Das Erbe der Glovaaren

Aus Perrypedia
(Weitergeleitet von Quelle:PR677)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Perry Rhodan-Heftromane
673 | 674 | 675 | 676 | 677 | 678 | 679 | 680 | 681


Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 677)
PR0677.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Zyklus: Das Konzil
Titel: Das Erbe der Glovaaren
Untertitel: Mit der BOX-7149 auf Erkundungsflug – Terraner und Posbis in einem fremden Kosmos
Autor: Clark Darlton
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Johnny Bruck (1 x)
Erstmals erschienen: Dienstag, 13. August 1974
Hauptpersonen: Perry Rhodan, Goshmo-Khan, Gucky, Fellmer Lloyd, Der „Kleine Kondor“, Reginald Bull, Pos-1
Handlungszeitraum: März 3460
Handlungsort: Mahlstrom der Sterne, Terra
Zusätzliche Formate: E-Book, enthalten in Silberband 77

Kurzzusammenfassung

Dank von Professor Dr. Dr. Goshmo-Khan vor der Transmission des Erde-Mond-Systems durch den Twin-Sol-Transmitter getroffener Vorsichtsmaßnahmen, verfügt die BOX-7149 noch über einen funktionsfähigen Linearantrieb. Damit ist sie das einzige fernflugtaugliche Schiff, über das die Terraner derzeit verfügen.

Reginald Bull, Goshmo-Khan, Fellmer Lloyd, Gucky sowie einige terranische Wissenschaftler unternehmen an Bord des Raumschiffes der Posbis einen Erkundungsflug zur nächsten Sonne. Hier entdeckt die Besatzung der BOX-7149 eine Raumstation der Glovaaren.

Es kommt zu Kampfhandlungen, in deren Verlauf die Station vernichtet wird. Die schwer beschädigte BOX-7149 landet auf einem die Sonne umkreisenden Planeten.

Handlung

Nachdem den Schwankungen der Erdachse erfolgreich entgegengewirkt werden konnte, haben die dadurch ausgelösten Naturkatastrophen deutlich an Zahl und Stärke abgenommen, die unmittelbare Gefahr für die Menschen ist gebannt. Die Linearantriebe der zur Verfügung stehenden Raumschiffe sind aber weiterhin unbrauchbar.

In dieser Situation werden Stimmen laut, die die Absetzung Perry Rhodans vom Amt des Großadministrators fordern. Laut Hochrechnungen spricht sich außerdem eine Mehrheit der Menschen für eine Rückkehr von Erde und Mond in das Solsystem aus. Freilich ohne zu bedenken, dass dies technisch wahrscheinlich überhaupt nicht machbar ist.

Als Fer Romat als Sprecher des Weltparlaments in einer Konferenz in Imperium-Alpha diese Forderungen wiedergibt, wird er von Professor Dr. Dr. Goshmo-Khan verbal heftig attackiert. Goshmo-Khan fordert Fer Romat auf, dem Parlament gegenüber zu lügen, da dies das Beste für alle sei. Fer Romat, der keine Unterstützung von den anderen Anwesenden erhält, zieht sich schließlich aus der Konferenz zurück. Er will in seinem Quartier auf einen Bericht Perry Rhodans warten, den er dem Parlament vorlegen kann.

Nach diesem Disput teilt Goshmo-Khan den anderen Anwesenden mit, dass er aus einem unguten Gefühl heraus vor der Transmission der Erde veranlasst hatte, dass die BOX-7149 in einem Hangar in der Nähe von Quetroppa untergebracht wurde. Zusätzlich ließ der den Hangar während der Transmission durch fünfdimensionale Energieschirme schützen. Goshmo-Khan vermutet, dass dadurch der Linearantrieb der BOX-7149 vor Schaden bewahrt wurde. Eine Überprüfung vor Ort ergibt, das der Fragmentraumer tatsächlich einsatzbereit ist.

Während Vorbereitungen für einen Erkundungsflug zum nächstgelegenen Stern getroffen werden, geht Gucky Gedankenimpulsen nach, die aus den in Quetroppa gelagerten Howalgonium-Vorräten zu kommen scheinen. Er teleportiert den Impulsen folgend in das Howalgonium und entdeckt ein anscheinend bereits längere Zeit totes, mumifiziertes Vogelwesen, dem er den Namen »Kleiner Kondor« gibt.

Da das Wesen inzwischen keine Gedankenimpulse mehr aussendet, wird es medizinisch untersucht. Dem Volk, dem der Kleine Kondor angehört, geben die Wissenschaftler den Namen Glovaaren. Letztendlich ergeben ihre Untersuchungen lediglich, dass Kleiner Kondor anscheinend klinisch tot ist. Perry Rhodan beschließt, den Flug der BOX-7149 zu nutzen, um den Fremden im Weltraum bestatten zu lassen.

Während der Großadministrator selbst auf der Erde zurückbleibt, startet das Schiff der Posbis. Neben der regulären Besatzung befinden sich Reginald Bull, Goshmo-Khan, Fellmer Lloyd, Gucky sowie einige terranische Wissenschaftler an Bord.

Die Navigation in dem die Erde umgebenden Materiestrom erweist sich als schwierig. Zuverlässige Entfernungsmessungen sind nicht möglich. Für den Zielstern werden so zum Beispiel Werte ermittelt, die zwischen zwei und zwanzig Lichtjahren variieren. Die Wissenschaftler vermuten als Ursache für die Störung der Messgeräte variable gravitationelle Felder.

Der Eintritt in den Linearraum verzögert sich aufgrund energetischer Felder, die zunächst im Normalraum durchquert werden müssen. Neben Beeinträchtigungen der Geräte der BOX-7149 führen diese Felder auch dazu, dass die Funkverbindung zur Erde abbricht. Da die Störfelder zwischen dem Schiff und der Erde stehen, kann auch nach dem Durchqueren des Raumbereiches kein Funkkontakt mehr hergestellt werden.

Als die BOX-7149 schließlich zum Linearflug ansetzt, wird ihre Automatik so programmiert, dass sie den Flug sofort unterbricht, sollte man sich einer Sonne nähern. Tatsächlich erreicht der Fragmentraumer den Zielstern viel früher als berechnet. Offensichtlich befindet sich die Sonne lediglich einige Lichtstunden von der aktuellen Position der Erde entfernt und nicht mindesten zwei Lichtjahre, wie zuvor von den Messgeräten ermittelt.

Trotz Automatik kann der Flug nicht rechtzeitig genug abgebrochen werden, die BOX-7149 stürzt ein gutes Stück von der Sonne entfernt in den Normalraum zurück. Das Raumschiff legt das letzte Stück Weg zum Zielstern im Unterlichtflug zurück. Auf dem Weg entdeckt die Besatzung ein prismenförmiges Objekt, dessen Grundfläche ein gleichschenkliges Dreieck bildet. Die Gesamtlänge des Objektes beträgt knapp über anderhalb Kilometer. Der leitende Astronom der BOX-7149 vermutet, dass es sich bei dem offensichtlich künstlichen Gebilde um eine Raumstation handelt.

Fellmer Lloyd und Gucky nehmen aus dem Objekt stammende, nicht näher definierbare Gedankenmuster wahr. Reginald Bull beschließt, die Raumstation näher zu untersuchen. Gucky teleportiert mit ihm und Fellmer Lloyd an Bord. Nach kurzer Zeit entdecken sie anscheinend tote Glovaaren.

Reginald Bull macht sich daran, die technischen Einrichtungen der Kommandozentrale näher zu untersuchen. Fellmer Lloyd und Gucky suchen weiter nach dem Ursprung der Gedankenmuster. Die beiden Mutanten entdecken schließlich Imphts, eine Art Speicher für telepathische Botschaften. Als sie versuchen, mit den ihnen fremden Geräten telepathischen Kontakt aufzunehmen, beginnen die Glovaaren der Station aus ihrem todesähnlichem Zustand zu erwachen.

Die Glovaaren haben zwei Jahrmilliarden überdauert, um etwaigen Nachfahren von der Katastrophe zu berichten, die zum Untergang ihrer Zivilisation geführt hatte. Ein Teil der Vogelwesen ist nun nicht bereit, wie ursprünglich geplant, einfach das Wissen weiterzugeben und dann zu sterben. Sie wollen die BOX-7149 kapern, zum nächsten Planeten fliegen und versuchen, die ihnen verbleibende Lebensspanne zu verlängern.

Mit Reginald Bull, Fellmer Lloyd und Gucky als Geiseln, gelingt es einem Enterkommando dieser Gruppe der Glovaaren, an Bord der BOX-7149 zu gelangen. Gucky gelingt es hier, auf eine der von den Glovaaren mit an Bord gebrachten Imphts Einfluss zu nehmen und Kleiner Kondor zu erwecken. Der Glovaare zeigt sich Gucky gegenüber dankbar und befreit den Mausbiber und dessen beiden Gefährten aus ihrer misslichen Lage.

Unterdessen hat die telepathische Ausstrahlung der Glovaaren eine schädigende Wirkung auf das Zellplasma der Posbis. Die BOX-7149 setzt sich mit Kollisionskurs zur Prisma-Station der Glovaaren in Bewegung. Professor Dr. Dr. Goshmo-Khan lässt daher alle Zurückhaltung fallen und befiehlt, mit tödlicher Gewalt gegen die Eindringlinge vorzugehen. Er selbst kann in Handsteuerung den Kurs der BOX-7149 etwas ändern, das Schiff streift die Station der Glovaaren lediglich. Das außer Kontrolle geratene Plasma der Kommandokuppeln eröffnet danach das Feuer auf die Station und vernichtet sie.

Während die Kämpfe mit den Glovaaren an Bord der BOX-7149 andauern, beginnt das schwer beschädigte Schiff, in Richtung der nahen Sonne zu stürzen. Nachdem es Gucky gelungen ist, von einem der Imphts die in ihm gespeicherten Informationen abzurufen, beginnen die Glovaaren aber plötzlich zu sterben.

Nach dem Tod der Glovaaren normalisiert sich der Zustand des Zellplasmas wieder. Die Schäden an der BOX-7149 werden, so weit im freien Raum möglich, repariert. Gucky übergibt den Körper des nun toten Kleiner Kondor dem Weltall, als er bemerkt, dass das Beiboot, mit dem die Glovaaren auf die BOX-7149 übergesetzt waren, Richtung Sonne startet. Er findet heraus, dass sich die Imphts selbstständig gemacht haben. Nachdem ihre Aufgabe nun erfüllt ist, zerfallen sie zu Staub. Das Beiboot haben sie so programmiert, dass es in die Sonne fliegt.

Nach weiterer Annäherung an die Sonne entdecken die Astronomen der BOX-7149 schließlich einen Planeten. Um die notwendigen umfangreichen Reparaturen ausführen zu können, landet das Raumschiff auf dem Himmelskörper.

Anmerkungen

  • Professor Dr. Dr. Goshmo-Khan erwähnt ihm Gespräch mit anderen Wissenschaftlern die Möglichkeit, dass das Erde-Mond-System nicht nur im Raum, sondern auch in der Zeit versetzt wurde. (S. 19)
  • Von einem der Imphts erfahren die Terraner, dass die Glovaaren vermuten, dass an den Enden des Mahlstroms eine Macht die entfesselten Energien ausnutzt. (S. 53)

Innenillustration