Möbius

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Überblick

PR1700.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 1700)
Zyklus: Die Ayindi
Titel: Möbius
Untertitel: Der Plan ist zwei Millionen Jahre alt – die Spindelwesen und ihre große Aufgabe
Autor: Robert Feldhoff
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Johnny Bruck
Erstmals erschienen: Donnerstag, 24. März 1994
Hauptpersonen: Perry Rhodan, Moira, Voltago, Mila Vandemar, Nadja Vandemar, Alaska Saedelaere
Handlungszeitraum: 1216 NGZ
Handlungsort: Charon, STYX, BASIS
Report:

Ausgabe 237: »Werkstattbericht: Gedanken zum Band 1700« von Robert Feldhoff; »STYX, Moiras Raumschiff, Allgemeines« von Georg Joergens

Computer: In eigener Sache!
Besonderes:

Farbposter der PERRY-RHODAN-Autoren

Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

1216 NGZ: Auf dem Flug der STYX bittet Alaska Saedelaere Moira, auf die Vandemar-Zwillinge einzuwirken. Ihre Paragaben sollen zum Durchbruch kommen, was Mila und Nadja bislang zurückhalten. Den Grund wissen sie selbst aber nicht. Die Kriegerin erklärt sich dazu bereit und aktiviert eine psionische Reizstrahlung, die die STYX durchflutet, aber nur auf die Zwillinge einwirkt. Schnell treten Veränderungen bei diesen auf. Die 900 Meter-Grenze fällt, die blockierten Psi-Gaben beginnen zu erwachen, und Nadja, bisher psionisch blind, wird zur Sehenden. Indessen wird Voltago von den Spindelwesen abgelehnt, die ihr erstes Urteil, das von Fünf ausgesprochen wurde, revidieren. Der Kyberklon fühlt sich einsam.

Am 17. September landet das Schiff auf Charon. Moira teilt Perry Rhodan mit, dass sie die Sampler auch als »Passagewelten« bezeichnet. Die Spindelwesen wiederum werden jetzt auf Charon den Duft des absoluten Frosts einatmen. Auch Voltago werde dies tun, denn die Spindelwesen brauchen ihn. Mit diesen Worten schickt sie die Spindelwesen und den Kyberklon nach Charon.

Fünf spürt auf Charon sofort die Ausstrahlung, wie sie von den Samplern bekannt ist. Er taucht in einen Eissee ein und ein ungeheures Informationspotenzial tut sich ihm auf. Er pendelt sich darauf ein und lässt sich von einem Sog ans Ziel führen. Er gelangt nach Downunder und kehrt wieder zurück. Für eine exakte Einpendelung benötigt Fünf Hilfe, und Voltago muss dieser Helfer sein.

Moira erklärt Rhodan und Saedelaere, dass Charon die Spindelwesen in eine zukünftige Realität schicke. Rhodan möchte dieses direkt beobachten, doch am Eissee will es ihm nicht gelingen zu ergründen, was beispielsweise Neun und Sechs tun. Da erscheint der Kyberklon bei ihm und erklärt, da er ein Ritter der Tiefe sei, dürfe er erfahren, dass das Ziel von Sechs Shaft hieße und auch alle anderen Spindelwesen ihr bestimmtes Ziel hätten. Wenn sie dort ankämen, werde eine Uhr zu ticken beginnen.

Zehn sieht Noman als ihre Geburtsstätte, bemerkt aber auch eine Bezugslosigkeit zu dem Sampler, begreift, dass sie unzulänglich ist. Sie fühlt sich wie eine Verräterin. Zurück auf der STYX, berichten alle von ihren Erlebnissen, doch nur Fünf und Zehn können ihre Visionen präzisieren.

Auf der BASIS wird inzwischen der 3. Oktober geschrieben. Die Hamiller-Tube hat in Homer G. Adams einen neuen Gesprächspartner gefunden. Sie spricht weiterhin von ihrem Tod und bedauert, dass sie Rhodan nicht wiedersehen wird. Adams ist die Angelegenheit recht unangenehm, da gellt ein Alarm durch das Schiff. Die Gish-Vatachh greifen die BASIS wieder an. Demnach haben die Theans Atlans Bluff durchschaut. Die BASIS hat gegen die Übermacht keine Chance, auch wenn sie die meisten der 10.000 Quappenschiffe zerstören würde. So wird die Phalanx durchbrochen und das Schiff flieht nach Noman. Dieser Sampler ist auch als Ersatztreffpunkt mit der ODIN ausgemacht worden.

Die Spindelwesen erkennen derweil Voltago als notwendiges Übel an. Er ist der »Feinmechaniker«, der sie ans Ziel bringen wird. Sie beginnen eine Vernetzung mit dem Kyberklon, die aber von Moira durch eine eigene Vernetzung ersetzt wird. Sie agiert dabei als Sechzehn und Koordinator-Ersatz. Später erscheint die Kriegerin bei Rhodan und Saedelaere. Die STYX ist inzwischen zur Monochromwelt gestartet, die sich 85 Millionen Lichtjahre entfernt befindet. Moira hält es für an der Zeit, eine Geschichte zu erzählen, die zwei Millionen Jahre alt ist. Sie erlebte sie als unbeteiligte Zeugin:

Vor der Schlacht der 50 Tage, circa 1000 Jahre zuvor, erschien ein einzelnes mächtiges Raumschiff an der Großen Leere. Es kam von jenseits der Grenze und wollte beobachten. Das Wesen an Bord war eine Ayindi. Sie fand eine Welt, die wahrhaft grenzenlos war und kehrte in die Heimat zurück, um Bericht zu erstatten. Weitere Ayindi beschlossen, die fremde Welt zu erkunden und Kontakte zu knüpfen. Sie wollten Wunder sehen, Wunder, wie es sie im Arresum längst nicht mehr gab. Die Völker der Großen Leere stellten sich dem Feind, denn das waren die Besucher aus dem Arresum. Doch die Ayindi blieben stets Sieger. Die Tanxtuunra, die »Allianz der tausend Galaxien«, entstand, der aber höchstens 100 Galaxien und nicht 1000 angehörten. Die Besucher aus dem begrenzten Raum kamen für die Völker an der Großen Leere aus eben dieser. Doch die Heimat der Ayindi lag nicht mitten in der Großen Leere, so einfach war die Wahrheit nicht. Die Tanxtuunra baute immer mächtigere Waffen und Schiffe. Es gab Planetenriesen und lebende Hybridraumer aus den Träumenden Seglern erschaffen. Doch die Ayindischiffe mit ihren Dunkelfeldern blieben stärker. So vergingen die Jahrhunderte und die Tanxtuunra entdeckte die Knotenpunkte bzw. Passagewelten, die die Ayindi benutzten, um aus ihrer Enge zu entkommen. Trotz deren Abriegelung ging das Schlachten weiter. Es gab Niederlagen, von der sich die Tanxtuunra immer wieder erholte und es gab Siege, die ohne Wert für die Ayindi waren. Dann kam die letzte Schlacht. Quidor von Tanxtuunra setzte die Waffe der Porleyter ein. Erstmals starben Ayindi und sie zogen sich zurück. Sie nahmen aber auch den wahren Grund ihrer Niederlage mit. Dies musste Quidor erkannt haben – und deshalb schwieg er. Er tabuisierte die Passagewelten und akzeptierte somit einen Status quo. Das Tabu erklärte er aus der Angst heraus, die Ayindi ungewollt zurückzuholen, zum Beispiel durch eine Vernichtung der Sampler. Moira selbst konnte den Ayindi nicht helfen. Sie starb fast auf jenem Planeten im heutigen Zraan-System. Doch stattdessen überlebte sie und erhielt die Unsterblichkeit. Quidor verwüstete später den Planeten, damit sie dieses Rätsel nicht lösen konnte. Jedoch hinterließen die Ayindi ein Vermächtnis, nämlich die Spindeln und Segmente. Wer dieses Geheimnis enträtselte, würde sich einen Weg zu ihnen ebnen. Er würde sie rufen, auch nach Ablauf von zwei Millionen Jahren.

Rhodan ist der Auffassung, dass es nicht noch einmal zu einem Krieg kommen muss, wenn dieser Weg beschritten wird. Schließlich hat ES den Weg hierher gewiesen (über Philip, der einen Zellaktivatorchip bekam, ebenso wie die beiden Spiegelgeborenen) und die Superintelligenz kann einen Krieg nicht wollen. Saedelaere wiederum vermutet eine Manipulation bei Moira. Nicht in der Vergangenheit durch Indoktrination, sondern hier und heute.

Am 27. September wird die Monochromwelt erreicht. Dort werden alle Spindelwesen und auch Voltago abgesetzt, dann startet die STYX zurück. Voltago erlebt die Vernetzung mit Moira als einen Anstieg seiner Eigentemperatur. Gemeinsam mit den Spindelwesen versetzt er sich nun nach Methanwelt. Vierzehn erkennt ihren Geburtsort und das H-5 als zentrales Element, mit dessen Hilfe sie diese Welt zerstören wird. Auf der so genannten Schichtwelt bleibt Sieben zurück. Auch Sieben erkennt, dass, wenn die Kernhüllfelder des H-5 wegfallen, die das eigentlich unmögliche Element stabilisieren, es zur angestrebten Zündung kommen wird. Auf Riesenwelt, dem Sampler mit dem Spalt, bleibt Zwei zurück und Sechs auf Shaft. Zwölf bleibt auf der Licht-ohne-Sonne-Welt, Neun auf Scheibenwelt und Vier auf Pyramidenwelt. Dann erreichen die anderen Spiegelwelt. Hierhin gehört kein Spindelwesen, aber Voltago betritt die »Brücke ins Universum«. Er sieht sich auf einen Planeten mit rotem Sand versetzt, dem solaren Mars. Aus dem Sand steigt ein Objekt, das er anfangs für ein Quidor-Symbol hält. Doch dann erkennt er darin einen Möbius-Streifen, wie die Terraner es bezeichnen. Er stellt ein ungewöhnliches Modell des Universums dar. Voltago begreift dieses Modell, das wieder verweht, nicht. Mit der Vermutung, dass der tote Eins hierher gehört hätte, ziehen sie weiter. Nacheinander werden Drei, Dreizehn, Fünfzehn (auf Sloughar), Elf, Acht und Fünf (auf Downunder) abgesetzt. Es bleibt Zehn, aber sie will nicht auf Noman bleiben. Voltago setzt sie auf Wüstenwelt ab und kehrt zur Monochromwelt zurück. Damit ist auch er am Ziel.

Auf dem Rückflug der STYX wird die Psi-Reizstrahlung deaktiviert. Die Psi-Werte von Mila sind erheblich gestiegen, aber die Überraschung ist Nadja. Ihr Wert ist achtmal höher als der ihrer Schwester. Am 9. Oktober sind sie wieder auf Charon. Moira klärt Rhodan über das nun bald Folgende auf, den Sinn des H-5 und die Zündung der Sampler, die einen Korridor öffnen werden. Dies muss Quidor geahnt haben und darum ließ er seine Finger von den Passagewelten. Moira kann alle Sampler beobachten und stellt fest, dass Zehn nicht auf Noman weilt. Damit hat sie eine schwere Aufgabe zu lösen. Tage vergehen und am 16. Oktober erscheint die ODIN. Atlan kommt unverzüglich an Bord der STYX. Nochmals vergehen Tage und am 31. Oktober erklärt Moira, der Tag der Entscheidung sei angebrochen.

Voltago zündet als Erster. Das H-5-Wasserstoff-Isotop verbrennt ihn und seine Welt. Da Charon im Fokus aller Passagewelten liegt, kann Moira den von Voltago ausgelösten Impuls auf sämtliche 21 Stationen verteilen. Von dort kommen nacheinander Impulse zurück nach Charon, wo sich Stück um Stück ein Tunnel aufbaut. Zuletzt handelt Zehn – und der Durchbruch zur anderen Seite entsteht mit Macht. Mila und Nadja erleben in diesem Moment das Grauen durch ihre Gabe des Spiegelsehens. Dabei zerstören sie ihre Kabine zu feinstem Kristallstaub.

Die BASIS erreicht am 12. Oktober das Daffish-System und geht in einen Orbit um Noman. Die Quappenschiffe treffen acht Tage später ein. Sie wagen es aber nicht, das galaktische Schiff anzugreifen. Am 31. Oktober kommt es zu einer gewaltigen Erschütterung des Raumzeit-Gefüges. Noch wissen die Galaktiker und die Völker der Großen Leere nicht, dass 15 der 21 Sampler brennen, dann erscheint über Noman (und über allen anderen Samplern auch) eine riesige Spindel mit den Abmessungen 20 mal 8 Kilometer.

Rhodan, Atlan und Saedelaere erleben auf den Bildschirmen der STYX, wie die Sterne und das Universum erlöschen. Absolute Dunkelheit macht sich breit, die Prophezeiung scheint in Erfüllung zu gehen, wonach alle Sterne erlöschen, wenn der letzte Ritter der Tiefe stirbt. Nach 2:50 Minuten füllen sich aber die Bildschirme wieder mit Sternen und Galaxien. Doch sie erstrahlen dort, wo bislang die Große Leere war. Und im Orbit Charons stehen 3000 Schiffe. Eines sieht aus wie das andere – und alle gleichen der STYX.

Anmerkung