Tag der Verkündung (Roman)

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Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 2285)
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© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

 

Zyklus: Der Sternenozean
Titel: Tag der Verkündung
Untertitel: Der Vesuv als Brennpunkt der Ereignisse – ein Gott hält Gericht über die Menschen
Autor: Leo Lukas
Titelbildzeichner: Dirk Schulz
Innenillustrator: Michael Wittmann (1 x)
Erstmals erschienen: Freitag, 3. Juni 2005
Hauptpersonen: Mondra Diamond, Homer G. Adams, Matti di Rochette, Gon-Orbhon, Babett Bündchen
Handlungszeitraum: 15. April 1333 NGZ
Handlungsort: TerraWien, Neapel
Clubnachrichten:

Nr. 380

Kommentar: Kontrolle der Naturkräfte?
Glossar: Adams, Homer G. / Imberlock, Carlosch / Stock-Relais / Vesuv
Zusätzliche Formate: E-Book, Hörspiel »Sternenozean« Teil 32

Kurzzusammenfassung

Das Treffen von Homer G. Adams mit seinen Kontaktleuten aus der Unterwelt Wiens auf dem Prater verläuft erfolgreich. Zwei korrupte Polizisten verkaufen ihm die benötigten Positronikchips.

Der Circus Rochette verlagert seinen Standort von Wien nach Neapel. Direktor Matti di Rochette erhält die Erlaubnis, aus Anlass des Tags der Verkündung eine Zirkusnummer auf dem Vesuv zu präsentieren. Am 15. April 1333 NGZ verkündet Gon-Orbhon, die Terraner seien würdig, sein Volk zu sein. In Wirklichkeit braucht er sie nur vorübergehend als Wachvolk, bis er mit den Kybb-Titanen ARCHETIMS Korpus aus Sol bergen und nach Parrakh bringen kann.

Die Artisten des Circus Rochette und Mondra Diamond verschaffen sich Zutritt zu einem Lager der Camorra und erbeuten dort Sprengstoff für die Krakatoa-Sonden. Homer G. Adams zweigt eine erhebliche Geldsumme vom Konto des Don Carreras ab und stellt diese Matti di Rochette zur Verfügung.

Die mit Sprengstoff bestückten Krakatoa-Sonden werden im Schacht einer alten Probebohrung unweit von Neapel abgesetzt. Sie werden den Vesuv Ende Mai erreichen. Babett Bündchen, die sich in Homer G. Adams verliebt hat, von diesem jedoch zurückgewiesen wird, öffnet ihren Geist für Gon-Orbhon und wird von ihm beeinflusst. Norman erkennt das und stößt sie in den Bohrschacht, wo sie vermutlich in den Tod stürzt.

Handlung

Im Splitter des Nocturnenstocks Satrugar: Gon-Orbhon ruft Reginald Bull zu einer Unterredung. Der selbsternannte »Gott« möchte sich an der Niederlage seines Gegners weiden. Doch Bull kriecht nicht zu seinem Fuße, im Gegenteil, er macht den »Gott« auf eine seiner Schwächen aufmerksam: Je mehr Terraner er kontrolliert, desto schwächer wird seine Kontrolle über den Einzelnen.

Am Wiener Prater klärt sich die Situation derweil auf. Die Polizeigleiter sind keineswegs erschienen, um Homer G. Adams zu verhaften. Bei den Polizisten handelt es sich um die Händler, die Homer die Steuerpositroniken verkaufen. Mondra ist einerseits froh, dass sich die Situation aufklärt, andererseits verärgert, dass sie umsonst das Riesenrad hochgeklettert ist.

Homer begibt sich zurück zum Circus Rochette, Mondra und Picco Lendlivié folgen ihm unauffällig – wie sich herausstellt, eine durchaus notwendige Vorsichtsmaßnahme. Homer wird von einer Bande Kleinkrimineller angegriffen. Mondra und Picco müssen eingreifen, jedoch ist die Überzahl der Gegner erdrückend. Zum Glück hat Picco einige Mitarbeiter des Zirkus Rochette gebeten, sich als stille Reserve zurückzuhalten. Gertraudis Rubor und Sirene di Rochette greifen auf einem altertümlichen Motorrad ein, und so können sowohl die Steuerpositroniken als auch Homer G. Adams gerettet werden. Der Unsterbliche trägt allerdings eine schwere Gehirnerschütterung davon, was im »heimischen« Zirkus Rochette Babett Bündchen auf den Plan ruft, die sich fortan als Homers Krankenschwester betätigt.

Die Zeit der Rochettes in Wien ist vorüber, man bricht die Zelte ab und macht sich auf den Weg nach Neapel. Auf dem Weg über die Alpen werden die Artisten gefilzt, die Sonden werden zum Glück nicht gefunden. Wermutstropfen auf dieser guten Nachricht ist, dass Picco aufgrund seiner Zugehörigkeit zur Gruppe Sanfter Rebell eine Fußfessel tragen muss und sich alle zwei Tage in Neapel bei der zuständigen Stelle melden muss.

Gon-Orbhon teilt derweil seinem Dienstroboter Millitron seine Pläne mit: Er möchte ARCHETIMS Korpus aus der Sonne extrahieren, ihn nach Parrakh bringen und das Psi-Potenzial der toten Superintelligenz nutzen, um zusammen mit dem Nocturnenstock Satrugar selbst den Schritt zur Superintelligenz zu vollziehen. Millitron vermerkt in seinen Notizen, dass es dem ehemaligen Schutzherren unmöglich ist, den Nocturnenstock zu verlassen, da die Verbindung zu Satrugar abreißen würde, wenn er sich zu weit von ihm entferne.

Der Circus Rochette erreicht Neapel und muss gleich den ersten Schock verkraften: Die Artisten werden rekrutiert, um bei den Feiern anlässlich des Tages der Verkündung eine Vorführung im Magma-Surfen zu geben. Die Alternative zur Annahme des »Angebots« ist wenig verlockend: die Hinrichtung. In den drei Tagen bis zur Vorstellung machen Sirene und Matti Werbung, während der Rest des Teams sich in der Stadt umhört, um einen Überblick über die hiesigen Verhältnisse zu bekommen. Da auch Homers Geldquellen irgendwann versiegt sind, fasst man einen Plan, um die eigene Liquidität wiederherzustellen.

Bei einem Kostümmacher bestellen die Mitglieder des Zirkus Kybb- und Carlosch-Imberlock-Kostüme. Matti verkleidet sich als Carlosch Imberlock, die anderen Mitarbeiter des Zirkus als Kybb. In diesem Aufzug zwingt man Mario Modesto, einen hochrangigen Kriminellen aus den Reihen der Camorra, Interna über seine Organisation auszuplaudern.

Gon-Orbhon hält wieder einmal Zwiesprache mit Millitron. Er sinniert über Tagg Kharzani und dessen Schicksal. Einen Rückflug in die GMW würde der gefallene Schutzherr nicht überleben. Eine Tatsache, die Gon-Orbhon weniger interessiert, viel wichtiger ist für ihn die Frage, ob ihm die Kybb auch nach dem Tod ihres Herren treu ergeben sein werden.

Es ist der 15. April, der Tag der Verkündung. Beim Lava-Surfen erbeutet Mondra bei einem inszenierten Unfall ein Surfbrett. Sie bittet, dieses »als Andenken« behalten zu dürfen. Der Wunsch wird ihr gewährt. Gon-Orbhon erklärt die Terraner zu seinem Hilfsvolk. Bei den Feierlichkeiten entdeckt Homer Reginald Bull im Nocturnenstock. Nun steht über dem Plan, den Nocturnenstock zu pulverisieren, ein großes moralisches Fragezeichen. Darf man einen eventuellen Tod Reginald Bulls in Kauf nehmen? Mondra bringt diese Frage in einen ernsthaften Zwiespalt, Homer trifft schließlich eine Entscheidung: Die Sonden werden erst einmal auf den Weg gebracht, da man nicht weiß, was in den nächsten Tagen alles passiert. Die endgültige Entscheidung wird er sowieso treffen; er wird sie sich gut überlegen und sie später mit allen Konsequenzen verantworten.

In einer Nacht-und-Nebel-Aktion der Artisten des Circus Rochette gelingt es, der Camorra eine größere Menge Geld zu entwenden. Dabei gibt es gewisse Kollateralschäden: Eine Lagerhalle der Camorra fliegt in die Luft. Homer spendet das erbeutete Geld dem Circus Rochette, sozusagen als Dank für die geleisteten Dienste. Matti möchte das Geld erst nicht annehmen, lässt sich aber schließlich doch überzeugen. Mit gefüllten Kassen verlässt der Circus Rochette Neapel. Man passiert die Kontrolle ohne Probleme, und auch Picco wird seine Fußfessel abgenommen.

In einer Pause kurz nach Neapel kommt es zu einem tragischen Zwischenfall: Homer G. Adams erklärt Babett, dass ihre Beziehung keine Chance habe. Die junge Artistin ist so enttäuscht, dass sie Zuflucht bei Gon-Orbhon sucht. Sie öffnet ihren Geist für den »Gott« und wird von ihm übernommen. Der Klonelefant Norman bemerkt ihre Veränderung und greift sie an, die beiden stürzen in einen Schacht. Mondra erwischt sie mit ihrer Seilpistole, ist jedoch zu schwach, um beide hinaufzuziehen. Sie ruft Babett zu, sie solle Norman fallen lassen, er sei ja nur ein Tier. Man hört einen Aufprall und das Gewicht am Seil lässt nach. Mondra geht davon aus, dass die Artistin der Anweisung Folge geleistet hat, doch als sie das Seil hochzieht, findet sie Norman an diesem festgebunden. Babett Bündchen hat im Schacht Suizid begangen. Im Angesicht dieser traurigen Tatsache hat kaum jemand Freude an der guten Nachricht des Tages: Die Sonden wurden auf den Weg gebracht; in knapp 40 Tagen, etwa am 27. Mai 1333 NGZ, werden sie ihr Ziel erreichen. Mondra und Homer verabschieden sich von den fliegenden Rochettes, es ist sicherer, wenn man getrennte Wege geht.

Gon-Orbhon lässt wieder Reginald Bull zu sich rufen. Er teilt dem sichtlich entsetzten Terraner mit, dass er einen Weg gefunden habe, ARCHETIMS Korpus zu isolieren, nur die Dauer des Vorganges ist offen. Eines kann der selbsternannte Gott Bull jedoch sagen: Sollte der Vorgang abgeschlossen sein, hat er keine Verwendung mehr für die Menschheit ...

Innenillustration