Die Flucht des Körperlosen

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 690)
PR0690.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Zyklus: Das Konzil
Titel: Die Flucht des Körperlosen
Untertitel: Sein Bewußtsein ist eingekerkert – doch er findet den Weg in die Freiheit
Autor: Kurt Mahr
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Johnny Bruck
Erstmals erschienen: Dienstag, 12. November 1974
Hauptpersonen: Tako Kakuta, Leticron, Hotrenor-Taak, Laafnetor-Breck, Droggnar, Neyman Rugocsak
Handlungszeitraum: Juni 3460 (siehe hier)
Handlungsort: Milchstraße, Zabrijna, Naublus II
Zusätzliche Formate: E-Book, enthalten in Silberband 79

Handlung

Der Mutant Tako Kakuta befindet sich nach seinem Wechsel in den Körper von Leticron in einer aussichtslosen Situation. Leticron kann Kakuta mit seinen eigenen starken psionischen Kräften völlig unter Kontrolle halten. Umgekehrt kann Leticron mithilfe von Kakutas Paragabe teleportieren, wann und wohin es ihm beliebt. Noch erzielt Leticron nur kurze Reichweiten, aber er wird täglich geschickter im Umgang mit der neuen Gabe. Leticron teleportiert in sein Hauptquartier auf dem Gefangenplaneten Zabrijna, und erschreckt mit seinem Auftritt Yandikor, seinem Untergebenen. Beide träumen davon, mit den von ihnen befehligten pariczanischen Flottenverbänden die Herrschaft in der Milchstraße zu übernehmen. Ziel ist seitens Leticron vor allem der bisher unentdeckte Schlupfwinkel der Terraner, den es zu finden und zu vernichten gilt. Als ein larischer Schiffsverband Zabrijna anfliegt, trägt Leticron seinem Untergebenen auf, die Laren zu täuschen und zu berichten, dass er den Planeten auf unbestimmte Zeit verlassen hat.

Hotrenor-Taak selbst trifft auf Zabrijna ein und beschuldigt Yandikor der Lüge. Er fordert, dass Leticron sich innerhalb von dreißig Minuten einfindet. Leticron erkennt, dass sich eine Konfrontation nicht lohnt und begibt sich zu Hotrenor-Taak. Dieser spricht ihn sofort auf die acht Mutanten der Terraner an, und ob er dazu etwas sagen könnte. Leticron ist so aufgeregt, dass Tako den Moment zur Flucht nutzen kann. In kurzer Folge vergehen zwei der larischen SVE-Raumer. Parapsi-Spürer stellen Para-Aktivitäten fest, und Hotrenor-Taak bemerkt den Zusammenhang zwischen seiner Frage, Leticrons Reaktion und der Vernichtung der beiden Raumschiffe. Sofort lässt er die Schirmfelder aller verbliebenen Raumschiffe deaktivieren.

Tako Kakuta ist nach seiner ziellosen Flucht vom Schirmfeld eines larischen Raumschiffes eingefangen worden und wurde im Kraftfeld umhergeschleudert, bis das Raumschiff explodierte. Prompt fand er sich im nächsten Schirmfeld wieder, und auch dieses Raumschiff verging. Im dritten Schirmfeld war Kakuta am Ende seiner Kräfte, aber bevor ihm etwas geschehen konnte, wurde das Schirmfeld abgeschaltet. Mit letzter Kraft gelingt es ihm, sein Bewusstsein in den Körper Droggnars zu übertragen.

Droggnar befindet sich an Bord eines pariczanischen Walzenraumers und ist für die Kontrolle von Werkrobotern zuständig. Er bemerkt den fremden Geist und wehrt sich nach Kräften. Sein Vorgesetzter bemerkt den Kampf und stellt ihn zur Rede. Doch Kakuta hat den Techniker mittlerweile unter Kontrolle und kann sich herausreden, ohne Misstrauen zu erwecken.

Leticron wird erneut von Hotrenor-Taak befragt. Ausweichend erzählt im Leticron von WABE 1000 und der Sage von den acht Übermenschen, dessen Geister in dem Felsblock leben sollen. Hotrenor-Taak ist nicht zufrieden und will Leticron einer Untersuchung unter dem Wahrheitsfinder unterziehen. Der Corun of Paricza sieht keinen Ausweg aus der Situation.

Kakuta entschließt sich in der Zwischenzeit, ein Beiboot zu stehlen und von Zabrijna zu fliehen. Hotrenor-Taak bringt Leticron in einen Raum, in dem eine Traube Hyptons von der Decke hängt. Leticron bricht beim Anblick dieser Wesen zusammen und verspricht, die volle Wahrheit zu sagen. Daraufhin bricht Hotrenor-Taak das Verhör ab.

Der Teleporter Kakuta kommt mit dem gestohlenen Beiboot nicht weit. Das kleine Raumschiff wird abgeschossen und Kakuta gelingt eine Notlandung auf Zabrijna.

Der geständige Leticron wird indes von Hotrenor-Taak begnadigt, jedoch nur unter der Voraussetzung, den Geist des Mutanten wieder herbei zu schaffen. Dann erreicht sie die Nachricht von der versuchten Flucht des Beibootes. Leticron und Hotrenor-Taak erkennen, dass Kakuta hinter diesem Manöver stecken muss. Tako Kakuta hat inzwischen das Beiboot verlassen und macht sich auf den Weg zurück zum Raumhafen. Dabei setzt er sein Paragabe ein. Er trifft auf ein kleines Fahrzeug und vermutet, dass sich darin Waffen befinden, die er sich aneignen kann. An eine Falle denkt Kakuta dabei nicht.

Hotrenor-Taak lässt sich bestätigen, dass insgesamt dreißig Scheibenboote, als Fallen vorbereitet, ausgesetzt wurden. Jedes Scheibenboot ist mit Sensoren ausgestattet, die ein Betreten melden können und gleichzeitig mit einem eingebauten Transmitter die eingedrungene Person zu Hotrenor-Taaks Quartier abstrahlen. In diese Falle tappt der terranische Teleporter. Am Zielort angekommen, wird er von larischen Robotern überwältigt. Leticron wird vorerst unter Arrest gestellt und Hotrenor-Taak kümmert sich persönlich um den gefangenen Droggar. Mit vorgehaltener Waffe erpresst der Lare den Mutanten. Kakuta kann freiwillig zu Hotrenor-Taak überwechseln oder der Lare erschießt den pariczanischen Techniker. Kakuta teleportiert und gelangt in den Raum mit den Hyptons. Als Hotrenor-Taak im gleichen Raum erscheint und auf den Techniker feuert, bleibt dem Mutanten keine Wahl – er sendet seinen Geist zu den Hyptons.

Der Lare versucht daraufhin, mit den Hyptons Verbindung aufzunehmen. Die Hyptons bestätigen ihm, dass sie ein fremdes Bewusstsein aufgenommen haben. Hotrenor-Taak verlangt die Herausgabe dieses Bewusstseins. Die Hyptons stimmen zu, doch machen sie den Laren auf gewisse Schwierigkeiten aufmerksam: Das fremde Bewusstsein existiert nur noch in Bruchstücken!

Laafnetor-Breck, der Stellvertreter von Hotrenor-Taak, macht sich seine Gedanken über die Pläne seines Vorgesetzten. Er weiß, dass der Lare sich das Bewusstsein und die Fähigkeiten des terranischen Mutanten nur aneignen will, um seine eigene Macht zu vergrößern. Er entschließt sich, auf eigene Faust etwas zu unternehmen.

Hotrenor-Taak hat sich überlegt, wie er die Bewusstseinssplitter des Mutanten auffangen kann, wenn sie durch die Hyptons abgestoßen werden. Eine zehn Kilometer durchmessende Zone rund um sein Flaggschiff wird evakuiert und durch Kampfroboter bewacht. Dann lässt er durch Leticron eintausend Männer bereitstellen. An Bord des larischen Flaggschiffes werden sie mit einem Medikament dazu gebracht, sich bei Gefahr in Gruppen von höchsten sieben Männern zusammen zu finden. Die Mentalemissionen aller Männer werden gemessen, um die Bruchstücke des Bewusstseins von Tako Kakuta anzumessen. Nachdem sie unter der Traube der Hyptons hindurch gegangen sind, werden alle eintausend Mann durch Transmitter im Dschungel von Zabrijna abgesetzt. Dort schließen sich die Pariczaner in Gruppen zu sieben Mann zusammen. Hotrenor-Taak lässt diese Gruppen durch Kampfroboter jagen und jeweils alle bis auf einen Mann töten. Die Roboter sind mit Psi-Spürern ausgestattet und können die Bewusstseinssplitter anmessen. Hotrenor-Taak erklärt seinem Untergebenen Laafnetor-Breck seinen teuflischen Plan: Durch die gezielte Tötung der Männer wird zum Schluss ein Mann übrig bleiben, in dem das gesamte, wiedervereinte Bewusstsein des Teleporters vorhanden ist.

Kakuta, der aufgrund der Zersplitterung seines Geistes nicht handlungsfähig war, gewinnt zunehmend wieder an Kraft und Konzentration.

Als der letzte Überlebende von Kampfrobotern gelähmt, im Dschungel gestellt worden ist, verlässt Hotrenor-Taak sein Flaggschiff und begibt sich an diese Stelle. Ohne zu zögern erschießt er den verblieben Pariczaner. Als er zu Laafnetor-Breck zurückgekehrt, ist er im Besitz des Bewusstseins von Tako Kakuta. Er erhält durch seinen Untergebenen die Nachricht, dass wie befohlen, WABE 1000 vernichtet wurde.

Der terranische Mutant hat inzwischen seine Situation erkannt. Dann beginnt der Lare, den Mutanten zu verhören. Hotrenor-Taak will die Koordinaten des Verstecks der Terraner, doch Kakuta weigert sich, weil er diese Informationen auch nicht besitzt. Stattdessen beschimpft der Mutant den Laren als Monstrum, weil er so viele Lebewesen getötet hat, nur um in Kakutas Besitz zu gelangen. Obwohl Kakuta die Zusammenarbeit mit dem Verkünder der Hetosonen verweigert, warnt er ihn vor Laafnetor-Breck. Kakuta sieht in dem Untergebenen eine ernsthafte Gefahr für Hotrenor-Taak, und damit auch für seine eigene Sicherheit.

Kurz darauf zeigt sich die Eigenmächtigkeit des Untergebenen von Hotrenor-Taak. Ein Schiff wurde durch Laafnetor-Breck als Kurier zum Hetos der Sieben geschickt. Im folgenden Streit richtet Laafnetor-Breck eine Waffe auf Hotrenor-Taak, und Kakuta schreitet ein. Er wechselt in den Untergebenen über und ringt dessen Geist nieder. Als Hotrenor-Taak die Waffe an sich genommen hat, bedroht er seinen Untergebenen. Er wird nicht zögern, ihn zu töten: als Bestrafung und um den Geist Kakutas zurückzuerhalten. Kakuta erfährt durch Laafnetor-Brecks Geist, dass das Kurierschiff gerade erst gestartet ist. Dann teleportiert er – an Bord des Kurierschiffes und weg von Hotrenor-Taak.

An Bord des Kurierschiffes gelingt es Kakuta, in der Rolle des Laafnetor-Breck die Besatzung zu täuschen und sich Hotrenor-Taaks Order zur Rückkehr nach Zabrijna zu widersetzen. Dann erfährt Kakuta von der technischen Möglichkeit der Laren, Raumschiffe im Linearflug zu orten. Er befiehlt, in den Linearraum zu gehen und das Suchgerät zu aktivieren. Nach vier Stunden meldet das Gerät einen Kontakt im Linearraum, möglicherweise ein terranisches Schiff. Kakuta in der Rolle des Laafnetor-Breck befiehlt die Verfolgung. Nach dem Rücksturz aus dem Linearraum und der Annäherung beider Schiffe gelingt es ihm, an Bord des terranischen Schiffes zu teleportieren. Es ist ein unbewaffneter Frachter, und Kakuta im Körper eines Laren hat Mühe, die Besatzung von seiner Harmlosigkeit und der drohenden Gefahr durch das larische Raumschiff zu überzeugen. Schließlich wird der Frachter getroffen, aber es gelingt die Flucht in den Linearraum. Der Kommandant mit Namen Neyman Rugocsak weist sich schließlich als Captain der USO aus und fliegt Naublus II an, einen geheimen USO-Stützpunkt. Nach eingehender Untersuchung und immer noch im Körper des Laren Laafnetor-Breck, tritt Tako Kakuta schließlich nach drei Tagen die Reise nach Gäa an, zur Heimat der Vertriebenen. Er ist den Laren endgültig entkommen.

Anmerkungen

  • Der Zeitpunkt der Handlung wird im Roman nicht genannt. Sie schließt jedoch nahtlos an die von PR 689, daher wurde der Handlungszeitrahmen auf Juni 3460 festgelegt.
  • Eine der Innenillustrationen stellt Gucky dar, der in diesem Roman gar nicht vorkommt. Vermutlich geriet versehentlich eine Zeichnung für PR 691 hier hinein.

Innenillustrationen