Im Garten der ESTARTU

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 1299)
PR1299.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Zyklus: Chronofossilien
Titel: Im Garten der ESTARTU
Untertitel: Im Zentrum des Dunklen Himmels – das Geheimnis einer Superintelligenz wird offenbar
Autor: Ernst Vlcek
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Johnny Bruck (1 x)
Erstmals erschienen: 1986
Hauptpersonen: Ijarkor, Roi Danton, Ronald Tekener, Veth Leburian, Srolg, Bulsk, Aldruizantaro
Handlungszeitraum: August – September 430 NGZ
Handlungsort: Dunkler Himmel
Risszeichnung: Fernraumschiff der Kartanin von André Höller
(Abbildung)
Computer: Der große Rahmen
Zusätzliche Formate: E-Book

Kurz­zusammen­fassung

Die SOMBATH und die beiden Virenschiffe LASHAT und LOVELY BOSCYK erreichen Etustar. Der Ewige Krieger Ijarkor landet in Begleitung von Roi Danton, Ronald Tekener und Veth Leburian; die anderen Vironauten bleiben im  Wikipedia-logo.pngOrbit zurück. Sie verbringen etliche Wochen im Garten der ESTARTU und werden jedesmal von dem Animateur Bulsk abgewiesen, wenn sie ihr Begehren ansprechen, zu der Superintelligenz ESTARTU vorgelassen zu werden. Nach einiger Zeit findet Veth Leburian Ungeheuerliches heraus: ESTARTU lebt hier nicht mehr! Sie hat anscheinend ihre Mächtigkeitsballung verlassen.

Während Leburian des Gartens verwiesen wird und auf die SOMBATH zurückkehren muss, lenken die Animateure gegenüber den beiden Terranern ein und lassen sie in die HERZ-Station ein. Dort offenbart Bulsk ihnen, wie Dantons und Tekeners Wissen über die Galaktiker und deren Verteidigungsmöglichkeiten durch das morphogenetische System angezapft wurde. Der Sotho Tyg Ian ist damit optimal für die bevorstehende Machtübernahme in der Milchstraße vorbereitet. Eine Flucht erweist sich als unmöglich. Danton und Tekener bleibt nur der Ausweg, die Maschinerie zu sabotieren. Der Plan gelingt, das morphogenetische System zerstört sich selbst. Damit gibt es keine Möglichkeit mehr, neue Sothos zu erschaffen.

Ijarkor ist indessen rekonditioniert. Bevor er auf die SOMBATH zurückkehrt, spricht er sein Urteil über Danton und Tekener: ewige Verbannung in die Orphischen Labyrinthe von Trovenoor. Die beiden können nur hoffen, dass die LASHAT und LOVELY BOSCYK vielleicht entkommen.

Handlung

Die SOMBATH des Ewigen Kriegers Ijarkor nähert sich mit Ronald Tekeners LASHAT und Roi Dantons LOVELY BOSCYK dem Planeten Etustar, dem Sitz der Superintelligenz ESTARTU. Mit von der Partie ist auch der Desotho Veth Leburian. Ijarkor hat die Navigationssysteme der beiden Virenschiffe mit seiner SOMBATH koppeln lassen, der erratische Kurs wird durch Fernlenkimpulse von außen vorgegeben. Seine eigene Besatzung hat er auf Befehl ESTARTUS in Tiefschlaf versetzt; er selbst hofft aus seiner Begegnung mit ESTARTU innenpolitisches Kapital schlagen zu können wie der Ewige Krieger Shargk vor einigen hundert Jahren.

Die Raumfahrer werden von mehreren telepathischen Sendungen hingehalten, die vorgeblich von ESTARTU stammen und sie im Dunklen Himmel willkommen heißen; sie hören von den MORPHOGENETISCHEN FELDERN, die zu den psionischen Feldern gehören sollen. Als Veth Leburian über seine zweitausendjährige Verbannung in den Orphischen Labyrinthen sprechen will, reagieren die Psi-Pigmente in seiner Haut und setzen ihn kurzzeitig außer Gefecht. Handelt es sich um eine Schutzmaßnahme gegen einen gezielten psionischen Angriff durch die Superintelligenz oder doch nur um einen zufälligen Anfall? In der Nähe eines zu einer Raumstation umgebauten Asteroiden werden die Schiffe aus dem Psionischen Netz gezwungen und die Ankunft eines Animateurs namens Srolg wird avisiert. Ijarkor befiehlt Roi und Tek zu einer Unterredung in den Dashid-Raum der SOMBATH.

Im Dashid, so Ijarkor, könne ihr Gespräch von niemandem abgehört werden. Er möchte sich gemeinsam mit ihnen auf die Begegnung mit ESTARTU vorbereiten. Doch das Gespräch mündet in einen Streit über die Lage in der Milchstraße: Roi und Tek glauben nicht, dass Sotho Tyg Ian mehr Erfolg haben werde als Stalker und es auch nicht schaffen werde, ein psionisches Wunder einzurichten. Es wird deutlich, dass die beiden behutsam manipuliert werden. Die Unterredung endet, als Srolg hereinplatzt und sich als Lotse für den letzten Abschnitt der Reise nach Etustar vorstellt.

An Bord der LOVELY BOSCYK zurückgekehrt, verstricken sich die Vironauten in hitzige Diskussionen über das Verteidigungspotential der Milchstraße. Veth Leburian vermutet einen subtilen Einfluss, der es ESTARTU ermögliche, durch die morphogenetischen Felder ihr Wissen anzuzapfen, um es gegen die Galaktiker einzusetzen. Da meldet sich Ijarkor: Endlich ist Etustar erreicht! Veth Leburian, Roi Danton und Ronald Tekener begleiten ihn auf die Oberfläche des Planeten, die anderen müssen in den Raumschiffen bleiben. In der nächsten Schlafphase hat Jennifer Thyron einen visionären Traum: Alle Pflanzen und Tiere behaupten, ESTARTU zu sein, und sogar die unbelebte Materie des Planeten, der ein einziges Naturparadies ist, enthält ihre Bewusstseinssplitter. Der Umgang mit den morphogenetischen Feldern, den im Übrigen jede Superintelligenz zu einem gewissen Grad beherrsche, sei für sie nur Spielerei; ihr gehe es darum, durch den Permanenten Konflikt die Kosmokraten daran zu hindern, dem Kosmos ein neues, ihnen genehmeres GESETZ aufzudrücken, welches die reguläre Evolution ablöse.

Srolg führt die Gelandeten in die Verhältnisse auf Etustar ein. Die Landschaft bezeichnet er als Garten der ESTARTU und sich selbst als Gärtner. ESTARTU sei in allen Pflanzen (Eidos) und Tieren (Morphe) vorhanden. Roi Danton und Ronald Tekener stellen fest, dass die Atmosphäre mit unfertigen Kodexmolekülen gesättigt ist, die keine Auswirkungen auf den menschlichen Organismus haben können. Ihnen wird ein Quartier angewiesen, wo ihnen jeweils ein persönlicher Diener-Pterus sowie ein Gärtner-Animateur zur Seite gestellt werden. Auf Rois Drängen, mit einer konkreten Inkarnation ESTARTUS in Verhandlungen zu treten, gibt sein Gärtner Bulsk ausweichende Antworten. Erst müssten die Gäste ihren Geist für ESTARTU öffnen, bevor sie in das HERZ vorgelassen würden. Bei der anschließenden Lagebesprechung – man schreibt den 10. August 430 NGZ – erklärt Ijarkor ihr Zweckbündnis, das sie alle nach Etustar bringen sollte, mit Erreichen des Zieles für beendet. Ein jeder sei nun auf sich allein gestellt, da er sich nicht mit den Zielen der anderen identifiziere. Überraschend lässt er durchblicken, dass er nicht freiwillig hier sei, sondern von den Ewigen Kriegern zum Rapport herbeordert wurde.

Roi Danton und Ronald Tekener haben ihre SERUNS abgelegt und im Lauf der Tage, in denen sie immer wieder von ihrem Begehren abgelenkt werden, vergessen.

Als Ronald Tekener feststellt, dass sein SERUN zerstört wurde, lässt er absichtlich seiner Wut freien Lauf und bemerkt, dass es eine Art emotioneller Koppelung zwischen ihm und seiner Umgebung gibt. Die Diener-Pterus in seiner Umgebung wechseln in die Kampfgestalt, die er von Stalker kennt, und beruhigen sich nur langsam wieder. Veth Leburian ist sicher, dass diese Rückkopplung auf die morphogenetischen Felder zurückzuführen ist, in die Roi und Ron eingebunden sind. Der Mlironer hat auf seinen Streifzügen durch den Garten eine Pflanze aufgestöbert, die nicht zu den Eidos gehört und nicht wie die anderen nur ein stereotypes »Ich bin ESTARTU« von sich gibt. Sie nennt sich Aldruitanzaro, und sie berichtet: (Zitat) »[...] ESTARTU lebt hier nicht mehr [...]«! (S. 51–54) Die Superintelligenz sei einst aufgebrochen, um einer fernen Region des Kosmos Hilfe gegen eine gefährliche Bedrohung zu leisten. Ihr geistiges Erbe lebe in der Flora und Fauna des Gartens fort, und das technische Vermächtnis werde von ihrem Lieblingsvolk, den Pterus verwaltet.

Erst jetzt, gegen Ende August, bemerkt Tekener, dass mit dem SERUN auch sein Permit vergangen ist.

Endlich werden Ronald Tekener und Roi Danton ohne Veth Leburian und ohne den verschwundenen Ijarkor in das HERZ vorgelassen – ausgedehnte technische Einrichtungen, die sich unter dem gesamten Kontinent bis in zwanzig Kilometer Tiefe erstrecken. Bulsk erwartet sie und klärt sie über die Rolle der Pterus auf. Die Animateure, die über viele Generationen ihr Erscheinungsbild manipuliert haben, bis es dem heutigen Aussehen entspricht, sind die wahren Herren; die Diener-Pterus auf Etustar sind ebenso wie die Sothos Klone. Bulsk zeigt ihnen Aufzeichnungen, wie Stalker entstand und durch die morphogenetische Kopplung mit der Besatzung der aufgebrachten TSUNAMI-114 auf seinen Einsatz in der Milchstraße vorbereitet wurde. Stalker war von Anfang an als »Übergangslösung« gedacht. Aufgrund des übereilten Vorgehens bei seiner Züchtung hat er sich inzwischen der Kontrolle der Animateure entzogen, aber das Hauptziel seiner Mission war ohnehin nur, genügend Galaktiker in die Mächtigkeitsballung Estartu zu locken, damit für die Prägung seines Nachfolgers besseres Material vorhanden sei. Die wichtigsten Lehrmeister sind Ron und Roi: Mittels der morphogenetischen Felder wird ihr Wissen über Millionen Lichtjahre auf Sotho Tyg Ian übertragen, der solcherart das Rüstzeug bekommt, um die Galaktiker zum Permanenten Konflikt zu zwingen. Diese Auslegung des Dritten Wegs ist für die Pterus der einzige denkbare Weg, um sich Angriffen sowohl seitens der Kosmokraten als auch der Chaotarchen erwehren zu können. Die Gänger des Netzes – Gorims – sind die idealen Konfliktgegner für die Ewigen Krieger.

Roi Danton und Ronald Tekener dürfen sich auf Etustar frei bewegen, denn dies stört die zunehmende Verschränkung mit den morphogenetischen Feldern nicht im Geringsten, aber sie dürfen die Welt nicht mehr verlassen. Von Aldruitanzaro erfährt Roi am 13. September 430 NGZ, dass Veth Leburian ausgewiesen wurde und auf die SOMBATH zurückgekehrt sei. Leburian hat die Vironauten auf der LOVELY BOSCYK über die Vorgänge auf Etustar, vor allem die Abwesenheit ESTARTUS, unterrichtet und sie arbeiten an einem Fluchtplan. Eingedenk Tekeners Erfahrungen mit seinem Diener-Pterus fassen die beiden Terraner den Beschluss, den Spieß umzudrehen. Tatsächlich gelingt es ihnen, im HERZ die Steuerung der morphogenetischen Maschinerie unter ihre Kontrolle zu bringen. Durch eine Sicherheitsschaltung wird die beabsichtigte Einflussnahme auf Tyg Ian zwar verhindert, doch die Diener-Pterus auf Etustar verfallen dem Wahnsinn und lösen sich auf. Schließlich zerstört das System sich selbst. Es wird keine weiteren Sothos geben!

Ein letztes Mal treffen die beiden auf Ijarkor, der inzwischen rekonditioniert ist und alle Zweifel an ESTARTU verloren hat. Bevor er Etustar verlässt, verurteilt er sie zu ewiger Verbannung in den Orphischen Labyrinthen von Trovenoor. Ihnen bleibt nur die Hoffnung, dass der BOSCYK und der LASHAT die Flucht aus dem Dunklen Himmel gelingt.

Innenillustration