An der Schwelle der Hölle

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Perry Rhodan-Heftromane
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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 240)
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© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustrationen
Zyklus: Die Meister der Insel
Titel: An der Schwelle der Hölle
Untertitel: Ein Signal erweckt ihn zum Leben – dann zapft er die Sonne an und beginnt sein Werk der Vernichtung …
Autor: H. G. Ewers
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Johnny Bruck (4 x) / 4. Auflage: Themistokles Kanellakis (2 x)
Erstmals erschienen: Freitag, 8. April 1966
Hauptpersonen: Aino Uwanok, Dr. Hong Kao, Perry Rhodan, Mourhik, GREK 1, Dr. Natalie Scharzowa, Tronar und Rakal Woolver, Lub
Handlungszeitraum: September 2402
Handlungsort: Andro-Beta, Arctis
Risszeichnung: In der 5. Auflage: Terranischer Rettungs- und Feuerlöschroboter
Zusätzliche Formate: E-Book, enthalten in Silberband 25

Handlung

Atlan ist es mit dem USO-Flaggschiff IMPERATOR gelungen, Perry Rhodan und seine Männer aus der Atomhölle Destroy zu retten und unerkannt in den Stützpunkt Louvre-Station auf Arctis zurückzukehren. Doch wie in den Wochen und Monaten zuvor, bleibt den Terranern kaum Zeit, um zur Ruhe zu kommen. Fast zeitgleich mit dem plötzlichen Auftauchen einer großen Twonoser-Flotte registrieren die Funkempfänger der Superschlachtschiffe extrem starke Hyperimpulse.

Während die Spezialisten an Bord der CREST II noch versuchen, die Herkunft die Hyperfunksignale zu enträtseln, beginnen die Twonoser, sich Destroy zu nähern. Es scheint, dass die Rüsselwesen das vor kurzem auf Destroy zwischen den Terranern und den Kugelraumern stattgefundene Energiefeuer angemessen haben und nun die Ursache hierfür untersuchen wollen.

Doch die Twonoser bleiben nicht die einzige Gefahr. Es erfolgt eine gewaltige Strukturerschütterung, und ein gigantischer Moby materialisiert am Rande des Alurin-Systems. Der sich an Bord der CREST II befindende Maahk Grek-1 vermutet, dass die Meister der Insel aufgrund der durch die Terraner in Andro-Beta verursachten Unruhen unsicher geworden sind. Es scheint, dass die Beherrscher des Andromedanebels nicht einmal mehr den eigenen Hilfsvölkern vertrauen und der Moby alle Planeten des Alurin-Systems und auch die Twonoser vernichten soll. Grek-1 geht in seinen Vorhersagen sogar noch einen Schritt weiter. Er glaubt, dass die Meister der Insel versuchen werden, alle Planeten Andro-Betas durch Mobys zerstören zu lassen.

Nachdem er die Kabine des Maahks verlassen hat, erfährt Perry Rhodan, dass die Wissenschaftler zwischenzeitlich herausgefunden haben, dass die georteten Hyperfunksignale zur Steuerung des auf das Alurin-System anfliegenden Mobys dienen. Und nur kurze Zeit später treten die Befürchtungen des Maahks in vollem Ausmaß ein. Mit Entsetzen müssen die Terraner mit ansehen, wie sich der Moby an der Sonne Alurin mit gigantischen Energiemengen vollsaugt und diese anschließend auf Destroy abstrahlt. Es dauert nur wenige Augenblicke bis der Planet und ein Teil der ihn umkreisenden twonosischen Raumschiffe in einem atomaren Inferno untergehen. Danach kehrt der Moby zur Sonne zurück, beginnt erneut, Energie aufzutanken, und visiert sein nächstes Ziel an: Arctis.

Bereits vor dem Eintreten dieser entscheidenden Ereignisse bricht Oberleutnant Aino Uwanok mit einem Spezialgleiter in die Eiswüste von Arctis auf. Weit abseits von Louvre-Station soll der USO-Spezialist einen Auftrag ausführen, von dessen Existenz nicht einmal Perry Rhodan etwas ahnt. Als Uwanok den Nordpol von Arctis erreicht, beginnt er, mithilfe von Hitzefeldern ein Loch in das Eis zu schmelzen. Der Terraner versteckt den Gleiter in der Senke und sorgt dafür, dass das durch die Hitzentwicklung entstandene Schmelzwasser über dem Gleiter wieder erstarrt. Dann beginnt Uwanok mit der Ausführung seines eigentlichen Auftrags.

Er startet 32 EVOC-Raketen. Die mit Desintegratorköpfen versehenen Geschosse bohren sich durch das Eis und befinden sich nur wenige Augenblicke später im freien Weltraum. Dort beginnen die Raketen sich, wie vorgesehen, in eine spezielle Energieform umzuwandeln. Mithilfe einer an Bord des Gleiters befindlichen Vorrichtung versucht Uwanok, Kontakt mit der von den Geschossen im Weltraum freigesetzten Energie und seinem eigenen Bewusstsein herzustellen. Dem Terraner soll es dadurch möglich sein, alles wahrzunehmen, was mit der EVOC-Energie in Berührung kommt. Während er noch versucht, eine geistige Verbindung mit den Geschossen aufzunehmen, erinnert sich Uwanok daran, dass alle Testpersonen, deren Bewusstseine sich mit der EVOC-Energie verbunden hatten, innerhalb kürzester Zeit an den damit verbundenen physischen Schmerzen gestorben waren. Dass USO-Chef Atlan ausgerechnet ihn gebeten hatte, den tödlichen Auftrag auszuführen, lag daran, dass Uwanok nicht in der Lage ist, körperlichen Schmerz zu empfinden.

Als sich der Oberleutnant wieder ganz auf seine Aufgabe konzentriert, bemerkt er, wie sich sein Bewusstsein vom Körper löst und er plötzlich Sonnen und Planeten vorüberziehen sieht. Doch der seltsame Vorgang endet schlagartig. Starke Hyperimpulse kompensieren die EVOC-Energie und drängen Uwanoks Geist in seinen Körper zurück. Es dauert eine Weile, bis der Terraner registriert, dass er sich wieder in seinem Gleiter befindet. Während Uwanok noch über das seltsame Phänomen nachdenkt, trifft ihn der nächste Schock. Die aktivierten Bildschirme seines Gleiters zeigen statt der eisigen Landschaft von Arctis nur absolute undurchdringliche Dunkelheit. Selbst die Infrarottaster orten kein Eis, sondern nur nacktes Felsgestein.

Uwanok beschließt, seine bizarre Umwelt zu erkunden, und verlässt das Fahrzeug. Um einen besseren Überblick über das Gelände zu bekommen, klettert Uwanok eine Felswand hinauf. Am Gipfel angekommen, wird er plötzlich angegriffen. Der Offizier reagiert sofort und lässt sich ein Stück des zuvor erklommenen Steilhangs hinunterrollen. Gerade noch rechtzeitig entkommt der Terraner dem Wirkungsbereich der auf ihn abgefeuerten Bombe. Uwanok kehrt, ohne ein zweites Mal beschossen zu werden, zu seinem Gleiter zurück und beginnt, das Felsmassiv vom Fahrzeug aus zu untersuchen. In einigen Kilometern Entfernung verlässt der Terraner den Gleiter wieder und versteckt sich in einer kleinen Felshöhle oberhalb des Fahrzeugs.

Dort kommt der Terraner zunächst zur Ruhe und erkennt nach einigen Überlegungen, dass die fremdartige Umgebung in einem Zusammenhang mit dem fehlgeschlagenen EVOC-Experiment stehen muss. Anhand seiner Kenntnisse in hyperdimensionaler Mathematik errechnet Uwanok eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür, dass er sich noch auf Arctis befindet, die zurückgeschlagene EVOC-Energie ihn aber physisch und psychisch auf ein anderes Energieniveau versetzt hat. Uwanok kann zwar den genauen Umstand des missglückten EVOC-Tests nicht definieren, aber es wird ihm bewusst, dass es so gut wie ausgeschlossen ist, dass sich der seltsame Vorgang wiederholt und er auf seine eigene Existenzebene zurückgeschleudert wird.

Plötzlich werden Uwanoks Gedankengänge jäh unterbrochen, und er muss mit ansehen, wie ein erneuter Angriff seinen Gleiter explodieren lässt. Der Offizier bleibt zunächst in seinem Versteck und entdeckt nach mehreren Stunden seinen Gegner an einer anderen Stelle des Felsmassivs. Es ist ein schildkrötenartiger, achtbeiniger Roboter. Uwanok, nur mit einem Hypnostrahler und einem Schocker ausgerüstet, erkennt, dass er mit seinen Waffen keine Chance gegen die Maschine hat. Bevor er dazu kommt, weiter über seine Situation nachzudenken, gibt es einen fürchterlichen Ruck, und Uwanok verliert das Bewusstsein.

Als er erwacht, erwartet den Offizier die nächste Überraschung. Die Felslandschaft, auf der er vorher gestanden hatte, existiert plötzlich über ihm, während sich unter ihm nur das absolute Nichts befindet. Dem Terraner fällt schlagartig ein, dass er kurz vor Beginn des EVOC-Experiments einen gigantischen Glutball am Himmel entdeckt hatte. Der Offizier erkennt, dass dieser Glutball für das missglückte EVOC-Experiment verantwortlich ist und auch Louvre-Station gefährden kann. Uwanok aktiviert das Flugaggregat seines Druckanzugs und entdeckt einige Zeit später den auf dem Rücken liegenden achtbeinigen Roboter. Der Offizier beginnt, zu der hilflosen Maschine zu sprechen. Zu seinem größten Erstaunen versteht der Roboter nach einiger Zeit die Sprache des Terraners. Uwanok tauft die Maschine Lub und erfährt, dass Lub unter anderem den Auftrag besitzt, ihn zu vernichten, diese Aufgabe aber derzeit nicht ausführen kann, da seine Orientierungssysteme durch die Verkehrung der Existenzebenen gestört sind. Uwanok kommt gerade noch dazu zu erklären, dass er keine feindlichen Absichten hegt. Dann reißt plötzlich ein heller Spalt die schwarze Ebene auf, und der Offizier wird erneut bewusstlos.

Nachdem er in einem finsteren Tunnel zu sich gekommen ist, erreicht Uwanok nach kurzem Marsch eine riesige Halle, in der sich gigantische Kraftwerke aneinander reihen. Als er die Anlage untersuchen will, wird Uwanok von mehreren Robotern des Lub-Typs eingekreist. Die Maschinen setzen allerdings ihre Waffen nicht ein, und der Terraner kann seinen Gegnern entkommen. In der Mitte der Halle entdeckt der Offizier einen nach unten führenden Antigravschacht. Uwanok steigt in den Schacht und betritt nur wenig später einen achteckigen Raum. Mithilfe des Treibsatzes seines Flugaggregats sprengt der Offizier eine Tür auf und entdeckt in dem angrenzenden Raum die Skulptur einer menschenähnlichen Gestalt. Nach kurzer Untersuchung einer in der Nähe der Statue stehenden Computerkonsole begreift Uwanok, dass er mit deren Hilfe in sein eigenes Energieniveau zurückkehren kann.

Während der Oberleutnant dabei ist, eine Lösung zu finden, tauchen plötzlich mehrere Lub-Roboter auf. Der Terraner erklärt den Maschinen, dass er für die Rückkehr in seine Welt die Schaltanlage umprogrammieren muss. Um seinen Plan durchzusetzen, droht der USO-Spezialist mit der Vernichtung der Anlage. Zwar ziehen sich die Maschinen zurück, doch Uwanoks Erfolg ist nur von kurzer Dauer. Aus der Schaltkonsole schießen plötzlich tentakelähnliche Arme hervor und fesseln den Offizier. Die Roboter nähern sich erneut dem Terraner. Das letzte was der Oberleutnant sieht, ist, dass einige der Maschinen daran gehen, die Konsole neu zu programmieren. Dann explodiert die Welt um Aino Uwanok.

An Bord der CREST II wird währenddessen der erste von Perry Rhodan, Atlan und der Biologin Dr. Natalie Scharzowa entwickelte Plan zur Bekämpfung des auf Arctis zusteuernden Mobys in die Tat umgesetzt. Die Parasprinter Rakal und Tronar Woolver wechseln mittels eines Hyperimpulses in den Moby über und beginnen, Bomben mit STOG-Säure um das Instinktgehirn des Wächters zu platzieren. Zum Entsetzen der Terraner bleibt der Säureangriff zunächst völlig wirkungslos. Doch die Woolver-Zwillinge geben nicht auf und transportieren mit übermenschlicher Anstrengung Bombe um Bombe in den Moby.

Schließlich schwenkt der Moby nach dem zwölften Einsatz der Mutanten aus seinem bisherigen Kurs und beginnt, in unkoordinierten Bewegungen auf die Sonne Alurin zuzufliegen. Perry Rhodan und Atlan erkennen sofort die Gefahr. Um zu verhindern, dass sich der Moby erneut mit Energie auflädt und mit seinen unkontrollierten Aktionen Arctis doch noch zerstört, starten die fünf Superschlachtschiffe CREST II, THORA II, ALARICH, NAPOLEON und IMPERATOR und schieben den Wächter mit Traktorstrahlen in die Sonne. Der Moby kann die gewaltigen Energiemengen nicht vollständig in sich aufnehmen und explodiert. Die Gefahr ist gebannt und die Terraner kehren nach Louvre-Station zurück.

Nach der Landung der fünf Superschlachtschiffe taucht plötzlich Oberleutnant Aino Uwanok unversehrt an Bord der IMPERATOR auf. Nachdem er über die Ereignisse im Alurin-System aufgeklärt worden ist, glaubt der USO-Spezialist endgültig die Gründe für sein seltsames Abenteuer zu kennen. Die Strukturerschütterung beim Auftauchen des Moby war ursächlich für das Versetzen auf ein anderes Energieniveau. Die Zerstörung des Wächters sorgte dagegen für eine entsprechende Rückpolung. Aino Uwanoks Erlebnisse werden zur Geheimsache erklärt.

Anmerkung

  • Die Personendarstellung auf dem Titelbild des Romans lehnt sich stark an den Romanhelden Doc Savage an. Siehe: [1]

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