Die Hyperseuche

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Perry Rhodan-Heftromane
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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 395)
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© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Zyklus: M 87
Titel: Die Hyperseuche
Untertitel: Sie fliegen mit dem Totenschiff – und sie entdecken den Sklavenmarkt im All
Autor: Kurt Mahr
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Johnny Bruck (1 x)
Erstmals erschienen: Freitag, 28. März 1969
Hauptpersonen: Perry Rhodan, Icho Tolot, Leutnant Ken Parmenter, Atlan, Paladin, John Marshall, Tako Kakuta, Ras Tschubai, Rakal und Tronar Woolver, Dr. Armond Bysiphere, Dr. Jean Beriot, Melbar Kasom
Handlungszeitraum: Ende Juli, Anfang August 2437
Handlungsort: Magellansche Wolken
Lexikon: Baramos, Baykalobos, Bay 1
Zusätzliche Formate: E-Book, enthalten in Silberband 44

Handlung

Vorspiel

Nach Weitergabe der Erlebnisse der SCENDALA unter Major Habylet beschließt das Flottenoberkommando, den zerstörten Baramos-Diskusraumer erneut aufzusuchen. Zu diesem Zweck wird die SCENDALA zurückgeschickt. Bei näheren Untersuchungen entdeckt ihr zweiter Astrogator Ken Parmenter eine unzerstörte Speicherbank mit den astronomischen Zielkoordinaten des Diskusraumers. Perry Rhodan und Atlan beschließen, das Raumschiffswrack für ein riskantes Kommandounternehmen einzusetzen. Das Bergungsschiff FBT-223 wird in Marsch gesetzt, um das Wrack in den Sektor Galaxis-Nord zur CREST V zu bringen. Am 30. Juli 2437 erreicht die FBT-223 ihr Ziel, und das transportierte Baramos-Wrack wird während der nächsten fünfeinhalb Tage für den Einsatz präpariert.

Zusammenhänge

Am 6. August erreicht Icho Tolot die CREST V mit den Ergebnissen seiner Nachforschungen auf Halut. Folgende Fakten werden der Flotte bekannt gemacht:

  • Die Bestien sind die Ergebnisse eines Experiments, das vor rund 70.000 Jahren von den Beherrschern der Galaxie M 87 begonnen wurde, um eine Rasse hochwertiger Kämpfer zu erzeugen.
  • Im Besitz überragender Intelligenz, von keinerlei moralischen Vorschriften eingeengt, überzogen sie ihre Heimatgalaxie mit einem Krieg, der Billionen Opfer forderte.
  • Nach einiger Zeit gewannen jedoch ihre Erzeuger die Oberhand, und den sicheren Untergang vor Augen, flohen die Bestien, 800 Millionen an der Zahl, mittels der Dimetranstriebwerke ihrer Raumschiffe in fremde Galaxien.
  • 200 Millionen erreichten die Milchstraße und siedelten sich etwas später in den Magellanschen Wolken an, die für Dimetranstriebwerke nicht zu erreichen sind.
  • Vor etwa 60.000 Jahren begannen die Bestien, ihre Einflusssphäre zu erweitern, jedoch nicht im offenen Kampf, sondern durch Verpflichtung ganzer Regierungen einzelner Sternenreiche. Gleichzeitig begannen sie, mit sich zu experimentieren, und erschufen einen neuen Bestientyp, den die Terraner als Uleb bezeichnen.
  • Aufgrund ihrer Überlegenheit gegenüber den »normalen« Bestien wurden die Uleb zu ihren neuen Herrschern. Sie siedelten sich in der Kleinen Magellanschen Wolke (KMW) an, die Bestien des alten Typs verblieben in der Großen Magellanschen Wolke (GMW).
  • Die Uleb wurden von den Bestien des alten Typs aufgrund ihrer Überlegenheit kritiklos als »Götter« verehrt. Die »Götter« standen ihnen jedoch sehr misstrauisch gegenüber.
  • Die Furcht der Uleb vor den Herrschern aus M 87 war noch größer als die der ursprünglichen Bestien und nahm geradezu pathologische Züge an. Als ihnen bekannt wurde, dass man in der benachbarten Milchstraße mit Zeitmaschinen experimentierte, glaubten die Uleb völlig irrational, dass dahinter die Herrscher aus M 87 steckten, um ihre Schöpfung durch ein Zeitparadoxon auszulöschen.
  • Die Fremden, die mit der Zeit experimentierten, waren die Vorfahren der Menschen, die Lemurer.
  • 300 Millionen Bestien des ursprünglichen Typs, heimlich gesteuert von Uleb, die ihre Untertanen übernommen hatten, wurden gegen die Lemurer in den Kampf geschickt und vernichteten letztlich die Erste Menschheit.
  • Etwa 300 Millionen Bestien des alten Typs verbleiben in der GMW.
  • Nach Kriegsende gelang es jedoch überlebenden Lemurern, sowohl die Basiswelten der Bestien in der Milchstraße ausfindig zu machen, als auch entscheidende Waffen gegen ihre Kampfraumer zu entwickeln.
  • Ein Großteil der überlebenden Bestien – Haluter – wurde durch die Waffen getötet, ihre geheimen Basiswelten durch den Psychogen-Regenerator langfristig befriedet. Die Urhaluter zogen sich auf Halut zurück.
  • Nachdem die Gefahr einer Zeitreise vorerst gebannt war, begannen die Uleb, Maßnahmen zu ergreifen, sich gegen Zeitexperimente zu schützen. Sie experimentierten mit den ursprünglichen Bestien und erschufen nach langen Versuchsreihen, die nahezu alle Bestien des ursprünglichen Typs auslöschten, die Zweitkonditionierten und ihre organischen Raumschiffe, die Dolans.
Anmerkung: Tolots Bericht steht – sowohl vom Inhalt, als auch von der Logik – im Widerspruch zu den Bänden PR 372 und PR 373. Mag man die historischen Fakten des Bandes 373 als positive Geschichtsklitterung durchgehen lassen, so stellt sich die Frage, wie Tolot in den halutischen Altarchiven forschen konnte, obwohl die oben genannten Bände auf der Tatsache basierten, dass es den Halutern weder erlaubt, noch möglich ist die Altarchive zu betreten. Entweder handelt es sich dabei um einen Autoren- bzw. Exposéfehler, oder Tolot wertete die von dem terranischen Forschungsteam auf Halut erbrachten Daten nur aus.

Perry Rhodan zeigt daraufhin Tolot den Leichnam der Bestie aus dem Baramos-Wrack, und der Haluter erkennt erschüttert, dass er den Körper eines Uleb vor sich hat.
Kurz darauf erscheint ein weiterer Halut-Raumer und überbringt die Imitation eines Stoffes, mit dem die Uleb ihre Untertanen unter Kontrolle hielten, des so genannten V-Stoffes.
Auf diese Waffe gegen das eigene Volk stieß Tolot bei den Auswertungen der Archive, und es gelang ihm, eine optische wie hyperenergetische Imitation herzustellen, die jedoch keine katastrophale Wirkung besitzt. Da das Aussehen der Wunden des Leichnams aus dem Wrack mit dem Ergebnis eines solchen Virusbefalls vergleichbar sind, beschließt Rhodan, die Imitation der Waffe in seinen Plan einzubauen.

Das Kommandounternehmen

Am 13. August 2437 beginnt der Einsatz gegen die Erste Schwingungsmacht. Der präparierte Baramos-Raumer wird auf den Weg zu seinem ursprünglichen Ziel gebracht. An Bord befinden sich neben dem Leichnam des Uleb folgende Wesen: Atlan, Ken Parmenter, Icho Tolot, der Paladin, John Marshall, Tako Kakuta, Ras Tschubai, Rakal und Tronar Woolver. Weiterhin Armond Bysiphere, Jean Beriot und Melbar Kasom.

Das Wrack erreicht den Zielplaneten, der später von den Terranern den Namen Port Gurrad erhalten wird. Die Täuschung gelingt, der völlig veraltete Code wird akzeptiert, und das Schiff wird in einen Hangar auf dem Planeten eingebracht. Bei der Durchsuchung des Schiffes entdecken zwei Uleb die Leiche ihres Artgenossen und geraten aufgrund der Verletzungen in Panik. Sowohl Tolot, als auch der Paladin verfolgen die beiden Uleb und bewerfen sie mit V-Stoff-Behältern. Dabei wird die für die Waffe charakteristische Strahlung freigesetzt. Die beiden Uleb fliehen. Der Einsatztrupp kann gerade noch rechtzeitig das Schiff verlassen, bevor es vernichtet wird.

Das V-Stoff-Imitat erweist sich als wirkungsvolle Psycho-Waffe gegen die Uleb, und nach mehreren Auseinandersetzungen flieht ein Konusraumschiff, besetzt mit Uleb, von dem Planeten. Die terranische Flotte kann den Planeten einnehmen, und es gelingt einer Space-Jet der CREST V – der C-13 – die Verfolgung des flüchtenden Raumers.

Innenillustration