Expedition der Todgeweihten

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Serie: Perry Rhodan-Planetenromane (Band 212)
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Titel: Expedition der Todgeweihten
Untertitel: Sie brechen auf zu einer Reise ohne Rückkehr

(Taschenheft) Sie brechen auf – zu einer Reise ohne Wiederkehr
Autor: Peter Terrid
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Dirk Schulz / Horst Gotta (Taschenheft)
Erstmals erschienen: November 1980
Handlungszeitraum: Juli 2400, 2326
Handlungsort: Shakootee
Bezug: PR 150
Zusätzliche Formate: HJB-Edition Band 1, Taschenheft 23 (Printausgabe und E-Book)

Handlung

Kamee Nyssen ist eine junge, begabte Jurastudentin in Terrania City, die aber primär bestrebt ist, ein angenehmes Leben zu führen. Von ihren Vorfahren weiß sie nichts, ihre Eltern sind tot. Eines Tages bekommt sie ein Schreiben von der renommierten Anwaltskanzlei Armstrong, Armstrong & Armstrong mit einer Einladung, dass sie am 1. Juli 2400 dort erscheinen soll, es gehe um ihre Familiengeschichte. Kamee ist neugierig und sagt zu.

In der Anwaltskanzlei findet eine Besprechung statt, bei der Kamee von zwei jungen Leuten etwa ihren Alters begrüßt wird, die ihr als Shaktar Deringhouse und Yigael Cummings-Freyt vorgestellt werden. Sie erfährt, dass sie eine Nachkommin von Rod Nyssen ist und die beiden anderen Nachkommen von Michael Freyt und Conrad Deringhouse sind.

Wenig später betritt Perry Rhodan das Konferenzzimmer. Er führt den dreien ein Band vor, das eine Szene aus dem Jahr 2326 zeigt. Seinerzeit hatte ES den Planeten Wanderer zerstört, womit keine Zellduschen mehr möglich waren, allerdings 25 Zellaktivatoren in der Milchstraße verstreut. Da aber sehr viel mehr Personen die Zelldusche erhalten hatten, stand vielen von Rhodans engen Mitarbeitern der Tod bevor.

Während Rhodan und Atlan da Gonozal sich auf Quinto-Center befanden, handelte Freyt. Er beauftragte NATHAN, eine Liste aller 182 Menschen aufzustellen, die eine Zelldusche erhalten hatten. Als Vorschlag gekennzeichnet sind alle Namen, die aufgrund ihrer Bedeutung für die Menschheit einen Zellaktivator erhalten sollten. Er selbst erschien nicht auf der Vorschlagsliste – sein Name war mit dem vorherberechneten Todesdatum versehen. Um Rhodan moralische Konflikte zu ersparen und in Würde zu sterben, lud er daraufhin alle bisherigen Unsterblichen, denen der Tod drohte, insgesamt 182 Personen, zu einer Besprechung ein. Er schlug vor, mit einem Frachter die Erde zu verlassen. 57 Menschen starteten schließlich wenige Tage später mit der IMPERATOR CAESAR AUGUSTUS, eine Anspielung auf den Spruch »Ave Caesar, morituri te salutant«. Freyts letzte Worte auf dem Band besagten, dass sie im Jahr 2400 Rhodan informieren würden, an welcher Stelle auf ihn eine Nachrichtenboje mit weiteren Hinweisen über ihr Flugziel wartete.

Die drei Nachkommen der einstigen Unsterblichen nehmen Rhodans Angebot zu einer Expedition auf den Spuren ihrer Vorfahren gemeinsam mit Reginald Bull an. Mit der Space-Jet MURG DO PYAZA, die einem Freund von Bull gehört, fliegen sie los. An den von Freyt hinterlassenen Koordinaten finden die vier eine in Glassit eingeschweißte Leiche einer Frau. Außerdem entdecken sie eine weitere Videobotschaft. Sie können verfolgen, wie die Tote, eine Telepathin, beigesetzt wird, und erfahren, dass Freyt den Planeten Shakootee anfliegen wollte, von dem ihm über 200 Jahre früher ein uralter Springer erzählt hatte. Der Name sollte »Welt der immerwährenden Umarmung« bedeuten und dort Menschen leben. Es finden sich Daten, wo Shakootee liegt.

Die Expedition setzt ihre Reise fort und erreicht Shakootee. Im Mondorbit des Planeten finden sie die ohne Energie treibende IMPERATOR CAESAR AUGUSTUS, abgekürzt auch ICA. Bull geht an Bord. Das Schiff ist vollständig ausgeräumt, und ein Beiboot fehlt. Es gibt jedoch keine weiteren Botschaften.

Mithilfe der Ortungsanlagen gelingt es bald, das Beiboot auf der Planetenoberfläche zu orten. Die MURG DO PYAZA landet, und die vier steigen aus. Das Beiboot ist nur noch ein vollkommen verrostetes Wrack. Im nächsten Moment greifen gerüstete Reiter mit Armbrüsten an. Bull will sich nicht mit modernen Waffen wehren, um ein Massaker zu verhindern, doch führt dies zur Gefangennahme der vier Terraner. Die fremden Menschen schaffen sie in eine mittelalterliche Stadt, wo der Stadtkönig Cachumbar sie verhört. Da die fremde Sprache von den Terranern nicht verstanden wird, lässt der König einen anderen Gefangenen als Übersetzer heranschaffen. Es handelt sich um einen zerlumpten Terraner, offenbar einen Nachkommen der Passagiere der ICA! Weiterhin fällt auf, dass alle Stadtbewohner eine Blume an prominenter Stelle tragen.

Der Stadtkönig, dessen Titel »Tamaar« lautet, fragt die vier nach dem Grund für ihr Eindringen in sein Gebiet und droht mit Konsequenzen. Offenbar besteht mit den örtlichen Terranern eine feindselige Beziehung. Das Angebot an Kamee, Konkubine des Herrschers zu werden, lehnt diese ab und zieht stattdessen einen Strahler, was ihr einen Armbrustbolzen in die Schulter einbringt. Alle landen entwaffnet in den Kerkerzellen. Bull hofft, dass in einigen Tagen nach ihm gesucht werden wird, aber die Aussichten auf Rettung sind schlecht.

Im Kerker berichtet der Gefangene, der Ayurweda Curleachi heißt, dass er seit sieben Jahren gefangen ist. Weiterhin deutet er an, dass der König die »Unterwerfung« anbieten würde, dies sei aber schlimmer als der Tod.

Tatsächlich lässt der König die Gefangenen erneut vorführen. Ein Träger erscheint mit einer Schale Blumen, die Shakootee genannt werden, und fordert die Terraner auf, die Symbiose mit den Blumen zu akzeptieren. Voller Grauen lehnen alle vier ab, denn sie wollen nicht geistig versklavt werden. Der König und die Einheimischen sind erbost. Daraufhin verurteilt der Tamaar die vier, wie ihre Vorfahren im Gebirge den Gipfel der Erkenntnis und die Klüfte der Einsicht aufzusuchen – eine Reise, von der bisher nie jemand zurückgekehrt ist!

Bald darauf bricht eine Karawane auf, doch es kommt zu einem Überfall durch die ortsansässigen Terraner, bei dem die Gefangenen befreit werden. Die »Terraner« sind technisch weit zurückgefallen, zerlumpt und heruntergekommen. Sie leben in einem versteckten Tal in ständiger Furcht vor den Shakootees genannten Einheimischen, mit denen sie seit Beginn der Besiedlung in Fehde liegen.

In der Talsiedlung wird Bull von einem Greis erkannt, der sich als Bilgir Eqrem vorstellt. Es ist der letzte Überlebende der einstmals Unsterblichen, da er seine einzige Zelldusche im Alter von etwas mehr als 30 Jahren erhalten hatte. Er erkennt auch Bulls Begleiter als Nachkommen seiner einstigen Gefährten und stellt ihnen die örtlichen Verwandten vor. Dies sind die Männer Cavus Nyssen und Ertequin Freyt sowie die Frau Dogai Deringhouse. Im weiteren Gespräch erfahren die Besucher, dass der Konflikt entstanden ist, weil kurz nach der Ankunft der Terraner die Planetenbewohner die Unterwerfung, das heißt Annahme der Shakootee-Blumen, forderten. Als Rod Nyssen, Michael Freyt und Conrad Deringhouse zu Verhandlungen in die Stadt gingen, kehrten sie nie zurück, sondern wurden im Gebirge umgebracht. Nun erhoffen sich die Kolonisten Hilfe von Bull.

Bevor weitere Pläne gemacht werden können, greift eine Übermacht an Shakootees das Tal an. Alle Terraner werden gefangen genommen. Erneut lehnen sie die Unterwerfung ab. Der Stadtkönig führt ein geheimnisvolles Ritual durch, bei dem er mit einem fremden Wesen zu sprechen scheint, dann teilt er mit, dass die drei Nachkommen Nyssens, Freyts und Deringhouses sowie deren drei lokale Verwandte, wie schon einmal entschieden, ins Gebirge gehen müssen. Sie haben zehn Tage, dann werden die Gefangenen hingerichtet, und Bull als Erster.

Bewacht von einer Gruppe Shakootees, erfolgt der Aufbruch. Die Karawane erreicht schließlich einen pechschwarzen Tempel, dessen Steine von innen zu glühen scheinen und den man nur bei Mondschein betreten darf. Alleine gehen die sechs hinein und betreten unterirdische Anlagen, in denen Tausende versteinerte Menschen, die alle eine Blume tragen, zu sehen sind. Merkwürdige Geräusche versetzen alle in Angst, aber sie gehen weiter und kommen letzten Endes zu einer Shakootee-Blume, deren größte Blüte einen halben Meter Durchmesser hat. Kamee Nyssen fühlt einen inneren Drang, die Blüte zu berühren. Sie tut dies und nimmt anschließend eine kleine Shakootee, der sie die Symbiose gestattet. Im nächsten Moment erkennt sie die Wahrheit: Sie erlebt die letzten Stunden von Rod Nyssen, Michael Freyt und Conrad Deringhouse mit, die einst hier gestanden haben. Freyt, der schwer verletzt den Tod vor Augen hatte, riskierte den Kontakt mit einer Shakootee und erfuhr, dass diese Pflanzen die Menschen keineswegs versklaven, sondern vielmehr als eine Art Gewissen agieren und mithelfen, den Menschen in die planetare Umwelt zu integrieren. Alle drei starben hier und gingen ins Kollektiv der Shakootees ein. Nach dieser Eröffnung akzeptieren auch Shaktar Deringhouse und Yigael Cummings eine Shakootee.

Inzwischen ist ein Schiff des Solaren Imperiums auf der Suche nach Bull gelandet und hat die Stadt erreicht, wo Bull gefangen gehalten wird. Der Kommandant weigert sich aber zunächst, Bull zu retten, da dieser nach einem ordentlichen Gerichtsverfahren verurteilt wurde. Bull ist außer sich vor Wut, doch der Kommandant hat eine geschickte Idee. Er fragt, ob Bull als »Gesandter« nicht auch unverletzlich sei, und erwirkt so dessen Freilassung. Die anderen Terraner sollen aber gefangen bleiben.

Bull will gerade eine gewaltsame Aktion befehlen, da kehrt die Gruppe der sechs aus dem Gebirge zurück. Entsetzen breitet sich aus, als die Terraner die Blumen an den Köpfen erblicken. Kamee klärt aber alle über ihren fatalen Irrtum auf. Der Greis Eqrem glaubt an einen Trick und protestiert vehement. Da nimmt Cavus Nyssen eine Blume, setzt sie an und legt sie nach einer kurzen Zeit wieder ab. Eqrem ist immer noch nicht überzeugt, so dass Kamee Bull zu einer gleichartigen Demonstration überredet. Damit wird den terranischen Siedlern endlich die Harmlosigkeit der Shakootees klar.

Viele Kolonisten akzeptieren die Shakootees, und es herrscht endlich Frieden zwischen den beiden Volksgruppen. Kamee Nyssen, Shaktar Deringhouse und Yigael Cummings bleiben auf dem Planeten Shakootee zurück. Bull erhält als Geschenk vom Stadtkönig eine Shakootee in einem Topf, während Shaktar Deringhouse ihn bittet, die Koordinaten des Planeten zu löschen. Bull sagt dies zu. Er fliegt zur Erde zurück, druckt die Koordinaten und löscht den Datenspeicher. Er denkt sich, den Planeten vielleicht eines Tages aufsuchen zu wollen, wenn er der Unsterblichkeit überdrüssig sein sollte.

Nach seiner Rückkehr wird Bull stark vom Tagesgeschäft in Anspruch genommen. Daher vergisst er die Shakootee-Pflanze in der Space-Jet und wird erst an sein Versäumnis erinnert, als ihn der Freund, dem das Raumschiff gehört, anruft und fragt, ob er eine vertrocknete Topfpflanze zugestellt haben möchte. Im gleichen Moment fällt ihm der Ausdruck mit den Koordinaten des Planeten Shakootee ein – und er erkennt, dass er diesen vor wenigen Minuten beim Ausräumen seiner Taschen im Konverter entsorgt hat. Damit bleibt die Position von Shakootee ein Geheimnis.

Anmerkungen

  • Der Roman spielt im Jahr 2400, einige Monate vor den Ereignissen des Zyklus Die Meister der Insel.
  • Die Bewohner von Shakootee sind mit ziemlicher Sicherheit Nachkommen der Lemurer. So ist von ihrer Ankunft »vor Jahrzehntausenden« die Rede, und der Titel des Stadtkönigs, nämlich »Tamaar«, weist eine deutliche Ähnlichkeit zum Titel Tamar auf.

Personenregister

Kamee Nyssen Eine junge Studentin
Shaktar Deringhouse Nachkomme von Conrad Deringhouse
Yigael Cummings-Freyt Nachfahrin von Michael Freyt
Rod Nyssen Der langjährige Gefährte Perry Rhodans findet den Tod
Michael Freyt Anführer der Expedition der Todgeweihten
Conrad Deringhouse Ein Unsterblicher stirbt
Perry Rhodan Großadministrator
ES Die Superintelligenz
Atlan da Gonozal Lordadmiral der USO
Reginald Bull Solarmarschall
Cachumbar Stadtkönig
Ayurweda Curleachi Ein Gefangener
Bilgir Eqrem Letztes noch lebendes Mitglied der Expedition der Todgeweihten
Cavus Nyssen Nachkomme von Rod Nyssen
Ertequin Freyt Nachfahre von Michael Freyt auf dem Planeten Shakootee
Dogai Deringhouse Nachfahrin von Conrad Deringhouse auf dem Planeten Shakootee
Paquor Armstrong Mitarbeiter der Anwaltskanzlei Armstrong, Armstrong & Armstrong