Im Garten der ESTARTU

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 1299)
PR1299.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Zyklus: Chronofossilien
Titel: Im Garten der ESTARTU
Untertitel: Im Zentrum des Dunklen Himmels – das Geheimnis einer Superintelligenz wird offenbar
Autor: Ernst Vlcek
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Johnny Bruck (1 x)
Erstmals erschienen: Juli 1986
Hauptpersonen: Ijarkor, Roi Danton, Ronald Tekener, Veth Leburian, Srolg, Bulsk, Aldruizantaro
Handlungszeitraum: 430 NGZ
Handlungsort: Dunkler Himmel
Risszeichnung: Fernraumschiff der Kartanin von André Höller
(Abbildung)
Computer: Der große Rahmen
Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

Die SOMBATH des Ewigen Kriegers Ijarkor nähert sich mit Ronald Tekeners LASHAT und Roi Dantons LOVELY BOSCYK dem Planeten Etustar, dem Sitz der Superintelligenz ESTARTU. Mit von der Partie ist auch der Desotho Veth Leburian. Ijarkor hat die Navigationssysteme der beiden Virenschiffe mit seiner SOMBATH koppeln lassen. Seine eigene Besatzung hat er auf Befehl ESTARTUS in Tiefschlaf versetzt; er selbst hofft aus seiner Begegnung mit ESTARTU innenpolitisches Kapital schlagen zu können wie der Ewige Krieger Shargk vor einigen hundert Jahren.

Mehrere telepathische Botschaften heißen die Raumfahrer im Dunklen Himmel willkommen; eine davon handelt von den MORPHOGENETISCHEN FELDERN, die Teil der psionischen Felder sind. Als Veth Leburian über seine zweitausendjährige Verbannung in den Orphischen Labyrinthen sprechen will, reagieren die Psi-Pigmente in seiner Haut und setzen ihn kurzfristig außer Gefecht. Ijarkor teilt mit, dass Veth gerade wieder einem Test unterzogen wurde, der auch den anderen noch bevorstehe und befiehlt Roi und Tek zu einer Unterredung in den Dashid-Raum der SOMBATH. Bei einem Rendezvousmanöver kommt Srolg, ein Animateur, an Bord.

Im Dashid, so Ijarkor, könne ihr Gespräch von niemandem abgehört werden. Er möchte sich gemeinsam mit ihnen auf die Begegnung mit ESTARTU vorbereiten. Doch das Gespräch mündet in einen Streit über die Lage in der Milchstraße: Roi und Tek glauben nicht, dass Sotho Tyg Ian mehr Erfolg haben werde als Stalker und es auch nicht schaffen werde, ein psionisches Wunder einzurichten. Ijarkor bemerkt, dass die beiden unmerklich beeinflusst werden. Die Unterredung endet, als Srolg den Dashid betritt und sich als Lotse für den letzten Abschnitt der Reise nach Etustar vorstellt.

An Bord der LOVELY BOSCYK zurückgekehrt, verstricken sich die Vironauten in hitzige Diskussionen über das Verteidigungspotential der Milchstraße. Veth Leburian vermutet einen subtilen Einfluss, der es ESTARTU ermögliche, durch die morphogenetischen Felder ihr Wissen anzuzapfen, um es gegen die Galaktiker einzusetzen. Da meldet sich Ijarkor: Endlich ist Etustar erreicht! Veth Leburian, Roi Danton und Ronald Tekener begleiten ihn auf die Oberfläche des Planeten, die anderen müssen in den Schiffen bleiben. In der nächsten Schlafphase hat Jennifer Thyron einen visionären Traum: Alle Pflanzen und Tiere behaupten, ESTARTU zu sein, und sogar die unbelebte Materie des Planeten, der ein einziges Naturparadies ist, enthält ihre Bewusstseinssplitter. Der Umgang mit den morphogenetischen Feldern, den im Übrigen jede Superintelligenz zu einem gewissen Grad beherrsche, sei für sie nur Spielerei; ihr gehe es darum, durch den Permanenten Konflikt die Kosmokraten daran zu hindern, dem Kosmos ein neues, ihnen genehmeres GESETZ aufzudrücken, welches die reguläre Evolution ablöse. Jenny ist nicht die einzige, die diesen Traum hatte.

Srolg führt die Gelandeten in die Verhältnisse auf Etustar ein. Die Landschaft bezeichnet er als Garten der ESTARTU und sich selbst als Gärtner. ESTARTU sei in allen Pflanzen (Eidos) und Tieren (Morphe) vorhanden. Roi Danton und Ronald Tekener stellen fest, dass die Atmosphäre mit unfertigen Kodexmolekülen gesättigt ist, die keine Auswirkungen auf den menschlichen Organismus haben können. Ihnen wird ein Quartier angewiesen, wo ihnen jeweils ein Pterus als persönlicher Diener sowie ein Gärtner-Animateur zur Seite gestellt werden. Auf Rois Drängen, mit einer konkreten Inkarnation ESTARTUS in Verhandlungen zu treten, gibt sein Gärtner Bulsk ausweichende Antworten. Erst müssten die Gäste ihren Geist für ESTARTU öffnen, bevor sie in das HERZ vorgelassen würden. Bei einer Lagebesprechung erklärt Ijarkor ihr Zweckbündnis, das sie alle nach Etustar bringen sollte, mit Erreichen des Zieles für beendet. Ein jeder sei nun auf sich allein gestellt, da er sich nicht mit den Zielen der anderen identifiziere. Überraschend lässt er durchblicken, dass er nicht freiwillig hier sei, sondern von den Ewigen Kriegern zum Rapport herbestellt wurde.

Als Ronald Tekener feststellt, dass sein SERUN zerstört wurde, lässt er absichtlich seiner Wut freien Lauf und bemerkt, dass es eine Art emotioneller Koppelung zwischen ihm und seiner Umgebung gibt. Die Pterus-Diener in seiner Umgebung wechseln in die Kampfgestalt, die er von Stalker kennt, und beruhigen sich nur langsam wieder. Veth Leburian ist sicher, dass diese Rückkopplung auf die morphogenetischen Felder zurückzuführen ist, in die Roi und Ron eingebunden sind. Der Mlironer hat auf seinen Streifzügen durch den Garten eine Pflanze aufgestöbert, die nicht zu den Eidos gehört und nicht wie die anderen nur ein stereotypes »Ich bin ESTARTU« von sich gibt. Sie nennt sich Aldruitanzaro, und sie berichtet: Zitat: [...] »ESTARTU lebt hier nicht mehr« [...]! (S. 51-54) Die Superintelligenz sei einst aufgebrochen, um einer fernen Region des Kosmos Hilfe gegen eine gefährliche Bedrohung zu leisten. Ihr geistiges Erbe lebe in der Flora und Fauna des Gartens fort, und das technische Vermächtnis werde von ihrem Lieblingsvolk, den Pterus verwaltet.

Nach diesen Eröffnungen werden Ronald Tekener und Roi Danton ohne den verschwundenen Ijarkor in das HERZ vorgelassen – ausgedehnte technische Einrichtungen, die sich unter dem gesamten Kontinent bis in zwanzig Kilometer Tiefe erstrecken. Bulsk erwartet sie und klärt sie über die Rolle der Pterus auf. Die Animateure, die über viele Generationen ihr Erscheinungsbild manipuliert haben, bis es dem heutigen Aussehen entspricht, sind die wahren Herren; die Diener-Pterus auf Etustar sind ebenso wie die Sothos Klone. Bulsk zeigt ihnen Aufzeichnungen, wie Stalker entstand und durch die morphogenetische Kopplung mit der Besatzung der aufgebrachten TSUNAMI-114 auf seinen Einsatz in der Milchstraße vorbereitet wurde. Stalker war von Anfang an als »Übergangslösung« gedacht. Aufgrund des übereilten Vorgehens bei seiner Züchtung hat er sich inzwischen der Kontrolle der Animateure entzogen, aber das Hauptziel seiner Mission war ohnehin nur, genügend Galaktiker in die Mächtigkeitsballung Estartu zu locken, damit für die Prägung seines Nachfolgers besseres Material vorhanden sei: sie beide, Ron und Roi. Mittels der morphogenetischen Felder wird ihr Wissen über Millionen Lichtjahre auf Sotho Tyg Ian übertragen, der solcherart das Rüstzeug bekommt, um die Galaktiker zum Permanenten Konflikt zu zwingen. Diese Auslegung des Dritten Wegs ist für die Pterus der einzige denkbare Weg, um sich Angriffen sowohl seitens der Kosmokraten als auch der Chaotarchen erwehren zu können. Die Gänger des Netzes – Gorims – sind die idealen Konfliktgegner für die Ewigen Krieger.

Roi Danton und Ronald Tekener dürfen sich auf Etustar frei bewegen, denn dies stört die zunehmende Verschränkung mit den morphogenetischen Feldern nicht im Geringsten, aber sie dürfen die Welt nicht mehr verlassen. Von Aldruitanzaro erfährt Roi am 13. September 430 NGZ, dass Veth Leburian ausgewiesen wurde und auf die SOMBATH zurückgekehrt sei. Eingedenk Tekeners Erfahrungen mit seinem Diener-Pterus fassen die beiden Terraner den Beschluss, den Spieß umzudrehen. Tatsächlich gelingt es ihnen, im HERZ die Steuerung der morphogenetischen Maschinerie unter ihre Kontrolle zu bringen. Durch eine Sicherheitsschaltung wird die beabsichtigte Einflussnahme auf Tyg Ian zwar verhindert, doch die Diener-Pterus auf Etustar verfallen dem Wahnsinn und schließlich zerstört das System sich selbst. Es wird keine weiteren Sothos geben!

Ein letztes Mal treffen die beiden auf Ijarkor, der inzwischen rekonditioniert ist und alle Zweifel an ESTARTU verloren hat. Bevor er Etustar verlässt, verurteilt er sie zu ewiger Verbannung in den Orphischen Labyrinthen von Trovenoor. Ihnen bleibt nur die Hoffnung, dass der BOSCYK und der LASHAT die Flucht aus dem Dunklen Himmel gelingt.

Innenillustration