Ein Steckbrief für die MARCO POLO

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 465)
PR0465.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Zyklus: Die Cappins
Titel: Ein Steckbrief für die MARCO POLO
Untertitel: Die Expedition der achttausend in Gefahr – ein Versteck wird zur Todesfalle
Autor: Hans Kneifel
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Johnny Bruck (5 x)
Erstmals erschienen: 1970
Hauptpersonen: Perry Rhodan, Ovaron, Joaquin Manuel Cascal, Geoffry Abel Waringer, Admiral Maschyleen, Oberst Elas Korom-Khan, Schekret
Handlungszeitraum: Januar 3438
Handlungsort: Gruelfin, Planet Leffa
Risszeichnung: Ultraschlachtschiff der TRÄGER-Klasse MARCO POLO (Fernraumschiff) von Ingolf Thaler
(Abbildung)
Lexikon: Eisenbakterien, Elektrische Ladung
Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

Die Flucht der MARCO POLO aus der Nähe des Planeten Oldon bleibt nicht unbemerkt. Takerische Verbände folgen dem terranischen Raumschiff, und das sehr schnell und zielgerichtet. Nach der gelungenen Flucht in den Hyperraum müssen die Terraner feststellen, dass die takerische Flotte ihnen weiterhin folgen kann.

Offensichtlich haben auch die Takerer ein Gerät, das dem Halbraumspürer terranischer Produktion gleichkommt. Die aus mehreren tausend Schiffen bestehende Flotte kann sogar aufholen. In den nächsten Stunden spielen die Emotionauten ihre ganze kosmonautische Erfahrung aus, aber die takerischen Schiffe lassen sich nicht abschütteln.

Der Kommandant der Flotte, Admiral Maschyleen, funkt auf allen Frequenzen einen Steckbrief der MARCO POLO. Das Schiff wird in diesem Sektor Gruelfins zum Feind Nummer eins. Außerdem führt Maschyleen eine zweite Flotte heran, die der MARCO POLO entgegen kommt.

Perry Rhodan und Atlan wollen es mit einem Trick versuchen. Joaquin Manuel Cascal bekommt mit Geoffry Abel Waringer den Auftrag, eine Space-Jet in eine Bombe zu verwandeln und eine Fernsteuerung einzubauen.

In der Gegend, in der die zweite takerischen Flotte eingreifen soll, rast die MARCO POLO in die Korona des blauen Riesensterns Gelcher Lambda. Das Schiff taucht so weit wie möglich in die Sonnenatmosphäre ein. Gleichzeitig wird die Space-Jet ausgeschleust, vollbeladen mit Transformbomben schwersten Kalibers. Ihr Schutzschirm ist um das Vielfache verstärkt worden, so dass das kleine Schiff unter den schwierigen Ortungsbedingungen in der Sonnenatmosphäre mit der MARCO POLO verwechselt werden kann.

Die takerischen Einheiten, die das Schiff bemerken, schießen sofort. Der erste Treffer im Schutzschirm löst ein Signal aus, den Hypertronzapfer der Jet zu überladen. Der Schirm schwillt an, drei Sekunden später haben sich die takerischen Einheiten eingeschossen, und als die ersten Wirkungstreffer auf den Schutzschirm prallen, explodieren alle Transformbomben an Bord der Space-Jet.

Das Ergebnis ist eine Explosion, die die Takerer überzeugen sollte, dass die MARCO POLO vernichtet wurde. Die echte MARCO POLO ist so tief, wie es die Schutzschirme zulassen, in die Atmosphäre des blauen Riesen eingedrungen und wartet darauf, dass die Flotten abziehen. Alle Besatzungsmitglieder haben ihre Schutzanzüge geschlossen und die Schutzschirme eingeschaltet. In der Tiefe sind fast keine Ortungen möglich, das Schiff ist so gut wie blind. Nur ab und zu können Teilortungen vorgenommen werden. Stundenlang zieht das Schiff seine Bahn um die Sonne. Die Schutzschirme werden von Protuberanzen immer wieder über die Einhundert-Prozent-Marke hinaus belastet.

Nach über drei Stunden tritt die Katastrophe ein, die Schutzschirme können nicht alle Energie der Sonne zurückhalten. Die Schirme brechen nicht zusammen, lassen aber Überschlagsenergien durch. Diese Energie wirkt auf alle ungeschützten Wassermoleküle und verwandelt Wasser in Helium. Alle Wassertanks explodieren durch den plötzlich erhöhten Gasdruck, ebenso wie Leitungen, nicht dehydriertes Essen und andere Stoffe, in denen sich Wasser befindet. Die eingeschalteten Individualschirme retten die Besatzung vor der Gefahr, dass sich auch das körpereigene Wasser in Helium verwandelt.

Die Explosion richtet in allen Teilen des Schiffes und in den Beibooten große Verwüstungen an und hinterlässt ein Raumschiff ohne Wasser. Die MARCO POLO taucht sofort aus der Sonne auf. Die Besatzung beobachtet, wie gerade die letzte feindliche Einheit in den Linearraum eintritt. Die meisten Schäden können in den nächsten Stunden mit Bordmitteln repariert werden, da alle Explosionen nicht energetisch, sondern nur durch Überdruck ausgelöst wurden.

Ein existenzielles Problem ist aber Wasser, das es nur noch in den Anzügen der Besatzung gibt. Es muss innerhalb von 72 Stunden Wasser geladen werden, sonst ist das Schiff verloren. Mithilfe von Ovaron und dem Wissenden Schekonu wird der Planet Leffa ausgesucht, nicht zu weit entfernt, eine Ödwelt, aber mit Wasser in flüssiger Form.

Während die Aufräumarbeiten voranschreiten, startet das Schiff in Richtung Leffa. Die Situation an Bord ist kritisch, der Wassermangel macht sich schnell bemerkbar. Es kommt zu Streitereien um Wasser. Trotz der Eile wartet die MARCO POLO am Rand des Sonnensystems, und Perry Rhodan schickt drei Raumjäger los, um den Planeten Leffa zu erkunden. Die Jäger sehen eine Welt ohne Bewohner, Einöde – und Wasser in kleinen Seen, keine Meere. Da es keine Alternative gibt, wird die MARCO POLO auf Leffa landen.

Um keine Überraschungen zu erleben, fliegt die MARCO POLO bis auf 110.000 Kilometer im Linearraum, bremst die Geschwindigkeit herunter und landet direkt auf Leffa an einem See. Die Überraschung ist aber perfekt, als die MARCO POLO in circa 45 Kilometer Höhe eine Art von Schirm durchfliegt – und eine voll besiedelte und industrialisierte Welt unter dem Schiff liegt. Ein Durchstarten kommt nicht in Frage, das Schiff landet an einem See, gegenüber einer Stadt.

Die Abwehr von Leffa konnte nicht so schnell reagieren, die MARCO POLO ist zu schnell und zu tief geflogen. Nun können die schweren Geschütze nicht eingesetzt werden, ohne den Planeten zu gefährden. Im Schutz des Paratronschirms beginnen die Techniker, Wasser ins Schiff zu pumpen. Der Vorgang dauert über 24 Stunden. Die Bewohner des Planeten geben keine Lebenszeichen von sich, das Schiff wird sporadisch beschossen, aber nicht ernsthaft angegriffen.

Allerdings ist man sich an Bord der MARCO POLO auch darüber im Klaren, dass das Schiff nicht starten kann. Es würde von der Bodenabwehr abgeschossen, sobald die Entfernung so groß ist, dass Leffa nicht mehr gefährdet wird.

Zugleich überdenkt auch der takerische Verantwortliche auf Leffa, Schekret, das Dilemma. Das Schiff muss – angesichts der Bedeutung Leffas für das Takerische Imperium – unbedingt vernichtet werden.

Innenillustrationen