Expedition zur verbotenen Welt

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Perry Rhodan-Heftromane
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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 372)
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© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Zyklus: M 87
Titel: Expedition zur verbotenen Welt
Untertitel: Sie suchen die Friedenswaffe – und erleben das Inferno der Vergangenheit
Autor: Hans Kneifel
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Johnny Bruck
Erstmals erschienen: Freitag, 18. Oktober 1968
Hauptpersonen: Oberstleutnant Vivier Bontainer, Perry Rhodan, Icho Tolot, John Sanda, Oomph Amber, Major Roune Mareaux, Waxo Khana
Handlungszeitraum: Ende Oktober 2436
Handlungsort: Terra, Halut
Lexikon: Norvo, Pauper
Zusätzliche Formate: E-Book, enthalten in Silberband 42

Handlung

Vorgeplänkel

Ende Oktober 2436 sitzen die »Space-Twins« Vivier Bontainer und John Sanda nahe des Flottenhafens im Hotel Saturn Hill an der Bar und vertreiben sich die Wartezeit mit tiefschürfenden Gesprächen und Schäkern mit einem jungen Mädchen. Gleichzeitig kommt es in einem Penthouse im Regierungspalast zu einem Treffen der wichtigsten Männer des Solaren Imperiums und der vier Haluter, die sich derzeit auf Terra aufhalten, um die weitere Vorgehensweise gegen die Zweitkonditionierten festzulegen. Nach Auswertung der Erkenntnisse aus M 87 durch NATHAN gelingt es Perry Rhodan, die anwesenden Haluter zu überzeugen, dass eine »Friedfertigkeitswaffe« gegen die biologisch mit den Halutern identischen Zweitkonditionierten mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Halut zu finden sein muss. Nach längerer Diskussion erklären sich Icho Tolot und seine Artgenossen dazu bereit, genau einem terranischen Schiff die geheimen astronomischen Zielkoordinaten Haluts bereitzustellen, wobei die Besatzung zur Verschwiegenheit verpflichtet werden soll. Aufgrund der neuen Erkenntnisse und der Vernichtung der Ersten Menschheit vor über 50.000 Jahren durch ihre halutischen Vorfahren, fühlen sich die anwesenden Haluter verpflichtet das eherne Gesetz der Geheimhaltung Haluts und der Nichteinmischung in die galaktische Politik zu brechen. Rhodan bestimmt die EX-3333 für den Flug und setzt Bontainer als deren Kommandant ein. Für den Flug nach Halut befinden sich außer der regulären Besatzung folgende Personen an Bord:

Flugzeit und Landeerlaubnis

Während des Fluges nach Halut erhalten die Expeditionsteilnehmer erste Informationen über Halut und die Gesellschaftsstruktur der Haluter. Es wird deutlich, dass eine Kooperation aller Haluter, gar eine Landung auf Halut, sehr schwierig zu bewerkstelligen sein wird. Die Besatzung der EX-3333, allen voran der I.O. Roune Mareaux, erhält erste Eindrücke über Vivier Bontainers Führungsstil, der sich völlig von dem seines Vorgängers unterscheidet. Bontainer nutzt die Fähigkeiten des Loureners, um die Stimmung an Bord zu analysieren. Beim Eintreffen über Halut gestalten sich die Verhandlungen über eine Landung erwartungsgemäß schwierig. Per Mehrheitsbeschluss aller Haluter wird dem terranischen Schiff erlaubt, nahe Tolots Haus zu landen. Icho Tolot muss aber die Verantwortung für die Terraner übernehmen. Grundsätzlich missfällt den Halutern die Preisgabe der Koordinaten Haluts, deshalb ist die Stimmung auf dem Planeten etwas angespannt. »Skipper« Bontainer übernimmt die Landung persönlich, wobei er das Schiff nur zwei Meter neben dem absoluten Platzmittelpunkt aufsetzt und die Besatzung damit mit seinen Pilotenfähigkeiten beeindruckt.

Verhandlungen

Tolot stellt die technischen Möglichkeiten seines Hauses bereit, damit die Terraner zu allen Halutern sprechen können. In der Ansprache werden die aus M 87 gewonnenen Fakten aufbereitet. Den Abschluss macht Vivier Bontainer, der in seiner Eigenschaft als Galaktopsychologe versucht, die Haluter von einer Kooperation zu überzeugen, Icho Tolot hilft ihm dabei. Der älteste lebende Haluter Waxo Khana stellt dabei Fragen an Bontainer und bittet sich danach für das gesamte halutische Volk Bedenkzeit aus. Schließlich trifft Khana einige Stunden später persönlich vor dem Schiff ein, um seine Entscheidung mitzuteilen. Sein Wort hat Gewicht. So wie er sich entscheidet, wird sich auch das halutische Volk entscheiden. Als Wächter der Unberührbarkeit lehnt Khana das Ansinnen der Terraner allerdings ab. Er ist aus Rücksicht auf die Angehörigen seines Volkes nicht gewillt, in Haluts Vergangenheit herumstöbern zu lassen. Als er das Schiff verlässt, versucht ihn Bontainer aus der Reserve zu locken, was jedoch nicht gelingt. Die Expedition nach Halut gilt vorerst als gescheitert.

Ein verwegener Plan

Im Haus von Tolot fasst die terranische Expedition den Plan, gegen den ausdrücklichen Wunsch Khanas, heimlich die halutische Unterwelt zu erkunden. Icho Tolot erklärt sich dabei bereit, die Terraner zu führen. Ein zwölf Mann starker Trupp unter Bontainers und Sandas Leitung begibt sich daraufhin in die halutische Unterwelt. Tolot erläutert ihnen während des Abstiegs, dass Halut im 25. Jahrhundert ein schlafender Gigant sei, dessen Unterwelt aus gigantischen Industrieanlagen bestehen würde. Ihr Ziel sei die so genannte Halle der Unberührbarkeit, der Ort, in dem die Geschichte Haluts zusammengetragen wurde. Auf ihrem Weg begegnen sie zum ersten Mal den Humidors. Kurz vor der Halle der Unberührbarkeit stellt sich heraus, dass sie für Haluter quasi »verboten« ist. Parapsychische Schwingungen verhindern, dass Haluter die Halle betreten können. Sie brechen, von Selbstvorwürfen gepeinigt, regelrecht zusammen, erholen sich jedoch sofort wieder, sobald sie sich aus dem Wirkungsfeld der Strahlung entfernen. Das terranische Einsatzkommando dringt weiter vor und erlebt in verschiedenen Holoprojektionen den blutigen Vernichtungsfeldzug der halutischen Ahnen, der schließlich in der Vernichtung Lemurias gipfelt. Allerdings beginnt die parapsychische Strahlung jetzt auch die Terraner zu beeinflussen. Es ist ihnen nicht möglich, die letzten Geheimnisse des Museums zu enträtseln, und sie treten den Rückzug an. Am Eingang der Halle werden sie von Waxo Khana und etwa 100 weiteren Halutern gefangen genommen.

Anklage und Entscheidung

Nach der Gefangennahme befindet sich das terranische Einsatzteam um Vivier Bontainer in energetischen Zellen in Waxo Khanas Haus, die EX-3333 wird mit energetischen Fesseln auf dem Planeten festgesetzt. Die Anklage lautet auf todeswürdigen Vertrauensbruch.

Bontainer stellt klar, dass Waxo einzig aufgrund von Angst handelt. Angst, zur Hauptsache vor der Erforschung der schlimmen Vergangenheit seines Volkes, und die hierbei entstehenden Emotionen wie Schuld und Trauer bei den Halutern prägen das derzeitige Gefüge der Individualautarkie des Volkes entscheidend, das sich voraussichtlich negativ verändern wird. So ist tatsächlich nicht die unerlaubte Aktion der Terraner anzuklagen, sondern einzig das angsterfüllte und unlogische Verhalten Waxos. Nachdem Waxo diese Argumentation durch sein Planhirn durchrechnete, revidiert er seine Entscheidung.

So gelingt es Bontainer, unter Aufbietung seines gesamten galaktopsychologischen Könnens, die Anklage zu entkräften und Waxo Khana zur weiteren Mitarbeit zu bewegen.

Bilanz

Die parapsychischen Schwingungen, die Haluter daran hindert, die Halle der Unberührbarkeit zu betreten, werden als eine Art Langzeitwaffe gedeutet, die letztlich für die Friedfertigkeit der Haluter im 25. Jahrhundert verantwortlich ist. Bei weiteren Forschungen in der halutischen Unterwelt hofft das terranische Einsatzteam, eine sofort wirkende Waffe gegen die Zweitkonditionierten zu entdecken.

Zitat: […] »Skipper!« sagte Rhodan. »Wollen Sie meinen Job haben? Sie sind der perfekte Kronanwalt des Solaren Imperiums.« […]