Der Purpurne Drache

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Planetenromane (Band 169)
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© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
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© Weltbild Verlag

Titel: Der Purpurne Drache
Untertitel: Chaos auf Karthago II – Atlans Multicyborg-Experiment droht fehlzuschlagen
Autor: Hans Kneifel
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Erstmals erschienen: August 1977
Handlungszeitraum: 3561
Handlungsort: Karthago II
Bezug: PR 761 bis PR 765 (Mucy-Problematik); Ursprung der Rahmen­handlung einiger Zeitabenteuer-Taschenbücher und der Zeitabenteuer-Blaubände.
Zusätzliche Formate: Autoren­bibliothek 14, Weltbild Sammler­edition 3

Handlung

Raysse Mahal, Leiter des Landes der weichen Steine, wird immer öfter von Alpträumen geplagt. Sie handeln vom Erwachen des purpurnen Drachen, eines Monsters, das es eigentlich nur in der Phantasie des Dorfnarren geben sollte. Die Träume beunruhigen ihn, doch noch mehr beschäftigen ihn andere Fragen: Die nach seiner Herkunft, seiner Vergangenheit und dem Zweck seiner Existenz. Denn ebenso wie alle anderen Einwohner der fünf Siedlungen auf Karthago II hat er nur Erinnerungen an die vergangenen zehn Jahre. Alles davor liegt im Dunkeln. Auch andere Siedler stellen sich diese Fragen immer öfter. Der einzige Mensch auf dem Planeten, der wahrscheinlich mehr weiß, ist Djosan Ahar, der Mann von Gäa, und dieser weigert sich, darüber zu sprechen. Die Siedler kommen daher überein, stattdessen von dem bald eintreffenden Arkoniden Atlan die Antworten einzufordern.

Djosan Ahar fiebert dem Besuch des Prätendenten des NEIs ebenfalls entgegen. Alle Versuche, sich unter anderem mithilfe seiner jungen Geliebten abzulenken, machen ihm das Leben nur zeitweise leichter. Einige Siedler sind bereits dazu übergegangen, ihn mit mehr als nur Worten überzeugen zu wollen, ihre Fragen zu beantworten. Überfälle werden häufiger, und auch heute, am Vortag des Besuches von Atlan, sammeln sich wieder einige Männer in der Nähe seines Turmes. Er überrascht sie und setzt sie dank seiner hervorragenden Nahkampfausbildung außer Gefecht, doch er kann sie verstehen. Er verspricht ihnen, dass sie ihre Antworten von Atlan erhalten werden. Auf dem Rückweg mustert er das Bild des purpurnen Drachen, das ein Teil des alten Gebäudes einer vergangenen Kultur ist, auf dessen Basis Djosan sein Heim errichtet hat. Das Bild ist nicht dazu angetan, ihn zu beruhigen.

Indessen nähert sich die KHAMSIN mit Atlan und seinen Begleitern an Bord dem Planeten. Sie diskutieren die Problematik der Menschlichkeit der Multi-Cyborgs auf Karthago II: Spätestens seit sie sich – unerwarteterweise – als fortpflanzungsfähig erwiesen haben, ist es schwer, ihnen die Anerkennung als vollwertige Menschen zu verweigern. Dies läuft aber der ursprünglichen Intention des Mucy-Programms zuwider, sie als willige Kolonisatoren und Waffe gegen die Laren einzusetzen. Viele Argumente werden ausgetauscht, doch man kommt zu keinem Ergebnis. Schließlich landet die KHAMSIN nahe Djosan Ahars Turm und beginnt mit dem Entladen der für den Planeten gedachten Güter. Statt der erwarteten Menschenmenge finden sie nur Drigene vor, die sehr verwirrt ist. Am Morgen hat sich ihr ursprünglicher Verlobter umgebracht, weil er es nicht ertragen konnte, weniger wert zu sein als ein Gäa-Mann, und nun ist auch noch Djosan von seinem Ausflug nicht rechtzeitig vor Atlans Ankunft zurückgekehrt. Gemeinsam machen es sich alle nun erst einmal im Turm gemütlich, um auf Djosan zu warten. Doch die Ruhe wird bald gestört: Die Erde beginnt zu beben, und alle verlassen fluchtartig den Turm aus Angst, er könne zusammenstürzen. Obwohl das alte Bauwerk das unerwartete Ereignis übersteht, bleiben Atlan und seine Begleiter mit Drigene in der KHAMSIN.

Auch Djosan, der aufgrund einer dringenden Nachricht seinen Freund, den Steinmenschen Kadir Yann, besucht hat, erlebt das Beben. Der Steinmensch hat ihn gewarnt, dass der Planet die schlechten Schwingungen aufnimmt, die die Probleme der Mucys verursachen, und darunter leidet. Das Beben scheint seine Worte zu bestätigen. Yann betont, dass es dringend notwendig ist, die Bewohner von Karthago II aus ihrer Unwissenheit zu befreien und ihnen ein klares Selbstvertrauen zu geben. Djosan verspricht, darüber nachzudenken, und macht sich auf den Rückweg. Auf dem Weg sieht er, dass der Nächste der sieben Vulkane, die auf der Äquatorlinie liegen, bedenklich dunkle Wolken ausstößt. Als er die Siedlung der Dschungelbewohner passiert, signalisieren diese ihm mit Spiegeln, und er entschließt sich zu einer kurzen Zwischenlandung. Sofort wird er mit Fragen über das Beben und Atlans Ankunft überfallen, und er beantwortet alles. Auf seine Fragen hin wiederum berichten die Bewohner, dass die Tiere in der Gegend gelegentlich verrückt spielen – eine weitere beunruhigende Beobachtung. Bei Djosans Abflug gibt es ein weiteres Erdbeben.

Endlich zurück im Turm, gibt Ahar seinen Bericht ab. Die Versammelten sind sich einig, dass sich ein beunruhigendes Gesamtbild ergibt. Atlan veranlasst, dass für den nächsten Tag alle Vorsteher zusammengerufen werden, um ihnen die Wahrheit über ihre Vergangenheit zu sagen und alle sich daraus ergebenden Probleme und Fragen zu diskutieren. Sie wissen noch nicht, wie groß diese Probleme wirklich sind: In einem der Siedlungsgebiete haben die Beben den Boden einbrechen lassen und hunderte Mucys getötet. Über die Küste dieser Region bricht später am Abend ein Tsunami herein, der alles verwüstet und unzählige weitere Leben kostet. Die Ereignisse lösen etwas in der Psyche der Überlebenden aus, das niemand erwartet hätte: Mit allem, was gerade zur Hand ist, bringen sie sich um. Lediglich ein Anführer der dort ansässigen Bauern, der sich auf den Weg gemacht hatte, Hilfe zu holen, überlebt in seinem Gleiter.

Am nächsten Tag haben sich die Anführer aus allen Siedlungsgebieten bei Djosan Ahars Turm versammelt. Behutsam, aber klar bringen Atlan und seine Begleiter ihnen die Wahrheit über ihre Herkunft nahe: Sie sind künstlich erzeugte Menschen, so menschenähnlich und fähig wie man sie nur erschaffen konnte, aber eben ohne eigene Geschichte. Vor allen Versammelten erklärt Atlan, dass sie so menschlich sind, wie es nur möglich ist, und es ihnen offen steht, ihr eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen und ihre eigene Geschichte zu schreiben. Zugleich versucht er, sie bezüglich der Ereignisse auf dem Planeten zu beruhigen: Kein mythologischer Drache steige auf, sondern alles sei wissenschaftlich erklärbar. Die Nachrichten von der Zerstörung des Landes hinter der Großen Mauer und der Selbstmordwelle unter den Mucys dieser Region erschüttert Atlan und seine Begleiter. Die meisten Mucys hingegen nehmen diese Nachricht ebenso wie zuvor die Informationen von Atlan mit erstaunlicher Ruhe auf. Lediglich die Anführerin einer Echsenreitergruppe leitet ihren bereits zuvor geplanten Aufstand ein: Sie will die KHAMSIN erobern, um mit ihr zu den Laren zu fliegen. Dort hofft sie, mehr Anerkennung zu erhalten als im NEI. Gemeinsam mit den Terranern und Gäanern verteidigen die Mucys das Schiff gegen die Angreifer, und sie können zurückgeschlagen und überwältigt werden. Atlan sieht dies als ein gutes Zeichen für die weitere Entwicklung. Er hofft, dass die Spannungen sowohl unter den Mucys als auch innerhalb der Oberfläche des Planeten nun vorbei sind.

Am nächsten Tag wird die Aufrührerin freigelassen, und die anderen Mucys schicken sie und ihre Männer zurück zu ihren Dörfern. Die Männer gehorchen, doch in Jara Schabaph zündet ein fehlgeleiteter Teil ihrer genetischen Programmierung, dem sie nicht folgen kann. Sie rennt in die Wüste, und als ihr Geliebter sie zurückholen will, tötet sie ihn und kommt dabei selbst um.

Die Gruppe um Atlan versucht indessen, die mögliche Lösung umzusetzen, die sie bezüglich des Suizid-Problems der Mucys erarbeitet hat: Ein Zusatz bestimmter Pilze in allen Nahrungsmitteln der Mucys soll ihre Wahrnehmung bezüglich drohender Gefahren erweitern und ihnen so ermöglichen, diese zu vermeiden. Je weniger sie in scheinbar ausweglose Situationen geraten, umso weniger Anlass haben sie für den Selbstmord. Sie begleiten den Transportzug der Pilzesser zurück zu deren Dorf. Unterwegs erleben sie weitere Hinweise auf die steigende Aktivität des Planeten. In der Siedlung angekommen, werden sie freudig begrüßt. Doch die Freude hält nicht lange: Ein Funkspruch läuft ein, der über das Auftauchen eines SVE-Raumers informiert. Zudem zeigen die Sonden, dass alle Vulkane aktiv geworden sind, vier davon in beunruhigend starkem Ausmaß. Atlan verhängt Funkstille. Da nicht mehr getan werden kann, fährt er fort, mit den Pilzessern an der Organisation der Pilzverteilung zu arbeiten, als ein weiteres Beben alles unterbricht.

Nach dem Abklingen des Bebens nehmen die Mucys schnell wieder ihr normales Leben auf. Die Gäaner hingegen beschleicht das Gefühl, dass dies nur der Anfang vom Ende ist.

Anmerkung

Personenregister

Raysse Mahal Mucy, Leiter vom Land der weichen Steine. Seine Alpträume drehen sich um den purpurnen Drachen.
Djosan Ahar Mucy-Anthropologe, der seit zehn Jahren die Mucys von Karthago II beobachtet.
Atlan Initiator des Mucy-Projektes. Er erlebt bei seinem Besuch auf Karthago II eine böse Überraschung.
Drigene Djosan Ahars Geliebte, eine Mucy von den Sandleuten
Kadir Yann der Steinmensch Mucy-Eremit mit ungewöhnlichem Hörspektrum. Er spricht mit dem Planeten und warnt vor der drohenden Katastrophe.
Ja-ra Schabaph Weiblicher Hetman der Sandleute, die den einzigen Ausweg im Verrat sieht. Nach Fehlschlag ihrer Unternehmung tötet sie sich und ihren Geliebten.