Das Opfer

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Perry Rhodan-Heftromane
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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 2499)
PR2499.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustration
Zyklus: Negasphäre
Titel: Das Opfer
Untertitel: Kampf zwischen Mensch und Superintelligenz – Rhodan muss sich entscheiden
Autor: Uwe Anton
Titelbildzeichner: Swen Papenbrock
Innenillustrator: Swen Papenbrock
Erstmals erschienen: Freitag, 10. Juli 2009
Hauptpersonen: Perry Rhodan, KOLTOROC, Mondra Diamond, Reginald Bull
Handlungszeitraum: 21. November - 1. Dezember 1347 NGZ
Handlungsort: Solsystem, Duale Metropole
Risszeichnung: Dunkler Ermittler - RUUMAYTRON von Lars Bublitz
(Abbildung)
Kommentar: Endkampf ...
Glossar: Algorrian / Chaotender / Diakat / Kralle des Laboraten
Zusätzliche Formate: E-Book, Hörbuch

Handlung

Perry Rhodan und Mondra Diamond finden sich auf einem abgelegenen Platz in der silbernen Stadtseite der Dualen Metropole wieder. Diese Stadtseite ist von Humanoiden bevölkert, den Auper'como. Und die ganze Stadt, so erkennt Rhodan, bildet KOLTOROCS Anker, den die Superintelligenz im Normalraum braucht. Doch das Wissen nützt nichts, denn niemand weiß, wo sich in Hangay die Duale Metropole befindet, und niemand kann sie angreifen. Sich zu verstecken oder davonzulaufen hat keinen Sinn. Sie müssen sich KOLTOROC stellen, und Perry Rhodan hat einen Plan, der Erfolg haben könnte. Doch daran will er nicht denken, für den Fall, dass KOLTOROC seine Gedanken erfassen kann.

KOLTOROC will Rhodans Ritteraura, darum sind er und Mondra Diamond in der Dualen Metropole. Wieder einmal wägt Perry Rhodan ab, zwischen den Interessen der Kosmokraten, zwischen Gut und Böse, zwischen der Zerstörung des Solsystems und dem Verlust der Ritteraura. Doch dann wird ihm klar: Er will nicht verhandeln. Er will KOLTOROC töten!

Auch Mondra Diamond führt eine Geheimwaffe mit sich, die befruchteten Eier der Tarnii KOLTOROC. Da erfasst sie ein mentaler Druck, sie fühlt sich in eine andere Umgebung versetzt, die fremd ist und ihr doch bekannt vorkommt. Die Größenverhältnisse scheinen nicht zu stimmen. KOLTOROC will ihr etwas zeigen...

Perry Rhodan baut den kleinen Sender zusammen, den er mitgebracht hat, und während er den Sender zusammenbaut, der in Wirklichkeit nur der Ablenkung dienen kann, wandern zwei gerade fingerlange Gegenstände aus seinem Rucksack griffbereit in die Taschen seines SERUNS. Dann erscheint ein String-Legat, und wenig später kommt KOLTOROC selbst durch einen Transmitter an. Diesmal gibt es keine Unterhaltung mit dem Chaopressor. KOLTOROC greift nach Rhodans Ritteraura. Und wieder die Drohung: Wenn Rhodan die Ritteraura nicht freiwillig freigibt und KOLTOROC seine Befehle nicht zurücknimmt, wird die Erde in wenigen Stunden zerstört sein. Die String-Legaten zeigen den Angriff VULTAPHERS auf den Kristallschirm. Und es ist kein Bluff, das ist Rhodan klar. Der gierige insektoide Teil der Superintelligenz würde die Erde zerstören, wenn ihr Wille nicht erfüllt wird.

Noch einmal versucht KOLTOROC, Rhodan zu überreden. Er spricht vom Ritterorden, der von den Kosmokraten vernachlässigt wurde, bis mit Armadan von Harpoon der letzte aktive Ritter starb. Von den Kosmokraten, die Rhodan aus seiner Heimat verbannt hatten. Und er erinnert ihn an die vielen Kinder auf der Erde, die sterben werden, wenn Rhodan nicht nachgibt. Perry Rhodan hat den Degrader in der Tasche, eine Waffe, die nur wirkungsvoll sein kann, wenn KOLTOROC für einige Zeit abgelenkt wird. Er braucht eine Ablenkung - und da schlägt Mondra Diamond zu, blitzschnell. Sie schleudert eine Ladung von Eiern der Tarnii KOLTOROC auf den dualen Körper der Superintelligenz, eine zweite auf Perry Rhodan, eine dritte auf sich selbst, in der Hoffnung, dass die Superintelligenz ihre eigene Brut nicht angreift. Dann hat sie plötzlich eine schwere Waffe in der Hand und richtet sie auf KOLTOROC. Doch der Strahler wird ihr aus der Hand gerissen, durch Traktorstrahlen oder durch telekinetische Kräfte von KOLTOROC. Nicht für eine Sekunde ist KOLTOROC abgelenkt. Er spricht weiter von den Milliarden Kindern auf Terra, und von Delorian - er kann eine Scheinwelt erzeugen, auf der Delorian wieder da ist, wo Mondra Diamond und Perry Rhodan für immer glücklich leben können. Perry Rhodan versucht KOLTOROC zu provozieren. Die Antwort auf die Dritte Frage, so sagt er, habe KOLTOROC nur darum nicht den Verstand gekostet, weil er verrückt sei, schon seit siebzig Millionen Jahren. Die Bilder aus dem Solsystem seien nur Trug. KOLTOROC wird ungeduldig. Immer näher tritt er an Perry Rhodan heran. Zehn Meter sind die optimale Entfernung für den Einsatz seiner Waffe. Doch Perry Rhodan braucht eine Ablenkung. Und es gibt nur eins, was KOLTOROC ausreichend ablenken kann: Perry Rhodan lässt seine Ritteraura los...

Im Solsystem steht der Kristallschirm in Flammen. Und Reginald Bull hat den Eindruck, dass VULTAPHER nur mit ihnen spielt. Ein Gegenangriff ist unmöglich, die Traitanks um das Sol-System würden jeden Angreifer leicht zerstören. Von den TANKSTELLEN kommen schreckliche Bilder, Globisten, die zusammenbrechen, doch immer noch gibt es mehr Freiwillige für die TANKSTELLEN. Reginald Bull hält es nicht mehr aus. Seine einzige Möglichkeit, zu helfen, liegt bei den TANKSTELLEN.

Perry Rhodan fühlt sich, als hätte er seine Seele verloren. Erst jetzt erkennt er, welche Macht in der Ritteraura lag, und welche Macht sie KOLTOROC geben kann. KOLTOROC achtet nicht mehr auf seine Umgebung, er will nur noch die Aura, und das ist auch für eine Superintelligenz eine Herausforderung. Er ist wirkungsvoll abgelenkt. Perry Rhodan öffnet die erste der zwei Phiolen, die er von Nuskoginus erhalten hat und die mit On- und Noon-Quanten gefüllt sind. Zuerst geschieht nichts. Doch dann greifen die Biophore die Essenz der Superintelligenz an. Sie zerstören den Zusammenhalt zwischen den beiden Hälften KOLTOROCS, zwischen der humanoiden Hälfte und der Hälfte aus einer Unzahl von Insektenkörpern. KOLTOROC kämpft um seinen Zusammenhalt, doch dann öffnet Perry Rhodan die zweite Phiole. Die humanoide Hälfte KOLTOROCS zeigt Schwäche. Die Insektenhälfte kann ihre Aggression nicht mehr bezwingen und greift die Auper'como-Hälfte an, die einfach in Staub zerfällt. Nur Myriaden von Insekten bleiben. KOLTOROC ist besiegt. Doch eine Superintelligenz stirbt nicht einfach so. Ein Psi-Sturm bricht aus, und die Ritteraura verweht unter der Gewalt des Sturms. Es dauert einige Zeit, bis Perry Rhodan und Mondra Diamond wieder auf den Beinen sind.

KOLTOROC ist tot, doch seine String-Legaten leben, und noch immer zeigen sie den Angriff VULTAPHERS auf das Solsystem. Ohne Gegenbefehl wird VULTAPHER die Erde zerstören. Wie kann VULTAPHER kontrolliert werden? Nicht über Funk, sondern direkt über die String-Legaten. Nur KOLTOROC kann VULTAPHER befehlen, und ein Teil KOLTOROCS lebt noch. Perry Rhodan tritt mitten in den Schwarm der Insekten, die blitzschnell seinen Schutzanzug umgeben und in seinen Geist einzudringen versuchen. Perry Rhodan wird eins mit den Resten der Superintelligenz. Rhodan KOLTOROC lässt seinen Geist streifen, findet Zugang zu den String-Legaten und schickt einen Befehl an VULTAPHER.

Reginald Bull ist am Ende. Der Kristallschirm pulsiert stärker als je zuvor. Die BATTERIE ist am Ende, nur noch ein Rinnsal an Energie kann sie liefern. Es kann nicht mehr als eine Minute dauern, bis der Schirm zusammenbricht. Doch alle kämpfen bis zum Ende. Für kurze Zeit fühlt Bull etwas wie einen kühlen Luftzug, dann ist es für ihn vorbei. Er fragt sich, ob er tot ist. Aber wieso kann er immer noch die Tribüne des Magellan-Stadions sehen? Er lebt noch. Um ihn herum liegen Tausende am Boden, völlig erschöpft. Reginald Bull lässt sich zurück in die Solare Residenz bringen.

Perry Rhodan ist immer noch in Gefahr. Die Insekten greifen seinen SERUN an, aber vor allem greifen sie nach seinem Geist. Nur Mondra kann ihm helfen. Mit letzter Kraft schaltet er den Schutzschirm seines SERUNS aus. Mondra benutzt zuerst die Eier der Tarnii KOLTOROC. Die haben im Kampf mit KOLTOROC überhaupt nichts genutzt, aber sie können die Insekten ablenken, die sich gierig auf diese Beute stürzen und Perry Rhodan loslassen. Dann kombiniert sie die beiden SERUNS, und sie steigen mit dem Antigrav in die Luft. Die Insekten des Kollogoms lösen sich, und schließlich fressen sie sich in ihrer Gier gegenseitig auf. Der Spiegel eines String-Legaten zeigt, wie VULTAPHER vom Kristallschirm abdreht und mit einer Eskorte von Traitanks abfliegt. Das Bild der String-Legaten wird unscharf. Und in diesem Moment beginnt der Zusammenbruch der Dualen Metropole.

Am nächsten Tag, dem 22. November 1347 NGZ, ist Perry Rhodan wieder an Bord der JULES VERNE, begeistert von Gucky empfangen. Doch es ist noch viel zu tun. Zuerst begibt er sich wieder auf den Planeten Vatucym und nimmt wieder Kontakt mit dem Kontaktwald auf. Er macht ihm ein Angebot: Alomendris soll mit den überlebenden Kontaktwäldern in der Milchstraße eine neue Heimat finden. Alomendris nimmt das Angebot an. Kurz darauf brechen die Kontaktwälder zur Milchstraße auf. Ihre Position dort werden sie für einige Zeit für sich behalten.

Für Mondra Diamond gibt es eine schlimme Überraschung. Sie findet heraus, was KOLTOROC mit seiner Drohung gegen sie gemeint hat. Er hat ein Leben genommen. In ihrer Kabine findet sie die erstarrte Leiche Normans, des Klonelefanten. Sie ist die einzige an Bord der JULES VERNE, der nicht nach feiern zumute ist.

Dann gibt es eine Überraschung: Doktor Laurence Savoire kommt an Bord, oder wenigstens eine Projektion. Sie erfahren endlich vom WELTWEISEN, wie er und ESCHER GLOIN TRAITOR infiltrierten und was sie für die Retroversion getan haben. Zwanzig überlebende Prozessoren ESCHERS hat der WELTWEISE aufgenommen, und er hat ein Angebot für die Friedensfahrer. Und bald gibt es eine Besprechung zwischen Perry Rhodan, Kantiran, Generalin Kamuko, und Ekatus Atimoss, dem ehemaligen Dual und Anführer einer Pressorgarde. Die Friedensfahrer haben einen Entschluss gefasst. Sie werden auch in der Zukunft gegen TRAITOR kämpfen. Der WELTWEISE will die Rolle des LICHTS VON AHN übernehmen. Und er kennt die Terminale Kolonne und hofft, gegen sie vorgehen zu können. Und Ekatus Atimoss will die Friedensfahrer begleiten. Für Perry Rhodan heißt das Abschied von seinem Sohn Kantiran, vielleicht für immer, aber zumindest für eine sehr lange Zeit.

Am 1. Dezember wird auf Terra der Kristallschirm abgeschaltet. Nach vier Jahren ist der echte Sternenhimmel wieder über der Erde zu sehen. Von vielen Planeten kommen Berichte, aber zumeist Hilferufe an. Es wird viele Jahre oder Jahrzehnte dauern, bis die Schäden durch die Terminale Kolonne wieder behoben sind. Und dann kommt ein riesiges Objekt im Solsystem an: Der GESETZ-Geber CHEOS-TAI. Perry Rhodan ist zurückgekehrt, zusammen mit der SOL, der JULES VERNE, der RICHARD BURTON und den anderen Schiffen. Und Perry Rhodans anderer Sohn, Roi Danton, ist von der Hundertsonnenwelt unterwegs und wird in einigen Monaten ankommen.

Auf den Galapagos-Inseln wacht die BATTERIE des Nukleus zum letzten Mal auf. Unzählige Lichtpunkte steigen von der BATTERIE in den Himmel auf, wie ein Feuerwerk. Sie hüllen erst die Erde, dann das ganze Solsystem ein, und konzentrieren sich schließlich auf Millionen von Globisten. Dann ist die BATTERIE erloschen.

Noch einen Abschied gibt es. Erst von den Algorrian, Curcaryen Varantir und Le Anyante. Sie werden mit dem GESETZ-Geber zurück nach Evolux fliegen, 45 Millionen Lichtjahre entfernt, wo ihre Kinder auf sie warten. Und es gibt Abschied von Nuskoginus, dem Sprecher der sieben Mächtigen aus dem Universum Eud'y-Asor-Jaroso. Sie haben entscheidende Hilfe gegen KOLTOROC geleistet. Auch sie werden nach Evolux fliegen; dort hoffen sie, von den Ordnungsmächten wieder aufgenommen zu werden. Doch eine Gruppe wird die Milchstraße nicht verlassen: Commander Pothawk und seine Laosoor. Zwanzig Millionen Jahre in die Zukunft verschlagen, wollen sie auf der Erde eine neue Heimat finden. Perry Rhodan wünscht sich nur noch eines: Frieden, für wenigstens hundert Jahre.

Innenillustration