Zeus Anno 3460

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 678)
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© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Zyklus: Das Konzil
Titel: Zeus Anno 3460
Untertitel: Begegnung mit einem Gott – Menschen zwischen Jllusion und Wirklichkeit
Autor: William Voltz
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Johnny Bruck (1 x)
Erstmals erschienen: 1974
Hauptpersonen: Reginald Bull, Goshmo-Khan, Gucky, Ras Tschubai, Fellmer Lloyd, Takvorian, Zeus, Fontain, Filz
Handlungszeitraum: März 3460
Handlungsort: Ellfat (auch bekannt als Goshmos Castle)
Zusätzliche Formate: E-Book, enthalten in Silberband 77

Kurz­zusammen­fassung

Die Besatzung der auf Goshmo-Castle notgelandeten BOX-7149 wird von tausenden von Mucierern angegriffen. Die Eingeborenen des Planeten stellen die Feindseligkeiten erst ein, als ein Wesen in Gestalt von Zeus erscheint. Das Wesen, das von den Mucierern als Gott verehrt wird, will die Besatzung der BOX-7149 zu seiner Unterhaltung auf Goshmo-Castle festhalten. Einwände ignoriert es einfach. Die Waffen der BOX-7149 erweisen sich als gegen das Wesen wirkungslos.

Goshmo-Khan gelingt es aber, den Vertrauten des Wesens, einen Cyborg namens Fontain, dazu zu bringen, sich selbst zu vernichten. Zeus ist daraufhin außer sich vor Wut, und das Schicksal der Besatzung der BOX-7149 scheint bereits besiegelt. Unerwartet ändert das Wesen aber erneut seine Einstellung gegenüber den Besatzungsmitgliedern der BOX-7149 und bietet ihnen seine Freundschaft an.

Handlung

Takvorian und Ras Tschubai folgen der BOX-7149 in einem Kleinstraumschiff. Das Beiboot wurde in dem besonders geschützten Hangar entdeckt, in dem auch der Fragmentraumer stand. Wie die BOX-7149, so ist auch dieses Schiff weiterhin fernflugtauglich.

Die beiden Mitglieder des Mutantenkorps empfangen Notrufe von dem Posbiraumer. Da aufgrund der energetischen Verhältnisse im Mahlstrom keine Funkverbindung über längere Strecken möglich ist, fliegen sie zunächst wieder zur Erde zurück und geben die Information an Galbraith Deighton weiter. Als sie schließlich bei dem Planeten ankommen, auf dem die BOX-7149 notgelandet ist, teleportiert Ras Tschubai zusammen mit Takvorian vom  Wikipedia-logo.pngOrbit aus in den Fragmentraumer. Das Beiboot lassen die beiden als Fluchtstation in einer Umlaufbahn um den Planeten zurück.

Die Besatzung der BOX-7149 ist bereits dabei, die Schäden zu reparieren. Matten-Willys unter der Leitung von Filz bemühen sich um das Steuerplasma des Posbiraumers. Ihre Arbeit wird von dem Verlust ihres Betreuers, Cardok, überschattet, der während der Notlandung schwer verletzt wurde und starb.

Reginald Bull und Gucky brechen mit einem zwölf Spezialisten umfassenden Team auf, um die nähere Umgebung des Landeplatzes der BOX-7149 zu erkunden. Als sie sich einem offenbar künstliche bearbeiteten Kalksteinberg nähern, nimmt Gucky eine große Menge von Intelligenzen wahr, die ihm einen kriegerischen Eindruck vermitteln.

Reginald Bull und Gucky lassen den Rest ihres Teams zurück und fliegen zu zweit weiter. Damit reduzieren sie das Risiko, da Gucky jederzeit in der Lage ist, sich und eine weitere Person in Sicherheit zu teleportieren. Der Kalksteinberg ist von den Einheimischen anscheinend zu einer Art Festung ausgebaut worden. Als Gucky über Funk dem an Bord der BOX-7149 zurückgebliebenen Goshmo-Khan Bericht erstattet, verfällt der Ilt daher auf den Gedanken, den Planeten Goshmo-Castle zu nennen.

Die Eingeborenen stellen sich als Flugwesen heraus. Mit Speeren und primitiven Raketen bewaffnet greifen mehr als dreihundert von ihnen Gucky und Reginald Bull an. Gleichzeitig setzen tausende weitere zum Angriff auf die BOX-7149 an. Obwohl nur mit primitiven Waffen ausgestattet, gelingt es den Angreifern, einige der im Freien an der Reparatur des Fragmentraumers arbeitenden Männer zu töten.

Die von Ras Tschubai auf den Namen Feuerflieger getauften Eingeborenen Goshmo-Castles, bringen die Besatzung der BOX-7149 in arge Bedrängnis. Reginald Bull mahnt dennoch den Verzicht des Einsatzes von Strahlwaffen an, um den Weg für eine spätere friedliche Einigung nicht zu verbauen. Er selbst und Gucky teleportieren zu ihrem wartenden Team zurück. Hier werden sie von einer immer größer werdenden Anzahl von Feuerfliegern eingekreist. Auch die Situation bei der BOX-7149 spitzt sich immer mehr zu. Als Reginald Bull schließlich bereit ist, den Einsatz schwerer Waffen zu genehmigen, ertönt ein dröhnendes Gelächter. Die Feuerflieger brechen daraufhin ihren Angriff ab, und eine circa 250 Meter große Gestalt erscheint hinter dem Kalksteinberg.

Reginald Bull vermutet zunächst ein Eingreifen von ES. Auch kommt ihm die Gestalt irgendwie bekannt vor. Schließlich erinnert er sich: Das Gesicht des Riesen gleich einer Darstellung von Zeus, die er vor langer Zeit gesehen hat.

Das Wesen zerstört mit einem riesigen Schwert einen großen Teil des Festungsberges. Es fordert von den Feuerfliegern, dass sie die Neuankömmlinge nicht weiter behelligen. Die Eingeborenen ziehen sich zurück.

Den Terranern teilt das Wesen mit, dass es seit Millionen Jahren auf Besucher warte. Es will die Terraner auf dem Planeten festhalten, damit sie ihm zur Unterhaltung dienen. Einwände Reginald Bulls beachtet das Wesen nicht weiter. Goshmo-Khan eröffnet schließlich mit Einverständnis Bulls mit einem Thermogeschütz das Feuer auf das riesige Wesen. Dieses beginnt daraufhin auf eine Größe von nur noch zehn Meter zu schrumpfen, scheint aber ansonsten nicht weiter durch den Angriff beeindruckt. Auch von Gucky telekinetisch auf das Wesen geschleuderte Felsbrocken können es nicht verletzen. Schließlich nimmt es sogar wieder seine ursprüngliche Größe an und Reginald Bull lässt das Feuer einstellen.

Zeus schickt den Terranern den Cyborg Fontain als Unterhändler. Die Besatzung der BOX-7149 setzt die Reparaturarbeiten an ihrem Schiff fort. Fontain, der sich als Beobachter an Bord des Fragmentraumers begeben hat, erhebt keine Einwände.

Goshmo-Khan unternimmt einen Versuch, Fontain und mit ihm vielleicht auch seinen Meister in Bedrängnis zu bringen. Er programmiert einen der Posbis so, dass dieser glaubt, er und alles um ihn herum sei Illusion. Der Wissenschaftler hofft, dass der Posbi in Interaktion mit Fontain auch diesen dazu bringen kann, an der Realität zu zweifeln. Während sich der Posbi schließlich selbst vernichtet, scheint der Gedanke, das gesamte Universum sei Illusion, Fontain aber nicht weiter zu beeindrucken.

Zwei Tage später lädt Zeus Reginald Bull und einen Begleiter dessen Wahl zu einem Gespräch vor. Reginald Bull wählt Ras Tschubai als Begleiter, an Bord der BOX-7149 übernehmen Goshmo-Khan und Gucky das Kommando.

Fontain bringt die beiden Terraner in ein paradiesisch anmutendes Tal, das nach Zeus Willen zukünftig die Heimat der Besatzung der BOX-7149 sein soll. Zeus empfängt Reginald Bull und Ras Tschubai erneut in der Gestalt des Göttervaters aus der griechischen Mythologie, diesmal allerdings in einer für Menschen normalen Größe.

Reginald Bull nutzt die Gelegenheit, um sich bei Zeus zu erkundigen, ob er ES sei. Das Wesen zögert, verneint die Frage aber schließlich und beharrt darauf, die Wirklichkeit hinter dem mythologischen Zeus zu sein. Es erklärt den beiden, dass es die BOX-7149 nicht vernichten wird. Es will den Besatzungsmitgliedern des Schiffes eine potenzielle Fluchtmöglichkeit lassen, damit sie die Hoffnung nicht verlieren und damit für ihn interessante »Spielgefährten« bleiben. Danach transportiert Zeus die BOX-7149 mitsamt ihrer Besatzung in die Nähe des Tals.

Zeus lässt nun ungefähr 4000 Feuerflieger, die sich selbst Mucierer nennen, ein Fest für die Besatzung der BOX-7149 vorbereiten. Fellmer Lloyd und Ras Tschubai kommen ins Gespräch mit einem der Einheimischen, der sich als einer der Herrscher der zerstörten Felsenburg herausstellt. Mit der Bitte um Unterstützung gegen Zeus, den die Mucierer als Gott verehren, geht Ras Tschubai aber schließlich zu weit und verschreckt ihn.

Goshmo-Khan setzt unterdessen seine Bemühungen fort, Fontain zur Selbstzerstörung zu bewegen. Als sich an Bord der BOX-7149 drei weitere Posbis selbst vernichten, beginnt der Cyborg tatsächlich, ebenfalls an der Realität zu zweifeln. Als Zeus dies bemerkt, ist er außer sich. Er fordert die Terraner auf, ihr Tun rückgängig zu machen. Sollte er Fontain verlieren, der über lange Jahre hinweg sein einziger wirklicher Vertrauter war, droht er, die BOX-7149 zu vernichten und sich furchtbar an deren Besatzung zu rächen.

Alle Bemühungen, Fontain von dem Irrglauben abzubringen, er und seine Umgebung seien lediglich Illusion, schlagen aber fehl. Schließlich deaktiviert sich der Cyborg einfach und stirbt.

Zeus nimmt daraufhin wieder seine Riesengestalt an und beginnt damit, das paradiesische Tal, das er für die Besatzungsmitglieder der BOX-7149 geschaffen hat, zu zerstören. Er lässt aber zu, dass die Menschen in ihr Raumschiff fliehen. Anscheinend plant er, die Besatzung der BOX-7149 zunächst lediglich mit Angst zu erfüllen und so zu zermürben.

Am nächsten Morgen finden Reginald Bull und Goshmo-Khan im Tal einen dem Sitz der griechischen Götter, Olymp, nachgebildeten Berg. Zeus beginnt damit, von der Spitze des Berges aus gewaltige Blitze in Richtung der BOX-7149 zu schleudern. Die Blitze verfehlen das Raumschiff zunächst, anscheinend spielt das Wesen weiterhin mit seinen Gegnern.

Da klar ist, dass sie auf lange Sicht keine Chance gegen Zeus haben, entschließen sich Gucky und Ras Tschubai an Bord des im Orbit wartenden Beibootes zu teleportieren und damit einen Angriff auf Zeus zu fliegen. Ihr verzweifeltes Unternehmen bleibt ohne Erfolg. Auch als Gucky mit zwei Mikrobomben direkt zu Zeus teleportiert, gelingt es zunächst nicht, das Blatt zugunsten der Besatzung der BOX-7149 zu wenden.

Doch als Gucky in höchster Not versucht, Zeus direkt telekinetisch anzugreifen, ändert dieser plötzlich seine Meinung. Das Wesen gesteht ein, Fehler gemacht zu haben und bietet den Terranern seine Freundschaft an.

Die Lage entspannt sich, Reginald Bull bleibt aber weiter misstrauisch und fordert die wahre Gestalt des Fremden zu sehen. Zeus gibt nach und hebt die Illusion auf. Der Terraner sieht sich daraufhin einem Wesen gegenüber, das einer circa fünf Meter großen Riesenameise gleicht.

Anmerkungen

  • Es werden schwere politische Unruhen in Neuseeland erwähnt, um deren Beilegungen sich Perry Rhodan persönlich bemüht. (S. 12)
  • Manchmal wurden Posbis als Lebewesen, manchmal nur als Roboter eingestuft. In diesem Roman sieht Goshmo-Khan sie als Roboter und hat von daher keine Probleme damit, mehrere Posbis zur Selbstvernichtung zu treiben. Auch Reginald Bull erhebt lediglich Einwände, weil er befürchtet, die Funktionsfähigkeit der BOX-7149 könnte unter dem Mangel von Posbis leiden. (S. 53)
  • Der Name des Planeten, der mit diesem Heft eingeführt wird, wird im Roman durchgehend Goshmo-Castle geschrieben. Nur im Schlusswort wird die Schreibweise Goshmos-Castle verwendet. Erst später, ab dem Aphilie-Zyklus, findet sich die Schreibweise Goshmos Castle.

Innenillustration