Geheimprojekt Biothek

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Titel: Geheimprojekt Biothek
Autor: H. G. Francis
Titelbildzeichner: Alexander Vlcek
Lothar Bauer (E-Book)
Erstmals erschienen: September 1997
Hauptpersonen: Luz Korexxon
Handlungszeitraum: 1266 NGZ
Handlungsort: Erde
Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

Biothek ist ein privates Forschungsprojekt, das an der Entwicklung so genannter Biochips arbeitet, die primär medizinischen Zwecken, nämlich der Heilung bestimmter Krankheiten, dienen sollen. Einer der wesentlichen Forscher, Luz Korexxon, stellt bei Versuchen und Simulationen fest, dass die Biochips der neuen A-Generation unkontrollierte Wucherungen bewirken und sogar dazu verwendet werden könnten, Menschen zu kontrollieren. Er kann seine Forscherkollegen und den Institutsleiter Astoron Gao überzeugen, die Forschungen einzustellen und alle Unterlagen zu vernichten. Als die Datenlöschung beginnen soll, löst der Syntron des Instituts Alarm aus: Ein Eindringling ist im Computersystem und kopiert die Dateien! Dann wird ein Einbruch in den als absolut sicher geltenden Haupttresorraum gemeldet. Dort aufbewahrte Chips der B-Generation wurden gestohlen, das Maskottchen der Wissenschaftler, der Hund Stek, brutal getötet.

Der Institutsleiter entwickelt den Verdacht, dass Korexxon ein doppeltes Spiel treibt, und hetzt einen Bekannten, den Staatsanwalt Morton O'Gnawlly, entsprechend auf. Dabei hilft ihm, dass O'Gnawlly Korexxon noch aus dessen Zeit als Kriminalmediziner kennt und eine Abneigung gegen ihn besitzt. Korexxon wurde seinerzeit unter dubiosen Umständen unehrenhaft aus dem Polizeidienst entlassen.

An einem anderen Ort des Sonnensystems, im  Wikipedia-logo.pngOrbit von Kallisto, wird das Spezialkrankenhaus OCCIPITAL, geleitet von Dr. Lakote Onark, von einem Mord erschüttert. Calast Cul, eine Patientin, wurde vergewaltigt und ermordet. Es ist jedoch unklar, wie der Täter in den Komplex gelangt ist, der von Schutzschirmen umgeben und nur per Transmitter erreichbar ist. In OCCIPITAL wird damit experimentiert, Transmitter zur Heilung von Krankheiten einzusetzen.

Luz Korexxon trifft zuhause ein, wo er Kopien der wesentlichen Forschungsdateien sowie A- und B-Chips aufbewahrt. Er muss feststellen, dass bei ihm eingebrochen worden ist. Die B-Chips wurden gestohlen, die A-Chips aber waren so gut verborgen, dass sie nicht gefunden wurden. Der Haussyntron berichtet weiterhin von einem Versuch, die Daten zu kopieren, der aber nicht erfolgreich war. Problematisch ist jedoch, dass die Daten auch nicht mehr gelöscht werden können.

Korexxon sucht seine Lebensgefährtin Clarthyen Oqunn, eine erfolgreiche Rechtsanwältin, und deren Kollegin und Wohnungspartnerin, die Kartanin Assyn-Tiria, auf. Er redet mit seiner Freundin, weiht sie vollumfänglich ein und teilt mit, dass er den Kampf aufnehmen will. Wieder bei seinem Haus, erwartet Korexxon bereits ein alter Bekannter aus dem Polizeidienst, der Ertruser Rampak Handerpass, Beamter der New Yorker Polizei. Dieser wurde vom Staatsanwalt mit den Ermittlungen in der Sache Biothek beauftragt.

An einem anderen Ort auf der Erde verhält sich der schwerreiche Industrielle Jarvis Pictorain sehr unfreundlich gegenüber Samantha Loran, der besten Freundin seiner Enkelin Lydia Rattray. Samantha ist Korexxons älteste Tochter, lebt aber bei seiner geschiedenen Frau Eliz Loran. Samantha verlässt wütend das Anwesen der Pictorain-Familie und wird von einem eigenartigen weißen Vogel angegriffen.

Korexxon ist mittlerweile eine Unterlassungssünde eingefallen. Er begibt sich zu einem Gestüt, in dem sich eine Stute befindet, der er zu Forschungszwecken einen A-Chip eingepflanzt hatte. Korexxon kommt zu spät, der Chip wurde herausoperiert und gestohlen. Ihm wird damit aber klar, dass einer seiner Kollegen der Täter sein muss. In Frage kommen der Plophoser Arkmit Thorofeyn, der Institutsleiter Gao, Tosso A'Beny, Anga Zrarafeth und Ophok Amaquo.

Samantha Loran findet sich, mit starken Gedächtnislücken durch New York irrend, wieder. Ihre Mutter ruft in großer Sorge ihren Exmann an. Sie hatte seinerzeit Korexxons unehrenhafte Entlassung verursacht, da sie aus Eifersucht ihm Kindesmissbrauch vorgeworfen hatte. Jetzt aber hat sie eine Drohbotschaft erhalten, sie werde „bezahlen“ und habe bald nur noch eine Tochter. Korexxon sucht Eliz Loran und seine andere Tochter Ancarin auf, denn er will ihr helfen. Er erfährt, dass Samantha zuletzt bei Pictorain gewesen ist.

Clarthyen Oqunn ermöglicht Korexxon ein Treffen mit Jarvis Pictorain in dessen Firma Pictorain-Kosmos. Korexxon erlebt, wie eine Cybhot-Spinne, Pictorains geliebtes Haustier, diesen plötzlich angreift und gerade noch getötet werden kann. Pictorain macht Korexxon für den Vorfall verantwortlich und wirft ihn hinaus.

In der Stadt erhält Korexxon den Hinweis, dass Samantha dank GALORS gefunden wurde. Er begibt sich zu dem entsprechenden Ort und muss miterleben, wie seine Tochter sich neben einem unbekannten Mann in die Luft sprengt und stirbt. Korexxon wird festgenommen und durch O'Gnawlly verhört, aber Clarthyen erwirkt schnell seine Freilassung, da keine Beweise gegen ihn vorliegen.

Korexxon analysiert die Bildaufnahmen vom Tod Samanthas, und ihm fällt ein eigenartiger, schmetterlingsähnlicher Anhänger an einem Armband auf. Dann wird in sein Haus von Unbekannten eingebrochen, und er ergreift die Flucht. Korexxon besucht seine Ex-Frau, die ihm schwere Vorwürfe macht. Wenig später, bei Clarthyen, erfährt Korexxon, dass er mit Haftbefehl wegen Terrorismus gesucht wird, denn in seinem Haus wurden Anleitungen zum Bombenbau entdeckt. Dann wird ein vergleichbarer Vorfall in den Nachrichten gemeldet, bei dem das Mädchen Eriqua Opheina, Tochter eines reichen Unternehmers, sich in der Nähe eines bekannten Predigers in die Luft gesprengt hat. Korexxon verlässt das Haus, wobei ihm ein merkwürdiger weißer Vogel auffällt. Dann irrt er ziellos durch die Stadt und begegnet seiner Tochter Ancarin. Zu seinem Schrecken trägt auch sie ein Schmetterlingsarmband und teilt ihm mit, dass sie eine lebende Bombe ist. Eine unbekannte Stimme fordert Korexxon auf, alle Unterlagen zu den Biochips sowie Prototypen in einen Transmitter zu bringen und selbst diesen zu benutzen. Korexxon willigt aus Angst um Ancarins Leben ein.

Er begibt sich wieder zu Clarthyen, die inzwischen recherchiert hat. Jarvis Pictorain hat 37 Jahre im Krankenhaus OCCIPITAL verbracht, eine ungewöhnlich lange Zeit. Kurz nach seiner Rückkehr hat er seine Tochter Janette Rattray entmachtet. Alle Opfer der bisherigen Anschläge haben eine Verbindung zu OCCIPITAL. Dies gilt auch für Eliz Loran, die dort als Krankenschwester beschäftigt war. Ist also Rache das Motiv? Inzwischen ist es Korexxon gelungen, den Ertruser Rampak Handerpass dazu zu bewegen, ihn zu unterstützen, nicht zuletzt, da O'Gnawlly alles andere als sympathisch und beliebt ist.

Korexxon beschließt, sich selbst einen A-Chip einzupflanzen. Clarthyen ist entsetzt wegen der denkbaren Nebenwirkungen, aber Korexxon meint, einen Trumpf zu benötigen. Der Chip macht ihn reaktionsschneller als einen Ertruser. Er sucht den angegebenen Transmitter auf und wirft das Paket hinein, erkennt aber mit neuen Sinnen eine Manipulation und bleibt selbst zurück. Wenig später zerfetzt eine Explosion das Gerät. Korexxon kann entkommen. Er stellt Nebenwirkungen des Chips an sich fest, die ihn zeitweilig handlungsunfähig machen, aber zudem ist er in der Lage, unbewusst Syntroniken mental zu beeinflussen.

Korexxon und Clarthyen besuchen OCCIPITAL, wo sie mit Dr. Onark sprechen. Sie erfahren, dass der Staatsanwalt bereits vor ihnen hier war. Jarvis Pictorain soll einen kleinen weißen Vogel, den er Unkas nannte, als Haustier gehabt haben. Dieser Vogel starb wohl durch eine Unachtsamkeit von Eliz Loran und wurde hier begraben. Clarthyen und Korexxon reisen wieder per Transmitter ab. Sie ahnen nicht, dass sie knapp einem furchtbaren Schicksal entgangen sind, denn Dr. Onark gehört zur Organisation der Gegner und hatte den Auftrag, in Korexxons Gehirn beim Transmitterdurchgang einen Tumor zu erzeugen. Nur die Intuition Korexxons, vermutlich durch den A-Chip, rettete ihn.

In Clarthyens Wohnung ist abermals der seltsame weiße Vogel. Korexxon greift ihn an, und der Vogel stürzt ab. Es handelt sich um einen Roboter. Dann zeigen sich immer häufigere und stärkere Nebenwirkungen des Biochips. Zusammen mit dem Ertruser Handerpass reist Korexxon erneut nach OCCIPITAL. Diesmal dringen die beiden illegal ein. Sie wollen Unkas' Grab untersuchen, das als Sperrgebiet ausgewiesen ist. Prallfelder und andere Schutzmaßnahmen können die beiden nicht aufhalten, aber plötzlich taucht ein unbekannter Ertruser auf und besiegt Handerpass im Zweikampf. Es handelt sich um Pictorains persönlichen Bodyguard Karek Darkisk. Auch Pictorain ist anwesend. Er bedroht Korexxon mit einem Strahler. Korexxon beschimpft Pictorain als Mörder, was diesen fassungslos reagieren lässt.

Es kommt zur großen Aussprache. Offenbar ist Pictorain vollkommen unschuldig, obwohl alle Indizien auf ihn hinweisen. Pictorain erklärt, dass er seine Tochter Janette Rattray, die ihn mit Hilfe bestochener Ärzte 37 Jahre in OCCIPITAL festhalten ließ, nicht nur entmachtet hat. Detaillierte Vertragsklauseln regeln, dass sie sogar bei seinem Tod nicht wieder die Firmenkontrolle bekäme. Leider sieht die Sache anders aus, wenn Pictorain als Verbrecher überführt und festgenommen wird – und dies scheint ihr Plan zu sein.

Pictorain und Korexxon wollen zusammenarbeiten. Sie befragen nochmals Dr. Onark, der Hinweise auf einen Plophoser gibt. Also muss Korexxons Kollege Arkmit Thorofeyn für Janette Rattray arbeiten. Mit Pictorains Raumyacht kehren Pictorain und Korexxon zur Erde zurück. Pictorain setzt alles Ressourcen ein, über die er verfügt. Ein Team stürmt die Forschungseinrichtung Biothek, aber Arkmit Thorofeyn entkommt per Transmitter, anscheinend in eine submarine Anlage im Nordatlantik. Pictorain, der eine Manipulation der Transmitterverbindung befürchtet, lässt einen neu entwickelten Spezialtransmitter, der aus Einzelteilen besteht, die sich selbst zusammensetzen, in die Station transportieren.

Dann schlägt er an der Spitze seiner Leute zu. Rattrays Mitarbeiter sind leider unerwartet kampfstark. Es kommt zu heftigen Gefechten, bei denen viele Menschen, unter ihnen der Ertruser Karek Darkisk, getötet werden. Rattrays Gefolgsleute nehmen die Überlebenden gefangen, und sie triumphiert bereits. Pictorain soll mit einem manipulierten Transmitter unter Kenntnis der Forschungen von OCCIPITAL zu einem debilen Menschen gemacht und so entmachtet werden. Der Biochip ermöglicht jedoch Korexxon in letzter Sekunde, die Manipulation mental rückgängig zu machen. Stattdessen erleidet Rattray, die selbst den Transmitter benutzt, das für ihren Vater gedachte Schicksal.

Am Ende wird noch bekannt, dass die Kartanin Assyn-Tiria eine TLD-Agentin war, die unter anderem dafür gesorgt hatte, dass O'Gnawlly seine Aktivitäten einstellen musste. Der Biochip kann Korexxon wieder entfernt werden.

Anmerkung

  • Der Roman geht offenbar noch von der „klassischen“ Auffassung, nämlich der vollständigen Entmaterialisation durch Transmitter, aus. Auf die entsprechenden Beiträge im Eintrag Transmitter wird hingewiesen.

Personenregister