Der Vierte Inquisitor

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 2194)
PR2194.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustration
Zyklus: Das Reich Tradom
Titel: Der Vierte Inquisitor
Untertitel: Entscheidung im Kaaf-System – es geht um die Zukunft der Galaxis
Autor: Leo Lukas
Titelbildzeichner: Ralph Voltz
Innenillustrator: Michael Wittmann (1 x)
Erstmals erschienen: Dienstag, 9. September 2003
Hauptpersonen: Reca Baretus, Anguela Kulalin, Hutkin, Jallon Hypt, Perry Rhodan
Handlungszeitraum: 1312 NGZ
Handlungsort: Tradom
Journal:

Nr. 68: Schneller als das Licht – Teil IV

Kommentar: Trerok, Hayok und die Oldtimer (II)
Glossar: BARETUS / Reca Baretus / Esra Cronswan / Hypertakt-Kreuzer / Jallon Hypt / Kaafyaam / Katsugos / Latross-System / Mobile Flotte Tradom (MFT) / Shift / TARA-V-UH
Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

Außer dem Souverän der Vernunft ist nur noch ein Inquisitor am Leben. Es ist der Vierte Inquisitor, der in einem früheren, längst vergessenen Leben den Namen Jeremiah Hutkin getragen hat. Von diesem Jahrtausende zurückliegenden Leben und der Person, die Hutkin einmal war, ist dem Inquisitor nichts geblieben, außer irritierenden Träumen, in denen immer wieder Erinnerungsfetzen aufblitzen, und – viel wichtiger für ihn – einem prägenden Wesenszug des ehemaligen Bordlogistikers und Chefkochs der JOURNEE: Er ist ein Gourmet. Als Feinschmecker-Psychovampir verschlingt er nicht wahllos alle erreichbaren Seelen, sondern trifft seine Auswahl nach dem »Geschmack«, den die Bewusstseinsinhalte von Wesen aus verschiedenen Völkern haben, und die er dann langsam und genüsslich ausschlürft.

Hutkins Zuständigkeitsbereich im Machtgefüge der Inquisition ist die Gentechnik. Er residiert auf dem Planeten Kaaf, wo das insektoide Genetikervolk beheimatet ist, dem er eigentlich seine Existenz verdankt. Hierher hat sich auch der Souverän der Vernunft mitsamt der Festung der Inquisition und einem riesigen Flottenaufgebot zurückgezogen. Es gilt, hier so lange durchzuhalten, bis der Konquestor, Trah Katree, das Botenschiff SETA WAE gefunden hat, das er überall im Reich Tradom sucht. Mit diesem Botenschiff, so nimmt November an, müsste es möglich sein, auf herkömmlichem Wege in den PULS einzudringen. Hätte er dies erst einmal geschafft, müsste es nicht mehr schwierig sein, VAIAS Körper zu vernichten und die unbesiegbaren PULS-Forts zu übernehmen. Gegen diese Übermacht hätten dann auch die vereinigten Flotten der Galaktiker nicht mehr den Hauch einer Chance.

Der Angriff der Galaktiker lässt nicht lange auf sich warten, denn die haben längst herausgefunden, dass Kaaf eine der letzten wichtigen Welten der Inquisition ist. Als die Mobile Flotte Tradom den Valenterflotten bei Kaaf schwerste Verluste zufügt, verheizt der Souverän zahlreiche AGLAZARE und Valenterschiffe, ohne mit der Wimper zu zucken, denn ihm geht es nur um den Zeitgewinn. Was er und Hutkin nicht ahnen können: Mit Anguela haben die Galaktiker noch einen Trumpf in der Hand. Ihm sind Überrangcodes für die Festung der Inquisition bekannt, die immer noch gelten. Es kommt nur darauf an, den Guyar nahe genug an einen Festungscomputer heranzubringen. Dafür sorgen die Landetruppen von Reca Baretus, wobei sie von einem Massenaufgebot an TARA V UH- und Katsugo-Kampfrobotern unterstützt werden. Die LEIF ERIKSSON pirscht sich im Schlachtengetümmel mithilfe der von Antis verstärkten Schutzschirme in die Nähe der Festung, Anguela deaktiviert einen Teil ihrer Ortungssysteme, und so gelingt es, einen Kreuzer auf der Festung landen zu lassen. Die Landungstruppen stoßen zwar auf heftigen Widerstand, letztlich erreichen sie aber doch noch eine Nebenzentrale, von der aus Anguela nach und nach Zugriff auf alle wichtigen Systeme der ehemaligen Calditischen Paläste nehmen kann. Das ist der Zeitpunkt, an dem Hutkin selbst in das Geschehen eingreift.

Der Vierte Inquisitor hat sich in den letzten Jahren nicht auf die Herstellung von Konquestoren und Rudimentsoldaten beschränkt. Zum einen hat er sich eine Art »Speisekammer« angelegt, die er für genussvolle Menüs mit besonders wohlschmeckenden Wesen füllt. Zum anderen hat er zwei Neuentwicklungen in Auftrag gegeben: die Integralkrieger und die X'Valenter. Integralkrieger sind eine Weiterentwicklung der Rudimentsoldaten, die ganze Weltraumsektoren in chaotische Pararealitäten verwandeln können. Die X-Valenter können mit ihren Psi-Fähigkeiten jeden Schutzschirm zusammenbrechen und jedes Aggregat explodieren lassen. Mithilfe der Integralkrieger fliegt Hutkin unbehelligt mitten durch die Flotten der Galaktiker zur Festung der Inquisition, wo die X-Valenter die Landetruppen rasch dezimieren. Dann stößt er auf die Nebenzentrale, in der sich die letzten Terraner und Ertruser verschanzt haben. Hier saugt er erstmals die Mentalenergie eines Menschen auf – für ihn der ultimative Genuss. Die anderen Terraner und Terranerabkömmlinge will er deshalb in aller Ruhe nacheinander »verspeisen«. Doch die Menschen widersetzen sich und werden dann auch noch durch einen von Anguela projizierten Paradimpanzer geschützt. Das ist ein für Hutkin so unerhörter Vorgang, dass er in Panik gerät und auf einen Schlag die Bewusstseinsinhalte aller anderen in der Festung lebenden Wesen in sich aufsaugt. Damit übernimmt er sich und wird restlos vernichtet. November dagegen entkommt wieder einmal in letzter Sekunde. Er hat die entscheidende Nachricht erhalten: Die SETA WAE wurde entdeckt! Die Terraner folgen ihm zwar unverzüglich, kommen aber zu spät. November hat das Botenschiff bereits in Besitz genommen.

Anguela übernimmt die Festung der Inquisition und lässt über ihr das Symbol des Trümmerimperiums erstrahlen. Als die Valenterflotten das sehen, geben sie jeglichen Widerstand auf. Von der Festung aus hält Anguela seine erste Rede an die Völker Tradoms, die überall im Reich empfangen werden kann. Er erklärt die Schreckensherrschaft der Inquisition für beendet. Wie die Verhältnisse sich in den Galaxien des ehemaligen Reiches des Glücks entwickeln werden, soll die Zukunft zeigen. Mit besonderem Blick auf die Valenter plädiert Anguela dafür, dass die jetzt wieder freien Völker Tradoms keinen Rachefeldzug gegen ihre Unterdrücker führen, sondern jedem Einzelnen ein faires Gerichtsverfahren gewähren sollen. Er selbst will vergeben, wo er nur kann. Zu dieser versöhnlichen Einsicht ist er durch den Kampf in der Festung gelangt. Während dieser Aktion war er nämlich gefährlich nahe daran, die dort stationierten Valenter gnadenlos auszulöschen und sich so für den Genozid am Volk der Guyaam zu rächen. Als die Vertreter der Minullu-Allianz ihn nach dieser Rede zu ihrem Anführer bestimmen, steht fest, dass Anguela künftig die Geschicke Tradoms und der anderen Galaxien des zerbrochenen Reiches bestimmen wird.

Anmerkung

Innenillustration