Sternenstaub (PR Neo-Roman)

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit dem Perry Rhodan Neo-Roman. Für das Raumschiff der Perry Rhodan-Heftserie, siehe: STERNENSTAUB.
Überblick
Serie: Perry Rhodan Neo (Band 1)
Neo001.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Zyklus: Vision Terrania
Titel: Sternenstaub
Autor: Frank Borsch
Titelbildzeichner: Dirk Schulz / Horst Gotta
Erstmals erschienen: Freitag, 30. September 2011
Hauptpersonen: Perry Rhodan, Reginald Bull, Clark G. Flipper, Dr. Eric Manoli, Thora da Zoltral, Crest da Zoltral, John Marshall, Sid González, Sue Mirafiore, Allan D. Mercant
Handlungszeitraum: 17.–27. Juni 2036
Handlungsort: Terra, Luna
Besonderes:

Anlässlich des 5. Weltcon 2011 wurde eine Sonderauflage mit Altarfalz an die Con-Besucher verteilt. Diese enthielt in der Mitte kolorierte Illustrationen der Hauptpersonen von der Künstlerin Marie Sann.

Zusätzliche Formate: E-Book, Hörbuch, enthalten in Platin-Edition 1
Leseprobe: Leseprobe.png © Pabel‑Moewig Verlag KG, Rastatt
Hörprobe: Hörprobe.png © Eins A Medien GmbH, Köln

Handlung

Im 21. Jahrhundert hat die Menschheit mit vielen Problemen zu kämpfen. Naturkatastrophen nehmen zu, es kommt zu Missernten, die Rohstoffquellen gehen zur Neige und die politische Weltlage ist im wahrsten Sinne des Wortes explosiv, denn es gibt viele Atommächte, die einander zumindest misstrauisch gegenüberstehen. So plant die Volksrepublik Iran eine neue Offensive gegen den Irak, bei der taktische Nuklearwaffen eingesetzt werden sollen. Würden die Angegriffenen, wie zu befürchten ist, mit einem strategischen Gegenschlag antworten, dann würden die mit den Kontrahenten assoziierten Großmächte in Ost und West in einen globalen Atomkrieg hineingezogen werden. Schlimmer noch als diese Krisen ist die Hoffnungslosigkeit, die sich in allen Teilen der Welt breit macht. Angesichts all dieser Bedrohungen treten idealistische Bemühungen wie die der NASA in den Hintergrund. Der Vorstoß der Menschheit ins All ist das Lebenswerk Lesly Pounders, der als Vater der bemannten Raumfahrt in den USA gilt. Drastische Budgetkürzungen machen ihm jedoch das Leben schwer. Seine letzte Hoffnung ist die STARDUST, ein für den mehrmaligen Gebrauch bestimmtes Raumschiff, das von der (allerdings extrem störanfälligen) NOVA-Rakete ins All gebracht und zur Versorgung der Mondbasis Armstrong Base eingesetzt werden soll. Pounder hofft, Armstrong Base auf diese Weise zur ersten echten Kolonie der Menschheit im Weltraum ausbauen zu können. Sein wichtigster Mann ist Perry Rhodan, bester Testpilot der US Air Force und Kommandant der STARDUST-Mission.

Im Mai 2036 bricht der Kontakt mit Armstrong Base ab. Daraufhin startet die STARDUST früher als geplant am 19. Juni zum Mond. Die vierköpfige Besatzung, bestehend aus Rhodan, dessen bestem Freund Reginald Bull, Bordarzt Dr. Eric Manoli und Bordastronom Clark G. Flipper, soll herausfinden, warum sich Armstrong Base nicht mehr meldet. Soweit die offizielle, von Pounder bei einer Pressekonferenz verkündete Version. Die Öffentlichkeit erfährt nicht, was wirklich geschehen ist. Kurz vor dem Abbruch der Funkverbindung hat Armstrong Base ein Bild zur Erde gefunkt, das von einer automatischen Sonde auf der erdabgewandten Seite des Mondes aufgenommen worden ist. Es zeigt ein riesiges kugelförmiges Objekt, das im Inneren eines Kraters steht. Es kann sich nur um das Raumschiff einer außerirdischen Macht handeln! Das wahre Ziel der STARDUST-Mission ist dem Departement of Homeland Security (HS) nicht verborgen geblieben. Allan D. Mercant, Agent dieses Geheimdienstes, treibt sich seit einem Jahr auf dem Raumhafen Nevada Fields herum. Mercant teilt die Ziele der HS jedoch nicht. Deshalb eröffnet er Pounder, dass sich eine Atombombe im Inneren des STARDUST-Bodenfahrzeugs befindet. Damit sollen die möglicherweise feindlich eingestellten Fremden ohne Wissen der Raumfahrer vernichtet werden. Der Tod der STARDUST-Besatzung wird in Kauf genommen...

Der Start der STARDUST verläuft reibungslos. Die Rakete macht sich auf den langen Weg zum Erdtrabanten. Zu den Beobachtern auf der Zuschauertribüne gehört John Marshall, ehemals Investment-Banker und jetzt Betreiber des Asyls Pain Shelter für heimatlose Jugendliche in Houston. Marshall mag Menschenansammlungen eigentlich nicht, denn dort fühlt er sich oft wie überwältigt von den Gefühlen der anderen. Sid, einer seiner Schützlinge, ist jedoch derart begeistert vom Weltraum und allem, was mit Raumfahrt zu tun hat, dass Marshall diese Unannehmlichkeiten auf sich nimmt. Sid wird immer aufgeregter. Als die Rakete abhebt, verschwindet der Junge in einer Lichterscheinung. Kurz nach Marshalls Rückkehr ins Pain Shelter wird Sid von einem HS-Agenten dorthin zurückgebracht. Der Junge ist im gesperrten Bereich der Nevada Fields aufgegriffen worden. Niemand kann sich erklären, wie es ihm gelungen ist, die strengen Sicherheitseinrichtungen zu überwinden. Marshall hat allerdings andere Sorgen. Von Sharon Tierney, seiner Geliebten und Verwalterin der Stiftung Human Health Foundation, die das Pain Shelter betreibt, erfährt er, dass die Insolvenz droht. Marshall hat das Geld der Stiftung zwar gut angelegt, aber die Börsen sind weltweit auf Talfahrt, und so kann die in neun Tagen fällige nächste Rate für das Asyl - mehr als 20.000 Dollar - nicht mehr aufgebracht werden. Als Sid hiervon erfährt, verschwindet er erneut.

Inzwischen ist die STARDUST in den Mondorbit eingeschwenkt. Bevor das Schiff in den Schatten des Mondes eintritt, so dass die Funkverbindung zur Erde abbricht, erhält Rhodan von Pounder eine versteckte Warnung. Der Landeanflug gerät fast zur Katastrophe. Ein unbekannter Einfluss legt die Computersteuerung lahm. Rhodan landet das Schiff manuell auf der erdabgewandten Seite des Mondes. Ein erneuter Start ist unmöglich, zumal nicht genug Treibstoff vorhanden ist. Rhodan und Bull begeben sich mit dem Bodenfahrzeug zur Quelle des Fremdeinflusses - es ist das fremde Raumschiff. Bull ist überwältigt vom Anblick der fast 500 Meter durchmessenden Kugel. Für Rhodan ist jedoch klar, dass die Fremden trotz ihrer weit überlegenen Technik keine Götter sind, denn das Raumschiff ist offensichtlich abgestürzt und kann ebenso wenig vom Mond entkommen wie die STARDUST. Rhodan, der Pounders Warnung verstanden hat, vernichtet das Bodenfahrzeug. Dann geht er auf das Kugelschiff zu, obwohl er erkannt hat, dass es in einen Energieschutzschirm gehüllt ist, der ihn bei Berührung töten würde. Die Fremden beweisen, dass sie keine gewissenlosen Ungeheuer sind, indem sie den Schirm deaktivieren, bevor Rhodan ihn erreicht. Rhodan und Bull werden an Bord geholt. Sie werden von Crest da Zoltral begrüßt, einem alten Mann aus dem Volk der Arkoniden. Crest unterscheidet sich bis auf unwesentliche Kleinigkeiten nicht von einem ganz normalen Menschen.

Crest führt Rhodan und Bull durch das gewaltige Schiff namens AETRON. Die Menschen erfahren einiges über die Außerirdischen - zum Beispiel, dass keineswegs alle Arkoniden so aktiv sind wie Crest. Fast die gesamte Besatzung ist der Lethargie verfallen und beschäftigt sich mit unverständlichen Fiktivspielen. Nur Crest und Thora da Zoltral, die Kommandantin der AETRON, unterliegen dieser Dekadenz noch nicht. Thora betrachtet die Menschen jedoch im Gegensatz zu Crest als Tiere, bestenfalls als Barbaren, mit denen Arkoniden sich nicht abgeben dürfen. Rhodan und Bull werden eingesperrt. Bevor Bull eine Dummheit machen kann, indem er versucht, die Tür mit Plastiksprengstoff zu öffnen, beschließt Thora, die beiden auszusetzen. Das wäre gleichbedeutend mit ihrem sicheren Tod. Rhodan hat jedoch erkannt, dass Crest an Leukämie erkrankt ist und mit den Mitteln der AETRON anscheinend nicht geheilt werden kann. Er bietet ihm Hilfe an; Dr. Manoli soll den Arkoniden untersuchen. Crest willigt ein, und so wird die gesamte STARDUST - mitsamt Manoli und Flipper - in einen Hangar der AETRON geholt. Manoli bestätigt Rhodans Diagnose. Es gibt ein Heilmittel, aber das ist nur auf der Erde verfügbar.

Dort spitzt sich die Lage allmählich zu. Mercant nimmt Kontakt mit zwei befreundeten Agenten Chinas und Großrusslands auf, die ähnlich eingestellt sind wie er, und teilt sein Wissen über die Geschehnisse auf dem Mond mit ihnen. Allen ist klar, dass die überlegene Technologie der Außerirdischen nicht nur einer einzigen Nation in die Hände fallen darf. Ein Krieg wäre dann unausweichlich. Die drei Agenten beginnen damit, Nukleardepots und Raketenabwehreinrichtungen ihrer jeweiligen Länder zu sabotieren. Ihre Machenschaften fliegen schon nach drei Tagen auf. Mercant wird auf dem Raumhafengelände inhaftiert. Pounder, der genau über Mercants Aktionen im Bilde ist und seine Motive teilt, ermöglicht dem Agenten die Flucht und verschafft ihm eine neue Identität.

Ein gewisser Homer G. Adams, CEO der General Cosmic Company, nimmt an einer Touristenführung im Pain Shelter teil. Er überreicht Marshall einen Scheck über genau jene Summe, die der Stiftung für den Weiterbetrieb der Einrichtung fehlt und will sogar den Ausbau des Heims finanzieren. Adams stellt nur eine Forderung: Das Pain Shelter soll in Zukunft besonderen Menschen Zuflucht gewähren, die von Adams ausgewählt werden. Marshall stimmt zu. Jetzt erst erfährt er, dass Sid wegen Bankraubs gesucht wird. Der Junge ist mitten im Tresorraum eines Geldinstituts erschienen. Obwohl es ihm nicht gelungen ist, etwas zu entwenden, wird das Pain Shelter von Polizeikräften belagert. Zwei von Marshalls älteren Schützlingen glauben, der Einsatz gelte ihnen, und erschießen eine Polizistin. Marshall spürt ihren Tod, als ob es sein eigener sei. Er und eines der Kinder namens Sue geraten ins Kreuzfeuer. Plötzlich erscheint Sid aus dem Nichts und greift nach Marshall, dem es vorkommt, als werde er von einer Welle grellen Lichts davongetragen.

Die reparierte STARDUST kehrt zur Erde zurück. Crest ist mit an Bord, wie für die ganze Welt erkennbar wird, als sich Rhodan per Bildfunk bei Pounder meldet. Rhodan denkt allerdings nicht daran, auf Nevada Fields zu landen. Stattdessen lenkt er die STARDUST zur Wüste Gobi. Raketen werden auf die STARDUST abgefeuert, und obwohl sie mit arkonidischen Aggregaten aufgerüstet wurde, kann sie nicht allen Geschossen ausweichen. In letzter Sekunde erscheint ein 60-Meter-Beiboot der Arkoniden, gesteuert von Thora, und schießt die Raketen ab.

Am 27. Juni 2036 steht die STARDUST mitten in der Wüste Gobi. Sie wird durch einen für irdische Waffen undurchdringlichen Energieschirm geschützt. Rhodan entfernt den Aufnäher mit der amerikanischen Flagge von seiner Uniform.