Der Mörderprinz

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 1987)
PR1987.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustration
Zyklus: MATERIA
Titel: Der Mörderprinz
Untertitel: Bericht aus ferner Vergangenheit – ein mächtiges Wesen entsteht
Autor: Robert Feldhoff
Titelbildzeichner: Swen Papenbrock
Innenillustrator: Alfred Kelsner (1 x)
Erstmals erschienen: Dienstag, 21. September 1999
Hauptpersonen: Samaho, Guantamari Sailent, Karvencehl, Cairol
Handlungszeitraum: März 1291 NGZ
Handlungsort: Zentrumssektor
Risszeichnung: Extragalaktische Technik: »Yaronag« 47 der Nonggo (Völker der Galaxis Gorhoon) von Andreas Weiß
(Abbildung)
Computer: Beauftragte der Kosmokraten (I)
Glossar: Carit / Chaotarchen / Desintegrator / Dom Kesdschan / Erranternohre / Formenergie / Intervallgeschütz / Materiequelle / Ritter der Tiefe
Zusätzliche Formate: E-Book, In PR-Kompakt 4 enthalten

Handlung

Er ist Kommandant der Kosmischen Fabrik MATERIA. Aber er überlässt zumeist Cairol dem Zweiten den Kampf gegen die Superintelligenz ES und die Galaktiker. Er selbst widmet sich der Musik und denkt an seine Jahrmillionen währende Geschichte zurück:

In ferner Vergangenheit landet der Roboter Cairol mit seinem kobaltblauen Walzenschiff auf Thekarou, einem verbotenen Planeten, der nahe der Materiequelle Gourdel in Erranternohre um einen Neutronenstern kreist. Hier leben an der Küste des terminalen Ozeans, über dem der Zeitwind weht, die Maunari. Es sind ungeschlachte, sechs Meter große Gestalten mit Lederhaut und einem grünem Zyklopenauge. Die männlichen Maunari müssen ihre zierlicheren Frauen durch Fischfang ernähren. Sie sind ein ehemaliges Hilfsvolk der Hohen Mächte, das wegen Untreue durch den Kosmokraten Hismoom verbannt wurde. Nur Personen, die über ein Passagesiegel verfügen, können Thekarou erreichen.

Cairol sucht den Raikal-Fischer Guantamari Sailent auf, der gerade sein Boot bei der Jagd in einem über der Materiequelle entstandenen Sturm verloren hat und darum seine sechs Frauen nicht mehr ernähren kann. Cairol fordert Sailent auf, ihm für immer zu folgen und bietet als Gegenleistung ein leistungsstarkes Boot mit einem Netz aus Ultimatem Stoff für seine Frauen. Der Fischer willigt ein und an Bord des Walzenschiffes wird er zunächst paralysiert und nach einer Stasis als letzter von zwölf Maunari-Männern in einer Glasröhre untergebracht.

Über seine Emotio-Schnittstelle erkennt Cairol, welche Qual er Sailent und den anderen antut. Da sie sehr langlebig sind, eignen sich Maunari dazu, konserviert und zu »Rohkörpern« umgebaut zu werden. In den Konserven werden die Körper optimiert, wozu sie lebendig bleiben müssen. Zur Vermeidung des Gewebezerfalls wird der wache Geist benötigt, auch wenn er allmählich dem Wahnsinn anheim fällt. Die Rohkörper sollen von den neuen Piloten der Kosmischen Fabriken übernommen werden oder von einem Kosmokraten, wenn er aus den Regionen jenseits der Materiequellen herabsteigt.

Einige Jahre später: Auf dem Planeten Crozeiro im Crozeiro-System in der Galaxie Pooryga erklimmt Prinz Samaho den höchsten Berg, um als Nachfolger seines verstorbenen Vaters im Kloster von Druu zum König gekrönt zu werden. Die Crozeiren, die mit den Völkern der fernen Galaxie Erranternohre befreundet sind, beherrschen Pooryga auf friedliche Weise. Sie sind zierliche Humanoide, deren Besonderheit das Menta ist, die psychische Kraft des Volkes, die in ihrer Gesamtheit stets konstant bleibt und sich kontinuierlich über alle Crozeiren verteilt. Der individuelle Anteil ist umso kleiner, je größer die Gesamtbevölkerung ist.

Im Kloster von Druu wird Samaho vom Crozeirenzwilling, dem Orakel, empfangen, einem uralten, versteinerten Crozeiren mit zwei Köpfen. Es berichtet dem Prinzen, dass die Crozeiren im 14. Jahrtausend ihrer Zeitrechnung im Kampf gegen die »Streiter gegen das GESETZ« fast ausgelöscht worden wären. Als ihre Anzahl nämlich auf unter Zehntausend sank (zurzeit leben vier Millionen Crozeiren), habe die Menta-Quote die kritische Grenze überschritten und die Crozeiren hätten sich in machtvolle, parapsychisch begabte Monstren verwandelt. Der von ihnen entfesselte psionische Sturm habe alle Feinde hinweggerafft und danach seien ihrem Zorn noch tausend besiedelte Welten zum Opfer gefallen. Es änderte sich erst, als die Menta-Quote nach einem Jahrhundert unter den kritischen Wert sank. Die damaligen Anführer, die »Grausamen 24«, hätten sich in das Kloster Druu zurückgezogen, um dort auf Dauer als lebende Statuen für ihre Untaten Buße zu tun.

Noch immer stehen die zwei Meter großen, scheinbar steinernen Standbilder der Torr (Mörder) neben dem Crozeirenzwilling. Nun bezeichnet das Orakel auch Samaho als Torr und sagt ihm voraus, er werde der Totengräber seines Volkes sein und fürchterlicher als die Monstren des 14. Jahrtausends. Darum weigert sich der Zwilling auch, Samaho zum König zu krönen. Um den Orakelspruch geheim zu halten, gibt der Prinz dem Zwilling den Befehl zum rituellen Selbstmord. Das Orakel gehorcht und anschließend beseitigt Samaho die 24 Torr-Statuen.

Da er den für die Krönungszeremonie benötigten »Sphärenkranz von Cro« im Kloster nicht finden kann, herrscht Samaho, der eigentlich Musiker werden wollte, als Prinzregent über sein Volk. Unterstützt wird er von Karvencehl, dem alten Diener seines Vaters, der ihm die Akzeptanz beim Volk gewährleistet. Die ersten 30 Jahre benutzt Samaho zur Schaffung der genetischen Optimierung, die den Geburtenrückgang und den körperlichen Verfall der Crozeiren aufhalten soll.

Unterdessen bricht in der circa zwei Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie Kohagen-Pasmereix ein Krieg aus, in dessen Verlauf das Schwerkraftgefüge stark erschüttert wird. Dazu stellt die über die beiden Cro-Schwestermonde verteilte Großzentronik fest, Kohagen-Pasmereix werde im Verlauf von 100.000 Jahren untergehen und in nicht einmal tausend Jahren werde es dort kein Leben mehr geben.

In einer 30 Meter durchmessenden, formenergetischen Raumlinse fliegt Samaho mit Karvencehl in die Nachbargalaxie. Dort beobachten sie einen riesigen, sich verformenden Schatten, unter dessen Einwirkung sich Sterne in reine Energie umwandeln. Eine Anfrage an Mthiesen III, dem Archivplaneten von Pooryga, ergibt, dass es sich um einen Chaotender handelt, ein Raumfahrzeug der Chaotarchen, wie sie vor einer halben Million Jahren in Erranternohre während eines Krieges im Zusammenhang mit der Materiequelle zum Einsatz kamen. Der Chaotender erscheint wie ein Schwarzes Loch, das Intelligenz und Mobilität erlangt hat und als »Reittier« für eine Entität dient, die sich jenseits des Ereignishorizonts verborgen hält. Es lässt in Kohagen-Pasmereix ein thermodynamisches Chaos entstehen und Notrufe führen Samaho in das System einer blauen Riesensonne, wo zahlreiche Wracks treiben. Der Prinzregent rettet den Chhatt Hrahhochhatt, einen zehn Zentimeter großen humanoiden Zwerg mit weißer Haut.

Der Verletzte berichtet, dass der Chaotender den Planeten Dommrathi zerstört habe, auf dem von einem Hilfsvolk der Kosmokraten der Dom Dommrath als geplanter Sitz der Wächterorganisation der Ritter der Tiefe errichtet worden sei. Wenn er, der letzte Chhatt, nun sterbe, werde das Geheimnis um die Konstruktion des Doms für eine Million Jahre oder länger verloren sein. Weiterhin hätten nach der Vernichtung Dommrathis die Kosmischen Fabriken WAVE, GUE und KYMBRIUM in den Konflikt eingegriffen und ein unglaublicher Krieg sei entbrannt.

Als es jetzt in unmittelbarer Nähe seiner Raumlinse zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Chaotender und der Kosmischen Fabrik MATERIA kommt, flieht Samaho und der Chhatt stirbt. Aber seit diesem Augenblick fühlt sich der Prinzregent wie magisch von MATERIA angezogen.

Von Pooryga aus beobachten in der Folgezeit crozeirische Wissenschaftler, wie sich das System der Schwerkraftlinien der Nachbargalaxie auflöst und sich die Materie des Zentrumskerns zu 90 Prozent in einen energetischen Plasmazustand umwandelt.

Als auf der Wüstenwelt 66-Scheimeramant, einem Planeten des Sternhaufens 1-Imera, Cairol auftaucht, um nach neuen Kommandanten für die Kosmischen Fabriken Ausschau zu halten, eilt Samaho sofort ins Scheim-System. Der Roboter eröffnet dem Prinzregenten, nicht er müsse die zukünftigen Diener der Materie finden, sondern diese würden zu ihm kommen. Sie müssten überragende Kenntnisse über den Aufbau des Universums besitzen und die Natur von Ereignissen begreifen, die auf das GESETZ und die Materiequellen Einfluss hätten. Es sollten keine Superintelligenzen sein, aber Wesen mit annähernd gleichen Gaben.

Samaho wird mit der Begründung abgewiesen, er besitze nicht die nötige geistige Macht. Der Prinz erkennt, dass er nur mit dem gesamten Menta den Ansprüchen genügen kann – und begreift die Prophezeiung des Orakels.

Als Cairol 20 Jahre später zurückkehrt, verlangt der 100-jährige Samaho von seinem Volk »Gomberach«, den rituellen Selbstmord. Wie es ihrer Natur entspricht, gehorchen sie und setzen ihrem Leben ein Ende. Nur der alte Karvencehl weigert sich und der Mörderprinz tötet ihn mit eigener Hand.

Obwohl Samaho nun das gesamte Menta besitzt, verliert er nicht den Verstand. Der Prinz, der die Bezeichnung »Torr« jetzt als Namen für den Sieger ansieht, stellt sich erneut Cairols Urteil. Torr Samaho wird als Kommandant von MATERIA akzeptiert und Cairol führt ihn zu der Säule, in der seit 107 Jahren der konservierte Körper Sailents liegt. Obwohl ihn der Zyklopenkörper anwidert, wechselt er mit dem Menta hinüber. Der Maunari-Körper besitzt längst die relative Unsterblichkeit und Samaho kann noch in fünf Millionen Jahren leben. Cairol, der acht weitere Diener der Materie finden muss, bringt Samaho und die anderen Maunari-Körper vorläufig auf das PLATEAU in der Galaxie Erranternohre.

Innenillustration