Die Stunde der Auguren

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 2604)
PR2604.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustration
Zyklus: Neuroversum
Titel: Die Stunde der Auguren
Untertitel: Das Solsystem in einem seltsamen Kosmos – und der Auftritt einer fremden Macht
Autor: Wim Vandemaan
Titelbildzeichner: Oliver Scholl
Innenillustrator: Dirk Schulz / Horst Gotta
Erstmals erschienen: Freitag, 15. Juli 2011
Hauptpersonen: Reginald Bull, Henrike Ybarri, Shamsur Routh, Anicee, Auris
Handlungszeitraum: 5. bis 9. September 1469 NGZ
Handlungsort: Solsystem in der Anomalie
Report:

Ausgabe 448: Von einer englischen Griechin … und einer fantastischen Veranstaltung von Marc A. Herren

Kommentar: Erste Bestandsaufnahmen
Glossar: Auguren; Begriff / Zataras / Ybarri, Henrike
Besonderes:

PERRY RHODAN-Quartett Zum Sammeln (Teil 4)

Zusätzliche Formate: E-Book, Hörbuch

Handlung

Am 5. September 1469 NGZ erlöschen die Sterne am Himmel Terranias. Das gesamte Solsystem wurde in ein Energiefeld gehüllt und vermutlich an einen anderen Ort versetzt. Es kommt zu unerklärlichen Energieausfällen, Großrechner wie NATHAN und LAOTSE reagieren nicht mehr und müssen sich erst neu konfigurieren. Alle Transmitterverbindungen zu anderen Systemen brechen zusammen, die Transferkamine im Polyport-Hof GALILEO erlöschen. Doch das sind nicht die einzigen Hiobsbotschaften, mit denen sich die Erste Terranerin Henrike Ybarri und der Terranische Resident Reginald Bull beschäftigen müssen. Die Versetzung des Solsystems war mit Raumbeben verbunden, die zu Müdigkeitsattacken bei den Menschen führen. Viele Menschen leiden darüber hinaus unter einem zeitweisen Erinnerungsverlust und Wahrnehmungsstörungen. In völlig unvorhersehbarer Weise löst sich Materie in Nichts auf – das so genannte Nirvana-Phänomen. Hinzu kommen Effekte, die als Gravospaltung und Gravoerratik bezeichnet werden. Es handelt sich um lokal begrenzte Schwerkraftschwankungen, manchmal hängen Gegenstände wie festgefroren mitten in der Luft. Gesteinstrümmer aus dem Kuiper-Gürtel und der Oortschen Wolke regnen auf die Planeten nieder. Nicht alle Trümmer können von den Raumschiffen der LFT-Flotte rechtzeitig abgefangen werden, und so kommt es zu schweren Zerstörungen – auch in Terrania City.

Der in Terrania lebende Journalist Shamsur Routh, Henrike Ybarris ehemaliger Ehemann, findet sich in einer veränderten Welt wieder. Er macht sich auf die Suche nach seiner und Ybarris Tochter Anicee. Sie ist verschwunden und meldet sich nicht. Ihre Spur führt nach Hamburg, wo sie gemeinsam mit ihrer Freundin Auris Bugenhagen den Verkündungen der Auguren lauscht. Die Auguren leben seit einiger Zeit auf Terra. Niemand scheint etwas über diese humanoiden Wesen zu wissen. Sie wirken hermaphroditisch und haben identitätslose, mal weiß und mal wie Perlmutt schimmernde Gesichter, in denen vor allem die goldfarbenen Augen mit Schlitzpupillen und das ständige Lächeln auffallen. Sie leiten ihre seltsamen Predigten stets mit einem Lied ein, das sie auf ihren Musikinstrumenten, den Phenuben, spielen. Vor allem junge Menschen sind von ihren Reden fasziniert. Es scheint so, als würden sie suggestiv beeinflusst. Routh nimmt an einer solchen Veranstaltung auf der Reeperbahn teil. Der Augur Stradnaver spricht von einer Zeitenwende, die zur baldigen »Neu-Formatierung« der Menschheit führen werde. Es seien nur noch wenige Prüfungen zu bewältigen, dann sei das Ziel erreicht – die Freiheit. Am 8. September, so kündigt er an, werde der große Augur Stradhaird in Terrania eine entscheidende Rede halten.

Bevor Routh nach Terrania zurückkehrt, folgt er Stradnaver zu einem siebenstöckigen Pagodenzelt auf dem Gelände des Ohlsdorfer Friedhofs in Hamburg. In diesem Gebäude, dem Gnauplon, scheint es weitere Auguren zu geben. Routh schickt eine Spionsonde hinein, die zwar sofort vernichtet wird, aber noch ein Bild senden kann. Der Torso einer frischen menschlichen Leiche ist zu sehen. Sind die Auguren also Leichenfledderer? Stradhaird spricht am 8. und 9. September zu mehreren zehntausend jungen Menschen. Er redet ihnen Unfreiheit ein und warnt sie vor »dem Alten«. Das Alte, so behauptet er, werde stürzen und jeden mit in den Untergang reißen, der sich daran klammert. Routh spricht Anicee und Auris nach Stradhairds erster Rede an, doch seine Tochter will nichts von ihm wissen. Plötzlich kommt es infolge des Nirvana-Effekts zu einer Katastrophe. Ein Gebäude stürzt ein und begräbt viele Menschen unter sich. Anicee überlebt mit lebensgefährlichen Verletzungen. Auris, die sich schützend über sie geworfen hat, stirbt vermutlich. Routh bringt seine Tochter in die nächste Klinik. Am nächsten Tag hört er sich Stradhairds zweite Rede an. Routh glaubt, dass die Auguren auf Terra eine Art Stellvertreterkrieg ausfechten wollen.

Nachdem sich die Verhältnisse zumindest ein wenig normalisiert haben, entsendet Reginald Bull die BOMBAY, einen 1500-Meter-Raumer der Explorerflotte unter dem Kommando von Oberst Nuruzzaman, zu einer Expedition in die nähere Umgebung des Solsystems. Wie es scheint, befindet sich das System in einem fremden Raum, der nur 150 Lichtjahre durchmisst und in dem sich die Naturgesetze umgestalten. Mehrere Dutzend Sonnen wurden in dem Anomalie genannten Miniaturuniversum geortet. Die nächste ist 17 Lichtjahre entfernt. Bull gibt ihr den Namen Next-Stop und legt sie als Ziel der BOMBAY fest. Offenbar ist der fremde Raum nicht unbewohnt. Drei Raumschiffe mit 2600 Metern Länge, die entfernt an gigantische Nägel erinnern, dringen ins Solsystem ein. Sie reagieren weder auf Funkrufe noch auf Transformschüsse vor den Bug. Sie tauchen am 9. September in die Sonne ein, wo sie offensichtlich mit irgendwelchen Manipulationen beginnen, denn am selben Tag verspüren alle Menschen im System einige Sekunden lang schreckliche Schmerzen.

Innenillustration