Thoregon (Roman)

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit dem Heftroman. Für weitere Bedeutungen, siehe: Thoregon (Begriffsklärung).
Überblick

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© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

 

Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 1900)
Zyklus: Der Sechste Bote
Titel: Thoregon
Untertitel: Perry Rhodans Bestimmung – und ein neuer Weg für die Menschheit
Autor: Robert Feldhoff
Titelbildzeichner: Alfred Kelsner
Innenillustrator: Alfred Kelsner (1 x)
Erstmals erschienen: Dienstag, 20. Januar 1998
Hauptpersonen: Perry Rhodan, Der Heliote, Autrach, Temperou, Cairol
Handlungszeitraum: Dezember 1289 NGZ
Handlungsort: Solsystem, Baolin-Deltaraum
Computer: In eigener Sache
Glossar: NGZ / Porleyter / Liga Freier Terraner (LFT) / Gurrads / Magellansche Wolken / Kristallimperium / Forum Raglund / Galornen / Nonggo
Besonderes:

Posterbeilage  »Terrania im Oktober 1289 NGZ (4876 n. Chr.)« von Swen Papenbrock

Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

An Bord der KAURRANG verspürt Perry Rhodan einen Ruf und wechselt zum Standort des Pilzdoms. Dort erscheint ein Heliote, eine einen Meter durchmessende Silberkugel bzw. Lichtball. Der Heliote, der keinen Namen nennt, teilt dem Terraner mental mit, dass er hinter dem Proto-Tor beim Rat von Thoregon wohlbekannt sei, und jetzt solle ein neuer Bote ernannt werden. Zuvor jedoch will der Heliote die Geschichte Thoregons berichten, davon, wie alles begann:

Countdown, minus 100.000 Jahre: Auf dem Planeten Onzhous in der Galaxie Norgan-Tur leben die wenige Millionen zählenden Baolin-Nda. Gerade ist ihr Hochtechniker gestorben, und Autrach übernimmt das Amt. Was kein weiterer Baolin-Nda erfährt, der neue Hochtechniker erbt aus dem Makrokörper seines Vorgängers Thundergorn einen Weggefährten. Es ist das »Gewissen« ihres Volkes, Temperou. Es existiert seit 80.000 Jahren und wird von Hochtechniker zu Hochtechniker weitergegeben. Temperous Aufgabe ist es, an das Ziel zu erinnern, nämlich die Körperlosigkeit zu erreichen.

Auf Trokan wird der Pilzdom auch am 15. Dezember 1289 NGZ noch immer abgeriegelt. Cistolo Khan ist der Auffassung, nicht nur Rhodan könne dort erscheinen, sondern auch eine Gefahr für das Solsystem. Tatsächlich erscheint plötzlich eine Silberkugel, nennt sich Heliote und wechselt abrupt ihren Standort nach Terra. Der Heliote ist mental im ganzen System zu vernehmen und fordert die Menschheit zum Beitritt in die Koalition Thoregon auf. Sie sollen das sechste Volk der Organisation sein.

Der Heliote scheint an mehreren Orten gleichzeitig anwesend zu sein und spricht mit einzelnen Menschen wie Steinar Hansen, Lionella von Zar oder Prowl Eden. Alle verspüren dabei eine innere Wärme und Ehrlichkeit, die von dem Helioten ausgeht. Außerdem erfahren die Menschen von der Thoregon-Agenda.

Countdown, minus 99.500 Jahre: Autrach besucht im Rahmen seiner Arbeit die Technikerin Lautareen, die momentan zwei Handschuhe verbessert. Diese stammen ursprünglich von den Porleytern, und es ist ein Auftrag von Khrat, dem Sitz der Ritter der Tiefe. Der Hochtechniker erfährt, dass für die Handschuhe in einer Kosmokratenfabrik 20 Gramm eines besonderen Stoffes hergestellt werden, und das seit über tausend Jahren. Je fünf Gramm sind für die Handschuhe, die anderen zehn Gramm sollen hinter die Materiequellen gebracht werden. Die Kontaktperson ist der kosmokratische Diener Cairol, den Autrach noch nicht kennengelernt hat. Zu dieser Zeit erfährt er auch von der Ur-Erinnerung des Gewissens. Es geht dabei um einen Ozean, und Temperou vermutet, dass die Baolin-Nda, deren Ursprung nicht auf Onzhous liegt, vielleicht vor einer Million Jahren Wasserbewohner waren. Schon seit 15.000 Jahren, seit dem Hochtechniker Prattermand, träumen die Hochtechniker von diesem Ozean. Und auch bei Autrach sollte es jetzt so sein.

Die Handschuhe werden schließlich nach Khrat gebracht, 50.000 Lichtjahre entfernt, und Autrach lernt erstmals Cairol kennen, der mit einer 7 km langen Walze auf Onzhous landet. Cairol ist ein Roboter aus schmiegsamem Material.

Der Heliote unterbricht seine Erzählung und erklärt, Rhodan solle der Sechste Bote werden und die Terraner das sechste Thoregon-Volk. In diesem Augenblick befände sich eine zweite Inkarnation seines Selbst im Solsystem, und Rhodan spürt quasi das Sehnen der Menschheit nach Frieden, trotz der politischen Lage in der Milchstraße. Weiterhin erklärt der Heliote, Thoregon benötige die Menschheit, denn obwohl die Koalition noch gar nicht richtig existiere, habe sie schon mächtige Feinde.

Countdown, minus 99.000 Jahre: Cairol ist 2,50 Meter groß und für Autrachs Begriffe perfekt. Der Hochtechniker erhält eine neue Aufgabe: Es soll eine Kaserne hergestellt werden, die klein ist und doch große Kampfmaschinen enthält. Dafür hat er hundert Jahre Zeit, denn der Kosmokrat Taurec hat sein Kommen von hinter den Materiequellen avisiert.

Die Hälfte der Zeit ist vergangen, als ein Wesen auf Onzhous erscheint, das sich Heliote nennt und Abgesandter des Rates von Thoregon ist. Es übergibt Autrach einen Datenspeicher und verschwindet wieder. Der Hochtechniker sieht sich die Daten allein an. Es geht darin um Technik der Baolin-Nda, die von Cairol eingesetzt wird. Autrach ist entsetzt, denn die ordnenden Mächte tun nicht nur Gutes sondern auch Böses, löschen gar ganze Zivilisationen aus. Er spürt auch, dass die Daten die Wahrheit verkünden, behält das Wissen aber für sich. Fünfzig Jahre später wird die Kaserne abgeliefert, und Autrach konfrontiert Cairol mit den Daten. Dieser ist unbeeindruckt und erklärt, im Kampf der Ordnung gegen das Chaos zähle das einzelne Individuum nicht. Nach Cairols Fortgang macht Autrach die Daten allen Baolin-Nda bekannt.

Countdown, minus 80.000 bis 77.000 Jahre: Reihradd ist seit 900 Jahren Hochtechnikerin ihres Volkes. Die Baolin-Nda stehen nicht mehr im Dienst der Kosmokraten, und zwar Dank des heimlichen Einbringens von Fehlern in ihre Konstruktionen. Die Idee dazu geht auf Autrach zurück. Seit nunmehr 10.000 Jahren hat sich Cairol nicht mehr auf Onzhous gezeigt, und zurzeit läuft die Forschung bezüglich eines Separat-Universums auf Hochtouren. Dazu gibt es die Problematik der sinkenden Population, denn nicht einmal eine Million Baolin-Nda leben noch. Reihradd initiiert das »Projekt Deltaraum«, wobei ein Ort innerhalb des Hyperraums kreiert werden soll, wohin die Seelen der Toten driften. Im Deltaraum soll ein erhöhter psionischer Druck herrschen, und es muss deshalb zwei Ventile geben, quasi einen Zufluss aus dem Hyperraum und einen Abfluss in den Normalraum. Dazwischen liegt, bildlich gesprochen, der See Deltaraum. Im See wiederum muss eine Turbine zur Energiegewinnung eingelassen werden.

Zu diesem Zeitpunkt taucht der Heliote wieder auf und spricht von Verantwortung, Frieden und davon, dass Thoregon den Frieden der Individuen will. Die Koalition geht seit Jahrtausenden nach dem Prinzip der verdeckten Aktion vor, denn würde ihre Existenz bekannt, würden sicherlich die Kosmokraten oder die Chaotarchen zuschlagen. Der Heliote nennt die Gestalter als erstes Volk von Thoregon, und die Baolin-Nda sollen ein weiteres Volk werden.

Nach dem Abzug des Helioten entstehen 53 Kollagene, die Quellen der Kraft an Bord haben. Das Ziel der Schiffe wurde von dem Helioten genannt, nämlich die Galaxie Shaogen, 85 Millionen Lichtjahre von Norgan-Tur entfernt. Aber kurz vor dem Aufbruch der Kollagene – Onzhous wurde schon mit einem Atombrand belegt – taucht Cairol mit einer Kriegsschiffflotte auf. Reihradd opfert sich für ihr Volk. Allein auf einem Kollagen, überlädt sie die Quelle der Kraft, um die Flotte und Cairol zu vernichten. Dabei vergisst sie fast Temperou. Doch sie kann das Gewissen per Fiktivtransmitter (dieses Projekt wurde für eine Superintelligenz initiiert) zu Hromoren senden. Die Baolin-Nda erreichen schließlich unangefochten ihr Ziel, und Hromoren wird neuer Hochtechniker. 16.000 Lichtjahre vom Zentrum Shaogens entfernt orten sie einen Pilzdom, um den sie ihre übrigen Kollagene platzieren. Die Baolin-Nda gehen davon aus, dass er von dem Helioten stammt. Der Deltaraum wird aufgebaut, und Hromoren spürt den Triumph Temperous. Der Deltaraum zeigt sich nämlich in blauer Farbe, es ist der Traum, der Ozean aus der Ur-Erinnerung.

Countdown, minus 75.000 Jahre: Die Baolin-Nda haben sich im Deltaraum etabliert und können jetzt nachmessen, dass die Seelen der Verstorbenen weiterleben. Sie existieren in der Äole, entsprechend wurden die Ventile Äolentor und Standardtor genannt. Die wenigen hunderttausend Wesen könnten glücklich sein, aber in Shaogen tobt ein fürchterlicher Krieg.

Wieder unterbricht der Heliote seine Erzählung und lässt Rhodan an den Bildern aus dem Solsystem teilhaben. Der Terraner weiß, dass sich seit der Abwendung von den Kosmokraten die politische Lage in der Milchstraße verschlechtert hat, woran auch die Menschheit nicht unschuldig ist. Da er auch die positiven Aspekte Thoregons erkennt, willigt er ein, Sechster Bote zu werden.

Countdown, minus 75.000 bis 72.000 Jahre: Die insektoiden Tessma müssen sich der Racnett erwehren, die von außerhalb Shaogens kommen. Die Baolin-Nda konstruieren die mentale Welle im Turm des Lichts, und keine 300 Jahre später herrscht Friede in Shaogen. Da erscheint ein Heliote aus dem Pilzdom. Hromoren wird zum Dritten Boten von Thoregon ernannt und bekommt ein Passantum. Er lernt die Brücke in die Unendlichkeit kennen, auf der zurzeit vier Tore begehbar sind. Sechzehn weitere existieren aber schon als Potenzialfelder an jenen Stellen, wo sie geöffnet werden sollen. Neben dem Deltaraum sind es das Tor von Karakhoum, der Heimat der Gestalter. Doch Hromoren lernt diese nicht kennen, nur eine primitive Zivilisation existiert dort. Das nächste Tor steht auf Galorn, und die Galornen sollen das zweite Thoregon-Volk werden. Dann gibt es noch das Proto-Tor, hinter dem der Rat von Thoregon residiert und wo der Dritte Bote nicht hinein gelangt.

Countdown, minus 50.000 Jahre bis zur Gegenwart: Shaogen wird zu Shaogen-Himmelreich, die Tessma sind trotz des Friedens ausgestorben. Die Baolin-Nda sind mehr und mehr an ihren Deltaraum gebunden und stellen ihre Technik um. Statt metallischer Technik soll es nun um biologische Mechanismen auf der Basis von Tessma-Genen gehen, das Tessma-Design. Hromorens Nachfolgerin Zaltham bekommt den Auftrag zum Bau der Virtuellen Schiffe, deren Einsatzort die Schnittstelle zweier Galaxien sein soll. Am Anfang steht der Umbau eines Kollagens zur Virtuellen Fabrik. Es dauert 10.000 Jahre bis zur Fertigstellung des ersten Schiffes. Für die 19 Nachbauten sind immer noch je 3000 Jahre veranschlagt. Das wichtigste Teil der Schiffe ist der K-Faktor, der von den Helioten geliefert werden soll. Er muss aus dem überragenden technischen Fundus stammen wie die Pilzdome und die Brücke in die Unendlichkeit. Die Galornen werden das zweite Thoregon-Volk, und ihnen folgen nochmals 10.000 Jahre später die Nonggo als viertes Mitglied, die zuvor acht Gefahren bannten. Ein fünftes Volk ist in Aussicht und unter Beobachtung. Es sind Giftgasatmer mit einer Reihe von erstaunlichen Fähigkeiten. Letztlich soll es ein sechstes Volk geben, das tatkräftig und entschlussfreudig sein soll. Eine vorhandene kriegerische Vergangenheit soll erst kurz überwunden sein, ersetzt durch ein großes Friedenspotenzial. Zum Zeitpunkt X, dem Konstituierenden Jahr, soll dem Sechsten Boten ein Arsenal der Macht zur Verfügung stehen, dessen Bau und Bestückung in Angriff genommen wird. Dabei kommt es, wie es sich zeigen sollte, zu einem fatalen Fehler. Zur Zeit des Dritten Boten Brinkhlaer arbeitet der Techniker Lowtovn an den Nano-Kolonnen. Diese behagen dem Hochtechniker nicht. Aber es kommt zum abrupten Verschwinden der neun Kolonnen durch ein unerklärliches Phänomen. Lowtovn stirbt vor Gram und Enttäuschung.

Die Helioten übergeben den Auftrag für die Heliotischen Bollwerke, deren Prototyp im Deltaraum entsteht. Die fünf Weiteren sollen die Galornen bauen. Das ist zur Zeit der Dritten Botin Jemthage und ihres Nachfolgers Kuntherherr. Dieser vollendet das Arsenal – und das sechste Volk wird erwählt. Das Konstituierende Jahr steht unmittelbar bevor, da kommt es zur Katastrophe im Deltaraum, ausgelöst durch eine zurückkehrende Nano-Kolonne.

Da eine Nano-Kolonne im Deltaraum zum Einsatz kam, vier weitere bei den Galornen und drei bei den Bollwerken, besitzt Shabazza noch eine davon. Die meisten Seelen der Baolin-Nda haben sich im Verlauf der Katastrophe in die Äole gerettet, erklärt der Heliote, der Shabazza außerdem für einen Insider Thoregons hält. Auf dessen Aufenthaltsort existiert ein vager Hinweis, wozu er Rhodan die Koordinaten eines Sektors in einer Doppelgalaxie gibt (NGC 5194/5195), sechs Millionen Lichtjahre von Shaogen-Himmelreich entfernt. Der Terraner wünscht sich, die anderen Thoregon-Völker kennenzulernen, und möchte vor dem Rat von Thoregon sprechen (stecken dahinter eine oder mehrere Superintelligenzen?). Darauf antwortet der Heliote, alles zu seiner Zeit. Nun will Rhodan zur Milchstraße zurück, um die GILGAMESCH in THOREGON SECHS umzubenennen und in die Doppelgalaxie zu fliegen. Doch auch hier bekommt er ein Nein von dem Helioten. Dieser behauptet, ein anderes Schiff solle zur THOREGON SECHS werden, nämlich Shabazzas Flaggschiff – und das ist die lange Zeit verschollene SOL.

Der Heliote erhebt Rhodan zum Sechsten Boten von Thoregon, währenddessen bergen Tautanbyrk und Viviaree Temperou. Der Baolin-Nda nimmt das Gewissen an sich und wird zum Dritten Boten.

Der Heliote ist aus dem Solsystem verschwunden und hat das Wissen um die Thoregon-Agenda hinterlassen:

  1. Thoregon schützt Leben und Kultur seiner Mitglieder.
  2. Der Einzelne ist so viel wert wie das Kollektiv.
  3. Thoregon streitet für den Frieden.

Es ist allen Menschen klar, dass das sechste Thoregon-Volk und der Sechste Bote zueinander finden müssen. Es wird ein langer und schmerzhafter Prozess werden.

Innenillustration