Gestohlenes Leben

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 2916)
PR2916.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustration
Zyklus: Genesis
Titel: Gestohlenes Leben
Untertitel: Ein arkonidischer Baron vertraut dem Jungbrunnen – er zahlt einen hohen Preis
Autor: Kai Hirdt
Titelbildzeichner: Swen Papenbrock
Innenillustrator: Swen Papenbrock
Erstmals erschienen: Freitag, 7. Juli 2017
Hauptpersonen: Yergeo da Gnotor, Segos Isirea, Bhal Kharnaim, Quendressa und Kylldin, Zaroia da Bargk
Handlungszeitraum: 1. bis 3. August 1551 NGZ
Handlungsort: Girmomar
Report:

Ausgabe 510

Glossar: Arkonidische Anreden / Girmomar / Kristallbaronien / Physiotron
Zusätzliche Formate: E-Book, Hörbuch

Handlung

Durch Bhal Kharnaims Botschaft wird ein Ansturm auf das Giromsystem ausgelöst. Innerhalb kurzer Zeit materialisieren mehrere zehntausend Raumschiffe an der Systemgrenze. Zaroia da Bargk, Kommandantin des GWALON-Raumers KATOR GIRMOMAR, setzt das Einflugverbot durch. Sie wird durch Söldner der Kristallarmada unterstützt, muss jedoch den Übereifer des Anführers bremsen. Nach einigen eher halbherzigen Vorstößen, die problemlos abgewehrt werden können, ist da Bargk gezwungen, den Raumgleiter eines ehemaligen Flottenangehörigen zu vernichten, der die Blockade durchbricht. Dann erhält da Bargk die Nachricht, dass die GOS'TUSSAN II geortet wurde, das Flaggschiff des untergetauchten Eximperators Bostich I.! Der Doppelkhasurnraumer befindet sich im Paros-Modus und hat den Ortungsschutz nur kurz gesenkt, um die Heimatflotte der Kristallbaronie Girmomar auf sich aufmerksam zu machen. Da Bargk erhält die Erlaubnis, an Bord zu kommen.

Baron Yergeo da Gnotor hat seinen Extrasinn vor vielen Jahren infolge einer seltenen Krankheit verloren, die den entsprechenden Hirnbereich verkümmern lässt. Zudem spürt er sein fortgeschrittenes Alter sehr deutlich. Deshalb ist er nur zu gern bereit, das Angebot der Gemeni anzunehmen und sich verjüngen zu lassen. Im Spross KYLLDIN werden da Gnotor, die greise Mehandor Quendressa und deren hirngeschädigte Enkelin Kylldin, die Hüterin des Sprosses, von Kharnaim freundlich begrüßt. Der Baron begnügt sich mit den sehr zurückhaltenden Erklärungen des Gemen, denen zufolge die Verjüngungsprozedur mehrere Zyklen zu jeweils 52 Arkonjahren umfassen kann. Bei da Gnotor kommen zwei Zyklen in Betracht. Aufgrund des höheren Alters der Mehandor sind bei Quendressa drei Zyklen möglich. In Kylldins Fall würde es nicht zu einer Verjüngung kommen, sondern zu einer Heilung des unfallgeschädigten Gehirns. Quendressa, die eigentlich keine Verjüngung wünscht, ist bereit, das Physiotron für Kylldin zu »testen« – oder vielmehr: die Physiotrone. Im Spross befinden sich zahlreiche Geräte dieser Art.

Da Gnotor unterzieht sich der extrem schmerzhaften Prozedur. Danach hat er den Körper eines 31 Arkonjahre alten Mannes. Tatsächlich ist dieser Körper weit muskulöser als da Gnotor es je war; er wurde offenbar durch das Physiotron optimiert. Der Extrasinn ist aktiv. Doch etwas stimmt nicht. Alle Erinnerungen an Erlebnisse aus der Zeit nach seinem 31. Lebensjahr kommen da Gnotor wie kalte Fakten vor, so als stammten sie von einer anderen Person. Sie sind mit keinerlei Emotionen verbunden, was auch für traumatische Geschehnisse wie den Verlust des Extrasinns gilt. Der »neue« Extrasinn bezeichnet da Gnotor ständig als Narren, was er früher nie getan hat, und verhält sich zunehmend aggressiv. Er fordert die Eroberung des Sprosses oder wenigstens eines Physiotrons für das arkonidische Volk. Der Baron fürchtet, nicht mehr derselbe Mann zu sein wie vor der Prozedur. Seine Hormone geraten beim Anblick der zur verführerischen jungen Frau verjüngten Mehandor-Großmutter in Wallung. Kylldin ist nach der Prozedur ein ganz normales Mädchen. Von ihrer Behinderung ist nichts mehr zu bemerken.

Der Baron verliert die Beherrschung, als man ihm sagt, dass er zur Beobachtung im Spross bleiben muss. Zudem geht ihm der Extrasinn mit seiner Paranoia auf die Nerven. Da Gnotor erkennt sich selbst nicht wieder. Kharnaim erklärt, dass da Gnotors Erinnerungen vor Beginn der Prozedur entnommen und dem regenerierten Körper danach neu aufgeprägt wurden. Da Gnotor befürchtet, dass die Gemeni mehr als das getan haben. Sollten die Erinnerungen des Barons manipuliert worden sein, wäre eine Rückkehr ins Regierungsamt ausgeschlossen. Sein Misstrauen wächst, als er erkennt, dass bei der Verjüngungsprozedur terranische Zeiteinheiten gelten. Ein Zyklus entspricht 62 terranischen Jahren und während einer terranischen Minute wird der Benutzer des Physiotrons um ein Terrajahr verjüngt. Der Bhal gestattet da Gnotor ein Gespräch mit Wahlbaron Segos Isirea. Der verjüngte Baron hält eine öffentliche Ansprache und bittet das Volk um Geduld, benutzt hierbei allerdings einen Avatar, der ihn als alten Mann zeigt. Kurz danach dreht der Extrasinn durch, übernimmt die Kontrolle und befiehlt Ovasa, ein Physiotron zu stehlen. Kylldin wendet die Katastrophe ab, indem sie sich dem Roboter in den Weg stellt und mit einer nicht ganz menschlich wirkenden Stimme singt. Die Maschine deaktiviert sich daraufhin selbst.

Nachdem da Gnotor die Kontrolle über seinen Körper zurückgewonnen hat, wird die Prozedur wiederholt, wobei keine weitere Verjüngung erfolgt. Danach verhält sich der Extrasinn normal. In einem weiteren Gespräch mit Isirea erfährt der Baron von der Ankunft der GOS'TUSSAN II. Da Gnotor ist sicher: Das bedeutet Krieg. Mit Kharnaims Erlaubnis verlässt er den Spross (Kylldin und Quendressa wollen bleiben) und zeigt sich öffentlich – diesmal ohne Avatar. Somit wird allgemein bekannt, dass die Gemeni nicht gelogen haben.

Da Bargk tritt Bostich gegenüber, der sich in Begleitung des Haluters Sawru Maudh befindet. Bostich ist nicht mehr als Arkonide zu erkennen. Seine Haut ist vollkommen schwarz und haarlos. Die Augen glühen rot wie die eines Haluters. Der rechte Arm ist abnorm muskulös. Bostich betrachtet sich noch immer als Imperator und reißt den Oberbefehl über die Streitkräfte Girmomars an sich. Sein Ziel ist die Eroberung oder Vernichtung des Sprosses und er ist bereit, Girmomar zu opfern, um das zu erreichen. Bostich glaubt, dass die Gemeni die gesamte Galaxis bedrohen.

Innenillustration