Sargasso des Alls

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Perry Rhodan-Heftromane
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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 691)
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© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Zyklus: Das Konzil
Titel: Sargasso des Alls
Untertitel: Expedition in die Energiehölle – eine Flotte geht unter
Autor: Clark Darlton
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Johnny Bruck
Erstmals erschienen: Dienstag, 19. November 1974
Hauptpersonen: Perry Rhodan, Toronar Kasom, Metron Kaschart, Gucky, Major Bender, Oberster Psalta
Handlungszeitraum: Mai 3460
Handlungsort: Mahlstrom der Sterne, Onyx
Risszeichnung: Forschungskreuzer der Baramos von Bernhard Stoessel
(Abbildung)
Zusätzliche Formate: E-Book, enthalten in Silberband 79

Handlung

Am 22. Mai 3460 befindet sich Terra weiterhin im Mahlstrom zwischen zwei unbekannten Galaxien. Perry Rhodan schickt die 11. Offensivflotte von 11.600 Raumschiffen unter dem Kommando von Admiral Toronar Kasom zum Schutz der wissenschaftlichen Einheiten aus, da bereits vierzehn Schiffe dieser Expeditionen verschollen sind. Man vermutet, dass dafür entweder die Ploohns oder bisher unbekannte Phänomene und Völker des Mahlstroms verantwortlich sind.

Eine dieser wissenschaftlichen Expeditionen ist der Einsatz des 200-Meter-Kugelraumers SAN ANTONIO unter Major Bender, auf dem sich auch der Mausbiber Gucky befindet. Dieser soll nach Mentalimpulsen des Wesens Zeus Ausschau halten, das sich schon lange nicht mehr gemeldet hat und von dem die Terraner mehr Informationen über ihren derzeitigen Aufenthaltsort erwarten. In unregelmäßigen Abständen erkundigt sich Perry Rhodan persönlich bei Gucky über den Stand seiner telepathischen Nachforschungen.

Toronar Kasom fliegt mit seinem Flaggschiff KERON von Terrania aus zum Pulk der Expeditionsflotte, die weit draußen im Raum auf ihn wartet. Sie wollen von dort aus zur besten von den Wissenschaftlern berechneten Position, die mitten in der Nabelschnur des Mahlstroms, genau an der gefährlichsten Stelle liegt, aufbrechen. Der Erste Offizier der KERON, Metron Kaschart, teilt Kasom sein Unbehagen über diesen Einsatz mit. Planmäßig geht die Flotte in den Linearraum, um den geplanten Flug durchzuführen.

Mitten im Linearraum, in dem sich normalerweise keinerlei für Terraner unbekannte Phänomene ereignen, tauchen plötzlich unzählige circa 30 Millimeter lange goldene Fäden auf, die den Linearflug der Flotte zunehmend verlangsamen. Man begibt sich zurück ins Einsteinuniversum, doch dort halten sich die goldenen Fäden ebenfalls auf. Die wissenschaftlichen Abteilungen melden, es handele sich um eine energieüberladene Daseinsform mit Kollektivbewusstsein, für die der Name »Energiepest« geprägt wird.

Die Energiepest wird immer zudringlicher, spinnt Kokons und dringt sogar in die Raumschiffe der riesigen Flotte ein, die zwischen ihnen machtlos festsitzt, denn kein Energieschirm hilft gegen die Energiewesen. Glücklicherweise ist das Material der terranischen Raumanzüge resistent gegen die goldenen Fäden, die langsam die ganze Raumflotte »aufzufressen« beginnt. Admiral Toronar Kasom lässt die Schiffe evakuieren, sodass bald tausende von Raumfahrern hilflos im Goldfadenmeer schweben. Immer wieder kommt es zu tödlichen Zwischenfällen, da nicht alle Materialien der Raumanzüge dem Ansturm der Energiepest gewachsen sind. Die Funkanlagen der Raumanzüge reichen nicht weit genug, um von der Erde Hilfe zu erbitten.

Kasom und Kaschart beobachten erstaunt, dass sich in diesem Chaos plötzlich ein fremdes Raumschiff unversehrt durch die Energiepest bewegt, keine Notiz von den schiffbrüchigen Raumfahrern nimmt und bald wieder verschwunden ist. Es scheint also eine Möglichkeit zu geben, unbeschadet durch das Goldfadenmeer zu kommen.

Nach langen Stunden der Verzweiflung kann Gucky auf der SAN ANTONIO die Gedanken der im All schwebenden Raumfahrer auffangen; Terra wird informiert, und eine Bergungsflotte wird ausgeschickt.

Das unversehrt durch das Goldfadenmeer navigierende fremde Raumschiff lässt Toronar Kasom keine Ruhe, und so stellt er mit Major Bender auf der SAN ANTONIO eine kleine Expedition unter seiner Leitung zusammen. Sie besteht außerdem aus Dr. Iwan Dixon, einem Experten für energetisch-biologische Entwicklungsformen, Major Kaschart und Gucky. Aus dem Kurs der fremden Schiffes wurde der ungefähre Standort seines Zieles errechnet, und tatsächlich findet die kleine Expedition, die in einem Beiboot der SAN ANTONIO aufgebrochen ist, ein Sonnensystem mit zwei Planeten.

Einer davon, ein marsähnlicher Wüstenplanet, sieht aus dem Weltall wie ein Onyx aus und scheint die Hauptwelt der Fremden zu sein. Man entdeckt funktionsfähige Städte, aber auch Ruinenstädte, sowie Raumhäfen auf dem Planeten und entscheidet sich abseits zu landen.

Gucky und Kasom verlassen das Beiboot und gehen, damit sie wenig Aufsehen erregen, zu Fuß auf die nächste Stadt zu. Sie treffen auf ein Wesen, das sehr einem irdischen Känguru gleicht und aus dessen Gedanken Gucky entnehmen kann, dass es sie fragt, was sie auf dieser Welt wollen. Sie sollten dorthin zurückkehren, wo sie hergekommen sind. Mittels Translator verständigt man sich, und Gucky und Kasom bekommen heraus, dass die Psaltas – so nennen sich die Bewohner des Planeten – sich davor fürchten, die Terraner könnten sich auf ihrem Planeten ansiedeln. Denn die Psaltas haben selbst kaum noch Ressourcen, um hier zu überleben.

Ohne zu ahnen, dass es sich bei einem der Fremden um einen Teleporter und Telepathen handelt, stecken die Psaltas Gucky und Kasom in ein simples Gefängnis und führen sie nur zu Verhören zum Obersten Psalta. Im Schutze der Nacht begeben sie sich daher heimlich per Teleportation zum Raumhafen und entdecken an den Raumschiffen der Psaltas ein Mentalimpulse aussendendes Netz, welches anscheinend an der Immunität der Schiffe gegenüber der Energiepest beteiligt ist.

In einem Gespräch mit einem Wachtposten bei den Raumschiffen, den sie überwältigt haben, und einem Wissenschaftler, mit dem sie in Kontakt kommen, finden Gucky und Kasom heraus, dass das Netz von den Psaltas Schanath genannt wird. Man kann es aber nicht etwa herstellen, sondern es wird bereits seit Generationen vererbt, da man den Planeten Gragh-Schanath nicht mehr wiederfinden konnte, von dem das Schanath einmal geholt wurde. Es kann nur siebzehn Schiffe schützen und lässt sich nicht vermehren. Kasom schneidet ein Stück davon ab, und die kleine Gruppe um Kasom und Gucky kann vor anrückende Polizisten, die ihren Gefängnisausbruch bemerkt haben, fliehen und mit ihrem Beiboot Onyx verlassen.

Das Netz des Schanath legt sich eigenmächtig auf die Außenhülle des Beibootes und wechselt dann auf die Hülle der SAN ANTONIO über. Gucky fragt sich immer wieder, woher ihm die mentalen Impulse dieses Materials so bekannt vorkommen. Allerdings können die Wissenschaftler das Schanath nicht untersuchen, da es nach einer erfolgreichen Reise durch den Linearraum beim Eintauchen der SAN ANTONIO in die Erdatmosphäre stirbt.

Plötzlich hat Gucky eine Ahnung, woher er das Schanath kennt: Die Blues aus der Eastside der Heimatgalaxie haben etwas damit zu tun.

Innenillustration