Messingträumer (Roman)

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 2707)
PR2707.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustration
Zyklus: Das Atopische Tribunal
Titel: Messingträumer
Untertitel: Mit der KRUSENSTERN im Taranis-System – ein Fürsprecher des Atopischen Tribunals erscheint
Autor: Wim Vandemaan
Titelbildzeichner: Arndt Drechsler
Innenillustrator: Swen Papenbrock
Erstmals erschienen: Freitag, 5. Juli 2013
Hauptpersonen: Perry Rhodan, Farye Sepheroa, Freeman Zennor, Dhayqe, Announ da Zoltral
Handlungszeitraum: 25. Juni – 1. Juli 1514 NGZ
Handlungsort: KRUSENSTERN, Rhea
Risszeichnung: »NAUTILUS I« von Gregor Sedlag
(Abbildung)
Kommentar: Rätselhafter Balg
Glossar: (kein Glossar)
Besonderes:

Das Titelbild diente als Grundlage für das Deckblatt und den Monat August des Perry Rhodan-Kalenders 2014.

Zusätzliche Formate: E-Book, Hörbuch

Kurz­zusammen­fassung

Die KRUSENSTERN, mit Perry Rhodan an Bord, landet auf Viccor Bughassidows Heimatwelt Rhea, um mit einem Plasmakommandanten sein Raumschiff leistungsfähiger zu machen.

Auf Rhea erscheint der Tesqire Dhayqe, um für das Atopische Tribunal zu werben.

Um aufzurüsten, startet die KRUSENSTERN in Richtung Perkon zu einer Raumwerft.

Fortsetzung des Handlungsstrangs in PR 2711.

Handlung

Perry Rhodan ist zu Gast in Viccor Bughassidows KRUSENSTERN. Das Schiff ist unterwegs zu Bughassidows Heimatwelt Rhea im Taranis-System. Rhea ist ein erdgroßer Trabant des Gasriesen Iapetos. Er wird vor allem von Terranern bewohnt. Cheborparner, Akonen und Arkoniden leben ebenfalls dort. Bughassidows Anwesen befindet sich auf dem Kontinent Great Kernow unweit der 50-Millionen-Stadt New Trerice. Rhodan nutzt die Reisezeit, um sich erstmals mit seiner Enkelin Farye Sepheroa zu unterhalten. Er lässt das Verwandtschaftsverhältnis aber noch unerwähnt.

Rhodan glaubt, er könne auf Rhea vorübergehend untertauchen, doch schon am 25. Juni 1514 NGZ, dem Tag von Rhodans Ankunft, erscheint dort ein fremdes Schiff in Form eines Nurflüglers mit 200 Metern Spannweite. Einziges Lebewesen an Bord ist Dhayqe, der sich selbst als Tesqire bezeichnet. Er ist ein Fürsprecher des Atopischen Tribunals, und weitere Tesqiren erscheinen in der folgenden Zeit im Wega- und Illema-System, bei den Swoon und im Kristallimperium. Dhayqe, ein extrem schlanker Humanoider mit je zwei Ellenbogengelenken, vierfingrigen Händen, überlangem Hals, eiförmigem Kopf und schneeweißer Haut, gibt sich betont freundlich und teilt mit, er wolle für Ziele und Zwecke des Tribunals werben. Pinar Cantanzaro, Administrator des Taranis-Systems, verlangt eine gründliche Untersuchung Dhayqes und seines Schiffes, der HELLHÖRIG IST DAS OHR DER GERECHTIGKEIT. Dabei zeigt sich, dass das Schiff voller Technik ist, die ebenso gut aus terranischer Produktion stammen könnte – bis auf das von Dhayqe als Flexopärm bezeichnete flexible Hüllenmaterial, das einen starken Memoryeffekt aufweist. Außerdem wird festgestellt, dass Dhayqes Gehirn besonders viele Spiegelneuronen aufweist, die ihm eine starke natürliche Empathie ermöglichen. Er kann sich somit besonders gut auf Stimmungen und Gefühle anderer Lebewesen einstellen bzw. diese imitieren. Da angenommen wird, dass Dhayqe keine Gefahr darstellt, darf er auf Rhea landen, während sein Schiff im Orbit bleiben muss. Ex-USO-Agent Freeman Zennor, Kommandant des Patrouillenschiffes TRELAWNY, soll den Fremden unbemerkt beschatten.

Rhodan, Bughassidow und Marian Yonder besuchen das Museum für automatische Kunst auf Rhea. Sie sind auf der Suche nach einem Plasmakommandanten, um die KRUSENSTERN damit zu bestücken und somit leistungsfähiger zu machen. Im MAK gibt es zwar einen solchen Ableger des Zentralplasmas der Hundertsonnenwelt, aber er ist zu sehr »entrückt« und hat kein Interesse daran, das Museum zu verlassen. Von Tean Gorsline erwerben Rhodan und seine Begleiter die Information, dass es in der Arkonidenkolonie auf dem Kontinent Blostonia einen zweiten Plasmakommandanten gibt. Die auf Rhea lebenden Arkoniden sind ausgewanderte Messingträumer – Nutzer einer neuen Technik, die als letzter Schrei bei den adligen Arkoniden gilt und im Kristallimperium eine Zeit lang illegal war. Die Messingträumer versetzen sich mit Mental-Dilatationshauben in eine vernetzte virtuelle Realität, in der die Zeit langsamer vergeht. Ein reales Jahr entspricht zehn Messingjahren, und somit kann ein Messingträumer, wenn er sich ausschließlich in der virtuellen Realität aufhält, quasi mehrere Leben erleben.

Mit Hilfe des Schäferhundes Samart, der einem Posbi von der KRUSENSTERN gehört, wird der Plasmakommandant im Trichterbau der Arkonidin Announ da Zoltral aufgespürt. Da Rhodan praktisch zur Familie gehört, erhalten er und seine Begleiter Zutritt. Das Bioplasmahirn ist selbst ein Messingträumer; tatsächlich erschafft es quasi die virtuelle Realität, in der sich die zahlreichen (männlichen und gut aussehenden) Lemuriden tummeln, die Announ in ihrem Haus beherbergt. Rhodan muss sich selbst in den Messingtraum begeben, um den Plasmakommandanten zum Umzug in die KRUSENSTERN zu bewegen.

In der Zwischenzeit folgt Zennor seiner Zielperson auf Schritt und Tritt. Dhayqe kommt mit seiner freundlichen Art gut bei den Rheanern an. Als er in einer Talkshow auftritt, gelingt es ihm sogar, die Zuschauer von der Rechtmäßigkeit der Handlungen des Atopischen Tribunals zu überzeugen – jedenfalls solange, bis 240 Onryonenraumer im Taranis-System materialisieren. Ihr Kommandant Becenna Toschk verhängt ein Linearflugverbot. Alle an- und abfliegenden Schiffe werden kontrolliert. Somit müssen sich Rhodan und seine Freunde (zu denen jetzt auch Announ da Zoltral gehört) einen Trick ausdenken, um gemäß Announs Vorschlag nach Perkon im Kristallimperium fliegen zu können. Dort befindet sich die zum Besitz der da Zoltral gehörende Raumwerft DARRID, in der die KRUSENSTERN aufgerüstet werden könnte. Außerdem werden auf Perkon die hierfür (und für die Messinghauben) benötigten Balpirol-Halbleiter hergestellt. Announ transportiert den Plasmakommandanten mit ihrem 300-Meter-Raumer HEYDRANGOTHA. Den onryonischen Inspekteuren wird weisgemacht, das Plasma sei eine exotische Speise. Das Schiff darf weiterfliegen. Die KRUSENSTERN mit Rhodan an Bord folgt.

Zennor verfolgt Dhayqe bis in dessen Hotelsuite. Der Tesqire trägt ein Medaillon, das man ihm gelassen hat, da es harmlos zu sein schien. In Wahrheit ist es eine Art biomechanisches Hightech-Instrument, mit dessen Hilfe Dhayqe seine eigene Entführung inszeniert. Dhayqe fliegt zum Space Port Penrhyn und kehrt mit einem Drifter (einem autonomen Frachtcontainer) in sein Schiff zurück. Es gelingt Zennor, dem Tesqire auch dorthin zu folgen. Doch plötzlich erlischt das Deflektorfeld seines Kampfanzuges. Dhayqe hat die ganze Zeit gewusst, dass er beschattet wurde...

Innenillustration