Das Gremium der Vier

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Planetenromane (Band 372)
PR-TB-372.jpg
© Heyne Verlag
Titel: Das Gremium der Vier
Untertitel: Sie sind die Erben des Jahrtausend­plans – und wissen nichts davon
Autor: Kurt Mahr
Titelbildzeichner: Alfred Kelsner
Erstmals erschienen: März 1994
Handlungszeitraum: 350 NGZ
Handlungsort: Teltun

Handlung

350 NGZ: Die Regierung der LFT ist besorgt wegen einer vor 1700 Jahren gegründeten Stiftung, deren Vermögen nunmehr zwei Billionen Galax beträgt und deren Absichten unklar sind. Der Gründer ist ein Terraner namens Vraimont Dlatschil, der schon seit dem Jahr 2224 tot sein soll. Die LFT beauftragt Seraf Serton, einen unabhängigen Ermittler, die Hintergründe aufzuklären.

Seraf Serton stellt zu seiner Überraschung fest, dass es im Grunde keine Daten über Dlatschil gibt, obwohl zu anderen Todesfällen dieser Epoche sehr wohl Informationen, wie zum Beispiel die Todesursache, gespeichert sind. Er mutmaßt, dass Daten gezielt gelöscht oder manipuliert wurden.

Über einen Freund erfährt er, dass der Dlatschil-Fonds vor kurzem große Überweisungen – insgesamt 83 Milliarden Galax – zu einer neu gegründeten Bank auf Tuglan ausgeführt hat. Jodetta Geestrung, seine Lebenspartnerin, unterstützt Serton. Er entdeckt, dass Dlatschil in Roseland, einer Kleinstadt in Florida, geboren wurde, und erkennt, dass alle Bewohner dieser Stadt im Jahr 2220 ausgewandert sind. Ihr Raumschiff, die ROSELAND, gilt als verschollen, wobei merkwürdigerweise die Datenbanken ein zweites Schiff namens METTEK mit völlig identischer Route und Passagierzahl enthalten. Er erstattet Linquart Pobjoy, seinem Auftraggeber aus dem Wirtschaftsministerium, Bericht, bevor er an die Stelle reist, wo sich einst der Ort Roseland befand.

In der Nähe fällt ihm ein Unternehmen namens ELOTEP auf, das seit über 1700 Jahren bestanden hat, sich mit Tiefsttemperaturphysik befasst und offenbar gerade geschlossen wurde. Serton besucht die Firma unter dem Vorwand, Historiker zu sein. Ein Mann namens Harald Tipol empfängt ihn zunächst freundlich, macht ihm dann aber klar, seine wahre Identität zu kennen. Dann betäubt er Serton mit einem Paralysator und verbirgt ihn in einem Kälteschlaftank, um ihn zu töten. Serton wird in letzter Sekunde von Pobjoy gerettet, den Jodetta informiert hatte, als ein erwarteter Anruf ausblieb.

Immer mehr deutet auf eine groß angelegte Verschwörung hin. Hat sich Dlatschil einfrieren lassen und wurde er vor kurzem reanimiert? Das Kolonialamt hat seltsamerweise ebenfalls keine Daten zur ROSELAND.

Serton und Jodetta fliegen zu Nachforschungen nach M 55, wo sich Tuglan befindet. Aus Tarnungsgründen wählen sie den Planeten Pyomba, 8,5 Lichtjahre entfernt, als Ausgangspunkt. Als örtlichen Kontakt vermittelt ihnen die LFT den Einheimischen Aliimu. Dieser weiß zu berichten, dass ungewöhnlich viele Passagiere auf dem Planeten ausgestiegen sind. Außerdem hat er herausgefunden, dass eine Firma namens »Interstellar Prospecting« seit einiger Zeit aktiv ist, sich merkwürdigerweise aber nur für einen Planeten interessiert. Dieser heißt Teltun, ist nicht weit von Tuglan und Pyomba entfernt, aber wegen hyperenergetischer Störungen sehr schlecht erreichbar.

Serton begibt sich zur »Interstellar Prospecting«, wo er erneut mit Tipol konfrontiert wird. Jodetta, die draußen mit einem Gleiter wartet, kann ein Ablenkungsmanöver ausführen. Es kommt zu einem Kampf, bei dem Tipol und sein Helfer in einer Explosion sterben. Wieder bei Aliimu, berichtet dieser, dass alle seine Kontakte nicht mehr erreichbar seien. Offenbar sind die Gegner auf die Ermittlungen aufmerksam geworden.

Serton, Jodetta und Aliimu chartern eine Space-Jet und fliegen nach Teltun. Der Planet scheint technisch zurückgeblieben, denn sie fangen nur Radio- und Fernsehsignale auf, die denen des 20. Jahrhunderts der Erde entsprechen. Die örtliche Sprache ist ein verfremdetes Terranisch.

Die drei landen heimlich und begeben sich zu Fuß in die Hauptstadt. Tatsächlich befindet sich die örtliche Technik auf dem Stand der 1950er-Jahre der Erde. Als Tarnung behaupten Serton und seine Gefährten, sie kämen aus einer abgelegenen Region des Planeten.

Sie nehmen Quartier in einem Hotel, das einem Mann namens Pachuco Santarem gehört. Ihnen fällt auf, dass im Hotel auch ein offenbar halbintelligentes Wesen arbeitet, das an einen Miniaturbären erinnert, Deido heißt und zum Volk Pinang gehören soll. Santarem ist wegen der Herkunft der drei Besucher erkennbar misstrauisch.

Serton versucht, 5-D-Aktivitäten zu orten, da er überzeugt ist, dass Dlatschils Leute auf Teltun aktiv sind. In der Nacht wird in sein Zimmer eingebrochen, und Männer, die behaupten, für die Kolonialgemeinschaft Belisar zu arbeiten, paralysieren und entführen ihn. Wieder erwacht, findet er sich an einem unbekannten Ort, wo ihn ein Mann namens Wilatom verhört. Dieser trägt eine moderne Handwaffe, und an der Wand hängt ein Porträt, das den gleichen Mann darstellt, dessen Bild Serton schon bei der Interstellar Prospecting aufgefallen war. Auf Nachfrage erfährt er, dies sei »Kaiser Belisar«.

Wilatom geht. Ein Roboter soll Serton einem Psychoverhör unterwerfen, aber plötzlich dreht sich dieser und explodiert. Deido, der Pinang, erscheint und fordert Serton auf, ihm zu folgen. Er führt ihn zu Santarem, Jodetta und Aliimu. Santarem gehört zu einer Widerstandsgruppe auf Teltun, die gegen die erwartete Machtübernahme durch Kaiser Belisar arbeitet. Die drei begeben sich für einige Tage in ein von Santarem besorgtes Versteck.

Immer mehr Propaganda erscheint, die den Kaiser als Lösung aller Probleme anpreist. Die Kolonialgemeinschaft Belisar ist an Stelle der Polizei getreten. Jodetta stellt die Theorie auf, dass Kaiser Belisar niemand anderer ist als Dlatschil! Da kommt ein Fledermauswesen ans Fenster, das eine Botschaft Santarems trägt. Es handelt sich um ein Fiyül.

Santarem trifft sich bald darauf mit den drei Gefährten. Diese geben zu, nicht von Teltun zu stammen. Santarem erzählt, dass der Planet diverse innenpolitische und ökonomische Probleme hat, für die seit gut einem Jahr der Kaiser als Lösung angepriesen wird. Er berichtet weiterhin, dass die Teltuner ihre Herkunft nicht kennen, Legenden aber davon sprechen, sie seien einst von den Sternen gekommen.

Santarem erwähnt in diesem Zusammenhang den Berg der Mutter, der in weiter Entfernung im Dschungel liegt. Serton und Jodetta fliegen diesen Berg mithilfe ihrer Gravo-Paks an. Tatsächlich entdecken sie unter einer Erdschicht das Wrack eines 500-Meter-Kugelraumers, der einst ROSELAND hieß. Die Positronik arbeitet noch, und Serton kann ihr entnehmen, dass gleichzeitig Linearkonverter und Impulsantrieb ausgefallen waren und das Schiff notlanden musste. Bei der Notlandung wurde auch der Hyperfunk zerstört. In der Folgezeit fielen die Siedler in teilweise Primitivität zurück.

Wieder bei Santarem, erklärt Serton ihre Funde und meint, dass damals Sabotage vorgelegen haben müsse. Offenbar hat Dlatschil einen Langzeitplan verfolgt. Anschließend spricht er über den Widerstand gegen den Kaiser. Nach seinem Erlebnis mit dem Verhörroboter spricht er Santarem auf geheimnisvolle Fähigkeiten an. Dieser zögert mit einer Antwort und weicht aus.

Am nächsten Tag – der Kaiser soll einen Tag später ankommen – hat sich Santarem die Sache überlegt. Er führt Serton, Jodetta und Aliimu in eine alte Fabrikhalle, wo sich noch drei Menschen, vier Pinang, vier Fiyül und vier Schlangen befinden. Das Ganze nennt sich »Kleines Gremium« und führt telekinetische Fähigkeiten vor. Allerdings gibt Santarem auch zu verstehen, dass man das genaue Potenzial nicht kenne und gewisse Angst davor habe. Dennoch werden die Teltuner ein »Großes Gremium« einberufen, um sich gegen den Kaiser zu wehren.

Am nächsten Tag kommen 41 Raumschiffe an. Serton wird erneut überfallen und entführt. Wilatom führt ihn dem Kaiser an Bord des Flaggschiffes GALACTIC EMPRESS vor, wo gewaltiger Prunk herrscht. Der Kaiser ist tatsächlich Dlatschil. Er lässt Serton nach der Landung mit hinausführen. Nach einem kurzen Gespräch will er Serton dann durch Roboter hinrichten lassen.

Da schlägt das Gremium zu. Die Roboter zerplatzen. Dlatschil will mit einem Blaster schießen, aber es entsteht ein gewaltiger Feuerball, in dem Dlatschil verbrennt. In der allgemeinen Panik gelingt Serton die Flucht. Die Psi-Kräfte des Gremiums brennen große Löcher in die Außenhülle des Flaggschiffes, das in den Weltraum flieht.

Jodetta und Serton begeben sich zum Ort des Gremiums, wo Zehntausende Teltuner und ihre Partnerwesen sich versammelt haben, aber erschöpft sind. Sie hoffen, den Kaiser erfolgreich abgewehrt zu haben, aber Wilatom übernimmt die Kontrolle über die Truppen und verkündet seine Absicht, Teltun zu beherrschen. Was soll geschehen?

Serton und Jodetta gehen in die Stadt, um die Soldaten des Kaisers zu bekämpfen, aber sie werden schnell verhaftet. Da erscheint eine Einsatzgruppe der LFT. Schwer bewaffnete Soldaten landen, und eine Raumflotte setzt die kaiserlichen Schiffe fest. Aliimu, der ebenfalls verhaftet wurde, berichtet, dass es ihm gelungen sei, die versteckte Space-Jet zu erreichen und einen Notruf abzusetzen. Glücklicherweise war eine LFT-Patrouille gerade in relativer Nähe.

Auch Pobjoy, Sertons Auftraggeber, kommt wenig später nach Teltun. Nach dem Abschlussbericht wird Teltun als exterritoriale Welt in die LFT aufgenommen und Wirtschafts- und Technologiehilfe zugesagt. Alles über das Gremium und seine Kräfte bleibt aber ein Geheimnis. Auch auf die Löcher im Flaggschiff angesprochen, weichen Serton und seine Gefährten aus und sagen nichts. Das Vermögen Dlatschils wird wahrscheinlich vom Staat beschlagnahmt.

Jodetta und Serton beschließen, sich auf Teltun niederzulassen. Die Teltuner sind einverstanden.

Anmerkung

  • Der Roman enthält einen sachlichen Fehler, nämlich den Hinweis, die Stiftung habe die Monos-Diktatur unbeschadet überstanden. Der Handlungszeitraum liegt aber deutlich vor der Monos-Ära.

Personenregister

Vraimont Dlatschil Skrupellos verfolgt er einen Langzeitplan
Seraf Serton Ermittler
Jodetta Geestrung Seine Lebensgefährtin
Linguart Pobjoy LFT-Beamter
Harald Tipol Mitarbeiter der ELOTEP
Aliimu Ein Pyombarer
Pachuco Santarem Ein Hotelbesitzer
Wilatom Mitglied der Kolonialgemeinschaft Belisar