Die vereiste Galaxis

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 2875)
PR2875.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustration
Zyklus: Sternengruft
Titel: Die vereiste Galaxis
Untertitel: Er ist der einsamste aller Menschen – 131 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt
Autor: Christian Montillon
Titelbildzeichner: Arndt Drechsler
Innenillustrator: Swen Papenbrock
Erstmals erschienen: Freitag, 23. September 2016
Hauptpersonen: Perry Rhodan, Pey-Ceyan, Shoer Venyeth, Knaudh, Paqar Taxmapu
Handlungszeitraum: 14. März 1521 NGZ, 18. Juli 1522 NGZ
Handlungsort: Milchstraßennaher Leerraum
Risszeichnung: »233-COLPCOR« von Lars Bublitz
(Abbildung)
Glossar: Catiuphat / Tiuphoren; allgemein / Vakuum; Aufenthalt
Zusätzliche Formate: E-Book, Hörbuch

Handlung

Perry Rhodan und Pey-Ceyan wurden erschossen, ihre Herzen von Energiestrahlen durchbohrt. Seit dem körperlichen Tod befinden sich die ÜBSEF-Konstanten des Terraners und der Larin im Sextadim-Banner des tiuphorischen Sterngewerkes SHEZZERKUD. Sie existieren in einer imaginierten Scheinwelt aus verfremdeten Erinnerungen – so erlebt Perry ein menschenleeres Terrania und trifft schaukelnde Kinder, die wissen, dass sie tot sind, setzt sich auf die Schaukel neben Pey-Ceyan, die ebenfalls weiß, dass sie tot ist – und wissen nicht, wieviel Zeit vergangen ist, denn im Catiuphat ist der Zeitverlauf anders als im Einsteinuniversum.

Auf der Flucht vor einem Trostreichen, der die beiden als Störfaktoren betrachtet, erhalten sie Hilfe von Attilar Leccore. Der TLD-Chef befindet sich nach wie vor in der Identität des Orakel-Pagen Paqar Taxmapu im Sterngewerk CIPPACOTNAL. Das Catiuphat umfasst die Banner aller Sterngewerke, deshalb kann Leccore Rhodan und Pey-Ceyan in seine Zuflucht führen, wo die beiden zunächst sicher sind. Anders als bei der Expedition ins Catiuphat vor zwei Jahren leidet Pey-Ceyan stärker als Rhodan unter der Situation und droht ihr Selbst zu verlieren. Zudem wächst in ihr die Neugier auf die tieferen Schichten des Catiuphats.

Leccore hat aufregende Neuigkeiten für Rhodan, der gestorben ist, bevor die Schlacht um das Solsystem entschieden wurde. Erst jetzt erfährt er ihren Ausgang: Ungefähr 20.000 Sterngewerke überstanden die Schlacht und befinden sich seit geraumer Zeit im Leerraum, 3,5 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt. Die SHEZZERKUD wurde in der Schlacht beschädigt und muss repariert werden.

Ihr Ziel ist die 131 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernte Galaxie Orpleyd, von wo die SHEZZERKUD kam. Sie könnte die Urheimat der Tiuphoren sein. Die Vergangenheits-Sterngewerke können die gewaltige Entfernung nach Orpleyd nicht aus eigener Kraft überwinden. So viele von ihnen wie möglich werden so umgerüstet, dass sie die von der SHEZZERKUD zur Reise in die Milchstraße verlegte und von der PEZZWYNEC unter hohem Energieaufwand offen gehaltene Sextadim-Halbspurtrasse nutzen können.

Verblüfft muss Rhodan zur Kenntnis nehmen, dass man in der Milchstraße bereits den 14. März 1521 NGZ schreibt – zwei Jahre sind seit Rhodans und Pey-Ceyans Tod vergangen! Ihre Körper wurden seinerzeit sofort in Kryostase gelegt, deshalb könnte man sie mit moderner Medotechnik durchaus wieder lebensfähig machen. Sie befinden sich in der SHEZZERKUD.

Der Xenoermittler Shoer Venyeth hat die Leichen in seiner Obhut. Rhodan ist für den Tiuphoren aufgrund des Vitalenergiespenders, den er sicherheitshalber noch nicht aus dem Körper herausgeschnitten hat, ein wertvolles Forschungsobjekt. Auch die Dakkar-Spanne ist sehr interessant. Venyeth ist der Überzeugung, es müsse einen tieferen Grund dafür geben, dass ihm beide Geräte ausgerechnet jetzt, nach dem Ruf zur Sammlung, in die Hände gefallen sind.

Knaudh, Orakel-Page der SHEZZERKUD, ist nicht mit Venyeths Arbeit einverstanden. Er setzt alles daran, die Körper zu vernichten, wie es unbedingt geschehen muss, damit die ihnen entnommenen Geistkomponenten keine Unruhe ins Catiuphat bringen. Caradocc Paddkavu Yolloc hält sich aus dem Streit heraus. Venyeth und Knaudh sollen die Sache unter sich ausmachen. Venyeth sichert sein Labor mit einem Fallensystem und errichtet Schutzschirme über den Körpern.

Nur in der CIPPACOTNAL könnte sich Leccore der Körper annehmen und sie für die Rückführung der ÜBSEF-Konstanten vorbereiten. In Taxmapus Gestalt mischt er sich in die Auseinandersetzung zwischen Venyeth und Knaudh ein. Er schlägt sich auf Venyeths Seite. Der lässt zu, dass sich Taxmapu den Leichen nähert. So kann Leccore ein Templat von Rhodan anfertigen. Er bildet das Gehirn des Terraners im Körper des Orakel-Pagen nach. Mit Leccores Hilfe kann Rhodans Geist Besitz von dem Gehirn ergreifen, während sich Leccore bis auf einen kleinen Rest zurückzieht. Somit kann Rhodan in Taxmapus Gestalt und ausgestattet mit den Fähigkeiten eines Koda Aratier aktiv werden.

Rhodan und Pey-Ceyan locken Urccale, das Orakel der CIPPACOTNAL, ins Catiuphat, indem sie sich wie Wahnsinnige gebärden. Als Rhodan Urccale »berührt«, kommt es zu einer unerwarteten Wechselwirkung: Das Catiuphat reagiert auf Rhodans Andersartigkeit. Ein Riss tut sich auf, der bis hinab in den fünften Torus reicht. Urccale wird auf Nimmerwiedersehen verschlungen. Rhodan und Pey-Ceyan blicken in den Riss und gewinnen neue Erkenntnisse. Torus V wird als »Kranz« bezeichnet. In noch tieferen Schichten existiert etwas Uraltes, von dem man weiter oben nur ein mildes Abbild erkennen kann. Ganz in der Tiefe sieht Pey-Ceyan eine vereiste Galaxie, umgeben von einem Gürtel aus Staub. Von dort, so meint sie, kommt das Catiuphat.

Rhodan alias Taxmapu verlässt das Catiuphat, trifft sich mit seinem Caradocc Maxal Xommot und berichtet von Urccales »Unfall«. Er wird zum neuen Orakel ernannt und darf im offiziellen Auftrag des Caradocc zur SHEZZERKUD übersetzen. Von Yolloc erfährt er, dass die Gegenwarts-Tiuphoren das 16. Jahrhundert NGZ als Epoche Ruf bezeichnen. Tollan Tepechu ist derzeitiger Tomcca-Caradocc. In der CHIZZAYPHER soll demnächst eine Versammlung aller Orakel stattfinden. »Taxmapu« besucht Venyeth, den er mit seinem Wissen über den Zellaktivator, die Dakkar-Spanne und die im Labor installierten Waffen beeindruckt. Um Verbesserungsvorschläge machen zu können, darf Taxmapu das Fallensystem genauer in Augenschein nehmen. Anschließend fertigt Rhodan ein Templat des SHEZZERKUD-Orakels Verssidai Happuru an und bricht in Knaudhs Gestalt in Venyeths Privaträume ein. Natürlich gibt es dort Überwachungskameras, und so kann Venyeth beobachten, wie sein Erzfeind die Dakkar-Spanne und einen Speicherkristall stiehlt.

Rhodan hat Glück, denn ihm war der volle Funktionsumfang der Dakkar-Spanne noch nicht bekannt. Der Speicherkristall enthält Venyeths Forschungsergebnisse, denen Rhodan entnehmen kann, dass sich die Dakkar-Spanne wie ein Fiktivtransmitter nutzen lässt. Nach einem Fehlsprung mit schmerzhaften Folgen, die in den nächsten Tagen erst einmal auskuriert werden müssen, springt Rhodan nur noch in Moizens Begleitung. Der Ysicc verleiht ihm Sicherheit im Umgang mit der Dakkar-Spanne. Sobald alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, springt Rhodan von der CIPPACOTNAL in die SHEZZERKUD. Wieder verwandelt er sich in Knaudh. Da er die Verteidigungssysteme des Labors kennt, kann er dort problemlos eindringen. Er schlägt Venyeth nieder, bringt die Körper in die CIPPACOTNAL und lässt es so aussehen, als habe Knaudh sie zerstört.

Die Körper werden wiederhergestellt, aber das nimmt viel Zeit in Anspruch. Am 18. Juli 1522 NGZ teilt Leccore seinen Schützlingen mit, dass die Sterngewerke bereits in die Sextadim-Halbspurtrasse eingeflogen sind. Leccore hat den Eindruck, dass sich die Tiuphoren vor Orpleyd ekeln, was nicht verwunderlich ist, denn sie wurden vor langer Zeit von der planetengebundenen Existenz »erlöst« und leben seither ausschließlich in ihren Raumschiffen. Die Tiuphoren betrachten die Reise nach Orpleyd nicht als Heimkehr. Sie haben vielmehr die Absicht, die Galaxie zu zerstören und zu »bestatten«. Leccore zufolge steckt nicht nur die Lust an der Zerstörung hinter diesem Vorhaben. Um mehr zu erfahren, will Rhodan in Torus V vordringen.

Innenillustration