Der Tamaron

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 2758)
PR2758.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustration
Zyklus: Das Atopische Tribunal
Titel: Der Tamaron
Untertitel: Er will die Macht in seinem Sonnensystem – und sieht sich als neuer Meister der Insel
Autor: Gisbert Haefs
Titelbildzeichner: Dirk Schulz
Innenillustrator: Dirk Schulz / Horst Gotta
Erstmals erschienen: Freitag, 27. Juni 2014
Hauptpersonen: Vetris-Molaud, Oc Shozdor, Toio Zindher, Ashya Thosso, Gavac-Semol, Acyer Cyyth
Handlungszeitraum: 27. September 1489 NGZ bis 15. Februar 1509 NGZ
Handlungsort: Helitas-System
Stellaris (Serie):

Folge 42: »Fracht für die Aarus« von Susan Schwartz

Kommentar: In eigener Sache: Nummer 800
Glossar: Eyleshioni / Tefroder; Kulturelle Kontinuität / Tefroder; Zeitrechnung
Zusätzliche Formate: E-Book, Hörbuch

Kurz­zusammen­fassung

Der junge Vetris-Molaud gilt als tot, lebt jedoch unter dem Namen »Theytin« weiter im Untergrund. Er lernt die parabegabte Toio Zindher kennen, der er sich offenbart. Sie wird eine seiner ersten Verbündeten.

Durch eine List werden die Jülziish beim tefrodischen Volk diskreditiert und schließlich aus dem Helitas-System gejagt.

Vetris-Molaud gibt sich dem Volk zu erkennen und wird neuer Tamrat. So kommt er auch in den Besitz von sogenannten Kristallkrallen – sie sollen sogar Haluter töten können. Durch Zindher lernt er auch Satafar kennen, ein Mann im Körper eines Kindes mit sagenhaften Kräften.

Handlung

Im Jahre 1489 NGZ werden die Tefroder des Helitas-Systems noch immer von den Jülziish der Accayü-Clans beherrscht. Tamrat Gavac-Semol ist kaum mehr als eine Marionette des eigentlichen Machthabers, des Blues-Botschafters Acyer Cyyth. Vetris-Molaud gilt als tot, aber der von ihm gegründete Widerstand lebt. Die Untergrundorganisation der Vetriden ist aktiver als je zuvor. Tugnal-Orton, der größte tefrodische Forscher auf dem Gebiet lemurischer und alttefrodischer Technik (möglicherweise ein Nachkomme des Meisters der Insel Regnal-Orton), ist nach eigenen Angaben mit der Entwicklung neuartiger, aber altbekannter Technik beschäftigt. Er behauptet, bald einen Zellaktivator und einen Multiduplikator fertigstellen zu können. Doch das ist nur ein Ablenkungsmanöver. In Wahrheit ist Tugnal-Orton ein Vetride, ebenso wie der Geheimdienstoffizier Oc Shozdor, die Raumschiffskommandantin Ashya Thosso und deren Leibwächter, der Schmerzensteleporter Lan Meota. Sie alle arbeiten am Langzeitplan Operation Ragnarök, der bald in die Endphase eintreten soll.

Seit nunmehr 15 Jahren führen die Jülziish immer wieder Strafaktionen gegen die Vetriden durch, die sich auch gegen Vetris-Molauds Wandergrab auf dem Planeten Gloster richten. Durch das schwere Bombardement wurde unter anderem die Kavernenstadt Thonoriom vernichtet. Am 27. September 1489 NGZ leitet Ashya Thosso eine weitere Strafaktion von ihrem Schiff HENCOR FHAN aus. Dabei wird ein tief unter Thonoriom verborgenes Höhlensystem freigelegt, in dem sich ein mehr als 50.000 Jahre alter lemurischer Stützpunkt befindet. Thossos Erster Offizier Dehodhat Theytin entdeckt dort ein äußerst ungewöhnliches Monument. In einer kreisförmigen Kaverne liegen unzählige tote Lemurer, zerstörte Roboter und Wracks. Sie alle wurden durch eine transparente Substanz konserviert – ebenso wie elf tote Haluter, die rings um eine Anhöhe stehen. Dort erhebt sich das Standbild eines triumphierenden Lemurers vor einer Skulptur, die einen asymmetrischen Stern darstellt. Ähnliche, aber kleinere Sterne liegen zwischen den Halutern umher. Später wird festgestellt, dass es sich um Kampfdrohnen handelt; eine Mischung aus biologischer, mechanischer und hyperenergetischer Waffe, der die Haluter zum Opfer gefallen sind – selbst die Strukturumwandlung ihrer Körper war gegen diese Kristallkrallen wirkungslos.

Theytin erstattet Gavac-Semol persönlich Bericht. Cyyth entscheidet, dass die Untersuchung der Kristallkrallen in den Zuständigkeitsbereich der Flotte fällt, was bei den Agenten der Gläsernen Insel für Unmut sorgt. Die Kristallkrallen werden zur Senke Achimatiou auf Achimat transportiert, einem Mond des Gasriesen Laumhu im Helitas-System. Bei der Audienz im Tamaghat lernt Theytin eine der drei Gattinnen des Tamrats kennen. Ihr Name lautet Toio Zindher. Sie beginnt eine Affäre mit dem charismatischen Offizier und findet schnell heraus, dass er seine wahre Identität verbirgt. Sie gesteht ihm, dass sie dies mit einer Parafähigkeit erkannt hat, die sie geheim hält. Er bestätigt ihren Verdacht. Sein wahrer Name lautet Vetris-Molaud. Die Mola'ud-Skorpione Spälneyers erhalten ihn nicht nur am Leben, sondern verändern auch sein Aussehen, sofern er dies wünscht. Toio Zindher wird zur neuesten Verbündeten des Widerständlers.

Theytin wird von den Medien zum Helden stilisiert. Schon bald genießt er so großes öffentliches Ansehen, dass eine politische Karriere denkbar wäre. Das kommt Cyyth gelegen. Der Botschafter wünscht eine tefroderfreundlichere Politik und eine Entmachtung der korrupten Jülziish-Clans. Theytin soll den alten Tamrat ablösen, dessen Rücktrittserklärung sofort aufgezeichnet wird. Theytin/Vetris-Molaud erbittet sich Bedenkzeit, denn durch Cyyths Angebot eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten für Operation Ragnarök. Schnell werden alle Vorbereitungen getroffen. Die Schadsoftware Exeget wird in das Blues-Flaggschiff BLYTTRIC eingeschleust, so dass dieses am 4. Oktober die Senke Achimatiou beschießt, woraufhin der Mond zerbricht und von einem Hyperraumaufriss verschlungen wird. Danach nimmt die BLYTTRIC das Tamaghat unter Beschuss. Weite Teile Apsumas werden vernichtet, bevor es der HENCOR FHAN gelingt, den Bluesraumer abzuschießen. Gavac-Semol, Acyer Cyyth und der tefrodische Flottenkommandeur, dessen Amt umgehend von Thosso übernommen wird, gehören zu den vielen Millionen Todesopfern.

Jetzt lässt Vetris-Molaud die Maske fallen. Er wendet sich als rechtmäßiger neuer Tamrat an sein Volk, das voll und ganz hinter ihm steht, und vertreibt die Jülziish aus dem Helitas-System. Das Vermögen der Accayü-Clans wird konfisziert. Die Jülziish kehren zwar mit Verstärkung zurück, doch von Tugnal-Orton entwickelte Schleicher-Computerviren sorgen dafür, dass die Energieschirme der Blues-Schiffe ausfallen. Nachdem zwei Drittel von der tefrodischen Flotte vernichtet wurden, flieht der Rest. Vetris-Molaud wird als Retter, Befreier und Bewahrer der Lemurischen Kontinuität gefeiert. Er hat die Vision einer neuen Ära – ein neues Tamanium soll entstehen, eines Tages vielleicht sogar ein milchstraßenweites Kar'Tamanon.

Auch im Jahre 1509 NGZ weiß außer den wenigen Vetrauten Vetris-Molauds noch immer niemand, was vor zwanzig Jahren wirklich geschehen ist und dass keineswegs alle Kristallkrallen mit dem Untergang Achimats verloren gegangen sind. Tugnal-Orton hat insgeheim einige »abgezweigt«. Vetris-Molauds Macht hat sich gefestigt, aber er ist immer noch abhängig von Spälneyers Mola'ud-Skorpionen. Das soll sich nun ändern. Am 15. Februar stellt Toio Zindher ihm jemanden vor, den sie jüngst kennen gelernt hat. Ein Mann im Körper eines Kindes und mit den Kräften eines Oxtorners tritt in Vetris-Molauds Dienste. Sein Name ist Satafar. Das erste seiner vielen Opfer wird Spälneyer sein...

Innenillustration