Krisensektor Dreigestirn

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Planetenromane (Band 226)
PR-TB-226.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Titel: Krisensektor Dreigestirn
Untertitel: Gefahr aus Weltraumtiefen – das Erbe der Unbekannten wird aktiviert
Autor: W. K. Giesa (ungenannter Co-Autor: Manfred Weinland)
Titelbildzeichner: Alfred Kelsner
Erstmals erschienen: Januar 1982
Handlungszeitraum: 2416 (siehe hier)
Handlungsort: Terra, Milchstraße

Handlung

Auf der Erde wird der Notruf des Passagier­raumers SCIBUR empfangen, der offenbar von unbekannten, unsichtbaren Schiffen angegriffen und zerstört wird. Die GCC, geleitet von Homer G. Adams, beauftragt die Weltraumdetektive Roger McKay und Jean-Pierre Marat mit Nachforschungen, denn an Bord befand sich Adams' Privatsekretärin May Jorgensen. Das 100-Meter-Schiff TARA der Detektei fliegt in den fraglichen, 30.000 Lichtjahre von der Erde entfernten Raumsektor. Es wird von dem Kapitän Tam Cluatha befehligt und hat eine Crew von fünf Personen. Im Auftrag Allan D. Mercants folgt heimlich eine Space-Jet der Solaren Abwehr, die SJ-315 mit dem Agenten Pete Cardana, der TARA.

Cardana ist Zeuge, wie die TARA von unsichtbaren Schiffen ohne Vorwarnung angegriffen und zerstört wird. Ihm fällt eine Konstellation dreier identischer Sonnen der Klasse G in der Nähe auf. Dann kann er zwei Überlebende, unter ihnen Cluatha, bergen und zur Erde bringen. Cluatha stirbt in einer Klinik, wobei er sich zu einem grotesken Gewebeklumpen verformt hat, vermutlich durch die unbekannte Strahlung der fremden Waffen ausgelöst. Der Weltraumdetektei wird der Fall daraufhin entzogen, und die USO übernimmt. Der Ertruser Melbar Kasom soll sich einschalten.

Auf der Erde kommt es zu einem seltsamen Vorfall: Ein Mann namens Gwyndaf Llwarny schießt wild um sich. Er wird festgenommen und bei ihm ein seltsames, oktaederförmiges Gerät aus unbekannter Technologie sichergestellt. Dann zeigt sich, dass Llwarny auf der Passagierliste der SCIBUR stand, so dass rätselhaft ist, wie er wieder auf die Erde gelangen konnte. Bevor ein Verhör möglich ist, erscheint ein Unbekannter, erschießt Llwarny und entkommt trotz zahlreicher Wachen – vermutlich per Teleportation.

Kasom bricht mit dem USO-Kreuzer NIFLHEIM auf. Ihn begleitet Splinter, ein koboldartiger Symbiont, der ihm empathische Fähigkeiten verleihen kann. Aber es scheint auch ein Unbekannter an Bord mitzufliegen. Tatsächlich, kurz vor Erreichen des Systems, in dem die TARA und die SCIBUR verlorengingen – es wird 3-Ghost getauft – gibt sich eine Frau namens Anshi Satura zu erkennen. Sie war ebenfalls an Bord der SCIBUR und will den USO-Mitarbeitern helfen. Die Sonnen des Systems scheinen technisch manipuliert worden zu sein.

Satura hilft der NIFLHEIM, als die unsichtbaren Fremdschiffe angreifen, indem sie mithilfe eines Oktaedergeräts einen Code aussendet. Das Schiff darf auf dem einzigen Planeten landen, der die drei Sonnen umkreist. Der Planet hat das Aussehen einer Höllenwelt mit glühenden Bergen, die starke Hyperstrahlung emittieren. Splinter verhält sich seltsam, er will Kasom vor einer Gefahr warnen. Dann erscheint plötzlich ein fast nacktes, bildschönes Mädchen und geht durch die höllische Wüste auf die NIFLHEIM zu. Kommandant Konraddin lässt den HÜ-Schirm kurz abschalten, doch nutzt dies sofort eine große Zahl fremder Roboter zu einem Überraschungsangriff. Sie entführen Satura und Kasom per Teleportation aus dem Schiff.

Eingesperrt berichtet Satura Kasom ihre Erlebnisse. Die SCIBUR musste wegen eines Maschinendefekts in diesem System landen und entdeckte eine seltsame Stadt, wohl das Relikt einer ausgestorbenen Rasse mit sehr fortschrittlicher Technologie. Ein Besatzungsmitglied, Bradwan Skondy, erwies sich als verborgenes Genie, denn er konnte die Technik entschlüsseln und bedienen. Zugleich wurde er aber wahnsinnig, übernahm die Kontrolle über alles und gab bekannt, die Herrschaft über die Milchstraße antreten zu wollen. Die Machtmittel dazu wären durchaus vorhanden. Nur Satura und Llwarny konnten der mentalen Beeinflussung durch Skondy entgehen und mithilfe fiktivtransmitterähnlicher Geräte zur Erde entkommen, wo sie das Imperium warnen wollten.

Kasom wird zum Verhör zur Skondy gebracht. Dieser stellt seltsamerweise die Frage, ob der Ertruser einen »Kobold« trägt. Kasom verneint, und da Splinter sich versteckt hat, bleibt er unentdeckt. Wieder zurück in der Zelle, wird Splinter aktiv. Er scheint eine Verwandtschaft mit den Erbauern der Stadt zu besitzen, denn er kann Zugang zu deren Computersystemen erhalten und so Kasom unterstützen. Kasom bekommt Daten über die Geschichte der fremden Rasse, die hier vor Millionen von Jahren lebte und eine Technik entwickelte, die allem, was das Solare Imperium oder auch die Meister der Insel kannten und kennen, weit voraus ist. Das Mädchen ist eine Projektion des Computerbewusstseins der Stadt, das auf Wunsch Skondys dieses Aussehen angenommen hat.

Als Kasoms und Splinters Aktion bemerkt wird, erscheint das Mädchen, die Maike, zerstrahlt den Kobold und verletzt Kasom schwer. Mit letzter Kraft kann dieser dennoch zu Skondy vordringen, tötet ihn aber nicht. Vielmehr erkennt der Ertruser, dass Skondy schwer geisteskrank ist. Der Mann realisiert, wie weit er sich von der menschlichen Gesellschaft entfernt hat, und tut einen Blick in seine eigene Zukunft, den er nicht verkraftet. Skondy stirbt.

Wenig später zerstören sich alle technischen Anlagen auf dem Planeten restlos selbst. Die Gefangenen sind frei, die Gefahr ist gebannt.

Anmerkung

Personenregister

Homer G. Adams Direktor der GCC
Jean-Pierre Marat Weltraumdetektiv
Roger McKay Sein Partner
May Jorgensen Homer G. Adams' Privatsekretärin
Tam Cluatha Kapitän der TARA
Allan D. Mercant Chef der Solaren Abwehr
Pete Cardana Agent der Solaren Abwehr
Melbar Kasom USO-Spezialist
Gwyndaf Llwarny
Splinter Symbiont, der empathische Fähigkeiten verleiht
Anshi Satura Sie war Passagier der SCIBUR
Konraddin Kommandant der NIFLHEIM
Bradwan Skondy Besatzungsmitglied der SCIBUR