Die Partisanen von der CREST

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Perry Rhodan-Heftromane
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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 349)
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© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Zyklus: M 87
Titel: Die Partisanen von der CREST
Untertitel: Sie sind Gefangene in ihrem eigenen Schiff – sie hoffen auf den Psychotrick der Saboteure
Autor: Kurt Mahr
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Johnny Bruck
Erstmals erschienen: Freitag, 10. Mai 1968
Hauptpersonen: Perry Rhodan, Atlan, John Marshall, Kibosh Baiwoff, Agen Thrumb, Melbar Kasom, Ras Tschubai, Iwan Iwanowitsch Goratschin, Gucky, Icho Tolot
Handlungszeitraum: April 2436
Handlungsort: M 87
Lexikon: Paratronkonverter, Dimetransantrieb, Parjar-System
Zusätzliche Formate: E-Book, enthalten im Silberband 39

Handlung

Phase eins: Das Psychospiel

Da die Sabotageakte auf seiner Festung nicht aufhören, droht der Druisant Kibosh Baiwoff gegenüber Perry Rhodan mit der Vernichtung sowohl der Festung selbst als auch der CREST IV. Rhodan jedoch bleibt gelassen, weist jegliche Einflussmöglichkeit seinerseits von sich und gibt dem Stützpunktingenieur zu verstehen, dass einer der beiden Haluter – die nicht seiner Befehlsgewalt unterstehen – für die Aktionen verantwortlich sein müsse. Dies habe sich der Druisant aufgrund seines Überfalls auf die CREST vor drei Tagen selbst zuzuschreiben.

Kibosh Baiwoff steht unter Zugzwang, und die Terraner wissen dies ausgiebig zu nutzen. Inzwischen ist die gesamte Besatzung im Sportstadion auf dem C-Deck des Flaggschiffes untergebracht worden und kann von dort aus ihre Ränke schmieden. Über John Marshall und Gucky stehen die Führungsoffiziere der CREST IV ständig telepathisch mit den »Partisanen« in Kontakt. In der ersten Phase des Befreiungsplanes haben diese viele Störungen auf der Festung des Druisanten verursacht und durch Melbar Kasoms Auftreten – da dessen Silhouette hinter dem nur halbwegs aktivierten Deflektorschirm dies nahelegt – die Existenz mindestens eines Haluters glaubhaft gemacht. Nun geht es darum, dies gegenüber dem Gegner auszunutzen.

Phase zwei: Eine Bestie für den Druisanten

Der Arkonide Atlan, nach tausenden von Jahren ein Meister des Psychospiels und der Intrige, unterbreitet Kibosh Baiwoff zum Schein den Vorschlag, den sabotierenden »Haluter« mittels einer Einsatzaktion in einem Beiboot von Bord der Festung zu bringen – im Gegenzug verlangt er für die Terraner die Möglichkeit einer Rückkehr in die heimatliche Milchstraße, was Baiwoff nach kurzem Nachdenken akzeptiert.

Die Überführung des »Haluters« Melbar Kasom in eine bereitstehende Space-Jet gerät zu einem Theaterspiel ersten Ranges, zusätzlich untermauert durch einen zuvor bewusst inszenierten Scheinangriff auf Rhodan und Atlan, wobei beide echte Blessuren davontragen – es soll der Eindruck entstehen, dass die Haluter sich von den Terranern verraten fühlen. Schließlich sind der Druis und der Druisant davon überzeugt, dass sich der »Haluter« an Bord der Space-Jet befindet, die daraufhin sofort aus dem Hangar der CREST IV blitzstartet, um das rettende Haluterschiff zu erreichen.

Doch die Stützpunktingenieure sind auch jetzt wortbrüchig: Unmittelbar nach dem Blitzstart wird die Space-Jet von der Festung Kibosh Baiwoffs abgeschossen und vollständig vernichtet. Dies hatten Rhodan und Atlan bereits vorausgesehen und einkalkuliert: Melbar Kasom war schon vor dem Start durch die Teleporter in Sicherheit gebracht worden. Nun können sowohl die Terraner als auch Icho Tolot von seinem Raumschiff aus den Stützpunktingenieuren Verrat vorwerfen; Tolot droht unverhohlen damit, die Bestien von M 87 zu kontaktieren, um seinen getöteten »Bruder« zu rächen.

Wahrscheinlichkeits-Rechnungen

Trotz seines Erfolges, eine der Bestien bereits getötet zu haben, ist Kibosh Baiwoff nicht vollständig davon überzeugt. Er hat verstanden, dass die Terraner über die Gabe der Teleportation verfügen und weist umgehend seine Positronik an, die Wahrscheinlichkeit für den Tod der Bestie zu errechnen. Rhodan wiederum will wissen, wie fest Baiwoff davon überzeugt ist, dass eine der Bestien tot ist. Dazu schleicht er sich mit Atlan und John Marshall heimlich in einen Bedienungsraum der CREST-Positronik und versorgt diese mit den nötigen Angaben.

Das Ergebnis ist für beide Parteien ernüchternd: Die Positroniken weisen unabhängig voneinander die Wahrscheinlichkeit, dass die Bestie tatsächlich mit der Vernichtung der Space-Jet getötet wurde, bzw. dass Baiwoff davon überzeugt ist, mit exakt 50,00 Prozent aus – damit besteht für Rhodan völlige Unklarheit: Wird der Gegner den Bluff glauben oder nicht? Die rettende Idee ist simpel: Um heimlich an der CREST-Positronik arbeiten zu können, wurden Manipulationen an der Energieversorgung vorgenommen. Diese werden von den Terranern bewusst nur unvollständig zurückgenommen – in der berechtigten Hoffnung, dass diese von den Stützpunktingenieuren gefunden würden. Von da bis zu der Erkenntnis, dass die Terraner die Positronik nur benötigt hatten, um Wahrscheinlichkeiten zu berechnen, ist es für Baiwoff nicht weit: Er weiß nun, dass die Bestie tatsächlich nicht getötet wurde – und die Terraner wissen dies, weil sie es ihm glaubhaft gemacht haben! Baiwoffs nächster Zug ist damit voraussagbar, und die »Partisanen von der CREST« können entsprechend handeln.

Die Phasen drei bis fünf

Während drei Partisanen mit Scheinangriffen die Dumfries-Wachen ablenken, legt Ras Tschubai an kritischen Stellen der Festung Bomben ab – doch auch diese sind dazu bestimmt, vom Gegner gefunden zu werden. In Wirklichkeit zielt alles auf die vierte Phase ab: Tschubai verteilt an wichtigen Stellen Paraffin-Plättchen, die später von Iwan Iwanowitsch Goratschin schnell »gezündet« werden können und die Festung schwer beschädigen sollen. Gleichzeitig versuchen die Terraner einen Ausbruchsversuch und verwickeln die Dumfries in heftige Kämpfe, um die Aufmerksamkeit von Goratschin abzulenken.

Auch wenn Agen Thrumb unerwartet misstrauisch bleibt und erst in letzter Minute daran gehindert werden kann, den Plan aufzudecken, gelingt das Vorhaben nahezu glatt: Kurz bevor Kibosh Baiwoff die CREST IV für immer auf dem Umformerplaneten Powertrans Alpha absetzen kann, von welchem aus die Energie blauer Riesensonnen ins Zentrum von M 87 gelenkt wird, um das Zentrumsleuchten zu erzeugen, verliert die Festung durch die Zerstörung wichtiger Kraftwerke die nötige Energie – die Absolute Bewegung der CREST kann nicht mehr erfolgen, Agen Thrumb wird überwältigt, und die CREST IV flieht in den Linearraum, die Sonnenballung der blauen Riesensonnen, die Point Ultra getauft wird, hinter sich zurücklassend.