Lebensenergie gänzlich. Oliph-Schakt berichtet diese Erkenntnisse den RZI und diese geben bekannt, dass im ganzen Tiefenland, auch unter Starsen, Kavernen angelegt werden sollen, und durch dieses System soll Vitalenergie über das gesamte Tiefenland verteilt werden. Im Zentrum des Tiefenlands wird das Vagenda angelegt, dort wird Vitalenergie aus dem Hochland abgezapft.

Viele tausend Tiefenjahre später ist Lotur-Lot der Koordinator der Alai. Die Kavernen sind mit Vitalenergie gefüllt und der Graukraft Einhalt geboten. Die ersten Hilfskräfte sind bereits in der Tiefenschule, die direkt unter dem Tiefenfahrstuhl erbaut wurde, ausgebildet worden, und weitere Hilfsvölkern strömen in die Tiefe und nach Starsen.

Die Chrass sind ein Volk von Baumwesen, ihre Zahl beträgt 15.000. Sie haben ein Problem mit der Ernährung, weil sie durch die Nahrungsaufnahme per Konzentratwürfel einen Körpersäureüberschuss produzieren. Krrrzssl, der Älteste der Chrass, begibt sich auf der Suche nach anderen Nahrungsquellen in die Kavernen. Bei dem Versuch, der Höhlenwand Mineralstoffe zu entziehen und so die angestammte Nahrungsaufnahme zu nutzen, wird er überraschend von der Graukraft angegriffen. Diese ist also noch latent vorhanden. Sollte der Vitalenergiestrom vom Vagenda einmal abreißen, würde der Graueinfluss direkt wieder zuschlagen. Lotur-Lot informiert die Raum-Zeit-Ingenieure über dieser Entdeckung, und Krrrszzl schlägt vor, Vitalenergiespeicher über das gesamte Tiefenland zu verteilen, damit diese bei Engpässen einspringen können, außerdem sollen die Chrass als Wächter in die Kavernen ziehen. Diese Vorschläge werden umgesetzt, Starsen erhält alleine achtzehn dieser Speicher, die wie riesige goldene Eier aussehen, Zellaktivatoren nicht unähnlich. Außerdem macht der Älteste der Chrass den Vorschlag, die Graukraft endgültig zu besiegen, indem man sie mit Vitalenergie übersättigt. Dazu sollen alle Vitalenergiespeicher explosionsartig geleert werden. Dieser Vorschlag soll auch in die Tat umgesetzt werden.

Irgendwann später unternimmt Krrrszzl oder Kerzl, wie ihn Jen Salik nennt, eine Expedition hinauf in die Grube um festzustellen, ob der Graueinfluss auch dort wirksam ist. Und tatsächlich, die Tiefenwächter aus dem Volk der Bar Niiv sind auch betroffen, ihre Körper sind verändert ihr Verhalten richtet sich gegen jeden, der versucht, in die Tiefe zu gelangen. Kerzl ist entsetzt, er berichtet Lotur-Lot von den Vorgängen in der Grube. Dieser erklärt, dass der Versuch mit dem explosionsartigen Entleeren der Speicher sofort durchgeführt werden soll, obwohl die Vorbereitungen noch nicht ganz abgeschlossen sind. Alle Alai haben Starsen verlassen und sind hinaus ins Tiefenland gegangen.

Der Versuch scheitert, Starsen wird isoliert, die Transmitter ins Tiefenland funktionieren nicht mehr. Dafür tauchen in ganz Starsen goldene Quader auf, die später Starsenspender genannt werden, ebenso stehen plötzlich Cityab und Citytrans zur Verfügung, alle Bürger haben den Status vier.

Lange Tiefenjahre wandert Kerzl ohne festes Ziel umher und stellt fest, dass die Chrass zum Teil mutierten, sie wurden zu Blinden Eremiten, bis er eine telepathische Botschaft erhält. Es ist der Vitalenergiespeicher Zwei, der zu ihm spricht. Der Speicher erklärt Kerzl, was passierte, dass nämlich bis auf den Speicher Eins alle anderen Speicher tot sind, restlos leer. Und er erklärt, woher die Starsenspender stammen, dass es sich um materialisierte Vitalenergie handelt, die die Vitalenergiespeicher transformiert haben, um sie vor den Grauen Lords zu schützen.

Doch die Speicher haben nicht mit dem Effekt gerechnet, der eintritt, denn nun verbrauchen die Einwohner Starsens die Vitalenergie. Immer wenn sie sich etwas von einem Starsenspender wünschen, verbraucht dieser einen winzigen Teil seiner innewohnenden Energie, um das Gewünschte daraus zu formen. Kerzl und der Vitalenergiespeicher Zwei entwickeln daraufhin das Statussystem, das vorsieht, dass nicht jeder die maximalen Rechte behalten kann. Man kann in einem Zweikampf an Status einbüßen, damit einher geht der Verlust von Privilegien. Zuerst verliert man seine Langlebigkeit, dann das Recht, Citytrans und Cityab zu nutzen, und als Bürger mit Status eins kann man auch die Starsenspender nicht mehr nutzen.

Zuerst stellt sich der gewünschte Effekt ein, doch mit der Zeit wird wieder mehr Energie verbraucht, außerdem kann der Speicher Zwei noch immer keinen Kontakt zum Speicher Eins herstellen. Also schickt er Kerzl auf den langen Weg. Der Chrass ist über ein Tiefenjahr lang unterwegs und trifft im Bereich des Vitalspeichers Eins auf ein seltsames Wesen, den Ältesten der Geriokratie, auf Grauleben. Entsetzt flüchtet Kerzl.

Verwirrt braucht er wiederum ein Jahr, um zurückzugelangen. Als er beim Vitalenergiespeicher Zwei eintrifft, stellt er fest, dass seine Artgenossen verschwunden sind. Der Speicher erzählt ihm, dass die Blinden Eremiten sie vertrieben hätten, doch später stellt sich heraus, dass sich die Chrass dem Speicher »geopfert« haben. Daraufhin verfällt der letzte Chrass in tiefe und lange Trauer. Er denkt daran, sich auch zu opfern, doch er tut es nicht. Er will gegen das Grauleben kämpfen. Er wartet auf Gesandte der Kosmokraten und als der Stahlherr eintrifft, sieht er sich bestätigt. Der Stahlherr sendet eine mentale Botschaft an alle Starsener aus: »Status ist tödlich!«.

Mit dem Stahlherrn gibt es eine neue Macht neben der Geriokratie und der Fraternität, und mit dem Auftauchen der beiden Galaktiker gibt es neue Hoffnung.

*

Nachdem der Bericht von Kerzl und dem Vitalenergiespeicher Zwei beendet ist, wendet sich das Baumwesen an Atlan und Jen Salik. Er hofft auf einen Plan und der Ritter der Tiefe hat auch einen. Während sich Atlan auf den Weg zur Starsenmauer macht, um dort auf den Stahlherrn zu treffen, macht sich Jen Salik auf den Weg zum Vitalenergiespeicher Eins. Er will sich, von seinem Zellaktivator geschützt, dem Speicher »opfern«, um so die Ströme eventuell kontrollieren zu können.

Innenillustrationen