Alarm für die Galaxis

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 399)
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© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Zyklus: M 87
Titel: Alarm für die Galaxis
Untertitel: Die Schicksalsstunde des Solaren Imperiums naht – Invasoren aus M-87 stellen ein Ultimatum
Autor: H. G. Ewers
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Johnny Bruck (3 x)
Erstmals erschienen: Freitag, 25. April 1969
Hauptpersonen: Perry Rhodan, Roi Danton, Major Eril Shukento, Major Penta Schiroff, Professor Arno Kalup, Icho Tolot, Eynch Zigulor, Kibosh Baiwoff
Handlungszeitraum: September bis Oktober 2437
Handlungsort: Milchstraße, Kleine Magellansche Wolke
Lexikon: Zeit
Zusätzliche Formate: E-Book, enthalten in Silberband 44

Handlung

Oglu

Am 20. September 2437 gerät der Leichte Kreuzer PANTO PEA unter Major Eril Shukento im galaktischen Zentrumssektor aufgrund eines Strahlenzyklons in Raumnot und landet auf dem Planetoiden Oglu. Dort wird eine geheime Station entdeckt, die aufgrund des Vorhandenseins von Fiktivtransmittern ES zugeschrieben wird. Des Weiteren werden die Überreste eines Uleb gefunden. Im Duell der PANTO PEA gegen die Abwehrautomatik der Station wird auch dieser Fiktivtransmitter zerstört. Spätere Auswertungen von NATHAN ergeben, dass es sich bei der Station tatsächlich um eine Abwehrstation von ES gegen die Ulebgefahr handelte. Sie sollte Raumschiffe mit aktivierten Dimetranstriebwerken vernichten. Die Anlagen der Station wurden jedoch durch den Uleb vor seinem Tod weitgehend zerstört. Lediglich die Abwehrautomatik gegen Eindringlinge in die Station war noch funktionsfähig.

Nach Abschluss der Reparaturarbeiten wird die PANTO PEA durch Hyperschockwellen erneut schwer beschädigt. Später stellt sich heraus, dass die Schockwellen durch die Materialisation einer 60.000 Raumschiffe starken Okefenokeeflotte aus M 87 hervorgerufen wurden. Der politische Anführer der Flotte, der hyperregenerierte Okefenokee Eynch Zigulor, bittet Perry Rhodan mitzuteilen, dass sich die Flotte nicht gegen die Terraner richtet, während der militärische Anführer Druisant Kibosh Baiwoff die Solare Flotte brüsk auffordert, sich nicht in die folgenden Aktionen seiner Flotte einzumischen. In einem Gewaltflug gelingt es Eril Shukento, die Neuigkeiten ins Solsystem zu bringen.

Situationsanalyse der terranischen Führung

Später stellt sich heraus, dass – wie befürchtet – die gewaltige Strukturerschütterung durch den Zusammenbruch des Zeitfeldes um das Enemy-System den Okefenokees die Koordinaten ihrer fehlgeleiteten Schöpfung preisgegeben hatte. Aufgrund ihrer pathologischen Angst vor den Bestien versuchen sie deren Gefahr an der Wurzel anzupacken, gleichgültig ob sie dabei die Interessensphären anderer Völker (zer)stören.

Der später hinzukommende Icho Tolot bringt einen weiteren überraschenden Faktor ins Spiel, indem er die Befürchtung seines Volkes mitteilt, dass die Auslöschung der Bestien auch die Haluter mit einschließen wird.

Nach einer heftig geführten Diskussion kommt man überein, mangels militärischer Schlagkraft den Okefenokees nur dann militärisch entgegenzutreten, wenn sie sich gegen die Haluter wenden. Allerdings soll versucht werden, die unfreiwilligen Berater der Uleb, die Gohks, aus dem Enemy-System zu retten. Gleichzeitig versucht man herauszufinden, ob es den Herrschern aus M 87 gelungen ist, den Etatstopper in ihre Schiffe einzubauen und ob sie eine Abwehrwaffe gegen die terranischen Kontrafeld-Strahler besitzen.

Die Ankunft der Okefenokee-Flotte hat eine erstaunliche Wirkung auf die restliche galaktische Bevölkerung wie Akonen und Springer, die plötzlich militärische Verstärkung für das Solare Imperium anbieten.

Enemy-System

Die 60.000 mit Dumfries besetzten Schiffe der Okefenokees haben zwischenzeitlich das Enemy-System erreicht. Die dort stationierten terranischen Wachkreuzer wissen um die Etatstopperproblematik und der Kommandant des Leichten Kreuzers YERKOLA, Major Penta Schiroff, beschließt – entgegen lautender Befehle – ein Okefenokee-Schiff anzufliegen um es zu Kampfaktionen zu verleiten. Der Etatstopperbeschuss tötet die Hälfte der Besatzung der YERKOLA. Zwar wird sich Major Schiroff für sein eigenmächtiges Verhalten zu verantworten haben, Perry Rhodan selbst jedoch legitimiert seinen Einsatz nachträglich.

Mehrfach versucht der Großadministrator Eynch Zigulor und Kibosh Baiwoff von einer friedlichen Lösung zu überzeugen, stößt dabei jedoch auf eindeutige Ablehnung, die schließlich in dem Ultimatum gipfelt, die »Bestien des halutischen Typs« zu vernichten. Perry Rhodan lehnt empört ab.

In der Zwischenzeit verschwinden 4000 Schiffe der Okefenokees via Dimetrans-Flug, kurze Zeit später werden vier so genannte Hyperimplosionen angemessen. Nach Auswertung aller Daten kommt die terranische Führung zu dem Schluss, dass die 4000 Schiffe die Paratron-Arsenale der Ersten Schwingungsmacht zerstörten. Es gab offenbar noch zwei weitere den Terranern unbekannte Arsenale.

Rhodan versucht daraufhin herauszufinden, ob die Okefenokees eine Abwehrwaffe gegen die Kontrafeld-Strahler besitzen und geht mit der CREST V auf Angriffskurs. Eines der größten Kampfschiffe der Herrscher von M 87 stellt sich ihr entgegen und wird dabei völlig vernichtet. Es zeigt sich, dass die Terraner ein mächtiges Faustpfand in der Hinterhand halten. Sofort beschließt Rhodan die verbliebene terranische Flotte umzugruppieren und zu jedem der 1000 noch existierenden Kampfschiffe mit Kontrafeldstrahlern neun konventionelle Schlachtschiffe zu stellen. Die Restflotte verteilt sich auf strategisch günstigen Positionen um die 60.000 Schiffe aus M 87. Während Perry Rhodan versucht, mittels Hyperfunkverbindung zu Baiwoff und Zigulor seinerseits ein Ultimatum gegen die Konstrukteure des Zentrums zu stellen, verwandeln die KdZ die Sonne Enemy in eine Nova, um dem Paratron-Schirm des Planeten Atlas die Energiezufuhr zu entziehen. Durch eine den Terranern unbekannte Technik gelingt es ihnen, Transmittertransporte der Uleb zu unterbinden, woraufhin keine Flucht mehr möglich ist. Nachdem etwa 1000 flüchtende Konusraumer von den Dumfrie-Einheiten abgeschossen wurden, ergeben sich die restlichen »Bestien« in ihr Schicksal.

Um gegen die KdZ eine günstige Verhandlungsposition zu erhalten entschließt sich der Großadministrator zwischenzeitlich eine fürchterliche Waffe aus der Verbannung zurückzuholen. Er ordert die RAWANA mit dem Hyperinmestron in den Einsatz.

Zwischenspiel

In einem Kommandoeinsatz versucht Roi Danton am 7. Oktober zusammen mit nahezu dem gesamten Mutantenkorps möglichst viele Gohks aus dem Enemy-System zu retten, was durch den zusammenbrechenden Paratron-Schirm möglich geworden ist. Der Einsatz misslingt und der Freihändlerkönig wird dabei scheinbar getötet. Immerhin gelingt es eine große Anzahl an Speicherbändern zu erbeuten, womit (einmal mehr) die Adaption fremder Technik, hier Paratron-Technologie, Dimetranstriebwerk und Zeitfelder, möglich wird.

Showdown

Perry Rhodan tritt zusammen mit Icho Tolot mit den KdZ in Verbindung und stellt ihnen seinerseits ein Ultimatum. Sollten die Herrscher aus M 87 nicht sofort in ihre Heimat zurückkehren, so würde eine terranisch / halutische Flotte unverzüglich nach M 87 aufbrechen und die Zentrumssonne vernichten. Als Beweis seiner Entschlossenheit lässt der Großadministrator in diesem Moment das Hyperinmestron in Aktion treten. Quasi auf seine Handbewegung hin explodiert eine kurz zuvor ausgesuchte Sonne.

Noch während Kibosh Baiwoff und Eynch Zigulor sprachlos vor Entsetzen sind – immerhin dauerte die Umwandlung der Sonne Enemy in eine Nova mehrere Stunden – erläutert Icho Tolot, dass die Haluter über ein modifiziertes Dimetrans-Triebwerk verfügen, welches vom blauen Zentrumsleuchten nicht beeinträchtigt wird.

Während der von Zigulor und Baiwoff erbetenen Bedenkzeit erkundigt sich Rhodan bei Tolot, inwieweit die Modifikation des Dimetranstriebwerks der Wahrheit entspricht. Der Haluter erwidert trocken, dass dessen Wahrheitsgehalt seiner Ankündigung eines Großangriffs auf M 87 zu starten gleicht.

Nach einer halben Stunde nimmt Eynch Zigulor Kontakt mit Rhodan auf. Er hat aufgrund der besonderen Situation den Oberbefehl über die Dumfrie-Flotte übernommen und stimmt dem sofortigen Abzug der 60.000 Schiffe zu. Des Weiteren wird ein Quasi-Nichtangriffspakt auf Gegenseitigkeit zwischen M 87 und der Milchstraße vereinbart, der ausdrücklich auch die Haluter mit einschließt.

Bilanz

Die knapp zurückgeschlagene Dolan-Offensive verwüstete das solare System nahezu vollständig. Annähernd ein Drittel der Bevölkerung Terras wurde getötet. 40% des Rüstungspotentials waren vernichtet. Weit schlimmer hatte es den zivilen Sektor getroffen. Die Wirtschaft würde bei Mobilisierung aller Reserven einschließlich der Siedlungswelten mindestens ein halbes Jahrhundert benötigen, um auf den alten Stand zu gelangen. Während dieser Zeit mussten militärische Belange zurückstehen. Langfristig würde es aufgrund der Schwäche des Solsystems zu einer umfassenden Autarkiebewegung vieler Siedlungswelten kommen. Von etwa 1400 Planeten ist die Rede. Zwar wäre es möglich, die Posbis um wirtschaftliche Unterstützung zu bitten, jedoch um den Preis schwerwiegender Missstimmungen der Kolonialwelten. Ein Bürgerkrieg würde nahezu unvermeidlich sein.

Am 15. Oktober 2437 schließlich wandert ein einsamer hagerer Mann durch die Trümmerwüste Terranias. Gedankenverloren sieht er zu den Ruinen der Solar Hall auf.

Zitat: […] »Rhodan seufzte. Seine Füße wirbelten Staub und Asche auf. Eine fast unversehrte Puppe rief Erinnerungen an seinen Sohn Michael wach, riss die frische Wunde erneut auf. Nach einer Weile klärten sich Rhodans Gedanken. Er erhob sich von dem Mauerrest, auf den er sich gesetzt hatte. Sein Blick fiel auf einen Grashalm, der seine zartgrüne Spitze aus dem Staub reckte, der Sonne entgegen.
Perry Rhodan verharrte ehrfürchtig vor diesem Ausdruck des unbeugsamen Lebenswillens der Natur. Tief sog er die Luft in die Lungen, mochte sie auch Staub und Asche enthalten.« […]
Zitat: […] »Rhodans Augen weiteten sich. Der hohe Marmorfelsen auf dem weiten Platz war in Stücke zerbrochen. Aber die schlanke Konstruktion des Raumschiffes darauf war wie durch ein Wunder unversehrt geblieben und reckte trotzig den spitzen Bug in den Himmel.
Die STARDUST, konserviert und als Denkmal im Gobi-Park ausgestellt, zur Erinnerung an jene Mondexpedition Perry Rhodans vor 466 Jahren, mit der alles begonnen hatte.« […]

Innenillustrationen