Der Tryzom-Mann

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 2925)
PR2925.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Innenillustration
Zyklus: Genesis
Titel: Der Tryzom-Mann
Untertitel: Er stammt aus tiefer Vergangenheit – und er besitzt einzigartige Fähigkeiten
Autor: Michael Marcus Thurner
Titelbildzeichner: Dirk Schulz
Innenillustrator: Dirk Schulz
Erstmals erschienen: Freitag, 8. September 2017
Hauptpersonen: Zau, Anme und Mota, Numun und Tavvu, Guvratosch, Opiter Quint
Handlungszeitraum: 6. November 1551 NGZ, 21. März 1533 NGZ, ca. 200.000 v. Chr.
Handlungsort: Terra, Mars, Ceinnon
Clubnachrichten:

Ausgabe 538

Glossar: Cappins / Dolans / Tryzome; Herkunft / Tryzome; Wirkung
Zusätzliche Formate: E-Book, Hörbuch
Leseprobe: Leseprobe.png © Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt
Hörprobe: Hörprobe.png © Eins A Medien GmbH, Köln

Handlung

Auf Wanderer haben Opiter Quint und seine Gefährten den arm- und beinlosen Körper Homunks in ihren Besitz gebracht. Jetzt sind sie unterwegs zum Planeten Thoo im Madurant-System in der Zwerggalaxie Canis-Major, wo Homunk zufolge eine Hinterlassenschaft von ES zu finden sein soll. Während des Einsatzes auf der Scheibenwelt hat der USO-Agent Zau erstaunliche Fähigkeiten unter Beweis gestellt. Quint will mehr darüber wissen. Der kleine froschgesichtige Mann ist bereit, seine Lebensgeschichte zu erzählen beziehungsweise sie direkt in Quints Bewusstsein zu übertragen. Zau ist ein Pedotransferer. Er kann seinen Geist in den Körper eines anderen Lebewesens versetzen. Allerdings kommt es stets nur zu einer Teilübernahme für maximal zwei Minuten. Zaus ÜBSEF-Konstante verlässt den Körper nicht vollständig, so dass sich dieser nicht wie bei einer kompletten Transferierung in einen Gallerthaufen verwandelt, sondern nur »unscharf« wird. Der Pedopol – also die übernommene Person – ist währenddessen denk- und handlungsunfähig.

200.000 Jahre in der Vergangenheit: Takerer aus der weit entfernten Galaxie Gruelfin haben sich auf den Planeten des Tranatsystems angesiedelt. Sie stellen den größten Teil ihrer Ressourcen in den Dienst eines Projekts, dessen Ziel in der Erschaffung eines ganzen Volkes von Pedopolen besteht. Verschiedene Tiere werden zu diesem Zweck genetisch modifiziert, insbesondere auf den Planeten Lotron und Taimon. Auch die Takerer selbst unterwerfen sich verschiedenen Zuchtprogrammen. Der Wartungsingenieur Numun und seine Frau, die Biologin Tavvu, können auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen. Aufgrund schlechter Charaktereigenschaften sowie »unreiner Gene« werden sie von allen Zuchtprogrammen ausgeschlossen. Sie suchen Trost in Rauschmitteln und Medikamenten. Eines Tages werden sie von Guvratosch aufgesucht, einem hochrangigen Mitarbeiter des Unternehmens Tranat-System. Er kennt die Probleme des Paares und will helfen, allerdings keineswegs aus altruistischen Beweggründen. Er beabsichtigt eineiige Drillinge zu erschaffen, in deren Erbgut Bestandteile der DNS von Tieren eingearbeitet ist, die als Spicoulos bezeichnet werden. Diese Forschungen sind illegal. Laroschol, ein Agent der Geheimpolizei Golamo, hat Guvratosch bereits ins Visier genommen.

Numun hat Bedenken, beugt sich jedoch dem Kinderwunsch seiner Frau. Die künstlich gezeugten Embryonen werden so manipuliert, dass ihre Nervenfasern Tryzome erzeugen können. Diese molekülgroßen Einheiten ermöglichen ihrem Träger das zweigleisige Denken, außerdem verleihen sie ihm die Gabe der Pedotransferierung. Tryzome sind selten und mussten bisher stets injiziert werden. Die Drillinge sollen mit Hilfe der in ihre Nervenzellen integrierten Tryzom-Apparate zu »natürlichen« Pedotransferern mit überlegenen Geistesgaben werden. In ihren ersten drei Lebensjahren sind die Drillinge Motatosch, Anmetosch und Zautosch zu Guvratoschs Missvergnügen ganz normale Kinder. Als ihre besonderen Fähigkeiten doch noch zu Tage treten, stellt sich heraus, dass Mota und Anme nur jeweils eine Gabe besitzen. Nur Zau kann sowohl zweigleisig denken als auch pedotransferieren, beides aber nur in eingeschränktem Maße, denn die Tryzom-Synthese in seinem Körper bleibt mangelhaft. Aufgrund der Spicoulo-DNS haben alle drei Jungen körperliche Missbildungen. Von ihren Eltern werden sie dennoch geliebt. Für Guvratosch sind sie nur Studienobjekte, mit denen er rücksichtslos experimentiert, um die nächste Generation zu verbessern. Numun muss Guvratosch gewähren lassen, denn die Familie braucht den Schutz des einflussreichen Mannes. Sollte die Wahrheit über die Drillinge je ans Licht kommen, würde Laroschol sie töten.

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen erfährt die Golamo von Guvratoschs Machenschaften und greift an. Der Genetiker flieht mit den Kindern und lässt die Eltern zurück. Numun und Tavvu werden von Laroschol erschossen. Guvratosch taucht auf Porten unter, dem Nachbarplaneten Lotrons. Seine jahrelange Arbeit mit den Drillingen bleibt fruchtlos, was nicht zuletzt an der mangelnden Kooperationsbereitschaft der Kinder liegt. Sie wünschen sich Liebe, doch damit kann Guvratosch nicht dienen. Stattdessen sucht er sich eine Frau. In der viele Jahre jüngeren Macinda findet er die geeignete Ersatzmutter. Der intelligenten, selbstbewussten Frau bleibt nicht verborgen, was es mit den Drillingen auf sich hat, doch sie bewahrt das Geheimnis. Macinda ist eine gute Partnerin; tatsächlich hat sie einigen Einfluss auf Guvratosch. Ihm wird allmählich klar, wie sehr er die Drillinge in all der Zeit gequält hat. Macinda bringt ihn auf die Idee, das Erbgut der Lotron-Baumtänzer zu veredeln. Guvratosch benutzt diese kleinen halbintelligenten Primaten als Übungsobjekte für die Drillinge. Durch eine Erhöhung der Intelligenz werden sie zu besseren Pedopolen. Außerdem lässt sich mit dem Verkauf der possierlichen Wesen gutes Geld verdienen. In den folgenden Jahren beschäftigt sich Guvratosch hauptsächlich mit der Optimierung der Baumtänzer. Die Haupt-Zuchtstation befindet auf dem Planeten Ceinnon im 300 Lichtjahre von Lotron entfernten Cecelleridsystem.

Eines Tages, als Guvratosch, Anme und Zau sich gerade auf Ceinnon befinden, werden Macinda und Mota von der Golamo verhaftet. Die Anlagen auf Porten werden dem Erdboden gleichgemacht. Nach einem gescheiterten Fluchtversuch begehen Macinda und Mota Selbstmord, um sich den Verhören zu entziehen. So bleiben Guvratosch und seine überlebenden Ziehsöhne unentdeckt. Sie leben nun auf Ceinnon, aber es ist ein Leben auf der Flucht. Für Guvratosch steht fest, dass ihn die Golamo irgendwann aufspüren wird, deshalb trifft er insgeheim Vorbereitungen. Als es schließlich soweit ist, opfert er sich, um Anme und Zau die Flucht mit dem Raumschiff RUUTOSCH zu ermöglichen. Sobald die beiden an Bord sind, geht das Schiff in einen dreißigjährigen Dilatationsflug, durch den viele Jahrtausende überbrückt werden. In einer aufgezeichneten Nachricht teilt Guvratosch den Brüdern mit, dass die RUUTOSCH zu gegebener Zeit automatisch nach Ceinnon zurückkehren wird. Guvratosch hat den dort lebenden intelligenten Baumtänzern absolute Loyalität gegenüber Trägern von Tryzomen genetisch aufgeprägt. Die Herstellungsanleitung für die Tryzom-Apparate hat er in der Gensequenz von großen Meeressäugern versteckt.

Als der Dilatationsflug endet, schreibt man in der Galaxie, die jetzt Milchstraße genannt wird, den 21. März 1533 NGZ. Die RUUTOSCH wird von einem Kugelraumer der Galactic Guardians aufgebracht. Im Gegensatz zu Anme will Zau sich nicht ergeben. Er dreht durch und eröffnet das Feuer. Die Gegner schießen zurück. Anme wirft sich in die Schussbahn und wird tödlich getroffen. Zau wird auf Lepso an ein von den Aras Notophor und Kovron geführtes Händlerkonsortium verkauft. Wenig später lernt er die USO-Spezialistin Mahnaz Wynter kennen. Ihr Team ist auf das Konsortium angesetzt worden und aufgeflogen. Außer Wynter sind alle Teammitglieder getötet worden, sie selbst ist in Gefangenschaft geraten. Infolge eines Machtkampfes wird Notophor ermordet, doch zuvor verhilft er Zau und Wynter zur Flucht. Seitdem sind die beiden Einsatzpartner, die sich perfekt ergänzen. Der Onryone Tessner Vellderyd hat bei Zaus Aufnahme in die Neue USO ein Wörtchen mitzureden. Er ist der dritte im Bunde und dient quasi als gutes Gewissen des Teams.

Damit endet Zaus Lebensgeschichte. Ein Detail lässt er unerwähnt. Er selbst hat Guvratosch auf Ceinnon an die Golamo verraten, um sich für den Tod der Eltern und die jahrelangen Qualen zu rächen.

Innenillustration